19. März 2017 – 15:48

Reisebüros und Veranstalter müssen sich warm anziehen: Ryanair Holidays rollt mit aggressiven Preisen den Markt für Städtereisen auf. Auf der Website des größten Billigfliegers Europas gibt es City-Trips für 20 Städte mit zwei Übernachtungen für unter hundert Euro. Ryanair startet mittlerweile von 13 deutschen Flughäfen, künftig auch von Frankfurt.

Der Ab-Preis für Flug und Hotel liegt bei 77 Euro. Dafür geht es nach Berlin, Budapest, Bukarest, Brüssel und Mailand. Die Häuser zu diesem Preis haben allerdings nicht immer die besten Bewertungen. Der Transfer in die Städte ist nicht dabei und kann wie im Fall Mailand, wo Ryanair im über 60 Kilometer entfernten Bergamo landet, schon mal etwas länger dauern.

Hinter Ryanair Holidays steht die Technik von HLX Touristik. Laut Michael O'Leary soll sein Veranstalter schon im ersten Jahr 100.000 Gäste erreichen. In fünf Jahren plant er mit einer Million.

18. März 2017 – 08:00
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Die Entwicklungen in der Türkei bewegen nicht nur die Politik, sondern auch die Reísebüros. Das zeigt die starke Resonanz auf die „Counter vor9“-Umfrage zum Verkauf von Türkei-Reisen, an der mehr als 800 Reisebüros teilnahmen. Das Ergebnis der Umfrage verdeutlicht eine dramatische Entwicklung: Drei Viertel der befragten Reisebüros verkaufen Türkei-Reisen derzeit nicht aktiv, sondern allenfalls auf ausdrücklichen Kundenwunsch. In Kommentaren reicht die Bandbreite der Einschätzungen von der Feststellung, es sei derzeit „sinnlos“, den Kunden Urlaub in der Türkei anzubieten, bis zu der Befürchtung, die Kunden könnten im Land angesichts der wachsenden politischen Spannungen und Nazi-Vergleiche durch Mitglieder der türkischen Regierung angepöbelt werden.

Bei manchen Büros geht die Nachfrage "gegen null". Wenig erstaunlich ist es angesichts dieser Tatsache, dass 83 Prozent der Reisebüros einen starken Nachfragerückgang gegenüber dem Vorjahr feststellen, neun Prozent sehen die Nachfrage leicht unter der des ebenfalls schwachen Jahres 2016. Einige Agenturen berichten von Einbrüchen um 50, 60 oder gar 80 Prozent, mancherorts werden überhaupt keine Türkei-Buchungen mehr abgewickelt. "Selbst unerschrockene Türkei-Urlauber überlegen sich im Moment zweimal, ob die dorthin reisen wollen", schreibt ein Umfrageteilnehmer.

Geringe Hoffnung auf Last-Minute-Buchungen. Auch die Erwartungen an das Kurzfrist-Geschäft sind gering. Nur vier Prozent gehen fest davon aus, dass sich die Kunden im Last-Minute-Bereich noch über günstige Preise motivieren lassen. Immerhin 24 Prozent glauben an eine Erholung, wenn sich die politischen Spannungen beruhigen, 14 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung aus, sofern keine neuen Anschläge erfolgen. Dagegen meinen 25 Prozent, auch mit Kurzfrist-Buchungen werde es in diesem Jahr nichts, weil die Kunden um ihre Sicherheit fürchteten. Und 58 Prozent sind überzeugt, dass ihre Kunden aus politischen Gründen nicht in die Türkei reisen. Das gab es noch nie.

Vorbehalte auch gegen eigene Reisen. Das Reiseverhalten der Expedienten selbst wirbelt das aktuellen Geschehen ebenfalls durcheinander. Nahezu 50 Prozent erklären, dass sie dieses Jahr "mit Sicherheit nicht" in die Türkei reisen werden, weitere 24 Prozent wollen "wahrscheinlich" von einer Reise Abstand nehmen. Ohne jeden Vorbehalt in das Land am Bosporus reisen würden lediglich 15 Prozent. Weitere zwölf Prozent würden dies "wahrscheinlich" tun. Aus zahlreichen Kommentaren geht hervor, dass den Reiseprofis die Zweischneidigkeit jeder Entscheidung für oder gegen Türkei-Reisen bewusst ist. Viele bedauern, dass die Bevölkerung in den Urlaubsregionen großenteils schuldlos unter dem Nachfrageschwund aus einem ihrer wichtigsten Märkte zu leiden hat. Doch wollten sie mit ihrem Geld nicht die aktuelle türkische Regierung unterstützen. Und bei so manchem scheint am Ende die aggressive Rhetorik türkischer Politiker das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben. (CS)

17. März 2017 – 12:57
level

Der geplante Low-Cost-Ableger der British-Airways- und Iberia-Mutter für die Fernstrecke soll zunächst von Barcelona aus starten. Dort werden laut IAG-Chef Willie Walsh von Juni an zwei neue Airbus A330 mit jeweils 293 Economy-Class- und 40 Premium-Economy-Sitzen stationiert. Erste Ziele sind Los Angeles, San Francisco, Buenos Aires und Punta Cana, die Oneway-Tarife beginnen bei 99 Euro. Für Zubringerflüge soll die ebenfalls von Barcelona aus operierende IAG-Tochter Vueling sorgen.

17. März 2017 – 12:38
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Eine Wanderung durch den zerklüfteten Barranco de Masca ist für Aktivurlauber auf Teneriffa fast ein Muss. Doch die große Popularität der Entdeckungstouren durch die Schlucht hat auch ihre Kehrseiten. Denn schon seit Jahren klagen die Bewohner des Dorfes, dass die Belastungsgrenze für den Wanderweg durch die Schlucht längst überschritten sei.

Nun will die Gemeinde Masca handeln. Nach Informationen der Zeitung „La Opinión de Tenerife“ soll die Zahl der Wanderer, die täglich in die Schlucht gelassen werden, auf 255 begrenzt werden. Zudem soll jeder Wanderer mit sechs Euro zur Kasse gebeten und die Zeit, in der Besucher Zugang zur Schlucht haben, auf die Stunden von neun bis 14 Uhr begrenzt werden. Einheimische sollen weiterhin freien Zutritt zur Masca-Schlucht haben, allerdings müssen sie sich vorher anmelden.

Aktuell besuchen nach Angaben einer Consulting-Firma, die mit einer Studie zum dortigen Besucheraufkommen beauftragt worden war, jedes Jahr rund eine Million Touristen das Dorf Masca. Etwa zehn Prozent von ihnen steigen von dort aus in die Schlucht hinab. (CS)

16. März 2017 – 11:02
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Vom 26. März an stellt die Airline, die momentan noch zu Airberlin gehört, die Bordverpflegung auf kostenpflichtige Speisen und Getränke um. Was genau den Passagieren im Rahmen des neuen "Buy-on-Board"-Konzepts angeboten wird und zu welchen Preisen die Snacks und Drinks verkauft werden, teilt Niki noch nicht mit. Caterer ist die Do & Co.-Tochter Versilia Solutions. Der Wegfall kostenloser Bordverpflegung betrifft sowohl die bestehenden Verbindungen als auch die Strecken, die Niki von Airberlin übernehmen soll.

16. März 2017 – 07:45
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Zusammen mit Condor legt der Veranstalter von November an je einen wöchentlichen Flug von sechs deutschen Städten und dem Airport Basel in das Emirat auf. Ziel der Flüge von Berlin-Schönefeld, Leipzig-Halle, Hannover, Köln-Bonn, Stuttgart, München und Basel ist nicht der Flughafen Dubai International, sondern der Flughafen Al Maktoum International im Süden Dubais. Er ist seit Oktober 2013 für Passagiere geöffnet und soll ab 2020 zum größten Airport der Welt ausgebaut werden. Die Boeing 757, die dabei zum Einsatz kommt hat 255 Sitze, von denen 40 mit freiem Mittelplatz als "Premium Economy“ angeboten werden. Insgesamt summiert sich die zusätzliche Kapazität für das Emirat aus Deutschland damit auf gut 90.000 Sitze.

Als Zielgruppe für das neue Angebot, das auch im Sommer 2018 fortgesetzt werden soll, hat FTI-Chef Diemtar Gunz vor allem Familien im Auge. Da die Kapazität der Hotellerie in dem Emirat allein in diesem Jahr um rund 20.000 Zimmer wachse, können FTI mit den Flügen preisgünstige Pakete schnüren. Gemeinsam mit der Hotellerie arbeite man an familienfreundlichen Konzepten mit Familienzimmern, passendem Entertainment und entsprechender Gastronomie, sagt Gunz. Auch der All-inclusive-Anteil im Programm für  die Emirate soll ausgebaut werden. Sein "Ergänzungsangebot aus der Fläche" will der FTI-Chef ausschließlich über die eigenen Veranstalter vermarkten. Nach einem Gästeplus von 40 Prozent für die Emirate im vergangenen Jahr könnte es damit 2018 noch steiler bergauf gehen. Neben Dubai-Urlaubern sollen die neuen Verbindungen auch Gäste mit den Zielen Abu Dhabi oder Ras al Khaimah anlocken. Beide Emirate seien mit etwa einstündigen Transfers erreichbar, so Gunz. (CS)

15. März 2017 – 21:46

Der Konflikt zwischen der Türkei und Deutschland verschärft sich. Das Auswärtige Amt warnt, es müsse mit Protesten gerechnet werden, die sich auch gegen deutsche Reisende in der Türkei richten könnten. Wie stark beeinflusst das die Kunden bei der Wahl ihres Urlaubsziels? Und wie gehen Sie in Ihrem Büro mit dem Thema um? Machen Sie mit bei unserer Blitzumfrage! Sie benötigen dafür nicht länger als eine Minute. Counter vor9 Umfrage

15. März 2017 – 17:50
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Eigentlich schien der Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Versicherungsvertrieb schon in trockenen Tüchern zu sein. Doch nun funkt der Bundesrat dazwischen. Er fordert den Bundestag auf, die Ausnahmeregelungen für Versicherungsvermittler in Nebentätigkeit – wie zum Beispiel Reisebüros – zu überdenken. Das sei ein „unüberlegter Schritt“ klagt der DRV. Die Bundesregierung habe einen „gelungenen Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie vorgelegt“, so der Verband. Er sieht vor, dass die nebenberufliche Vermittlung von Reiseversicherungen durch Reisebüros wie bisher erfolgen kann. Damit könnten sich Urlauber in Reisebüros auch in Zukunft unbürokratisch gegen Gefahren und Risiken absichern. Der Bundesrat verweist nun auf den Verbraucherschutz und regt an, die Erleichterungen für den Vertrieb von sogenannten Annexversicherungen zu streichen. Dies gehe „völlig an der Realität vorbei“, klagt DRV-Präsident Norbert Fiebig: „Der Vertrieb einer Gepäckversicherung ist weitaus weniger komplex als etwa der Vertrieb einer Lebensversicherung. Deshalb macht es Sinn, dass Reisebüros auf möglichst unkomplizierte Weise Versicherungen vermitteln. Das hat sich bewährt: So tragen sie dazu bei, dass Urlauber die Erholung und Entspannung mit Reiseschutz genießen können. Das scheint einigen Bundesländern nicht klar zu sein.“ 

Der Gesetzgeber müsse darauf achten, dass der Verkauf von Reiseversicherungen im Reisebüro nicht verkompliziert wird. Denn diese Zusatzleistungen seien für die Urlauber wichtig. Das Negativbeispiel Großbritannien zeige, was passiert, wenn der Gesetzgeber den Vertrieb von Reiseversicherungen mit dem von Lebensversicherungen gleichsetzt. Die Produkte gelangten dann nicht an den Kunden und der Urlauber reise ohne Schutz. Der Verband rät dem Bundestag, an dem Gesetzentwurf der Bundesregierung festzuhalten und den Ausführungen des Bundesrates hinsichtlich der Annexversicherungen „keine weitergehende Beachtung zu schenken“. „Alles andere wäre ein Bärendienst an Reisevertrieb, Urlaubern und Verbrauchern“, so Fiebig.

15. März 2017 – 16:06

Die deutschen Reisebüros konnten im Februar nur wenig Boden gut machen. Laut GfK Travel Insights, dem Tourismus-Vertriebspanel der Nürnberger Marktforscher, liegen die Sommerbuchungen per Ende Februar zwar fünf Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Der lag allerdings damals acht Prozent im Minus. "Das bisherige Wachstum reicht demnach nicht aus, die letztjährigen Verluste wettzumachen", so die GfK. Gegenüber 2015 fehlen derzeit drei Prozent der Sommerbuchungen.

Im Februar haben die Reisebüros mit sieben Prozent Plus zu einem Endspurt für den laufenden Winter angesetzt und sieben Prozent zugelegt. Die meisten Buchungen erfolgten für Reisen im April. Kumuliert liegt der Winter dennoch zur Zeit drei Prozent unter dem Vorjahr.

Die GfK Travel Insights errechnen sich aus den aus den Buchungsdaten von 1.500 repräsentativ ausgewählten Reisebüros in Deutschland. Dahinter stehen im Durchschnitt 340.000 Buchungssätze pro Monat.

15. März 2017 – 13:01

Die Reisebürokooperation weitet den Kreis der Veranstalter, die ihre Daten nach dem offenen OTDS-Standard in ihr Vertriebssystem einspeisen, weiter aus. In den vergangenen Woche gesellten sich Bentour, Olimar und Schauinsland Reisen hinzu. Ihre Pauschalreisedaten werden nun in das Beratungssystem „Vanessa“ und die IBE „Urania“ integriert. Bereits zum Monatsende sollen auch die Pauschalreisedaten sowie die dynamisch paketierten Produkte von FTI im OTDS-Format ins System eingespeist werden. Die nur-Hotel-Daten von FTI wurden bereits im September im neuen Format freigeschaltet.

Der offene Datenstandard OTDS reduziert gegenüber den bisherigen Datenformaten den Traffic und ermöglicht die Integration zusätzlicher Produktdaten. So können Produktdetails in größerer Vielfalt und Detailtiefe übermittelt werden.