20. November 2016 – 15:04
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Wie die Konkurrenz setzt auch der Marktführer im nächsten Sommer vor allem auf Ziele am westlichen Mittelmeer. Besonders in Spanien, Italien und Griechenland arbeitet der Konzern am Ausbau der Kapazitäten. In Spanien liegt ein Schwerpunkt der Kapazitätserweiterung auf dem Festland. Unter anderem werden die Flugangebote nach Málaga und Jerez erweitert. Zudem taucht die Region um die Stadt Huelva neu in den Katalogen auf. Das Ziel wird mit Flügen ins portugiesische Faro angesteuert. Auf den Kanaren gelangen vor allem Hotels im Drei-Sterne-Segment neu ins Angebot. Zudem werden nun auch Unterkünfte auf der kleinsten Kanareninsel El Hierro durch Tui vermarktet.

1.000 zusätzliche Hotels in Italien

In Italien investiert Tui in zwei neue Adults-only-Resorts in Kalabrien und auf Sardinien, die unter der Marke Sensimar vertrieben werden. Hinzu kommt die Eröffnung eines Hotels unter dem Label Tui Blue in der Toskana. Mit diesem Haus kommt die touristische Entwicklung des Dorfes Castelfalfi, das der Konzern vor neun Jahren kaufte, endlich ein Stück voran. Zudem baut Tui das Hotelangebot in Italien gegenüber diesem Jahr um rund 1.000 Häuser aus.

Griechenland-Kontingente bei Easyjet reserviert

In Hellas werden die Kapazitäten auf Kreta, Rhodos und Kos um rund 40 Prozent erweitert. Zudem hat Tui erstmals größere Flugkontingente beim Billigflieger Easyjet eingekauft. Dessen Flugzeuge sollen Kunden des Veranstalters von Berlin-Schönefeld nach Rhodos und Kreta befördern. Zudem richtet Tuifly zusätzliche Routen von Hannover, Nürnberg, Stuttgart und Basel auf die Insel Kos ein.

Zudem arbeitet der Konzern am Ausbau der Hotelkapazitäten, die über Bettenbanken generiert werden. Insgesamt soll sich das Hotelangebot dadurch zum Sommer 2017 auf 150.000 verdoppeln. Schwerpunkte der Erweiterung des Bausteingeschäfts sind Fern-, Auto- und Städtereisen.

20. November 2016 – 13:06
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Sebastian Ebel lässt sich von der Kritik der Reisebüros an der Abschaffung der Wahlmöglichkeit, Reiseunterlagen in Form von Booklets zu erhalten, nicht beirren. Der Schritt sei sowohl richtig als auch notwendig, unterstreicht der Tui-Deutschland-Chef. "Ich weiß, dass das für die Reisebüros ein emotionales Thema ist", räumt er ein. "Aber die überwältigende Mehrheit der Kunden will heute papierlos reisen.“ Dies gelte keineswegs nur für junge Gäste. Zudem werde ja nicht die Möglichkeit abgeschafft, mit Unterlagen in Papierform zu reisen, sondern lediglich die Form des Booklets. Damit der Kunde seine Dokumente schwarz auf weiß erhalte, bedürfe es lediglich eines einzigen Knopfdrucks auf den Druckbefehl. Nachdem diese Regelung bei der Budget-Marke 1-2-Fly eingeführt worden sei, habe es im übrigen nur von zwei Kunden eine kritische Rückmeldung gegeben.

Ebel macht zudem deutlich, dass der Verzicht auf den Versand von Booklets aus Kostengründen notwendig sei. „Wir stehen im Wettbewerb mit Anbietern, die mit anderen Kostenstrukturen arbeiten als Tui“, sagt er. "Darauf stellen wir uns ein, indem wir unsere Kosten dort verringern, wo dieser Schritt die Qualität des Produkts nicht beeinträchtigt."

17. November 2016 – 18:44
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Die Botschaft aus dem Ergebnis der "Counter vor9"-Umfrage, an der mehr als 600 Vertriebsprofis teilnahmen, könnte nicht klarer sein: Mehr als 90 Prozent halten es für falsch, dass Tui künftig keine gedruckten Reiseunterlagen mehr anbietet. In Hunderten von Kommentaren berichten sie über verunsicherte Kunden, die mit elektronischen Dokumenten nichts anfangen können, und von der Überwindung, die es kostet, Airtours-Kunden, die für hohe vier- oder gar fünfstellige Beträge gebucht haben, DIN A4-Zettel hinzuhalten. Anmerkungen wie: "Unser ehemals bester Reiseveranstalter speckt immer mehr ab. Tui-Kunden waren Besseres gewöhnt", zählen noch zu den freundlicheren Kommentaren.

Drei Viertel der Reiseprofis sind überzeugt, dass sich mehr als die Hälfte ihrer Kunden gedruckte Unterlagen wie die bisher wahlweise verschickten Tui-Booklets wünschen. Viele sagen, der Anteil liege bei 80 oder 90 Prozent und sei insbesondere bei älteren Kunden extrem hoch. 82 Prozent sehen durch das Ausdrucken von Unterlagen mehr Arbeit auf sich zukommen, 84 Prozent sind sicher, dass ihre Kosten steigen. Verständnis für den Schritt, die Wahlmöglichkeit zwischen gedruckten und elektronischen Reiseunterlagen aus Kostengründen zu streichen, zeigen gerade einmal 14 Prozent. Und 61 Prozent geben an, dass sich der Schritt auf ihr Buchungsvolumen bei Tui auswirken werde.

16. November 2016 – 15:01

Von Ende März an geht es am Montag, Donnerstag und Freitag von Frankfurt nach Santiago de Compostela im Nordosten Spaniens. Auch von München aus führt ein wöchentlicher Flug am Sonntag in die galicische Stadt. Bordeaux steht vom 2. April an ab Frankfurt jeweils donnerstags und sonntags auf dem Flugplan. Einmal wöchentlich samstags fliegt Lufthansa vom 29. April an nach Shannon in Irland. Ab dem 15. April verbindet die Airline Frankfurt einmal pro Woche samstags mit Heringsdorf an der Ostsee. Ein zweites neues Touristikziel ab München ist Nantes. Dorthin gehen die Flüge jeweils dienstags, donnerstags, freitags und samstags.

16. November 2016 – 12:02
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Die neue Regelung gilt für alle Neubuchungen ab dem 13. Dezember und betrifft sämtliche Veranstalter inklusive der Luxusmarke Airtours. Zur Begründung heißt es in einem Agenturschreiben, das papierlose Reisen werde bei den Kunden "immer beliebter". Der Anteil der Reisenden, die keine Papierdokumente anforderten, liege mittlerweile bei über 70 Prozent. Daraus schließt der Konzern: "Ein gültiges Ausweisdokument genügt völlig für die Urlaubsreise." Deshalb entfalle nun die Wahlmöglichkeit, ein gedrucktes Booklet zu erhalten.

Die Reaktion des Vertriebs auf diese Ankündigung fällt erwartungsgemäß negativ aus. In Facebook-Foren machen Expedienten ihrem Ärger Luft: "Ich freue mich schon, unseren Airtours-Kunden einen schnöden Zettel zu überreichen", postet ein Reiseverkäufer. "Ich habe 4.000 Euro bezahlt und bekomme ein Blatt Papier?" malt sich ein anderer die Empörung eines Kunden aus. Und ein dritter Vertriebsprofi fragt, ob die Reisebüros für ihren Ärger wenigstens etwas von den Einsparungen, die Tui auf diesem Wege erreicht, erhalten sollen.

RTK-Chef Thomas Bösl hatte jüngst auf der Jahrestagung seiner Kooperation vehement gefordert, den Kunden die Wahlmöglichkeit zwischen gedruckten und elektronischen Unterlagen zu erhalten. Die Aussage, die Kunden wünschten heute keine gedruckten Reiseunterlagen mehr, sei eine Behauptung, die der Realität im Reisebüro-Alltag nicht entspreche, erklärte Bösl in einer Rede unter starkem Applaus der RTK-Mitglieder.

Was halten Sie davon, dass Tui die Wahlmöglichkeit zwischen gedruckten Booklets und elektronischen Unterlagen abschafft? Sagen Sie uns Ihre Meiinung! Zur Umfrage gelangen Sie hier.

16. November 2016 – 11:18
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Omid Haghighat soll langfristig in die Geschäftsführung des Berliner Reiseveranstalters JT Touristik einsteigen. Das kündigt Unternehmensgründerin und Inhaberin Jasmin Taylor an. Einstweilen wird der 30-Jährige aber erst einmal zum Prokuristen ernannt. Taylor überhäuft ihren Co-Geschäftsführer in spe geradezu mit Lob. Haghighat habe sich "von der Pike auf bei JT Touristik nach oben gearbeitet", sagt sie. Dabei habe er "in sämtlichen Positionen größte Fachkenntnis bewiesen und einen exzellenten Ruf in der Branche sowohl im In- als auch im Ausland erworben".

Haghighat startete seine Laufbahn bei JT in der Agenturbetreuung und absolvierte daneben einen Bachelor-Abschluss in Medieninformatik. Anschließend arbeitete er als Projektmanager IT. Seit rund einem Jahr ist er sowohl für die Technik als auch für das Produktmanagement des Veranstalters verantwortlich.   

15. November 2016 – 15:41
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Das schwere Erdbeben der Stärke 7,8 wirkt sich noch eine Weile auf den Tourismus aus. Der für Whalewatching bekannte Küstenort Kaikuora ist nach wie vor isoliert. Beide Straßenverbindungen sind durch Erdrutsche und Verschiebungen unterbrochen. Bis zum Wochenende sollen Fahrten von Christchurch wieder möglich sein. Die Straße nach Norden bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt. In Kaikoura waren nach dem Beben rund 1.200 Touristen gestrandet, darunter auch Gäste von DER Touristik. Sie werden nach und nach vom Militär ausgeflogen. Den aktuellen Stand der Straßensperrungen erfahren Urlauber auf den Websites des Kaikoura District Council und der NZ Transport Agency.

TUI Deutschland hat aktuell rund 100 Gäste in Neuseeland. "Unsere Gäste sind nicht vom Erdbeben betroffen", so Pressesprecherin Anja Braun. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit unserer Agentur vor Ort, die uns berichtet hat, dass aktuell keine Informationen
über Schäden an Hotels außerhalb von Kaikoura vorliegen."

Entwarnung auch bei DER Touristik. "Wir hatten mit allen Gästen Kontakt und alle Gäste sind wohlauf", sagt Pressesprecherin Angela de Sando. "Im Moment gibt es unterschiedlichste Beeinträchtigungen. So müssen wir einige unserer Rundreisen wegen gesperrter Straßen umrouten. Soweit nötig, stellen wir alternative Reisemöglichkeiten für unsere Gäste bereit." DER-Gäste, die mit Mietwagen und Wohnmobilen unterwegs sind, werden von den Agenturen vor Ort betreut. "Wir bieten unseren Kunden kostenlose Umbuchung und Stornierung für Anreisen bis zum 30. November für die Region Kaikoura an."

Nach Angaben von Christchurch and Canterbury Tourism herrscht für Touristen in Christchurch „business as usual“. Flughafen, Hotels, Mietwagen- und Wohnmobilverleiher sowie Sehenswürdigkeiten – alles laufe dort normal, so de Sando. "Christchurch hatte erst 2011 ein verheerendes Beben erlebt. Nach der Katastrophe wurden dort massive Vorkehrungen gegen Erdbeben getroffen."

Auch bei Explorer Fernreisen kümmern sich die Agenturen vor Ort um die Gäste. Sprecher Fritz Fech lobt die "sehr professionelle Vorgehensweise der Behörden dort und auch der Leistungsträger, die sich sehr gut um die Gäste und den weiteren reibungslosen Ablauf ihrer Reisen kümmern." Im Moment gebe es noch Schwierigkeiten, bestimmte Gegenden zu bereisen, und bei der Überfahrt von der Südinsel auf die Nordinsel.

15. November 2016 – 15:25
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Zu dieser ebenso überraschenden wie beunruhigenden Erkenntnis gelangt der "EF English Proficiency Index for Companies" des Anbieters von Sprachlernkursen, Bildungstouren und kulturellen Austauschprogrammen, EF. Der Index misst unter anderem die Englischkenntnisse von Berufstätigen in 40 Ländern und 16  Industriezweigen. Getestet wurden 510.000 Angestellte von 2.078 Firmen. Unter den 16 Branchen landet die Luftfahrtbranche lediglich auf Platz elf – und das, obwohl Englisch in diesem Metier die Pflichtsprache ist. Kein Bereich der Luftfahrtunternehmen erreicht nach Angaben der Studie mehr als ein mittleres Englischniveau. Dabei sind die Sprachkenntnisse der Geschäftsleitung deutlich schlechter als die des Managements. Auch das Englisch-Know-how der übrigen Mitarbeiter ist im Schnitt besser als das der Chefs. Beim Vergleich einzelner Abteilungen stellt sich her aus, dass die Mitarbeiter in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit am besten Englisch sprechen, gefolgt von Fluglotsen und Ingenieuren. Deutlich schwächer sind die Sprachkenntnisse der Piloten. Und ganz unten im Ranking stehen in dieser Hinsicht die Flugbegleiter.

Von den 40  Ländern, in denen der Test stattfand, landete Deutschland übrigens auf Rang neun - hinter Österreich. Ganz weit vorn sind die Niederlande, Dänemark und Schweden, besonders stark im Hintertreffen dagegen Laos, Libyen und Irak.

15. November 2016 – 12:24
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Eine große Mehrheit der Büros glaubt, dass Reiseveranstalter die Handynummern ihrer Kunden entgegen ihrer Zusage für andere Zwecke als Anrufe oder Infos per SMS in Notfällen nutzen. Das ergab eine Umfrage über den Newsletter "Counter vor9", an der rund 240 Vertriebsprofis teilnahmen. 80 Prozent gaben an, dass sie einen Missbrauch der Daten durch die Veranstalter befürchten. Dennoch ist die Mehrheit der Reisebüros bereit, den Veranstaltern die Handynummern zur Verfügung zu  stellen – vorausgesetzt, sie unterschreiben eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung, die Daten ausschließlich in Notfällen zu nutzen. 53 Prozent der Teilnehmer äußerten sich so.

Die Umfrage thematisiert die DRV-Initiative "SMS-Assist", die das Ziel hat, Reiseveranstaltern die Handynummern von Reisebürokunden zugänglich zu machen, damit diese sie zur Information der Kunden in kritischen Situationen, wie zum Beispiel nach einem Anschlag oder einem Unwetter, nutzen können. Knapp jedes dritte der befragten Büros lehnt die Weitergabe der Handynummer von Kunden kategorisch ab. Nur acht Prozent sind ohne Einschränkung bereit, die Nummer weiterzuleiten.

Das Ergebnis verdeutlicht, wie tief das Misstrauen im stationären Vertrieb gegenüber den Handelsherren nach wie vor sitzt. In Kommentaren begründen die Reisebüros ihre Skepsis mit Erfahrungen aus der Vergangenheit. Immer wieder sei es vorgekommen, dass Veranstalter Kundendaten, die sie über den stationären Vertrieb erhalten hätten, für ihr Direktmarketing nutzten, argumentieren sie. Viele Vertriebsprofis sind zudem der Meinung, dass sie selbst und nicht die Veranstalter in Notfällen Ansprechpartner ihrer Kunden bleiben sollten. 40 Prozent von ihnen sind zudem davon überzeugt, dass, wenn überhaupt, nur eine Minderheit der Kunden bereit ist, ihre Handynummer zur Verfügung zu stellen.

Die große Mehrheit der Reisebüros hält das Thema SMS-Assist, anders als die Veranstalter, zudem nicht für besonders dringlich. So erklärten drei Viertel der Befragten, es sei noch nie passiert, dass Kunden in einem Notfall nicht kontaktiert werden konnten, weil dem Veranstalter die Handynummer gefehlt habe.

13. November 2016 – 18:03
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Nicht nur das Logo ist neu und passt sich dem Rot der Dachmarke DER Touristik an, auch der Claim „Für mich. Perfekt“. Die Botschaft sei nicht „Wir sind perfekt“, sondern „Für jeden den perfekten Urlaub“, sagt DER-Touristik-CEO René Herzog. „Wir haben die größte Auswahl von allen und das soll damit rüberkommen.“ Immerhin stehe die Marke Dertour für rund zwei Milliarden Euro Umsatz.

Mit dem neuen Logo ändert sich auch die Kataloggestaltung. Auf den Titelseiten stehen Menschen im Urlaub im Mittelpunkt. Zudem wurden die 36 Kataloge für den Winter in vier Reisewelten aufgeteilt: Ferienwelten (grün), Ferne Welten (beige), Themenwelten (blau) und Deluxe (grau). Damit sollen Reisebüros und Kunden sich bei der Vielfalt von Destinationen und Reisethemen schneller zurechtfinden.