01. März 2017 – 15:39

Als Reaktion auf die Vorwürfe eines britischen Gerichts, tunesische Sicherheitskräfte hätten bei dem Massaker unter Touristen am Strand von Sousse im Juni 2015 nicht entschlossen genug gehandelt, veröffentlichte die tunesische Regierung nun Informationen zu ihren eigenen Aktivitäten zur Aufklärung der Umstände des Anschlags. Derzeit werde gegen sechs Sicherheitskräfte ermittelt, weil sie beim Schutz der Touristen versagt hätten, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Sprecher der staatlichen Antiterror-Behörde. Insgesamt liefen im Zusammenhang mit dem Anschlag Ermittlungen gegen 32 Personen, von denen 14 in Haft säßen, heißt es.

Der britische Ermittlungsrichter hatte gestern im Zusammenhang mit dem Anschlag, bei dem ein bewaffneter junger Tunesier im Namen der Terrororganisation IS 38 britische Touristen tötete, von einem "chaotischen und feigen Verhalten" der Sicherheitskräfte gesprochen.

01. März 2017 – 13:23
frankfurtsteigenbergerfrankfurterhof

Am kräftigsten kletterten die Tarife nach Auskunft des "Hotel Surveys" des Geschäftsreisedienstleisters HRG in Hamburg. Ein Anstieg um 15 Prozent auf fast 180 Euro entspricht laut HRG der fünfthöchsten Teuerungsrate weltweit. In Düsseldorf legten die Preise um neun Prozent auf ebenfalls knapp 180 Euro zu. Berlin verzeichnete einen Anstieg um drei Prozent auf 158 Euro, München rangiert mit 166 Euro knapp über dem Vorjahresniveau. Ein leichter Preisrückgang um gut ein Prozent war in Frankfurt festzustellen. Mit durchschnittlich 196 Euro belegt die Main-Metropole bei den Zimmerpreisen aber weiterhin  den bundesweiten Spitzenplatz.

Teuerste Metropole weltweit bleibt im HRG-Ranking Moskau mit 312 Euro pro Nacht und Zimmer. Dahinter folgen New York mit 300 Euro, San Francisco mit 298 und Washington mit 287 Euro. Während die Hoteliers in New York City die Hotelpreise um sieben Prozent senkten, verteuerten sich Übernachtungen in der US-Hauptstadt um gut sechs Prozent. In San Francisco blieben die Preise stabil.

01. März 2017 – 12:36
rodriguezjulioniki

Der bisherige Chief Commercial Officer von Airberlin, Julio Rodriguez, ist nun in derselben Position für die österreichische Tochtergesellschaft Niki aktiv. Bei Airberlin übernimmt sein Vorgänger Götz Ahmelmann die Rolle wieder. Er kehrt von Etihad Airways zu Airberlin zurück, wo er seit 2015 die Vertriebsprojekte der europäischen Etihad-Beteiligungen verantwortete. Außerdem soll Carsten Schaeffer, derzeit noch Zentraleuropa-Direktor bei Sabre, als Senior Vice President Sales Commercial Strategy and Distribution das Vertriebsteam verstärken.

Niki soll mit Beginn des Sommerflugplans die touristischen Strecken von Airberlin in Südeuropa, Nordafrika und der Türkei übernehmen und anschließend in eine gemeinsame Holding mit Tuifly eingebracht werden. An der Holding wollen die Niki Privatstiftung, Etihad Airways und Tui Anteile halten. Airberlin verkauft ihre Beteiligung am österreichischen Carrier im Zuge des Deals an den Gesellschafter Etihad.

01. März 2017 – 12:19
schwankemikerobinson

Stühlerücken bei den Tui-Gesellschaften: Mike Schwanke, derzeit Vertriebschef von Tui Cruises, wird zum 1. Mai Geschäftsführer bei Robinson. Als Nachfolger von Ingo Burmester, der zu Thomas Cook wechselte, leitet er die Clubmarke gemeinsam mit Bernd Mäser und übernimmt die Ressorts Marketing, Vertrieb und Operations. Mäser, seit Juli 2015 in der Geschäftsführung des Unternehmens, verantwortet die Bereiche Finanzen, Recht, IT, Technik, Einkauf, Unternehmenskommunikation, Personal und Projektentwicklung.

Schwankes Nachfolge bei Tui Cruises ist bereits geregelt. Udo Lutz, seit neun Jahren in der Vertriebsorganisation der Reederei aktiv, und Andrea Kruse, aktuell Leiterin des Bereichs Kundendienst, sollen das Vertriebsressort als Doppelspitze führen.

01. März 2017 – 11:56
schweikanorachamaeleon

Nora Schweika verstärkt nun beim Berliner Erlebnisreisespezialisten den Vertrieb. Sie übernimmt dort das Marketing für den Reisebürovertrieb und weitere Kooperationen im B2B-Bereich. Schweika war zuletzt Marketingleiterin beim Technik-Dienstleister Traffics und davor als Referentin für den DRV aktiv.

28. Februar 2017 – 16:23
sundairfotosundair

Vor dem Start der neuen Fluggesellschaft Sundair, an der Veranstalter Schauinsland Reisen mit 50 Prozent beteiligt ist, zeichnen sich einige Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung ab. Von Frankfurt aus startet die Airline nun nicht, wie anfangs vorgesehen, im April, sondern erst im Juli. In Kassel soll der Startschuss wie geplant ebenfalls im Juli erfolgen. Und auch von Berlin-Tegel aus sollen die ersten Maschinen im Juli abheben.

Zugleich will der Carrier größeres Flugmaterial nutzen. Entgegen den ersten Planungen sollen in Kassel und Frankfurt anstelle des Airbus-Typ A-319 nun Airbus A-320 ins Rennen geschickt werden. Mit 174 Sitzplätzen haben sie 30 mehr als der A-319. Für die Maschine, die in Berlin stationiert werden soll, sei noch keine Entscheidung über den Flugzeugtyp gefallen, teilt Sundair mit.

Trotz des späteren Starts übt sich Geschäftsführer Marcos Rossello in Optimismus. "Die positiven Buchungszahlen lassen uns sehr optimistisch in den Sommer blicken und haben die Grundlage zur Entscheidung für einen größeren Flugzeugtyp geschaffen“, sagt er. Für Kunden, die bereits zwischen April und Juli Flüge ab Frankfurt gebucht hätten, sowie mit den Veranstalterpartnern seien Ersatzverbindungen gefunden worden.

28. Februar 2017 – 15:30

Nach sechswöchiger Untersuchung hat ein Londoner Gericht der tunesischen Polizei eine Mitverantwortung für die hohe Zahl von Todesopfern bei der Schusswaffenattacke in Sousse im Juni 2015 zugesprochen. Untersuchungsrichter Nicholas Loraine-Smith stellte am Dienstag fest, die Reaktion der Sicherheitskräfte bei dem Anschlag, der 38 britische Touristen das Leben kostete, sei "chaotisch und feige" gewesen. So seien Polizisten vor dem Attentäter, der am Strand auf Badegäste feuerte und Handgranaten warf, fortgelaufen, um weitere Waffen zu holen, statt ihn zu stoppen. Daraufhin habe der Terrorist das Hotel gestürmt und weitere Urlauber erschossen.

Dem Veranstalter Tui, bei dem die Kunden ihren Urlaub gebucht hatten, und dem Hotel Riu Imperial Marhaba, vor und in dem der Anschlag stattfand, schreibt der Richter keine Verantwortung für den Verlauf der Ereignisse zu. Angehörige der Opfer und ihre Anwälte hatten dem Veranstalter laut dem britischen Fachblatt "Travel Weekly" ein "hohes Maß an Selbstgefälligkeit" angesichts des Risikos, dem seine Gäste ausgesetzt gewesen seien, attestiert. Indem das Unternehmen seiner Verantwortung für die Sicherheit der Gäste nicht gerecht geworden sei, habe es seine Pflichten vernachlässigt.

Der Untersuchungsrichter lehnte es ab, in diesem Zusammenhang eine Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht durch Tui oder das Hotel festzustellen. Wenn überhaupt, dann hätte es allenfalls zu einem anderen Fortgang der Ereignisse führen können, wenn das Wachpersonal des Hotels bewaffnet gewesen wäre, sagte er laut BBC. Eine Anwältin, die 22 Familien von Opfern vertritt, kündigte nach BBC-Angaben dennoch an, dass sie zivilrechtliche Klagen gegen Tui einleiten wolle.

28. Februar 2017 – 12:49
ryanairaircraftfotoryanair

Der irische Low-Cost-Carrier will zum Winterflugplan fünf weitere Flugzeuge in Frankfurt stationieren und 20 neue Ziele anfliegen. Airline-Chef Michael O'Leary kündigte am Dienstag an, dass es sich dabei um Athen, Barcelona, Brindisi, Catania, Glasgow, Gran Canaria, Krakau, Lanzarote, Lissabon, London, Madrid, Mailand, Manchester, Pisa, Porto, Sevilla, Teneriffa, Toulouse, Valencia und Venedig handeln werde. Hinzu kommen die Verbindungen, die Ryanair bereits ab März anbietet. Mit zwei in Frankfurt stationierten Maschinen werden im Sommer Mallorca, Alicante, Malaga und Faro angesteuert. Langfristig, so O'Leary, könne er sich bis zu 20 Flugzeuge in Frankfurt vorstellen.

28. Februar 2017 – 11:37
thailandphranangbeachfotowikipedia

Das Statistische Bundesamt hat die offiziellen Zahlen für den Flugverkehr im Jahr 2016 von deutschen Airports aus veröffentlicht. Laut der Statistik, die keine Unterscheidung zwischen Geschäftsreisen und touristisch motivierten Trips trifft, hieß der große Gewinner unter den Flugreisezielen Thailand. Mit 494.000 Fluggästen stiegen gut ein Viertel mehr Passagiere in Flugzeuge nach Bangkok oder Phuket als im Jahr davor. Im Transatlantikverkehr erreichte Mexiko mit elf Prozent den stärksten Zuwachs, innereuropäisch zog Griechenland elf und Spanien zehn Prozent mehr Fluggäste an. Auf der Verliererseite finden sich mit Ägypten, das rund ein Drittel an Passagieren verlor, Tunesien mit mehr als einem Viertel weniger Fluggästen und der Türkei, die 17 Prozent einbüßte, die bekannten touristischen Problemziele. Dabei ist mit Blick auf die Türkei davon auszugehen, dass die große Zahl in Deutschland lebender Menschen mit türkischen Wurzeln einen stabilisierenden Effekt auf die Fluggastzahlen hatte.

27. Februar 2017 – 21:19

Anschläge und politische Unruhen wirken sich auf das Buchungsverhalten der Bundesbürger aus, aber die Folgen sind insgesamt überschaubar. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Umfrage, die das Online-Reisebüro Holidaycheck beim Marktforschungsinstitut Yougov in Auftrag gegeben hat. Von den 2.000 befragten Bundesbürgern gab knapp jeder zehnte an, aufgrund der Gefahren grundsätzlich seltener zu reisen. Immerhin rund ein Drittel der Befragten lässt sich von Anschlägen und Unruhen bei der Wahl des Reiseziels beeinflussen. Der Trend der Nachfrageverschiebung von östlichen in als sicherer empfundene westliche Zielgebiete werde sich 2017 weiter fortsetzen, prognostiziert Holidaycheck deshalb. Während nach Erkenntnissen der Umfrage nur fünf Prozent der Deutschen langfristiger buchen, um Kapazitätsengpässen in beliebten Regionen vorzubeugen, bucht knapp jeder Zehnte kurzfristiger, um sich an der aktuellen Sicherheitslage orientieren zu können. Knapp ein Viertel der Befragten gibt an, sich nicht in der Urlaubsplanung beeinflussen zu lassen.

Positiver Frühbuchertrend für alle Ziele außer der Türkei. Interessanterweise lässt sich der geringe Anteil derer, die nach Erkenntnissen der Umfrage früher buchen wollen, um Kapazitätsengpässen zu entgehen, anhand der Buchungsentwicklung, die Holidaycheck für das eigene Portal angibt, nicht nachvollziehen. Denn dort verzeichnen für die Monate November bis Januar fast alle wichtigen Destinationen für die Sommersaison mehr Buchungen als im Vorjahr. Einzige Ausnahme ist die Türkei, die für das Quartal mit 21 Prozent im Minus legt, sich laut Holidaycheck jedoch seit Anfang Februar erholt. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnen im Vorjahr schwächelnde Ziele wie Marokko, Ägypten und Zypern. Aber auch Destinationen wie Griechenland oder Kuba, die bereits 2016 sehr gut liefen, warten mit einem Plus von 60 beziehungsweise 50 Prozent auf. Bemerkenswert ist auch ein erneuter Zuwachs von zwei Prozent für Spanien, das nach einem Rekordjahr diesmal vor allem in den andalusischen Festlandzielen zulegen kann.