26. Oktober 2016 – 10:31
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Nun also doch. Nachdem die Tarifverhandlungen zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und Eurowings erneut gescheitert sind, wollen die Flugbegleiter ab Donnerstag streiken. Details dazu will die Gewerkschaft Ufo am heutigen Mittwoch bis 18 Uhr mitteilen. Ufo hatte ursprünglich mit Streiks ab Montag dieser Woche gedroht. Am Wochenende hatten sich die Arbeitnehmervertreter nach einem neuen Tarifangebot von Eurowings aber weiteren Verhandlungen zugestimmt. Die Geschäftsführung behauptet, das Angebot habe der Gewerkschaft bereits seit mehreren Wochen vorgelegen. Es beinhaltet neben der Einrichtung einer Pensionskasse eine Lohnerhöhung um sieben Prozent innerhalb eines Zeitraums von 39 Monaten. Doch schon länger geht es in den Verhandlungen nicht nur um Lohnerhöhungen. Das Misstrauen zwischen der Gewerkschaft und der Eurowings-Führung sitzt tief. Ufo wirft dem Management der Fluggesellschaft vor, es habe sich nicht an zuvor gegebene Zusagen aus der Schlichtung bei der Muttergesellschaft Lufthansa gehalten. Darüber hinaus ist es den Mitarbeitern ein Dorn im Auge, dass die geplante Expansion von Eurowings ausschließlich außerhalb Deutschland stattfinden soll.

25. Oktober 2016 – 14:07
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60 Millionen Euro Schaden sind spanischen Hotels nach einer Schätzung durch die Aktivitäten betrügerischer britischer Juristen entstanden. Sie animieren Urlauber in den Ferienorten dazu, bei ihrem Hotel Schadenersatz wegen einer Krankheit infolge vermeintlich verdorbenen Essens zu fordern. Nach Aussage von Nuria Montes, Generalseretärin des Hotelverbands Hosbec, der die Branche in Benidorm und an der Costa Blanca vertritt, ist das Geschäft für die betrügerischen Advokaten äußerst einträglich. Sie erhalten demnach 90 Prozent der Summe, die von den Hoteliers mit der Drohung erpresst werde, ansonsten gegen sie zu klagen. Für die Urlauber, die bei der Geschichte als vermeintliche Opfer auftreten, bleiben also lediglich zehn Prozent ihrer Forderung übrig.

Die Hotellerie will nun den Druck auf britische Veranstalter, den Reiseverband Abta und die britische Regierung verstärken, dem Treiben ein Ende zu bereiten. Aber auch die Hotellerie selbst soll aktiv werden. Einige Hotels sind nach Berichten spanischer Medien bereits dazu übergegangen, sorgfältig zu dokumentieren, was die Gäste in ihrem Haus konsumieren, um gegen mögliche Attacken gewappnet zu sein. Bei Beschwerden wollen sie dann zurückverfolgen, ob ein Zusammenhang zwischen dem angegebenen Grund – meist Magen-Darm-Beschwerden – und dem Speisen-  und Getränkekonsum der Gäste im Haus plausibel ist. Außerdem sollen die Gäste intensiver darüber informiert werden, dass betrügerische Beschwerden mit Gefängnisstrafen zwischen drei Monaten und sechs Jahren geahndet werden können, wenn die Summe, um die es sich dreht, 400 Euro übersteigt.

25. Oktober 2016 – 12:39
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Gebeco integriert die Studienreisen unter der Marke Dr. Tigges in die Kataloge der Hauptmarke. Separate Broschüren produziert der Kieler Veranstalter für seine Studienreisen dann nicht mehr. Geschäftsführer Ury Steinweg begründet den Wegfall eigener Tigges-Kataloge so: "Der Übergang zwischen einer Erlebnis- und Studienreise ist fließend, viele sehen sogar keinen Unterschied – da macht es Sinn, die gesamte Bandbreite an Gruppenreisen in einem Katalog zu präsentieren“, sagt er. Am Stil der Reisen werde sich aber nichts ändern – sie werden auch künftig von "echten" Studienreiseleitern begleitet und "von denselben Experten ausgearbeitet", versichert Steinweg.

Für das nächste Jahr bietet Gebeco 86 neue Erlebnisreisen und 32 neue Studienreisen an. Die Ukraine, Tschechien, die Slowakei, Andorra und das Königreich Tonga im Südpazifik kehren als Reiseziele in die Kataloge zurück. Ungarn und die Slowakei tauchen als neue Studienreiseziele auf. Der Titel des Themenjahres, dem sich Gebeco seit einigen Jahren widmet, lautet "Legendäre Handelswege". Reisen unter diesem Label führen unter anderem über die chinesische Seidenstraße, die Via Appia in Italien oder die Passagen der Hanse im Ostseeraum. Bei Fahrradreisen arbeitet Gebeco mit dem Spezialisten Terranova zusammen. Neue Touren führen unter anderem nach Litauen, Sizilien und Südengland.

Bei einigen Reisezielen müssen sich Kunden im nächsten Jahr auf deutlich veränderte Preise einstellen. Sie steigen etwa für Kuba um 20 Prozent, Island wird um 15 Prozent teurer und Japan ebenfalls. Deutlich günstiger werden Reisen nach Brasilien (-9%) und in die Türkei (-10%).

 

25. Oktober 2016 – 11:45

Bei der Explosion eines Sprengsatzes ist nach Berichten indischer Medien am Dienstagmorgen auf dem Naya Bazar in Delhi ein Mensch ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verletzt. Der Naya Bazar liegt am Rande des zentralen Altstadtviertels Chandni Chowk. Informationen über die Hintergründe der Explosion liegen derzeit nicht vor. Ein Video von der Detonation kursiert derzeit auf Twitter. Die Behörden vermuten, dass es sich um einen Feuerwerkskörper handelte. Ein terroristischer Hintergrund sei nicht auszuschließen, heißt es.

25. Oktober 2016 – 10:00
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21 Prozent der Reisebüros, die Mitglied einer Kette oder Kooperation sind, fühlen sich in ihrem Verbund nicht gut aufgehhoben. Das ergab eine Exklusivumfrage des "Reise vor9 Magazins" unter 330 Vertriebsprofis. Demnach ist rund ein Drittel der Büros mit den Leistungen seiner Organisation "sehr zufrieden", weitere 46 Prozent sind "eher zufrieden". Für die größte Stärke ihrer Kette oder Kooperation halten 32 Prozent deren Engagement für gute Vergütung. Ein weiteres Drittel sieht seinen Verbund in Sachen Technik ganz vorn. Allerdings geben Provisionen und Technik auch am häufigsten Anlass zur Kritik. So bezeichnen 17 Prozent der Büros  die Technik als größten Schwachpunkt und 15 Prozent sind mit den Provisionen, die ihre Organisation für sie ausgehandelt hat, unzufrieden.

Weitere Ergebnisse der Exklusivumfrage lesen Sie im aktuellen Reise vor9 Magazin. Sie kennen das "Reise vor9 Magazin" noch nicht? Hier gibt's Ihr persönliches Exemplar: www.reisevor9magazin.de

25. Oktober 2016 – 09:55

Die Detonation ereignete sich auf dem Parkplatz der örtlichen Handelskammer. Dabei seien zehn bis zwölf Menschen leicht verletzt worden, sagte Antalyas Bürgermeister, Menderes Türel, dem Fernsehsender NTV. Sie seien durch Glassplitter verletzt worden. Die Ursache der Explosion ist noch unklar. Es sei noch zu früh, von einem Terroranschlag zu sprechen, erklärte der Bürgermeister. Das Auswärtige Amt integrierte das Ereignis in seine Reisehinweise, ohne seine Einschätzung der Lage insgesamt zu verändern. Wörtlich heißt es: "Am 25. Oktober 2016 kam es in Antalya zu einem möglichen Anschlag (Explosion) mit mehreren verletzten Personen. Nähere Hintergründe sind noch nicht bekannt, es gibt jedoch keine Hinweise auf eine Angriffsabsicht auf ausländische oder touristische Ziele."

24. Oktober 2016 – 15:33
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Uwe Müller, bisher Lufthansa-Vertriebschef für die deutschsprachigen Märkte und die globalen Key Accounts, wechselt als Geschäftsführer zu Lufthansa City Center International. Die Gesellschafter Lufthansa Commercial Holding und Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH halten jeweils 50 Prozent an der Gesellschaft und stellen je einen Geschäftsführer. Müller übernimmt dort nun den vakanten Posten des Lufthansa-Statthalters und führt die Geschäfte gemeinsam mit Klaus Henschel.

Müllers Wechsel ist Folge einer Neustrukturierung des Vertriebs, mit der die Vertriebseinheiten Europa sowie Naher Osten und Afrika zum 1. Januar zusammengelegt werden. Heike Birlenbach übernimmt dann neben ihrer Verantwortung für den Vertrieb in Europa auch die Märkte im Nahen Osten und Afrika. Birlenbach ist wie Müller seit 1990 bei Lufthansa. Sie wurde 2014 zur Europa-Vertriebschefin ernannt. Amerika wird künftig von Tamur Goudarzi-Pour geleitet. Er war bisher für die Region Afrika und Naher Osten verantwortlich. Goudarzi-Pour folgt in seiner neuen Position auf Jürgen Siebenrock, der Müllers bisherigen Aufgaben übernimmt. Für die Region Asien-Pazifik bleibt Dieter Vranckx zuständig.

24. Oktober 2016 – 11:15
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Der neue Pauschalreiseveranstalter Anex Tour geht im nächsten Monat auf Roadshow, um Reisebüros sein Team, sein Konzept und seine Produkte persönlich vorzustellen. Vom 8. November bis 1. Dezember macht der Anbieter in acht deutschen Städten mit zehn Präsentationen Station. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen sollen neben Präsentationen "persönliche Tischgespräche" zwischen den Vertriebsprofis und Mitarbeitern des Veranstalters stehen.

Das Unternehmen will zum Sommer 2017 in Deutschland starten und sich im Vertrieb voll auf Reisebüros konzentrieren. Laut Geschäftsführer Dirk Burneleit setzt Anex Tour sowohl bei den Reisezielen als auch im Vertrieb klare Schwerpunkte. Als Destinationen stehen mit Spanien, Kreta, Bulgarien, Kroatien, der Dominikanischen Republik und Kuba klassische Badeziele auf der Agenda. Die Vertriebsschwerpunkte leiten sich aus den Abflughäfen der unternehmenseigenen Fluggesellschaft Azur Air ab. Drei Maschinen des Typs Boeing 767-300 mit 330 Sitzen sollen die Kunden von Düsseldorf, Berlin und München aus in die Destinationen fliegen. Dementsprechend soll das Vertriebsnetz zunächst in den umliegenden Ballungsräumen ausgebaut werden.

Das Mutterunternehmen der deutschen Anex Tour, die Anex Tour Group, hat türkische Wurzeln. Allerdings befindet sich der Sitz der Holding  heute in den Niederlanden. In Russland gehört das Unternehmen zu den größten Reiseveranstaltern. Die Fluggesellschaft Azur Air betreibt aktuell 17 Boeing-Maschinen, demnächst soll die Flotte auf 19 erweitert werden. Auf die Frage, welche Qualitäten Anex Tour hierzulande zum Erfolg verhelfen sollen, verweist Burneleit auf eine gute Vernetzung des Unternehmens mit der Hotellerie in den Zielgebieten. Mindestens ebenso wichtig sei aber die geplante intensive Zusammenarbeit mit dem stationären Vertrieb. Dazu solle die geplante Roadshow eine Art Initialzündung geben, kündigt er an.

Veranstaltungsorte und Termine:
8. November 2016: Vor Premiere Münster – Factory Hotel (An der Germania Brauerei 5)
15. November 2016: Leipzig – Salles de Pologne (Hainstr. 18)
16. November 2016: Berlin – Spreespeicher (Stralauer Allee 2)
17. November 2016: Berlin – Swissotel am Ku’Damm (Augsburger Str. 44)
22. November 2016: München – Palmenhaus im Nymphenburger Schloßpark
23. November 2016: München – Airbräu Tenne im München Airport Center
24. November 2016: Nürnberg – Eventlocation Vineria (Kleinreuther Weg 87)
29. November 2016: Köln – Hotel im Wasserturm (Kaygasse 2)
30. November 2016: Düsseldorf – InterContinental (Königsallee 59)
1. Dezember 2016: Dortmund – Brauerei Museum (Steigerstr. 16)

24. Oktober 2016 – 09:55
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Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo  hat angekündigt, dass ihre Mitglieder bei Eurowings frühestens am Mittwoch streiken werden. Man habe am Freitag "nahezu zeitgleich mit der Forderungsübermittlung und der Ankündigung von Streiks ein Angebot der Eurowgings erhalten", erklärt Ufo Tarifvorstand Nicoley Baublies. Nach einer ersten Prüfung dessen, was Eurowings übermittelt habe, habe Ufo das Angebot als "nicht verhandlungsfähig" zurückgewiesen. Dennoch soll am Montag und Dienstag noch nicht gestreikt werden. Ufo betont, man sei weiterhin an einer "friedlichen Lösung" interessiert.

Dafür stehen die Zeichen allerdings nicht gut. Ufo wirft der Eurowings-Geschäftsführung vor, sie habe in zwei Schreiben an die Mitarbeiter "die Vorgehensweise der Ufo, die Forderungen, aber auch die eigenen Angebote verdreht und auch sachlich falsch dargestellt". Ufo fordert nun die Geschäftsführer der Eurowings auf, bei einem Treffen am Monta "den Versuch zu unternehmen, ihr Angebot so zu verbessern beziehungsweise verhandlungsfähig zu gestalten, dass ein Wiedereinstieg in die Verhandlungen möglich" werde. Um dies zu versuchen, werde Ufo am Montag und Dienstag auf Streikmaßnahmen und die angekündigte Demo in Düsseldorf verzichten. Von der Airline heißt es dazu, man begrüße, "dass die UFO der Aufforderung der Geschäftsführung folgt, nun wieder zu konkreten Gesprächen an den Verhandlungstisch zurückzukehren".

21. Oktober 2016 – 15:13
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Nach einer Erhebung des spanischen Fachmagazins "Hosteltur" betreiben die iberischen Hotelgruppen 36 Hotels und 4.905 Zimmer mehr außerhalb des eigenen Landes als im Vorjahr. So ist etwa die Meliá-Gruppe neuerdings in Katar und Thailand aktiv, und Riu in Berlin, New York, auf Sri Lanka und auf Mauritius. Jüngster Zukauf ist das Hotel Gresham in Dublin. Die Barceló-Gruppe zeigt in El  Salvador und Panamá Flagge. Iberostar setzt die Nordamerika-Strategie mit Häusern in New York und Miami  fort. Die Blue-Bay-Gruppe weitet ihr Engagement in Frankreich, Luxemburg, Dubai, dem Libanon, Tunesien und Jordanien aus. Besonders stark ist die Bewegung auf Kuba, wo die Spanier schon traditionell sehr aktiv sind. So expandieren die H10 Hotels dort mit zwei Anlagen und Blue Bay mit fünf. Allerdings verabschiedeten sich im zurückliegenden Jahr auch Ketten von einzelnen Auslandsabenteuern. Unter anderem zog sich Riu aus Tunesien zurück, Barceló aus Haiti und Blue Bay aus Portugal.