12. September 2016 – 12:06
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Einer Falschinformation sind offenbar zahlreiche Medien aufgesessen, die in den vergangenen Wochen berichteten, die kambodschanische Regierung plane zum 1. September die Einführung eines Drei-Jahrs-Visums für Touristen und Geschäftsleute. Während dieser Zeit seien beliebig viele Einreisen erlaubt, hieß es.

Die kambodschanische Botschaft in Berlin zeigt sich von der angeblichen Ankündigung überrascht. Zwar gebe es entsprechende Änderungen tatsächlich, heißt es auf Nachfrage. Allerdings beträfen diese ausschließlich japanische Reisende. Für Deutschland und Europa seien entsprechende Pläne nicht bekannt.

12. September 2016 – 08:15
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Ganz genau weiß heute noch niemand, ob und für welche Anwendungen sich die neue Technologie durchsetzt. Aber die Soft- und Hardware-Entwickler der Elektronikproduzenten lassen nichts unversucht, um ihre Virtual-Reality-Brillen in den Markt zu drücken. Dass auch die Touristik mit den aufwändigen Spielzeugen experimentiert, ist nicht ganz neu. Bereits im vergangenen Jahr machten einige Exemplare in den Reisebüros von Thomas Cook die Runde. Nun ist auch DER Touristik auf den Zug aufgesprungen. Zusammen mit dem Elektronikriesen Samsung will die Reiseparte von Rewe "neue, visuelle Formate in der Darstellung buchbarer Reisen" entwickeln, die "Urlaub vor und nach der Reise neu erlebbar" machen sollen.

Die 3D-Brillen werden durch Kopfbewegungen gesteuert und sollen Kunden "einen gefühlten 360 Grad-Rundgang durch Hotels, Kreuzfahrtschiffe und Urlaubsziele" ermöglichen. "Mit der neuesten Virtual Reality-Technik wird man in Länder und Reisen eintauchen können, wie dies kein Katalog ermöglichen kann", schwärmt DER-Touristik-Chef Sören Hartmann. Er glaubt, die VR-Brillen seien "ein Durchbruch im Reisevertrieb und der Beginn einer neuen Entwicklung", die "für das hoch emotionale Produkt Reise ganz neue Möglichkeiten" eröffne. Getestet wird das Ganze im „DER Concept Store“, einem Vorzeige-Reisebüro in der Berliner Friedrichstraße. Wenn die Technologie bei den Kunden ankommt, soll sie in den 2.100 Vertriebsstellen, die mit DER Touristik verbunden sind, weiter verbreitet werden.

08. September 2016 – 15:34
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Unister hat den Versand von Newslettern zu Werbezwecken wieder aufgenommen. Er war gestoppt worden, nachdem bekannt geworden war, dass das Unternehmen auch millionenfach Mails an Adressen verschickt hatte, deren Besitzer dem nicht ausdrücklich zugestimmt hatten. Dies verstieß gegen das Datenschutzgesetz. Unisters Insolvenzverwalter Lucas Flöther sagt, er habe daraufhin eine "Task Force" eingesetzt, um gemeinsam mit dem externen Datenschutzbeauftragten Frank Hillmer die Vorwürfe zu prüfen. Die Überprüfung habe ergeben, dass bei rund 14 Millionen der Kundendaten eine Einwilligung der Kunden rechtssicher vorliege. Diese Kunden erhalten laut Flöther nun wieder Mailings. Die Prüfung der übrigen Adressen dauere noch an, heißt es. Laut Medienberichten handelt es sich dabei um mehr als 13 Millionen Kundendaten.

Zu den massiven Vorwürfen, die in diesem Zusammenhang gegen Unister im Raum stehen, erklärt Flöther, die Untersuchung und die anschließende juristisch einwandfreie Wiederaufnahme des Newsletter-Versandes zeigten, "dass wir das Insolvenzverfahren dazu nutzen, Fehler aus der Vergangenheit mit einem entschlossenen Selbstreinigungsprozess zu beseitigen".

07. September 2016 – 15:22
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In den vergangenen Tagen ließ Lufthansa eine Erfolgsmeldung in Sachen "Direct Connect" auf die andere folgen. Alle sollten dieselbe Botschaft transportieren: Die vor einem Jahr eingeführte "Distribution Cost Charge" (DCC) in Höhe von 16 Euro pro Ticket für GDS-Buchungen hat dazu geführt, dass sich immer mehr Reisebüros, Ticketgroßhändler, Veranstalter, Firmenkunden und Geschäftsreisedienstleister direkt an die Buchungssysteme der Airline binden. Die Fluggesellschaft verweist dabei auf Großkunden wie Siemens und Volkswagen sowie Veranstalter wie Thomas Cook und Tui Suisse als Neuzugänge mit Direct-Connect-Anbindung. Nun seien "nahezu alle bedeutenden touristischen Partner in Deutschland" und 1.500 Iata-Agenturen weltweit direkt angebunden oder stünden "im engen Austausch zur Entwicklung einer Schnittstelle". Das sei "ein großer Schritt auf unserem Weg in eine neue Vertriebslandschaft in der Airline-Industrie", verkündete Vertriebschef Jens Bischof. Ein wichtiger Partner ist dabei ironischerweise GDS-Anbieter Amadeus. Dessen Tochterunternehmen Ifao trieb die Entwicklung der Schnittstellen für Siemens und VW mit voran.

Wie hoch der auf diesem Weg generierte Lufthansa-Umsatz tatsächlich ist, bleibt freilich offen. Dennoch stellt sich aus der Sicht des touristischen Vertriebs und der Veranstalter ebenso wie der Travel Manager die Frage: Wie konnte es dazu kommen? Denn vor Jahresfrist war der Aufschrei gegen DCC noch ebenso laut wie einmütig. Geschäftsreiseanbieter und Vertreter der Touristik, kündigten an, dass die Gebühr zu massiven Verschiebungen im Markt zu Lasten der Lufthansa führen werde. "Die deutschen Unternehmen ziehen ihre Konsequenzen aus der von der Lufthansa Group Anfang September 2015 eingeführten Distribution Cost Charge und prüfen nicht nur verstärkt alternative Buchungsmöglichkeiten, sondern wechseln auch bewusst und gezielt zu anderen alternativen Fluganbietern", verkündeten der Deutsche Reiseverband und der Geschäftsreiseverband Deutsches Reisemanagement (VDR) Mitte Dezember gemeinsam. Fast 75 Prozent der befragten Reisebüros, Ticketgroßhändler und Reiseveranstalter hätten bei einer Trendabfrage berichtet, "dass sich das Buchungsverhalten ihrer Kunden durch die Einführung der Lufthansa-DCC verändert hat" so DRV-Vorstand und BCD-Travel-Chef Stefan Vorndran. Über 40 Prozent hätten sogar angegeben, dass sich das Verhalten stark bis sehr stark verändert habe.

Doch schon damals war die zur Schau gestellte Empörung inklusive Drohkulisse allenfalls ein Teil der Wahrheit. Denn während sie sich noch öffentlich echauffierten, führten alle großen Akteure hinter den Kulissen bereits Gespräche mit Lufthansa über die Schaffung von Schnittstellen zu ihren Buchungssystemen und auch darüber, wer die Kosten dafür tragen sollte. Denn so recht trauen wollte der Einheitsfront gegen DCC niemand. Was wäre, wenn die anderen klammheimlich Direktanbindungen schaffen würden, man selbst aber weiterhin auf die teureren GDS-Buchungen angewiesen bliebe? Mittlerweile sind offenbar in beachtlichem Umfang Fakten geschaffen worden. Und auch mit Einsatz des neuen Iata-Datenstandards NDC kommt Lufthansa voran, wie das im August vorgestellte Pilotprojekt mit der Last-Minute-Tui-Beteiligung L'Tur zeigt. Deren-Kunden können nun bei der Buchung Zusatzleistungen wie Lounge-Voucher oder Extragepäck gleich mitbestellen. Das war bisher ausschließlich über die Lufthansa-Website möglich. 

07. September 2016 – 12:09
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An das geflügelte Wort von der Krise als Chance glaubt offenbar die türkische Charterfluggesellschaft Corendon Airlines. Ihr Deutschland-Repräsentant Thomas Braun kündigt an, Corendon werde das Deutschland-Geschäft zum Sommer 2017 kräftig ausbauen. Insgesamt sollen 430.000 Flugsitze unter die Leute gebracht werden. Drei Jahre nach dem Start im deutschen Markt soll es 50 wöchentliche Verbindungen von Deutschland und der Schweiz nach Antalya geben. Geplante Abflughäfen sind von April an Dresden, Erfurt, Hannover, Nürnberg, Paderborn, Berlin-Tegel, Düsseldorf, Karlsruhe, Leipzig, Stuttgart und Zürich. Von Juni an will der Ferienflieger die Anzahl der Verbindungen durch tägliche Flüge ab Nürnberg und Hannover weiter steigern. Und auch zusätzliche tägliche Flüge mit einer in Düsseldorf stationierten Maschine seien geplant, sagt Braun.

Um wirklich daran zu glauben, dass sich diese Kapazitätsplanung aufrechterhalten lässt, muss man schon Optimist sein. Denn im laufenden Jahr musste Corendon die ursprünglich geplante Kapazität von insgesamt 417.000 Sitzen um knapp ein Viertel zurückfahren. Brauns Planungen basieren nun auf zwei Prämissen. Erstens darauf, dass sich die aktuell schwache Nachfrage nach Türkei-Reisen bis zum nächsten Sommer erholt. Und zweitens darauf, dass andere Airlines in der kommenden Saison ihre Flüge aus Deutschland nach Antalya stark einschränken werden. Bereits in diesem Jahr haben die deutschen Ferienflieger massiv Kapazitäten von der Türkei ins westliche Mittelmeer und auf die Kanaren verlagert. Dadurch könnte eine Angebotslücke entstehen, spekuliert der Deutschland-Repräsentant. Und diese Lücke will er zu Preisen auf dem Vorjahresniveau und mit Frühbucheraktionen füllen.

Corendon Airlines betreibt gegenwärtig elf Boeing 737-800. Zusätzlich fliegen noch drei Boeing 737-800 für Corendon Dutch Airlines, die im Jahr 2010 unter niederländischer Registrierung gegründet wurde, um auch Destinationen außerhalb der Türkei von den Niederlanden aus anfliegen zu können.

06. September 2016 – 20:52
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Für das laufende Jahr sagt die Deutsche Flugsicherung (DFS) noch eine "deutliche Zunahme" des Flugaufkommens in Deutschland voraus. Die"Expertengruppe Verkehrsprognosen" prognostiziert, dass sich das Wachstum des ersten Halbjahres um rund 2,3 Prozent im zweiten Halbjahr fortsetzt. Mittelfristig geht die DFS allerdings von einem "gedämpften Verkehrswachstum" deutlich unterhalb des Niveaus von 2016 aus. Der Verkehr werde im Jahr 2017 nur um 1,2 Prozent wachsen, so das bundeseigene Unternehmen. In den nächsten sechs Jahren unterstellen die DFS-Experten eine "kontinuierliche Entwicklung entlang des langfristigen Wachstumspfades für Deutschland" und erwarten in ihrer Prognose einen Anstieg der Flugbewegungen um ein Prozent jährlich im Durchschnitt. Für das Jahr 2022 wäre das eine Steigerung von 6,4 Prozent gegenüber 2016. Im Klartext: Im Vergleich zum weltweiten Personen-Luftverkehr, für den etwa der Airline-Verband Iata ein Plus von sieben Prozent im laufenden Jahr prognostiziert, stehen die Zeichen hierzulande eher auf Stagnation.

Die gestiegene Aktivität sei zudem keineswegs mit einem  entsprechenden Anstieg der Starts und Landungen hierzulande gleichzusetzen. Denn die Zunahme sei nicht zuletzt auf eine größere Zahl von Überflügen zurückzuführen, deren Anteil im laufenden Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 38,2 Prozent gewachsen sei. Bei den An- und Abflügen rechnet die DFS für das Gesamtjahr mit einem Plus von 1,7 Prozent.

05. September 2016 – 18:58
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Am 2. November will er ein Programm vorstellen, das den verheißungsvollen Titel "Trust Together" trägt: Jean-Marc Janaillac, seit Juli Vorstandschef von Air France-KLM, macht sich daran, das angespannte Verhältnis zwischen Unternehmensführung, Piloten und anderen Belegschaftsgruppen verbessern. Nach Angaben französischer Medien plant Janaillac, den Strategieplan "Perform 2020" seines Vorgängers Alexandre de Juniac, der zum Branchenverband Iata wechselte, zu den Akten zu legen, um das Vertrauen der Mitarbeiter, aber auch zwischen den beiden fusionierten Airlines wieder herzustellen. In der Vergangenheit hatte der Plan, die Konzernstrukturen zu straffen und in starkem Maße Aktivitäten zu den Billligtöchtern Hop und Transavia zu verlagern, für wiederholte, abwechselnde Streiks von Piloten und Flugbegleitern gesorgt - bei einer Gelegenheit Ende 2015 war es sogar zu Handgreiflichkeiten gekomen.

Nun also - zumindest rhetorisch - die Kehrtwende. Laut "La Tribune" will Janaillac die Gewerkschaften deutlich stärker in den Dialog über die Strategie einbeziehen als sein Vorgänger. Gleichwohl dürfte es auch ihm nicht leicht fallen, in wichtigen Fragen Übereinstimmung mit den Arbeitnehmervertretern zu finden. Denn die Gewerkschaften fordern, dass ihre Mitglieder von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung bei Air France-KLM profitieren. In diesem Jahr hatte der Konzern nach sechs verlustreichen Jahren in Folge erstmals wieder einen Gewinn in Höhe von 118 Millionen Euro eingeflogen. Allerdings basierte dieser vor allem auf dem günstigen Ölpreis. An dem Problem, dass Air France-KLM wie alle großen europäischen Netzcarrier unter der starken Konkurrenz aus den Golfstaaten einerseits und durch die großen Lowcost-Carrier andererseits leiden, ändert dieser Lichtstreif am Horizont aus der Sicht des Managements nichts. In einer Stellungnahme relativierte die Airline denn auch Berichte, nach denen der angestrebte Strategieplan "Perform 2020" ersetzen solle. Dieser Plan werde weiterhin verfolgt, heißt es. "Trust Together" ergänze ihn lediglich.

Am Donnerstag präsentiert Air France-KLM die Verkehrszahlen für den Monat August.

02. September 2016 – 16:22
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"Gute" Hotelbetten in Spanien sind in diesen Tagen für alle großen Veranstalter der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Wohl dem, der über eine gut gefüllte "Kriegskasse" verfügt, um sich Kapazitäten zu sichern. Alltours-Inhaber Willi Verhuven ist in dieser Hinsicht schon seit Jahren sehr aktiv. Nun folgt der nächste Deal. Alltours übernimmt das Hotel Riviera Playa an der Playa de Palma auf Mallorca, um es unter der Marke Allsun zu führen. Das dritte Allsun-Hotel an der Playa de Palma ist gleichzeitig das 29. der Kette.

Hinter dem Begriff "übernehmen" verbirgt, sich laut Alltours ein langjähriger Pachtvertrag. Das Hotel soll im kommenden Winter saniert, modernisiert und erweitert werden. Der Empfangsbereich mit Rezeption und Lobby, die Bar und das Restaurant werden erneuert und die Terrasse vergrößert. Zum Start der Sommersaison wolle Alltours das Haus als "modernes Lifestyle-Boutique-Hotel für Gäste mit besonderen Ansprüchen" wiedereröffnen und als Adults-only-Anlage betreiben, kündigt Verhuven an. Das Haus hat 98 Zimmer, die meisten davon mit Meerblick. Buchbar sind drei Zimmerkategorien, die größten bieten eine Fläche von 45 Quadratmetern.

02. September 2016 – 07:40
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Aus dem Firmengeflecht von Unister haben drei weitere Gesellschaften, die im touristischen Bereich aktiv sind, Insolvenzantrag gestellt. Dabei handelt es sich um die Betriebsgesellschaft des Portals Ab-in-den-Urlaub mit 178 Mitarbeitern, die Kurz mal weg GmbH mit 14 Mitarbeitern sowie die RMK Billigfluege.de GmbH ohne eigene Mitarbeiter. Die Insolvenzanträge seien "Voraussetzung für einen Schulden- und Altlasten-freien Verkauf dieser Gesellschaften im Rahmen des Investorenprozesses“, sagt der Insolvenzverwalter Lucas Flöther dazu. Derzeit lägen sechs Angebote von Investoren für die touristischen Plattformen von Unister vor. Hinzu kämmen weitere Angebote für kleinere Konzerneinheiten. Der Insolvenzverwalter will diese Angebote nun "in enger Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss prüfen" und mit den Bietern in Einzelverhandlungen einsteigen. Das letzte Wort über den Zuschlag hätten dann die Gläubiger, vertreten durch den vorläufigen Gläubigerausschuss. Unterdessen würden die insolventen Gesellschaften weiter fortgeführt. Laut Flöther sei deren Ertragslage "stabil“. Er glaubt, man werde "in der Lage sein, auch über den Insolvenzgeldzeitraum hinaus die Gruppe unter Vollkosten fortzuführen".

Kunden der betroffenen Gesellschaften hätten durch die Insolvenzanmeldung keinen Nachteil. „Vor der Insolvenz gebuchte Leistungen werden weiter voll erbracht und Buchungen sind weiterhin in vollem Umfang möglich und sicher“, so Flöther. Alle diese Gesellschaften seien ausschließlich als Vermittler tätig. Zahlungen von Kunden flössen in den meisten Fällen direkt an den Leistungserbringer, etwa das Hotel oder die Fluggesellschaft.

01. September 2016 – 16:12
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Von der Nachfrageschwäche bei Reisen in die Türkei und nordafrikanische Zielgebiete profitiert nicht nur das westliche Mittelmeer, sondern auch die Kanarischen Inseln. Sie erlebten nach Daten der Tourismusbehörde Promotur in den ersten sieben Monaten des Jahres einen Anstieg der Zahl deutscher Gäste um knapp elf Prozent. Am besten lief es für die Inseln La Palma und Fuerteventura mit Zuwächsen um 13 Prozent; Teneriffa und Gran Canaria verzeichneten ein Plus von rund zwölf Prozent. Auf Lanzarote hingegen ging die Gästezahl aus Deutschland gegenüber 2015 leicht zurück.

Besonders stark entwickelte sich das Geschäft im Juli. In dem Ferienmonat legte Gran Canaria um fast ein Drittel, La Palma um 23, Teneriffa um 20, Fuerteventura um 17 und auch Lanzarote um 13 Prozent zu. Im Schnitt kamen 22 Prozent mehr Touristen aus Deutschland auf den Archipel westlich von Afrika. Das ist nicht zuletzt deshalb bemerkenswert, weil die Preise für die Kanarischen Inseln wegen der längeren Flugstrecke über denen vergleichbarer Mittelmeerdestinationen liegen.

Da der europäische Winter für die Kanaren die wichtigste Reisezeit ist, könnte es mancherorts in den nächsten Monaten eng werden. Denn auch in anderen wichtigen Quellmärkten liegt die Inselgruppe im Trend. Sie erlebte bei Briten (19%), Niederländern (21%) Italienern (20%), Tschechen (31%) und Polen (39%)  starke Zuwächse. Zurückhaltend zeigten sich lediglich Österreicher (-8%) und Norweger (-2%). Für das Gesamtjahr rechnen die kanarischen Touristiker mit einer Rekordzahl von rund 14 Millionen Ankünften, da sich auch die angebotene Flugkapazität für die nächsten Monate um 17  Prozent über dem Wert des Vorjahres bewege.