16. Februar 2017 – 17:34

Ein deutlicher Indikator ist dafür der so genannte RevPar – das ist der Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität. Nach Zahlen der weltweiten Hoteldatenbank des Dienstleisters STR ging der RevPar in Istanbul 2016 um 37 Prozent, in Brüssel um 18 Prozent und in Paris um 13 Prozent zurück. Zahlreiche andere europäische Metropolen legten hingegen zweistellig zu. So stieg der Wert in Dublin und Kopenhagen um 16 und in St. Petersburg um 15 Prozent. In Bukarest verbesserte er sich aus der Sicht der Hoteliers um zwölf, in Warschau um elf, in Barcelona und Belgrad um zehn Prozent. Eine deutliche Erholung verzeichnete der RevPar in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Dort legten die Einkünfte nach dem von Krisen und Konflikten geprägten Jahr 2015 wieder um 36 Prozent zu. London dagegen büßte auf hohem Niveau ein Prozent ein.

16. Februar 2017 – 14:14

Die Nachhaltigkeitsinitiative Futouris und der Reisebüro-Kooperationsverbund QTA wollen ägyptischen Köchen in Sachen gesunde und ökologisch korrekte Ernährung auf die Sprünge helfen. Das Projekt "The Sustainable Kitchen" sieht vor, Köche und Service-Mitarbeiter zu Themen wie dem Bezug lokaler und saisonaler Bio-Lebensmittel, einer verfeinerten Zubereitung, der Vermeidung von Essensabfällen und nicht zuletzt der Kommunikation des nachhaltigen Angebotes an die Gäste zu schulen.

Eine vorgelagerte Befragung von Ausbildern und Chefköchen ägyptischer Hotels sei zu dem Ergebnis gelangt, dass im ägyptischen Ausbildungssystem keine bis sehr wenige Kenntnisse über den Umgang mit nachhaltigen Lebensmitteln an die Köche und F&B-Mitarbeiter vermittelt würden, sagt Futouris-Vorstand und LCC-Geschäftsführer Hasso von Düring. Auch in der touristisch starken Region Hurghada sei das Wissen der Hotelmitarbeiter zu Nachhaltigkeitsaspekten und nachhaltiger Ernährung bisher nur sehr gering ausgeprägt. Weil ein entsprechendes Angebot heute von immer mehr Urlaubern gewünscht werde, sei das neu lancierte Qualifizierungsangebot für Ägypten "nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch relevant", so von Düring.

In diesem Jahr sollen in einem ersten Trainingsdurchlauf 30 ägyptische Hotelmitarbeiter darin geschult werden, ein nachhaltiges Verpflegungsangebot für ihre Gäste zu gewährleisten. Ziel sei die Entwicklung eines Schulungskonzepts, das fest in die Ausbildung von Köchen und Servicepersonal integriert wird, so die Initiatoren. Operativ wird das Projekt gemeinsam mit den lokalen Partnern der Egyptian Chefs Association, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, der Orascom Hotel Management Group und dem Lebensmittel-Datenanalyse-Spezialisten Food Tracks umgesetzt.

15. Februar 2017 – 15:34
winiarskistefanmdt

Bei dem früheren Versicherungsmakler, der nun als MDT Travel Underwriting GmbH firmiert, folgt Stefan Winiarski als Geschäftsführer Vertrieb auf Ralph Michaelsen, der bereits im Oktober aus dem Unternehmen ausgeschieden war. Der Versicherungskaufmann und Personalbetriebswirt arbeitete zuvor als Bereichsdirektor in der Beratungs- und Vertriebs-AG der Ergo Versicherungsgruppe.

Als neue Verkaufsleiterin im Außendienst für die Region Nord steigt Heike Schatten bei MDT ein. Die gelernte Reiseverkehrskauffrau war unter anderem bei der heutigen DER Touristik als Produktmanagerin für Versicherungen verantwortlich und arbeitete zuletzt als Unternehmensberaterin.

15. Februar 2017 – 13:05
lufthansapilotengregor-schlager

Die Piloten erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2016 zwei Prozent und zum 1. Januar 2017 2,3 Prozent mehr Gehalt. 2018 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,4 und 2019 erneut um zwei Prozent. Zusätzlich zahlt Lufthansa je 5.000 bis 6.000 Euro einmal an die Piloten aus. Insgesamt ergibt sich so eine Vergütungserhöhung um 8,7 Prozent in vier Stufen. Gefordert hatten die Piloten eine Lohnerhöhung um mehr als 20 Prozent, die rückwirkend in fünf Schritten erfolgen sollte.

Mit der Annahme der Empfehlung des Schlichters Gunter Pleuger ist ein Punkt des langjährigen Konflikts zwischen Lufthansa und ihren Piloten vom Tisch. Andere Themen hingegen dürften dadurch eher noch brisanter werden. So kündigte Personalvorstand Bettina Volkens sogleich an,  Lufthansa werde die 85 Millionen Euro an zusätzlichen Kosten pro Jahr, die aus den Gehaltserhöhungen für die 5.400 Piloten resultieren, dadurch kompensieren, dass "abweichend von der bisherigen Flottenplanung 40 zugehende Flugzeuge außerhalb des Konzerntarifvertrages bereedert werden". Details zur Ausgestaltung einer alternativen Plattform für den Betrieb dieser Maschinen sollen in den nächsten Wochen vorgestellt werden.

Das bedeutet: Die nun erzielte Einigung dient ausschließlich der Besitzstandswahrung der aktuell vom Konzerntarifvertrag erfassten Piloten, während die Fluggesellschaft gleichzeitig ihre Anstrengungen, Mitarbeiter in andere Gesellschaften mit niedrigeren Vergütungen auszulagern, verstärkt. Dieser Punkt ist ebenfalls ein zentraler Zankapfel zwischen Lufthansa und ihren Angestellten. Weil er aber nicht Bestandteil von Tarifverhandlungen ist, konnte er im Zuge der Schlichtung auch nicht mitverhandelt werden.

Ohenhin steht die abschließende Zustimmung der Piloten zum Ergebnis der Schlichtung noch aus. Zwar bestätigt die Gewerkschaft Cockpit, dass ihre Tarifkommission der Empfehlung zugestimmt hat, aber: "Das letzte Wort liegt jetzt bei den Mitgliedern, die im Rahmen einer Urabstimmung über die endgültige Annahme des Schlichterspruches entscheiden werden“, schränkt Cockpit-Sprecher Markus Wahl ein. Die Urabstimmung werde "zeitnah eingeleitet", mit einem Ergebnis sei Ende März zu rechnen.

15. Februar 2017 – 11:44

Für die ausgefallenen und verspäteten Flüge im Zuge der massenhaften Krankmeldungen im vergangenen Herbst muss Tuifly nun den ersten zwei Klägern Entschädigungen zahlen. Richterin Catharina Erps sprach am Mittwoch im Amtsgericht Hannover einem Rentnerpaar aus Bergisch Gladbach 800 Euro Entschädigung zu, weil ihr Rückflug von Kos nach Deutschland fast vier Stunden Verspätung hatte. Neben Zinsen muss die Fluggesellschaft auch die Kosten des Rechtsstreits übernehmen. Eine fünfköpfige Familie aus Celle erhält 2.000 Euro. Die Familie hatte 4.000 Euro Schadensersatz gefordert. Weil die Reise komplett abgesagt wurde, könne sie sich nur beschränkt auf die EU-Fluggastrechteverordnung berufen, urteilte die Richterin. Allerdings hat die Familie auch gegen den Reiseveranstalter Tui geklagt und könnte damit auch den Restbetrag noch vor Gericht erstreiten.

Tuifly lehnt eine Entschädigung der betroffenen Urlauber bislang ab. Die Tui-Airline erstattete Kunden lediglich den Reisepreis und berief sich hinsichtlich der massenhaften Erkrankungen des Kabinenpersonals Anfang Oktober auf höhere Gewalt, weil es sich um einen wilden Streik gehandelt habe. Die Richterin urteilte in den vorliegenden Fällen hingegen, dies sei nicht hinlänglich bewiesen. Tui will nun prüfen, ob Berufung gegen die ersten Urteile zu den insgesamt vermutlich rund 1.000 anhängigen Verfahren eingelegt werden soll.

14. Februar 2017 – 14:45
spanienbenidormfotodiegodelsowikicommons

Massenblätter wie der "Express" und der "Daily Mirror" zitieren eine angebliche Warnung in einem Bericht der spanischen Regierung, nach der die Terrororganisation IS seit dem vergangenen Sommer eine Kampagne zur Anwerbung spanischsprachiger Übersetzer lanciert habe und die Zahl der Propaganda-Videos mit spanischen Untertiteln stark gestiegen sei. Dies lege nahe, dass Spanien stärker ins Visier der Islamisten geraten sei. Zudem wird vermutet, dass sich die Terrorgruppe für die Verhaftung zahlreicher Islamisten, denen Anschlagspläne vorgeworfen werden, rächen wolle.

Unterdessen hat die spanische Polizei am Dienstag auf der Kanareninsel Gran Canaria einen 33-jährigen Marokkaner verhaftet, der zur IS-Unterstützerszene gezählt wird und dem die Planung eines Anschlages vorgeworfen wird.

14. Februar 2017 – 13:57

Konzernchef Friedrich Joussen hat bei der Hauptversammlung des Konzerns in Hannover die Ergebnisziele für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Demnach soll der Umsatz um drei und der Gewinn um zehn Prozent gesteigert werden. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres bis zum 31. Dezember hat die Tui Group den Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse um 8,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro gesteigert. Unter Einbeziehung von Wechselkurs-Effekten, die aus der Veränderung der Parität zwischen britischem Pfund und Euro resultieren, ergibt sich ein Plus von 2,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

Geringerer Verlust. Den saisonüblichen Verlust konnte Tui, anders als zuletzt Mitbewerber Thomas Cook, gegenüber 2015 verringern. Auf Basis konstanter Wechselkurse wurde das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von Oktober bis Dezember um 17 Prozent auf einen Verlust von 67 Mio. verkleinert. Unter Einbeziehung von Wechselkurs-Effekten ergebe sich eine Verbesserung um 25 Prozent auf 60,3 Millionen Euro, sagt Joussen.

22 Millionen Kosten durch Tuifly-Konflikt. Während die Geschäfte in Großbritannien und Irland mit starken Buchungszahlen glänzten, verbuchte Tui in den deutschsprachigen Märkten einen Verlustanstieg. Zwar wuchs der Umsatz um knapp fünf Prozent auf 1,14 Milliarden Euro, doch laut Joussen verhagelten die massenhaften Krankmeldungen des Tuifly-Personals Anfang Oktober die Bilanz. Die Kosten dafür beziffert er auf 22 Millionen Euro. Dies habe zu einer Verdopplung des Fehlbetrags gegenüber dem Vorjahr auf 52 Millionen Euro geführt. Als Lichtblicke im deutschen Markt nennt der Tui-Chef eine Verbesserung des Marktanteils, ohne ihn zu beziffern. Positiv seien zudem gestiegene Einnahmen aus dem Direkt- und Online-Vertrieb. Deren Anteil am Gesamtgeschäft habe um jeweils zwei Prozentpunkte auf 46 Prozent beim Direkt- und 16 Prozent beim Online-Verkauf zugelegt.

Riu mit höherer Auslastung und höheren Preisen. Positive Zahlen lieferte die Sparte Hotels & Resorts, die ihr Ergebnis im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 25 auf 49 Millionen Euro nahezu verdoppelte. Insbesondere die Beteiligung Riu habe die Auslastung der eigenen Häuser um zwei Prozentpunkte verbessern und den Durchschnittspreis pro Bett um sechs Prozent steigern können, so Joussen. Robinson habe den Durchschnittspreis pro Bett um drei Prozent verbessert.

Kreuzfahrtsegment wächst weiter. Bei den Kreuzfahrten kletterte das Ergebnis von acht auf 19,1 Millionen Euro. Die Auslastung der aktuell fünf Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises gab um einen Prozentpunkt auf 100 Prozent nach, die durchschnittliche Rate pro Tag und Passagier um drei auf 143 Euro. Bei Hapag-Lloyd Cruises wurde die Auslastung dagegen um vier Prozentpunkte auf 74 Prozent gesteigert, die durchschnittliche Rate pro Tag und Passagier lag mit 549 Euro um 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Beide Flotten hätten einen positiven Ergebnisbeitrag geliefert, sagt Joussen.

14. Februar 2017 – 12:03
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Der Konzern plant, in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz zu generieren und eine Million neue Kunden zu erreichen. Dieses Ziel gab Vorstandschef Fritz Joussen auf der Hauptversammlung in  Hannover vor. Das Unternehmen wolle nicht nur das Kerngeschäft mit Hotels und Kreuzfahrten und in den angestammten Märkten weiter ausbauen, sondern vor allem durch die Erschließung neuer Quellmärkte wachsen. Dabei habe Tui Länder wie Spanien, Portugal, Brasilien und China im Auge. Die Entwicklung dieser Regionen auch als Quellmarkt solle im Rahmen des "Zukunftsprogramms Tui 2022" erfolgen. Dies werde "weitestgehend digital, auf Basis einer standardisierten, weltweit skalierbaren einheitlichen Softwarearchitektur und durch die globale Expansion der starken Dachmarke Tui" erfolgen. Asien und Südamerika verfügten über stark wachsende Mittelschichten, für die sich mit zunehmendem Wohlstand neue Möglichkeiten eröffneten, um zu reisen und die Welt zu entdecken, erklärt Joussen die Strategie: "In diesen Märkten wollen wir die Expansion unserer Marke vorantreiben.“

14. Februar 2017 – 10:46
wizzaira321

Der ungarische Low-Cost-Carrier startet vom 22. Mai an eine tägliche Verbindung von Frankfurt nach Sofia. Am 15. Dezember kommen tägliche Flüge nach Budapest hinzu. Mit dem neuen Angebot ab Frankfurt bietet Wizz Air Flüge auf 78 Strecken von elf deutschen Flughäfen aus an. Auf den neuen Routen von und nach Frankfurt kommt ein Airbus A321ceo mit 230 Sitzen zum Einsatz..

14. Februar 2017 – 10:01
transavia

Mit ambitionierten Plänen und vier stationierten Boeing 737 startete die Air-France-KLM-Tochter als erste Low-Cost-Airtline im November 2015 Flüge von München zu Zielen in Europa, Nordafrika und Israel. 120 zusätzliche Arbeitsplätze sollten auf diese Weise geschaffen werden, kündigte die Airline damals an, und: "Bayern bekommt eine neue Fluggesellschaft." Damit ist im Herbst nach nur zwei Jahren Schluss. Zum Winterflugplan schließt Transavia die Basis im Erdinger Moos und fliegt ab München nur noch nach Amsterdam und Eindhoven.

"Wir haben entschieden, unsere Strategie zu ändern und uns auf Wachstum innerhalb unseres Heimatmarktes zu konzentrieren", begründet Transavia-Chef Mattijs ten Brink das Aus für die Basis. "Deshalb und aufgrund der sorgfältig ausgewerteten Profitabilitätsaussichten ist eine Basis in München nicht länger Teil dieser Strategie.“

Dass der Rückzug wenige Wochen nach der Ankündigung von Eurowings erfolgt, zum Sommer ab München mit vier Flugzeugen zu 32 Zielen zu starten, dürfte kein Zufall sein. Offenbar sieht sich die Air-France/KLM-Billiglinie einem Preiskampf mit dem Low-Cost-Ableger des Platzhirsches Lufthansa nicht gewachsen.

Der Transavia-Rückzug aus München ist nicht die erste Fluchtbewegung einer Billiglinie von einem der großen deutschen Drehkreuze. Kürzlich hatte die IAG-Tochter Vueling die Aufgabe der Verbindung Frankfurt – Barcelona angekündigt.