13. November 2016 – 17:52

Dertour hat einen eigenen Katalog für Kombinationen mit Aida-Kreuzfahrten gedruckt. In der 28-Seiten-Broschüre werden neun Schiffe der Reederei angeboten, nur die „Cara“ und die „Aura“ fehlen. Die 175 Kreuzfahrten im Sommer lassen sich in einer Buchung mit Vorprogrammen oder Ausflügen von Dertour kombinieren. Zum Beispiel eine Kreuzfahrt entlang der US-Ostküste mit einer Rundreise, der Ostsee-Törn mit einer Ferienwohnung oder die Metropolentour der „Prima“ mit City-Highlights von Dertour.

Lukrativ für Reisebüros: Der Aida-Umsatz zählt bei der Provisionsstaffel von DER Touristik mit. Reine Aida-Buchungen sind über Dertour allerdings nicht möglich. Sie müssen immer mit mindestens einer Leistung von Dertour kombiniert werden, erläutert Aida-Vertriebschef Uwe Mohr. Für ihn ist es nach Schauinsland die zweite Kooperation mit einem Veranstalter. „Wir stehen mit Dertour am Anfang und haben viel vor.“ Zunächst wolle man aber die Technik testen und Erfahrungen sammeln. Um die Reisebüros fit zu machen, sollen im DER Campus Schulungen zu den Aida-Kombinationen sollen integriert werden.

13. November 2016 – 17:30

„Das war blöd und es tut uns leid“, entschuldigte sich DER-Touristik-Chef René Herzog bei den Reisebüros für die Startschwierigkeiten des neuen Reservierungssystems Phoenix Unlimited. „Ich danke Ihnen für Ihre Geduld“, sagte er beim DER Summer Opening in Berlin.

Für den Sommer verspricht Matthias Rotter die volle Buchbarkeit. Er ist als Geschäftsführer DER Touristik Frankfurt für Dertour verantwortlich. Alle Reisen seien mit Erscheinen der Kataloge heute und am 5. Dezember komplett im System abgebildet.

„Die Probleme waren immens“, gesteht Rotter. „Das hat uns alle viel Nerven gekostet.“ Dennoch sei man mit einem blauen Auge davongekommen. Wie viele Buchungen Dertour durch die Lappen gingen und wie groß der Schaden ist, will Rotter nicht beziffern.

Mittlerweile sei nahezu der gesamte Winter im System. Nur wenige Leistungen seien nicht buchbar, wie zum Beispiel die Philippinen, wo Dertour nach einem Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts aber ohnehin alle Reise abgesagt habe.

11. November 2016 – 13:57
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Der Veranstalter reduziert im Sommerkatalog 2017 die Zahl der Hotels gegenüber dem Vorjahr um knapp 20 Prozent. Darin werden 390 Häuser angeboten, im Türkei-Programm für den vergangenen Sommer waren es noch 474. 27 Häuser kommen zum nächsten Sommer neu ins Programm, 600 weitere Anlagen sind laut Geschäftsführerin Songül Göktas-Rosati über die Systeme buchbar. Wachsende Bedeutung attestiert die Öger-Chefin der Halbbinsel Bodrum an der türkischen Westküste. Insbesondere bei Deutsch-Türken sei die Nachfrage für dieses Ziel sehr groß.

Wie zu erwarten, werden Türkei-Reisen im nächsten Sommer auch bei Öger Tours günstiger. Der Veranstalter gibt den durchschnittlichen Preisrückgang mit acht Prozent an.

11. November 2016 – 13:11
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Im Rennen um Hotelbetten auf den Kanaren investiert Schauinsland-Chef Gerald Kassner auf der Bade- und Surferinsel Fuerteventura. Schauinsland übernimmt das Vier-Sterne-plus-Hotel R2 Rio Calma mit 416 Zimmern komplett, bei der ebenfalls an der Costa Calma geglegenen Vier-Sterne-Apartmentanlage mit 45 Wohnungen ist das Unternehmen Hauptanteilseigner. Beide Anlagen befinden sich in erster Strandreihe. Mit der Hotelgruppe R2 arbeitet Kastner bereits länger zusammen So vertreibt Schauinsland Reisen das Fünf-Sterne-R2 Romantic Fantasia Suites Design by Bahia Playa, das Vier-Sterne-R2 Design Hotel Bahia Playa und das Vier-Sterne-R2 Romantic Fantasia Dream im deutschen Markt exklusiv.

Der Schauinsland-Deal ist ein weiterer Hinweis auf das wachsende Engagement deutscher Reiseveranstalter auf den Inseln westlich von Afrika. Erst vor kurzem hatte FTI, ebenfalls auf Fuertevenntura, die Übernahme des Großkomplexes Stella Canaris angekündigt, aus dem bis Juli mit Hilfe eines Investitionsvolumens von 60 Millionen Euro sieben Hotels der FTI-Eigenmarke Labranda werden sollen.

11. November 2016 – 09:00

Immer mehr Erwachsene wollen ihren Urlaub ohne Kindergeschrei genießen. Dieser Trend ist für Rolf-Dieter Maltzahn, Geschäftsführer der DER Touristik Köln, klar zu erkennen. Deshalb baut er Adults-only-Häuser im nächsten Sommer massiv aus. Mit mehr als 250 Hotels in 19 Zielgebieten, die entweder komplett oder in abgetrennten Bereichen erst ab 16 Jahren buchbar sind, nennt sich Maltzahn Marktführer unter den deutschen Veranstaltern.

In größeren Anlagen, die renoviert werden, entstehen oft separate Bereiche, die für Kinder tabu sind. Zum Beispiel im LTI Amada Colossos Resort auf Rhodos mit seinen 700 Zimmern. Dort gibt es Erwachsenen-Pools und auch kinderfreie Restaurants. "Immer mehr Hotels erkennen, dass sie ihr Angebot auf spezielle Zielgruppen zuschneiden müssen." 100 davon packt Maltzahn noch in einen separaten Katalog von Jahn Reisen, der im Januar erscheint. Die Adults-only-Hotels sind aber schon jetzt in Bistro über einen Filter zu finden.

10. November 2016 – 16:56
peakworktuiventuresfotopeakwork

Tui Ventures hat einen Anteil von 15,4 Prozent an der Peakwork AG gekauft. Ziel der Partner sei es , "einen globalen Marktstandard für den Vertrieb von touristischen Leistungen zu etablieren" heißt es. Paekwork-Chef Ralf Usbeck will insgesamt bis zu 40 Prozent des Unternehmens an "strategische Partner" abgeben, sagt er. Frank Rosenberger, Strategie-Chef bei der Tui Group, erklärt dazu, sein Unternehmen wolle durch die Beteiligung an dem Technik-Dienstleister, der die Player-Hub-Technologie entwickelte, "das Angebot an differenzierten Produkten und Services weiter auszubauen". Dafür  benötige man "Technologien, die unseren Kunden diese schnell, transparent und maßgeschneidert über alle Distributionskanäle anbieten".

10. November 2016 – 11:25
lufthansageraeteschutzversicherungfotolufthansa

Bei der Suche nach Nebeneinkünften ist Lufthansa im Assekuranz-Bereich fündig geworden. Die Airline bietet ihren Kunden nun in Zusammenarbeit mit Ergo Direkt Geräteschutzversicherungen an, mit denen sie beispielsweise Tablets und mobile Telefone gegen Glasbruch- oder Flüssigkeitsschäden versichern können. Auch bei Schäden durch Sand oder Sonnenmilch sowie bei Feuer-, Kurzschluss- und Überhitzungs­schäden greife die Geräteschutzversicherung, verspricht Lufthansa.

Die Police kostet 40 Euro für Einzelpersonen und 50 für Familien. Sie gewährleistet einen Schutz an maximal 42 Urlaubstagen pro Reise für beliebig viele Reisen pro Jahr. Der Vertrag endet nach einem Jahr automatisch, ohne Kündigung. Kunden können die Versicherung bis zum Tag des Abflugs abschließen. Der Schutz beginnt mit dem Betreten des Flugzeugs am Heimatflughafen und endet mit dem Ausstieg nach der Rückreise. Versichert sind nach Lufthansa-Angaben alle mitgeführten elektronischen Geräte. Diese müssten nicht einzeln registriert werden, erklärt die Fluggesellschaft. Im Schadensfall deckt die Versicherung im ersten Gerätejahr 100 Prozent des Kaufpreises bis zu einer Höhe von 3.000 Euro ab. Im zweiten Gerätejahr werden 80 Prozent, im dritten und vierten 60 Prozent sowie im fünften Gerätejahr noch 40 Prozent des Kaufpreises erstattet.

09. November 2016 – 14:35
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„Mildred“ trägt eine Nerd-Brille und hat pinkfarbenes Haar, zum Dutt gebunden. Nein, sie ist keine Vertreterin eines Berliner Reiseveranstalters, sondern der neue Chatbot Marke Lufthansa. Wer will, kann sich mit ihr auf Facebook unterhalten. Mildred verspricht, den günstigsten Preis für einen LH-Flug innerhalb der kommenden neun Monate zu finden. Bei der Suche, die in der Facebook Messenger-App erfolgt, können Nutzer ihren Abflug- und Zielflughafen wahlweise ausschreiben oder den internationalen Buchstabencode verwenden. Man kann auch seinen Wohnort als Startpunkt wählen. Der Chatbot kenne den nächstgelegenen Flughafen mit Abflügen der Lufthansa-Gruppe und ermittele den günstigsten Preis für einen Hin- und sieben Tage später für einen Rückflug, verspricht die Airline. Wer will, kann den Zeitpunkt auch individuell eingrenzen. Möchte der Nutzer ein Ticket kaufen, gelangt er auf die mobile Version von LH.com und kann den Flug direkt auf dem Smartphone buchen.

Bei einem kurzen Test reagierte Mildred schnell, wusste allerdings mit dem eingegebenen Zielort zunächst nichts anzufangen. Erst nach einer konkreten Benennung des Airports erfolgte die wahrheitsgemäße Rückmeldung, dass Lufthansa, dieses Ziel nicht bediene. Mit normalen Sätzen kommt Mildred im Gegensatz zu Apples Siri oder Amazons Alexa allerdings noch nicht so recht klar. Jedenfalls lautete die Antwort auf die Rückfrage "Auch nicht mit Eurowings?" nur: "Immer stets zu Diensten. Du kannst jetzt nach einem neuen Flug suchen ..." Kein Problem: Eine Beta-Version, in der Mildred derzeit noch läuft, ist schließlich zum Lernen da.

09. November 2016 – 13:59
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Die Reaktion der Veranstalter auf diese Frage ist wenig überraschend. Reflexartig versichern sie, dass Trumps Wahl zum Präsidenten keine negativen Auswirkungen auf die USA-Buchungen haben werde. Stellvertretend für viele steht das Statement, das Tilo Krause-Dünow, Chef des Nordamerika-Spezialisten Canusa, heute früh zu dem Thema ablieferte. "Der neue US-Präsident wird das Reiseland der unbegrenzten Möglichkeiten sicher verändern, aber die Menschen, das Land und die Natur werden weiterhin ein großer Magnet für die Touristen sein, die von diesem Kontinent fasziniert sind oder ihn kennenlernen wollen, auch oder vielleicht gerade nach einer solchen Wahl", erklärt  er, und: "Ein Buchungseinbruch ist daher nicht zu erwarten. Der Wahlsieg von Donald Trump ist zunächst einmal eine Sache der Amerikaner und so werden es auch die deutschen Touristen sehen."

Für die Veranstalter käme ein Rückschlag im USA-Geschäft zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn während ihnen wichtige Ziele wie die Türkei, Ägypten oder Tunesien derzeit erhebliche Probleme bereiten, läuft das Geschäft mit Fernreisen in die USA gut. Und so haben etwa FTI und Thomas Cook ihre Nordamerika-Programme zum nächsten Sommer deutlich ausgebaut. Daher mag die demonstrative Gelassenheit auch damit zusammenhängen, dass man eine weitere "Baustelle" derzeit nicht gebrauchen kann.

Unsicherheit im Vertrieb

Im touristischen Vertrieb wird das Thema nicht durchgängig so entspannt gesehen. In einschlägigen Facebook-Foren wird darüber diskutiert, ob man die neuen USA-Kataloge gleich im Müll entsorgen sollte. Einige Reisebüromitarbeiter befürchten, dass Trump im Zuge seiner angekündigten Abschottungspolitik die Einreise erschweren könnte. Andere bringen ihre Ratlosigkeit und Betroffenheit zum Ausdruck, während die Pragmatiker zur Gelassenheit raten und empfehlen, zunächst die weitere Entwicklung abzuwarten. Als möglicher touristischer Gewinner der US-Wahlen wird vielfach das Nachbarland Kanada gehandelt.

Ein positiver Nebeneffekt für die US-Touristik könnte aus dem Wahlergebnis allerdings resultieren, wenn der Kurs des US-Dollars, wie von vielen Finanzexperten erwartet, in den nächsten Wochen und Monaten deutlich nachgibt. Dann würden Reisen in die Vereinigten Staaten günstiger. Zögernde Kunden könnten auf diese Weise doch noch davon überzeugt werden, ihre Amerika-Reise bald anzutreten. Vielleicht behält die Faustregel, mit der der frühere Chef der Frankfurter DER Touristik, Michael Frese, die Frage nach den Auswirkungen politischer Enrtwicklungen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf die touristische Nachfrage stets kommentierte, ja ihre Gültigkeit: "Der einzige Faktor, der die USA-Buchungen wirklich beeinflusst, ist der Dollarkurs."

09. November 2016 – 11:34

Die Hotelplattform Booking.com will ihre Vertriebsbasis erweitern und nun auch über Reisebüros verkaufen. Eine Pilot-Version von "Booking.com for Travel Agents" läuft bereits. Die neue Plattform sei "speziell auf die Anforderungen von Reisebüros und Reisevermittlern ausgerichtet", heißt es. Sie ist eine Erweiterung des bereits bestehenden Affiliate-Partner-Programms und nutzt dieselbe Technologie und Infrastruktur.

Neben der Buchungsfunktion selbst umfasst das Tool auch einige Funktionen zur Verwaltung von Buchungen. So gibt ein Dashboard auf der Startseite einen Überblick über die jüngsten Reservierungen. Zudem werden Buchungen und Einnahmen für die vergangene Woche und den vergangenen Monat sowie eine aktuelle Umsatzübersicht dargestellt. Die Hotelpreise entsprechen denen der Endkundenplattform, die Provision liegt je nach Umsatz zwischen fünf und sieben Prozent. Gezahlt wird erst nach der Reise, für stornierte Buchungen erhält der Vertriebspartner nichts.

Zur Plattform für Reisebüros geht es hier: http://www.booking.com/travel-advisors/index.html