23. März 2017 – 14:13
frenzel-michaelbundesverband-der-deutschen-tourismuswirtschaftpraesidentfoto-btw

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt auf Gerechtigkeit und seine Partei will die Manager-Gehälter deckeln. Der langjährige Tui-Chef und Sozialdemokrat Michael Frenzel hält das für falsch. "Natürlich ist das Thema populär. Klar sagen viele Leute, schaut mal, VW gibt sich jetzt als Höchstgrenze 10 Millionen Euro für den Vorstandschef. Und dann vergleichen die Menschen das mit ihrem eigenen Einkommen. Da ist die Versuchung da, so ein Thema zu pushen – nicht nur in der SPD", sagte Frenzel im Interview mit der "Welt".

Aber das sei eine Frage der Vertragsfreiheit, so Frenzel, der heute Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft ist. "Natürlich hat sich in den Spitzenpositionen ein Gehalt entwickelt, das weit weg ist von dem, was ein Durchschnittsverdiener bekommt. Nur, das ist halt der Markt. Wollen wir da wirklich eingreifen? Ich denke nicht." Ob sich seine Partei danach richtet, wird sich zeigen.

Tui hat mit Frenzels Nachfolger Friedrich Joussen und seinen Vorstandskollegen übrigens Vergütungsobergrenzen vereinbart, die im Geschäftsbericht für jedermann einsehbar sind. Joussens Festgehalt von 1,1 Millionen Euro kann sich durch zusätzliche variable Vergütungsbestandteile bis auf 7,5 Millionen Euro erhöhen. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr erhielt zwar mit 1,38 Millionen Euro etwas mehr Grundvergütung als Joussen, aber deutlich weniger obendrauf. Seine Bezüge beliefen sich 2016 auf 3,12 Millionen Euro.

22. März 2017 – 17:55

Touristiker machen Urlaub. Und manchmal machen sie davon Urlaub. Aber wo und wie verbringen Sie als Urlaubsmacher die schönsten Tage des Jahres? Faul am Strand von Mallorca oder auf der Panamericana zwischen Feuerland und Alaska? Im Luxushotel oder im Zelt? Machen Sie mit bei unserer Blitzumfrage! Die Teilnahme dauert nicht länger als zwei Minuten. Gloobi-Umfrage

22. März 2017 – 14:18
citycenterreisebuerokopp

Dass Konzerne wie Tui und Thomas Cook schon seit längerer Zeit und mit eher mäßigem Erfolg bestrebt sind, den Anteil ihres "gebundenen Vertriebs" durch Zukäufe von Reisebüros auszubauen, ist bekannt. Weniger offenkundig waren bislang die Aktivitäten anderer Organisationen in diesem Bereich. Doch das ändert sich zunehmend. Denn auf der Jagd nach profitablen Reisebüros werden auch Akteure wie Lufthansa City Center, die Reisebürokette Derpart und der Kooperationsprimus RT Reisen in Burghausen immer aktiver.

LCC gründen Reisebüro AG. So gründeten die Lufthansa City Center Ende vergangenen Jahres eine Aktiengesellschaft, die künftig Büros für die Franchise-Marke kaufen und der Organisation damit attraktive Standorte sichern soll. Sie befindet sich im Besitz von 37 Franchisen-Nehmern und der Kettenzentrale und ist mit einem Eigenkapital von 1,5 Millionen Euro ausgestattet. Vorstand ist der frühere Tui-Manager Wilfried Klotmann. In diesem Jahr seien Kaufgespräche mit drei bis vier Reisebüros geplant, sagt dieser. Die Zukäufe müssten nicht zwangsläufig LCC-Büros sein, wohl aber Vollreisebüros, "die zur Kette passen". Themen wie Personalplanung, Budgetierung und Controlling sollen nach dem Kauf von der Zentrale übernommen werden. Damit könnten sich die Counter-Mitarbeiter "noch besser auf die Produktsteuerung und die Kunden konzentrieren“, so Klotmann.

Derpart baut Zahl eigener Büros aus. Für die Franchise-Kette Derpart sind Zukäufe ebenfalls ein wichtiges Thema. Derpart habe im vergangenen Jahr zehn Büros gekauft, berichtet Geschäftsführer Aquilin Schömig. Es habe sich ausnahmslos um Franchise-Nehmer gehandelt, von denen die meisten ihr Büro aus Altersgründen abgeben wollten. Auch künftig werde die Kette, die derzeit 53 eigene Niederlassungen betreibt, aktiv Büros hinzukaufen, kündigt Schömig an. Vorwiegend sei man am Kauf von Franchise-Büros interessiert, aber auch der Erwerb von Fremdbüros sei nicht ausgeschlossen. Entscheidend für Zukäufe sei deren "aktuelle und künftige Wirtschaftlichkeit".

RTK expandiert durch Übernahmen. Auch RTK-Chef Thomas Bösl sieht in der Übernahme "wirtschaftlich gesunder Reisebüros" ein geeignetes Instrument, um die Schlagkraft der eigenen Organisation zu stärken und den Büros eine Perspektive zu bieten. Sowohl RTK als auch die von der RT Group übernommene Kette Reiseland hätten das in der Vergangenheit bereits getan und wollten diesen Kurs fortsetzen. Und auch Willi Müller, Chef der Kooperation Schmetterling, antwortet auf die Frage, ob seine Organisation selbst Reisebüros kaufe, mit: "Grundsätzlich ja." (CS)

22. März 2017 – 13:19

Die Bindung der Kunden an eine Marke ist nach Auffassung der Mitglieder des deutschen Ferienhausverbandes bei Ferienhausurlaubern nicht so ausgeprägt wie in anderen Marktsegmenten. Kaufentscheidend seien für die Kunden die Objekte selbst und ihre Lage. Allerdings sehen die Anbieter durchaus Möglichkeiten, die Markenloyalität zu erhöhen. Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Service stimmten und die Erwartungen der Urlaubsgäste erfüllt würden, sei eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Urlauber langfristig Vertrauen zum Buchungspartner aufbauten und bei ihm noch einmal buchten, erklärt der Verband auf Basis der Ergebnisse einer Branchenumfrage.

Konkrete Anhaltspunkte dafür, wie die engere Kundenbindung hergestellt werden soll, liefert die Umfrage allerdings nicht. Dort heißt es lediglich, dafür seien zielgerichtetes Marketing und Social-Media-Maßnahmen sowie individuelles Kundenbeziehungsmanagement und ein auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittener Service wichtige Kriterien“.

22. März 2017 – 12:58
reetdachhausinstpeter-ordingdns0802501

Das geht aus einer Branchenumfrage des Deutschen Ferienhausverbandes hervor, in dem die größten Ferienhausanbieter organisiert sind. Danach steht der Inlandsurlaub im Ferienhaus oder der Ferienwohnung auf der Beliebtheitsskala ganz vorn. Dahinter folgen Österreich, Italien, Frankreich und Dänemark. Innerhalb Deutschlands dominieren unter den Ferienhauszielen die Küstenregionen. An der Spitze liegt die Ostseeküste Schleswig-Holsteins, direkt dahinter rangiert die Nordseeküste. Darauf folgen die Ostsee-Inseln und die Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Als einzige Region abseits des Meeres kann sich der Schwarzwald unter den Top 5 platzieren.

Insgesamt wies die Ferienhausnachfrage 2016 ein beachtliches Wachstum auf. Die Zahl der Buchungen stieg um 16 Prozent, und der Umsatz legte sogar um 24 Prozent zu.

21. März 2017 – 19:44

Die Regierung der Vereinigten Staaten preschte am Montag vor, die britische Regierung zog am Dienstag nach. An Bord von Flügen aus sechs Ländern auf die britischen Inseln dürfen Passagiere nun keine größeren elektronischen Geräte mehr mit in die Kabine nehmen. Betroffen sind die Türkei, der Libanon, Jordanien, Ägypten, Tunesien und Saudi-Arabien. Die Maßnahme sei nötig, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, heißt es aus Regierungskreisen. Die neuen Regeln gelten für alle Direktflüge aus den genannten Ländern. Die Geräte im Handgepäck dürfen Maße von 16 Zentimeter mal 9,3 Zentimeter nicht überschreiten. Sind sie größer, müssen sie im Koffer aufgegeben werden.

In die USA ist die Mitnahme von größeren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Direktflügen von zehn Flughäfen nicht mehr erlaubt, wie das US-Heimatschutzministerium mitteilte. Als Grund nennt die Behörde Terrorgefahr: "Terroristische Gruppen peilen weiterhin das kommerzielle Flugwesen an und verfolgen aggressiv innovative Methoden, um ihre Attacken zu verüben", heißt es in der Mitteilung. Die zehn Flughäfen auf die das Verbot für die Vereinigten Staaten zutrifft, befinden sich in Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien, Kuwait, Marokko, Katar, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Maßnahme ist zeitlich nicht begrenzt. (CS)

21. März 2017 – 16:33

Nach den heftigen Regenfällen und anschließenden Überschwemmungen in Peru sind zahlreiche Landesteile nicht oder nur schwer bereisbar. Dies gelte insbesondere im Norden des Landes, teilt das Auswärtige Amt mit. Nach Informationen des Studienreiseveranstalters Studiosus aus der Region sind weite Landstriche überflutet und wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen. Stark betroffen sei auch die zweitgrößte Stadt Perus, Trujillo. Hier stehe das Wasser auch in Teilen des Stadtzentrums.

In Lima betreffen die Überflutungen laut Studiosus vor allem Außenbezirke. Obwohl der Río Rimac nahe am kolonialen Zentrum vorbeifließt, kann die Altstadt mit der Plaza Mayor ohne Einschränkungen besucht werden. In den großen Hotels der Stadt sei die Wasserversorgung derzeit sichergestellt, so der Veranstalter. Die mehrtägige Unterbrechung der Nationalstraße 1, der "Panamericana" zwischen Lima und Arequipa in einem Abschnitt bei Nazca sei mittlerweile behoben worden. Kritisch bleibt die Lage offenbar in vielen Abschnitten der dem Pazifik zugewandten Andenkette. Dies betrifft auch Straßenverbindungen von Lima Richtung Osten nach Huancayo sowie in die 450 Kilometer nördlich von Lima gelegene Andenstadt Huaraz.

Nach wie vor nicht von den Überschwemmungen betroffen sind nach Angaben des Fremdenverkehrsamtes Promperu die touristische Routen im Süden des Landes, darunter Cusco, Arequipa, Puno und Madre Dios. Auch die nordöstlichen Landesteile mit San Martín, Amazonas und Loreto könnten bereist werden. In den Hotels, touristischen Einrichtungen. Flughäfen und Sehenswürdigkeiten in diesen Regionen finde "touristischer Normalbetriebstatt", teilt das Verkehrsamt mit.

Reisende im Land können bei der telefonisch unter (01) 574-8000 und per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Informationen erfragen.

21. März 2017 – 13:24
schaeferrainersabreneu

Der Technikanbieter reduziert die Zahl seiner Standorte in Deutschland von vier auf drei. Nach der geplanten Schließung der Filiale in Hamburg will das Unternehmen seine Aktivitäten auf Berlin, Frankfurt und Braunschweig konzentrieren. Von Berlin aus soll die Vermarktung der Sabre-Produkte im deutschsprachigen Raum sowie in Mittel- und Osteuropa gesteuert werden. Braunschweig zählt seit der Übernahme von Airpas, einem IT-Dienstleister zur Ertragsoptimierung bei Airlines, im Frühjahr 2016 zu den Sabre-Standorten. In Frankfurt beschäftigt sich das Unternehmen mit Techniklösungen für die Hotelbranche, ebenfalls im Frühjahr 2016 übernahm Sabre dort den Spezialisten für IT-Lösungen im Hotelbereich Trust International.

Laut Deutschland-Chef Rainer Schäfer, der nun neben Österreich und Deutschland auch das Marketing in der Schweiz vorantreiben soll, reduziert Sabre die Zahl der Standorte nicht in erster Linie, um Personal abzubauen, sondern um die Aktivitäten räumlich zu konzentrieren. „Zwei Standorte, die so dicht beieinander liegen wie Hamburg und Berlin, waren nicht mehr sinnvoll“, sagt er. Gleichwohl räumt er ein, dass im Zuge der Schließung die Gesamtzahl der Angestellten sinken werde. Derzeit beschäftigt Sabre in Hamburg rund 20 Mitarbeiter. Für die nötige bundesweite Präsenz des GDS-Betreibers, der hierzulande nach eigener Darstellung auf 12 Prozent Marktanteil kommt, sollen weiterhin fünf Außendienstler sorgen, die über das Bundesgebiet verteilt sind. Neu hinzu kommt am Standort Berlin, wie bereits bekannt, Stephan Wippermann. Er ersetzt von April an als Direktor für Zentral- und Osteuropa Carsten Schaeffer, der als Leiter Vertriebsstrategie und Distribution zu Airberlin wechselte. (CS)

20. März 2017 – 11:38
sunstone

In Auftrag gegeben werden die ersten Expeditionskreuzfahrtschiffe, die überhaupt in China gebaut werden, von dem Schiffsleasing-Spezialisten Sun Stone Ships, der seinen Sitz in Miami hat. Auftragnehmer ist der Industriekonzern China Merchants Industry Holdings aus Hong Kong. Die Schiffe sollen in Schanghai gebaut werden, 104 Meter lang sein und Platz für 80 bis 95 Passagiere bieten. Nach Angaben von Sun Stone Ships entsprechen sie der Eisklasse 1A beziehungsweise der Polarklasse 6. Die Eisklasse 1A bezeichnet Schiffe, die bis zu einer Eisdicke von einem Meter fahren können. Die Polarklasse 6 weist die Neubauten als tauglich für Sommerfahrten in mittelstarkem Eis aus.

Das ungewöhnliche Design der Schiffe stammt vom norwegischen Unternehmen Ulstein Design & Solutions. Der speziell geformte Schiffsrumpf soll besonders ruhiges Fahren auch bei hohem Seegang ermöglichen und Treibstoff sparen. Sun Stone Ships will die Neuentwicklungen nach eigener Aussage an "bestehende und neue Kunden verchartern". Das erste Schiff soll 2019 ausgeliefert werden. Bei entsprechender Nachfrage sollen den vier bestellten Neubauten sechs weitere folgen. Zusammen mit zehn bereits existierenden Expeditionsschiffen, die sich im Besitz des Leasing-Unternehmens befinden, kämen die US-Amerikaner dann auf 20 Schiffe.

Das chinesische Engagement im Bau von Kreuzfahrtschiffen erhält damit neuen Schub. Erst vor einigen Wochen hatten die Carnival Corporation, die China State Shipbuilding Corporation und die italienische Werft Fincantieri ein Joint Venture zum Bau zweier Kreuzfahrtschiffe in China unterzeichnet. Das erste soll 2023 vom Stapel laufen. (CS)

19. März 2017 – 16:12

Am Samstag eröffnete der berühmt-berüchtigte Party-Spot an der Playa de Palma in neuem Look und unter neuem Namen. Aus dem Sinnbild deutscher Urlauber-Exzesse ist eine aufgeräumte Strandbar geworden, die dem Vernehmen nach mit dezenter Musik und minimalistischem Design in mattem Grün, Naturholz und Weiß punkten will. Durch das schickere Outfit soll den Saufgelagen entgegengewirkt werden, die vor allem den Anwohnern der Playa de Palma schon lange ein Dorn im Auge sind.

Die Neugestaltung des "Balneario 6“ war eigentlich schon für 2014 vorgesehen. Sie ist Bestandteil eines umfassenderen Plans, durch den die Playa de Palma aufgewertet werden soll. Unter anderem wurden mehrere Hotels renoviert, und es gibt mittlerweile drei Fünf-Sterne-Häuser an dem Strandabschnitt. Auch Gastronomie und Einzelhandel sollen in die Qualitätsoffensive eingebunden werden. Andere der insgesamt 15 Strandkioske wurden bereits in den vergangenen Jahren umgestaltet.