06. Oktober 2016 – 13:45
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Nicht nur dem Vertrieb, sondern auch den Reiseveranstaltern erlegt die neu geregelte EU-Pauschalreiserichtlinie zusätzliche Pflichten auf, sobald sie in deutsches Recht umgesetzt ist. Spätestens von Juli 2018 an muss sie angewendet werden. Änderungen gibt es unter anderem bei den  Informationspflichten. Denn stärker als bisher haftet der  Reiseveranstalter künftig für die Richtigkeit der objektiv nachprüfbaren Angaben in seinen Katalogen und sonstigen Vermarktungsinstrumenten. Ausgenommen sind davon weiterhin rein subjektive Begriffe wie "Traumurlaub". Dagegen sind Versprechen wie "Meerblick" oder Angaben zur Entfernung vom Strand rechtsverbindlich, sagt der Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Björn Schreier.

Stärker in die Pflicht genommen werden die Veranstalter auch bei Regressansprüchen ihrer Kunden. Klauseln in den AGB, die Reklamationen nach mehr als 14 Tagen nach Urlaubsende ausschließen, sind künftig ungültig. Dann haben die Kunden bis zu zwei Jahre lang noch das Recht, ihre Ansprüche anzumelden. Gestärkt werden die Verbraucherrechte gegenüber dem Veranstalter auch in Fällen höherer Gewalt. Die so genannte Beistandspflicht der Veranstalter wird ausgeweitet. Können Gäste wegen Unwettern oder beispielsweise der Schließung des Luftraums nach einem Vulkanausbruch ihre Heimreise nicht planmäßig antreten, dann muss der Veranstalter nicht nur den späteren Rücktransport sicher stellen, sondern er ist zudem verpflichtet, die Gäste für mindestens drei Nächte kostenlos zu beherbergen.

06. Oktober 2016 – 13:30
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Die Tui-Airline stellt am Freitag den Flugbetrieb ein und hat 108 Flüge abgesagt. Davon betroffen sind  54 Flüge von Deutschland und 54 Rückflüge aus den Urlaubszielen. Um Urlauber aus den Feriengebieten nach Hause zu bringen, habe Tui Flugzeuge anderer Airlines gechartert, heißt es. Der Veranstalter informiere derzeit alle Kunden, die morgen mit Tuifly in den Urlaub starten wollten und denen in absehbarer Zeit keine alternative Beförderungsmöglichkeit angeboten werden kann, über die Kündigung ihres Reisevertrags. Kunden in den Urlaubsregionen sollen über die Reiseleiter informiert und vor Ort versorgt werden. An den Airport-Stationen seien zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz. Auch an den Folgetagen rechnet das Unternehmen mit Flugausfällen.

Am Freitagmorgen teilte Tui mit, dass insgesamt zehn Flüge von und nach Antalya sowie Palma de Mallorca doch durchgeführt werden sollen. Dafür seien Flugzeuge und Crews anderer Airlines gemietet worden, heißt es.

Mehr über die Hiintergründe der Einstellung des Flugbetriebs lesen Sie hier.

06. Oktober 2016 – 13:10
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Zahlreiche geplante Flüge der Tui-Airline hoben auch am Donnerstag nicht ab. Als Grund gibt der Carrier nach wie vor "viele kurzfristige Krankmeldungen des Kabinen- und Cockpitpersonals" an. Kunden werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen auf der Website der Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges zu informieren. Die Zahl der Flugannullierungen wächst von Tag zu Tag. Auch Airberlin-Flüge, die Tuifly im Wetlease bedient, sind betroffen. So habe Tuifly am Donnerstag keinen einzigen der Flüge für Airberlin durchgeführt, heißt es von der Airline. Mit Hilfe anderer Crews habe man 30 der 90 geplanten Flüge abwickeln können. Tuifly selbst musste am Donnerstag 47 von 110 geplanten Flügen ersatzlos streichen.

Die massiven kurzfristigen Krankmeldungen der Mitarbeiter werden im Zusammenhang mit den einschneidenden Veränderungen gesehen, die der Fluggesellschaft bevorstehen. Die Pläne der Tui sehen vor, Tuifly zusammen mit Teilen der Airberlin-Flotte in eine Holding einzubinden, die gemeinsam mit dem Airberlin-Gesellschafter Etihad Airways gegründet werden soll. Die Geschäftsführung betont, dass sie gegenüber den Mitarbeitern bereits Zugeständnisse gemacht habe. So solle Tuifly auch in einem geplanten neuen Verbund mit Airberlin als Gesellschaft erhalten bleiben. Zudem blieben bestehende Tarifverträge unberührt, versichert das Management. Auch seien Gerüchte über eine Verlagerung des Sitzes der Gesellschaft falsch. Man werde als "deutsche Gesellschaft" auch in Zukunft weiter vom Standort Hannover aus operieren. Tui Deutschland werde sich zudem verpflichten, "über mehrere Jahre Flugkapazitäten abzunehmen" und sei damit "ein wichtiger langfristiger Kunde und Partner".

Betriebsrat und Gewerkschaft distanzieren sich von Krankmeldungen als Arbeitskampfmittel

Die "extrem kurzfristigen Krankmeldungen" machten es dem Unternehmen "unmöglich, alle betroffenen Kunden frühzeitig zu informieren und ihnen alternative Reisemöglichkeiten anzubieten", kommentiert die Geschäftsführung die Krankmeldungswelle. Dies schade "Kunden und Mitarbeitern in hohem Maße." Gerade in der Herbstferienzeit seien davon viele Familien mit Kindern betroffen. Arbeitnehmervertreter hatten Widerstand gegen die Pläne des Konzerns angekündigt. Die Crew-Engpässe seien aber keine Aktion des Krisenstabs des Betriebsrates, erklärte eine Sprecherin der Arbeitnehmervertreter. Vielmehr sei die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal so groß, dass es nicht verwunderlich sei, "dass sich einige nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen". Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo distanziert sich ebenfalls von massenhaften Krankmeldungen als Arbeitskampfmaßnahme und betont, sie habe damit nichts zu tun. Ihr Vertreter Nicoley Baublies erklärte den hohen Krankenstand mit "starken psychischen Belastungen" aufgrund der schlechten Informationspolitik von Arbeitgeberseite.

Um Entschädigungs- und Schadensersatzansprüchen zu entgehen, beruft sich Tuifly im Zusammenhang mit der ersatzlosen Streichung von Flügen auf höhere Gewalt. Es handele sich bei den massenhaften äußerst kurzfristigen Krankmeldungen um einen "außergewöhnlichen und nicht vermeidbaren Umstand im Sinne von höherer Gewalt", argumentiert die Airline. Allerdings herrscht über diese Bewertung unter Juristen keineswegs ein Konsens.

Aktuelle Infos zu Tuifl-Flügen finden Sie hier

Aktuelle Infos zu Airberlin-Flügen finden Sie hier

Ein Arbeitnehmer-Krisenstab kündigte Widerstand gegen die Pläne des Konzerns an. Betriebsratschefin Karin Grobecker: „Wir sind völlig entsetzt und befürchten massiven Arbeitsplatzabbau, wenn die Tuifly in eine österreichische Plattform geholt wird.“ Die Crew-Engpässe seien keine Aktion des Krisenstabs. „Aber die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal ist groß – dass sich einige da nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen, war zu erwarten“, so Grobecker.

Verspätungen bei Tuifly und Air Berlin | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wirtschaft/verspaetungen-bei-tuifly-und-air-berlin-aimp-id12250953.html#plx307002768

Ein Arbeitnehmer-Krisenstab kündigte Widerstand gegen die Pläne des Konzerns an. Betriebsratschefin Karin Grobecker: „Wir sind völlig entsetzt und befürchten massiven Arbeitsplatzabbau, wenn die Tuifly in eine österreichische Plattform geholt wird.“ Die Crew-Engpässe seien keine Aktion des Krisenstabs. „Aber die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal ist groß – dass sich einige da nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen, war zu erwarten“, so Grobecker.

Verspätungen bei Tuifly und Air Berlin | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Ein Arbeitnehmer-Krisenstab kündigte Widerstand gegen die Pläne des Konzerns an. Betriebsratschefin Karin Grobecker: „Wir sind völlig entsetzt und befürchten massiven Arbeitsplatzabbau, wenn die Tuifly in eine österreichische Plattform geholt wird.“ Die Crew-Engpässe seien keine Aktion des Krisenstabs. „Aber die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal ist groß – dass sich einige da nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen, war zu erwarten“, so Grobecker.

Verspätungen bei Tuifly und Air Berlin | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Ein Arbeitnehmer-Krisenstab kündigte Widerstand gegen die Pläne des Konzerns an. Betriebsratschefin Karin Grobecker: „Wir sind völlig entsetzt und befürchten massiven Arbeitsplatzabbau, wenn die Tuifly in eine österreichische Plattform geholt wird.“ Die Crew-Engpässe seien keine Aktion des Krisenstabs. „Aber die Betroffenheit unter dem fliegenden Personal ist groß – dass sich einige da nicht wohl und fit zum Fliegen fühlen, war zu erwarten“, so Grobecker.

Verspätungen bei Tuifly und Air Berlin | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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05. Oktober 2016 – 15:23
australienvictoria-12apostles

Nach starken Regenfällen im Süden Australiens ist derzeit ein Teilabschnitt der beliebten Great Ocean Road im Bundestaat Victoria aus Sicherheitsgründen nicht befahrbar. Der betroffene, zwei Kilometer lange Abschnitt zwischen den Ortschaften Separation Creek und Wye River sei bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt, da ein Abgang von Schlammlawinen nicht ausgeschlossen werden könne, sagt das deutsche Büro von Visit Victoria. Alle Ortschaften entlang der Great Ocean Road und auch die Felsformationen der Zwölf Apostel seien aber über Inlandsrouten erreichbar. Eine örtliche Umleitung ab Separation Creek wurde durch das Hinterland über die C151 und C119 via Forrest direkt nach Apollo Bay eingerichtet. Die 40 Kilometer lange Umleitung erfolgt auf kleinen Nebenstraßen durch den Great Otway Nationalpark. Bussen und Wohnmobilen wird empfohlen, zunächst von Melbourne die Schnellstraße M1 bis Colac und von dort aus über die C155 auf die Great Ocean Road zu fahren. Reisenden, die einen Ausflug an die Great Ocean Road planen, wird empfohlen, sich über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Zu aktuellen Informationen gelangen Reisende hier.

05. Oktober 2016 – 11:29
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Das ergab eine Umfrage der städtischen Behörden. Die meisten Sorgen bereiten den Bewohnern der katalanischen Metropole demnach Streiks, die von 13 Prozent für das gravierendste Problem gehalten werden. Direkt danach folgt der Tourismus mit acht Prozent, gleichauf mit der Verkehrssituation. Deutlich weniger Barcelonès nennen Faktoren wie  Unsicherheit, Infrastrukturprobleme, mangelnde Sauberkeit, die wirtschaftliche Lage, Armut oder Umweltverschmutzung.

Nach Berichten spanischer Medien ist es das erste Mal, dass mit dem Tourismus, der in Barcelona für zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung steht und 120.000 Menschen beschäftigt, ein Wirtschaftsfaktor an vorderster Front der größten Besorgnisse steht. Der örtliche Hotellerieverband machte in einer Stellungnahme die anhaltende mediale Debatte um den Tourismus und "illegale Aktivitäten" im Umfeld der Branche für das schlechte Image des Tourismus in der Stadt verantwortlich. In jüngerer Zeit hatte sich dort die Diskussion um die Vermietung von Ferienapartments in der Innenstadt über Plattformen wie Airbnb und einen ausufernden Partytourismus zugespitzt. 2015 besuchten fast neun Millionen Übernachtungsgäste die 1,6 Millionen-Einwohner-Stadt.

05. Oktober 2016 – 10:29
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Tui und Etihad Airways führen nun offiziell Verhandlungen über die Gründung einer gemeinsamen Ferienfluggesellschaft. In die neue Airline sollen 21 Flugzeuge der angeschlagenen Etihad-Beteiligung Airberlin sowie alle 41 Tuifly-Maschinen inklusive der 14 derzeit von Tuifly für Airberlin betriebenen eingebracht werden. Der gemeinsame Carrier soll von Deutschland, der Schweiz und Österreich aus fliegen, den Vertrieb will Tui steuern.

Bis zu welchem Zeitpunkt die Gesprächspartner eine Einigung erzielen wollen, lassen sie offen. Offiziell heißt es nur, man beabsichtige "die Verabschiedung eines Grundsatzabkommens zu gegebener Zeit". Zudem unterliege "jegliche Vereinbarung den notwendigen unternehmensinternen und behördlichen Genehmigungen". In den vergangenen Tagen hatte eine ungewöhnlich hohe Zahl von Krankmeldungen bei Tuifly zu Personalknappheit und in der Folge zu Flugausfällen und Verspätungen geführt, von denen auch die 14 Jets, die für Airberlin betrieben werden, betroffen waren. Bei den Belegschaften der Tui-Airline und Airberlins sorgen die Spekulationen um die künftigen Pläne für große Aufregung, weil die Mitarbeiter einen forcierten Personalabbau befürchten.

04. Oktober 2016 – 12:45
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"Es wird nicht alles gut." Darin waren sich RTK-Chef Thomas Bösl, Reisebüroinhaber und DRV-Vizepräsident Ralf Hieke und DRV-Präsident Norbert Fiebig auf der Jahrestagung der Reisebürokooperation am vergangenen Wochenende einig. Die Novelle der Pauschalreiserichtlinie werde weder von der Bundesregierung zurück nach Brüssel verwiesen noch dürfe man erwarten, dass man sich mit der Umsetzung mehr Zeit lassen könne als bisher angenommen. Vom 1. Juli 2018 an muss die neue Richtlinie von der Branche umgesetzt werden.

Allerdings besteht bislang keine abschließende Klarheit über einige Details in der Formulierung der neuen gesetzlichen Regelungen. Ein Beispiel: Im aktuellen Referentenentwurf trennt der Gesetzgeber nicht zwischen dem Beratungs- und dem Verkaufsprozess. Das bedeutet für Reisebüros, dass sie einen Kunden, der etwa einen Flug nach New York und dort ein Hotel buchen will, unverzüglich darauf hinweisen müssen, dass er damit "verbundenen Leistungen" bucht, wenn sie nicht in die Veranstalterhaftung geraten wollen. Unter "verbundenen Leistungen" versteht die Richtlinie den Verkauf mindestens zweier Elemente für eine Reise, sofern es sich nicht um eine Pauschalreise handelt. Die Reisebüros sollen den Kunden dazu ein Formblatt vorlegen, auf dem sie unterschreiben, dass sie wissen, dass es sich um diese "verbundenen Leistungen" handelt und dass ihr Reisebüro dafür keine Haftung als Veranstalter übernimmt.

Formulare für den Haftungsausschluss

"Ein Unding," findet DRV-Vize Hieke. Denn ein Expedient sei damit verpflichtet, seinem Kunden bereits das erste Formular vorzulegen, bevor er überhaupt weiß, was dieser genau will. Doch ob es so weit kommt, ist fraglich. DRV-Chef Fiebig ist jedenfalls optimistisch, dass der Gesetzgeber sich breitschlagen lassen wird, eine Unterscheidung zwischen dem Beratungs- und dem Verkaufsprozess vorzunehmen. Dann könnte die Beratung ohne Rücksicht auf die Frage erfolgen, ob das Reisebüro in die Veranstalterhaftung geht oder nicht. Die Frage der Haftung könnte mit dem Kunden dann unmittelbar vor der Buchungseingabe, also dem eigentlichen Verkaufsprozess, geklärt werden. Völlig ungewiss ist indessen, ob die Kunden tatsächlich gewillt sind, ihrem Reisebüro einen Freibrief für den Haftungsausschluss auszustellen. Tun sie das nicht, muss der Mittler auf den Deal verzichten oder eben doch die Veranstalterhaftung übernehmen. Dafür bereiten die Versicherer bereits neue Policen vor. Details dazu stehen allerdings noch nicht fest. Neue Versicherungspolicen werden die Reisebüros auch brauchen, weil sie künftig Kundengelder, die über ihr Konto laufen, gegen die eigene Insolvenz absichern müssen. Dass diese Absicherungspflicht tatsächlich kommt, halten sowohl Juristen als auch Verbandsvertreter für sicher.

Wenig Hoffnung macht Fiebig dem Vertrieb auch im Hinblick auf die bevorstehende Verschärfung seiner Informationspflichten. Künftig müssen die Reisebüros ihre Kunden vor der Buchung über die Einreisebestimmungen des gewählten Zielgebietes informieren. Kompliziert kann das vor allem werden, wenn es sich bei den Kunden nicht um deutsche Staatsbürger handelt. Bisher lag die Informationspflicht in dieser Angelegenheit allein beim Reiseveranstalter. Zudem wird die Haftung der Reisebüros in der neuen Richtlinie ausgedehnt. So werden sie etwa für Buchungsfehler selbst gerade stehen müssen.

02. Oktober 2016 – 21:09
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Thomas Bösl griff bei der Tagung seiner Reisebürokooperation RTK am vergangenen Wochenende einen altbekannten Konflikt auf, der bei den Reisebüros gleichwohl den Charakter eines Reizthemas nicht verloren hat. Der RTK-Chef mahnte von den Veranstaltern kundengerechtere Lösungen beim Versand der Reiseunterlagen an. Diese versuchten nach wie vor, und in immer stärkerem Maße, den Versand ausschließlich auf elektronischem Weg anzubieten. Ihre Argumentation: Angesichts der nahezu flächendeckenden Internet-Nutzung quer durch alle Altersgruppen wünsche die überwältigende Mehrheit der Kunden keine gedruckten Dokumente mehr. Das sei eine Behauptung, die der Realität im Reisebüro-Alltag nicht entspreche, formulierte Bösl in seiner Eröffnungsrede unter starkem Applaus der RTK-Mitglieder.

"Nicht alle, aber doch ein erheblicher Teil der Reisebürokunden wünscht sich zur Bestätigung seiner Buchung für die schönsten Tage des Jahres weiterhin Unterlagen auf Papier", sagte Bösl. Es sei sowohl im Interesse der Veranstalter als auch der Reisebüros, diesem Wunsch zu entsprechen. Der so entstehenden Kundenkontakt vor Beginn der Reise sei für Veranstalter und Vertrieb gleichermaßen attraktiv, beispielsweise, um den Kunden Zusatzleistungen anzubieten. "Kosten und Arbeit dafür dürfen aber nicht einseitig zu Lasten des Vertriebs gehen", fordert der Kooperations-Chef. Gleichzeitig deutete er im Hinblick auf die Kostenverteilung Gesprächsbereitschaft an – vorausgesetzt, die verschickten Dokumente seien entsprechend hochwertig.

Kaum Streitthemen zwischen Reisebüros und Veranstalter

Davon abgesehen scheinen die Konflikte zwischen Produzenten und Vertrieb aber angesichts vielfältiger externer Einflüsse auf die Branche und der damit einhergehenden Bedrohungen in den Hintergrund getreten zu sein. Terror und Verunsicherung fördern offensichtlich den Schulterschluss. So erwähnte Bösl die gewachsene Arbeitsbelastung durch längere Beratungszeiten und die Verlagerung großer Kapazitäten vom östlichen ins westliche Mittelmeer zwar, leitete daraus aber keine Forderungen ab. Ausdrücklich lobte er, dass die großen Veranstalter in den vergangenen zwei Jahren mit auskömmlicheren Provisionen und längeren Laufzeiten der Provisionsregelungen auf den stationären Vertrieb zugegangen seien. Die Erkenntnis, dass persönliche Beratung gerade in unsicheren Zeiten wichtiger sei den je, habe Früchte getragen.

Aber nicht nur die Produzenten, sondern auch die Reisebüros seiner Organisation seien dabei, ihre "Hausaufgaben" zu erledigen, zum Beispiel bei der Aufbereitung valider Kundendaten. So sei seit dem Start der Software „Vermarktungspartner“, die die Kundendaten mit deren Buchungsverhalten verknüpft, im vergangenen Jahr, die Zahl verwertbarer Daten von 1,2 auf 2,3 Millionen gestiegen. Damit hätten die RTK-Büros mittlerweile 21 Aktionen mit 16 Veranstalterpartnern durchgeführt. Die vorhandene Datenmenge sei "noch lange nicht befriedigend", so Bösl, aber "immerhin ein erster Schritt". Mit der Resonanz auf die Mailings zeigt er sich unter Berufung auf die Aussagen der Mitglieder "zufrieden", ohne konkreter zu werden.

29. September 2016 – 16:37
hurricaneirenefromcubafotowikipedia

Der Tropensturm "Matthew" sorgte am Donnerstag auf den Antilleninseln Aruba, Bonaire und Curacao für Regen und starke Winde. Auf St. Lucia musste der Flughafen geschlossen werden. "Matthew" wird sich nach Prognosen des National Hurricane Centers der USA in Miami über das Wochenende zum Hurrikan auswachsen. Die Experten rechnen damit, dass der Sturm, dessen aktuelle Position ungewöhnlich weit im Süden leigt, in nördlicher Richtung weiterzieht und sich dabei verstärkt. Davon könnten je nach Verlauf Kuba, die Dominikanische Republik und Haiti und die Bahamas betroffen sein.

Website des National Hurricane Centers: www.nhc.noaa.gov/

 

29. September 2016 – 13:34
juniacalexandreiatafotoiata

Nach Angaben des Airline-Verbandes Iata berichteten Fluggesellschaften im vergangenen Jahr 10.854 Fälle ungebührlichen Verhaltens von Passagieren – rund 17 Prozent mehr als im Jahr 2014. Statistisch tritt damit bei jedem 1.205ten Flug ein solcher Fall auf. Die große Mehrzahl basiert auf verbalen Ausfällen und Weigerungen, den Anweisungen der Crew zu folgen. Körperliche Aggression spielt bei elf Prozent eine Rolle, fast ein Viertel steht im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum.

Iata-Chef Alexandre de Juniac leitet aus der gestiegenen Zahl der Vorfälle die Notwendigkeit ab, effektivere Vorsorgemaßnahmen zu treffen. In einigen Ländern konzentrieren sich die Bemühungen laut Iata auf die Verhinderung exzessiven Alkoholkonsums. Da ein großer Teil der betrunkenen Passagiere bereits vor dem Flug größere Mengen Alkohols zu sich genommen habe, dürfe sich die Prävention nicht auf den Alkoholausschank an Bord beschränken, sondern sie müsse sich auch auf die Flughafengastronomie und Duty-free-Shops erstrecken. Eine entsprechende Initiative der britischen Ferienfluggesellschaft Monarch Airlines am Flughafen London-Gatwick habe gezeigt, dass sich durch aktive Vorsorgemaßnahmen die Zahl der Zwischenfälle um die Hälfte reduzieren lasse.