08. Mai 2017 – 14:48

Bei der Hauptversammlung seiner Aktionäre am vergangenen Freitag konnte sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr über breite Zustimmung zu seinem Kurs freuen. Heftiger Gegenwind kommt jetzt allerdings von der österreichischen Verkehrsgewerkschaft Vida. Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt, kritisiert, die Hauptversammlung habe "wieder keine Antworten darauf bekommen, was das Unternehmen mit seiner Billiglinie Eurowings vorhat". Es sei "unerträglich, dass auch nach drei Jahren nicht klar ist, wo es mit dem Billigcarrier hingehen soll". Eurowings-Chef Thorsten Dirks fordert Schwarcz auf, "seine Pläne auf den Tisch zu legen und mit uns so schnell wie möglich Gespräche zu beginnen". Die Mitarbeiter von Eurowings Europe, dem österreichischen Ableger der Low-Cost-Linie mit Sitz in Wien, seien immer noch ohne gültigen Tarifvertrag und befänden sich im "sozialen Leerraum", so Schwarcz.

Die Geduld der Gewerkschaft sei langsam zu Ende, erklärt der Vida-Mann und droht mit Streik: "Sollte die Lufthansa-Konzernspitze weiter verzögern und darauf setzen, wie in Deutschland auch in Österreich die Sozialpartnerschaft einfach zu umfliegen, dann werden wir derartige Pläne mit gewerkschaftlichen Maßnahmen durchkreuzen."

Bereits seit der Gründung des Wiener Eurowings-Ablegers prangert die Gewerkschaft die deutlich niedrigeren Löhne der Mitarbeiter im Vergleich zu ihren Kollegen in Deutschland an. Man werde so zur konzerninternen Billigkonkurrenz, die die Führung nutzen könne, um Druck auf die Mitarbeiter anderer Lufthansa-Gesellschaften auszuüben argumentieren die Arbeitnehmervertreter.

08. Mai 2017 – 14:00
machupicchuperu

Von Juli an werden die Eintrittszeiten für den Besuch der berühmten peruanischen Inkastätte Machu Picchu zweigeteilt, um den Besucherstrom besser zu regulieren. Das erste Zeitfenster erstreckt sich von sechs bis zwölf Uhr vormittags, das folgende von zwölf Uhr bis 17:30 Uhr. Am Ende der Zeitspanne müssen die Besucher die Stätte wieder verlassen haben. Tickets, die bereits für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2017 gekauft wurden, behalten ihre Gültigkeit, teilt das Fremdenverkehrsamt Prom Peru mit. Der Verkauf der neuen Eintrittskarten startet am 1. Juni.

Nach Aussagen peruanischer Medien sollen Touristen von Juli an zudem nur noch in Begleitung eines offiziellen Guides Zutritt erhalten. Die Größe der Gruppen, die ein einzelner Guide mitnehmen darf, soll nach Informationen des Fachblattes "Portal de Turismo“ auf 16 Personen begrenzt werden. Prom Peru bestätigt entsprechende Überlegungen. Allerdings seien die geplanten Maßnahmen noch nicht abschließend verabschiedet worden, erklärt das Tourismusbüro auf Nachfrage.

Die berühmteste touristische Attraktion Perus wird jährlich von fast einer Million Besuchern frequentiert. 2011 wurde die Höchstzahl der Zutrittsgenehmigungen auf 2.500 pro Tag begrenzt. Die Unesco, zu deren Weltkulturerbestätten Machu Picchu zählt, fordert eine Begrenzung auf 800 Personen am Tag.

05. Mai 2017 – 15:47
socialmedia-pm

Das Thema ist nicht neu, aber es polarisiert nach wie vor: Wie lassen sich Online-Aktivitäten und stationärer Vertrieb sinnvoll verbinden? Was taugen die Angebote von Veranstaltern, Ketten und Kooperationen dazu? Und vor allem: Wie gehen Sie selbst damit um? Machen Sie mit bei unserer kurzen Umfrage. Die Teilnahme dauert nur wenige Minuten. Zur Umfrage gelangen Sie hier.

05. Mai 2017 – 15:18

Das Geschäft mit Fluggastentschädigungen zieht immer größere Kreise. Das Vergleichsportal Verivox hat nun den Entschädigungsrechner des Fluggastportals EUflight auf seiner Seite installiert, um Passagiere bei verspäteten, überbuchten oder annullierten Flügen ihren Anspruch auf Entschädigung überprüfen zu lassen. Betroffene können die Summe für ihren Flug ausrechnen und sich ein unverbindliches Angebot zusenden lassen, erklärt die Pro-Sieben-Sat1-Tochter. Der fällige Betrag werde erfolgsunabhängig und innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt, verspricht Verivox-Chef Klaus Hufnagel. Dabei behält EUflight eine Provision von 42 Prozent der Entschädigungssumme ein – deutlich mehr als Portale, die die Entschädigungen erst später und ausschließlich erfolgsabhängig auszahlen.

05. Mai 2017 – 14:51
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Ostern hat geholfen: Der abgereiste Gesamtumsatz der im Tats-Reisebürospiegel erfassten Büros zeigt im Monat April 2017 zum Vergleichsmonat des vergangenen Jahres ein Plus von 4,1 Prozent. Dabei weist der abgerechnete touristische Umsatz ein Plus von fast 21 Prozent aus. Der Umsatz im Flugverkehr verzeichnet dagegen einen Rückgang von knapp sechs Prozent. Die sonstigen Umsätze liegen bei minus 6,8 Prozent, die Anzahl der Tickets bei minus 9,7Prozent. Der Umsatz mit Kreuzfahrten, der in der Touristik-Bilanz enthalten ist, ist im April 20,4 Prozent höher als im vergangenen Jahr.

Kumuliert betrachtet liegt der gesamte Reisebüroumsatz in den Monaten von Januar bis April um 4,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die Touristik schafft ein Plus von 6,2 Prozent, der Flugverkehr legt um vier Prozent zu. Die sonstigen Umsätze weisen einen Zuwachs von knapp einem Prozent auf. Der Teilbereich Kreuzfahrten ist um 12,7 Prozent gewachsen.

Der Auftragseingang der Touristik liegt im Monatsvergleich um 6,1 Prozent unter 2016. Auch daran dürften die Osterferien beteiligt sein. Der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum bis Oktober bewegt sich um 6,3 über dem vergangenen Jahr.

05. Mai 2017 – 14:24

Erneuter Zoff um den Rauswurf von Passagieren aus einer offenbar überbuchten Maschine in den USA: Eine Familie aus Kalifornien wurde Ende April vor dem Flug von Maui auf Hawaii nach los Angeles aus einem Flugzeug von Delta Air Lines verwiesen und dabei verbal angegangen. Die Familie wollte eines der beiden Kleinkinder auf den Platz setzen, der ursprünglich für den 18 Jahre alten Sohn gebucht worden war. Für diesen hatte die Familie aber zusätzlich einen früheren Flug gebucht, mit dem er nach Hause geflogen war. Die Eltern wollten den frei gewordenen Platz nun als Sitzplatz für eines ihrer beiden Kleinkinder nutzen. Dies untersagte ihnen die Crew, da dafür das gültige Ticket fehlte.

Pech für die Airline: Von der Debatte zwischen dem Familienvater und der Crew wurde ein Video gedreht. Darauf ist an einer Stelle zu hören, dass ein Mitglied der Crew sagt, dies sei ein Vergehen, und drohte: "Sie und Ihre Frau werden im Gefängnis landen und Ihre Kinder in einer Pflegefamilie". Das Video fand in sozialen Netzwerken schnell große Verbreitung und machte den Fall öffentlich.

Rein formal hatte die Crew, die verlangte, dass das Kind auf dem Schoß eines der Elternteile zu sitzen habe, vermutlich Recht. Denn genau genommen war auf den Namen des Kleinkindes kein Platz reserviert. Allerdings steht auf der Website von Delta Air Lines, man empfehle für Kinder unter zwei Jahren den Kauf eines Tickets mit eigenem Platz. Und tatsächlich hatte die Familie ja zumindest die erforderliche Zahl von Tickets gebucht. Dennoch musste sie von Bord. Der Vater erklärte später gegenüber dem Sender CBS: "Wir hätten nie gedacht, dass sie uns alle aus dem Flugzeug rauswerfen." Beim Verlassen der Maschine habe er vier oder fünf Fluggäste gesehen, die auf die freiwerdende Sitze warteten, und folgerte: "Sie haben den Flug überbucht."

Am Donnerstag entschuldigte sich die Fluggesellschaft öffentlich für den Vorfall und erklärte, sie habe der Familie die Erstattung des Flugpreises und eine Entschädigung angeboten. Zur Höhe der Zahlung machte sie keine Angaben.

Ein Video zu dem Vorfall sehen Sie hier.

Zur Erklärung von Delta Air Lines gelangen sie hier

Christian Schmicke

04. Mai 2017 – 17:00
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Der chinesische Mischkonzern HNA, über dessen Aktivitäten Gloobi.de am Mittwoch berichtete (zum Bericht gelangen Sie hier), wird nun auch mit Airberlin in Verbindung gebracht. Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" sucht Airberlin-Chef Thomas Winkelmann einen "neuen Partner aus Übersee". Er habe bereits erste Kontakte zur HNA Group sowie zur US-Fluglinie Delta Air Lines geknüpft, heißt es unter Berufung auf einen Insider. Mit Hainan Air, die der HNA Group gehört, kooperiert Airberlin bereits seit Jahren durch Zubringerflüge zu deren Verbindungen zwischen Berlin und Peking. Die Zusammenarbeit mit einer großen Airline soll Airberlin eine Ergebnisverbeserung von 300 Millionen Euro bringen. Rund die Hälfte davon will Winkelmann durch günstigere Leasingverträge erreichen, die er mit einem Partner, der mehrere hundert Flugzeuge betreibt, für realisierbar hält. Zudem sollen rund 120 Millionen Euro pro Jahr durch neue Konditionen bei den Reservierungssystemen eingespart werden.

04. Mai 2017 – 16:11
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Aber wichtiger als das Reisen sind ihnen Familie, Freunde, Liebe, Spaß, Erfolg und Geld. Das ist ein Resultat einer Studie der Tui-Stiftung zur Einstellung junger Europäer gegenüber Europa, die auch interessante Ergebnisse über das Reiseverhalten der Nachwuchsgeneration zu Tage fördert. Laut der Untersuchung, für die insgesamt 6.000 Franzosen, Deutsche, Briten, Griechen, Italiener, Polen, Spanier und Briten zwischen16 und 26 Jahren befragt wurden, ist das Reisen für die junge Generation zwar bedeutsam, rangiert aber deutlich hinter elementareren Bedürfnissen. Kultur und Reisen haben demnach für 48 Prozent große Bedeutung, Familie und Freunde sind dagegen für 80 beziehungsweise 70 Prozent wichtig. Interessant ist, dass Reisen bei jungen Spaniern, Italienern und Griechen einen deutlich größeren Stellenwert haben als bei Gleichaltrigen aus Deutschland, Frankreich und Polen. Am unwichtigsten ist das Thema den Briten. Allerdings spielen für Vertreter sämtlicher befragten Nationen Reisen eine größere Rolle als Tradition, politisches Engagement und Religion. Letztere ist im Schnitt für 19 Prozent von Bedeutung, bei Griechen und Polen genießt sie allerdings höhere Priorität.

Deutsche reisen nach Frankreich und Spanien, Briten in die USA. Sehr unterschiedlich sind die Reiseerfahrungen der einzelnen Nationen. Während etwa 93 Prozent der Deutschen schon andere europäische Länder besucht haben, waren nur 70 Prozent der Griechen bereits im europäischen Ausland unterwegs. Überdurchschnittlich hoch ist auch der Anteil junger Spanier (19%) und Polen (16%), die noch nie das eigene Land verlassen haben. Jeder zweite Deutsche der Altersgruppe war schon einmal in Frankreich, 47 Prozent bereits in Spanien und 43 Prozent in Großbritannien. Dagegen haben sich nur 37 Prozent der Franzosen schon einmal nach Deutschland aufgemacht, in Spanien waren aber 60 Prozent. Von den Spaniern waren 52 Prozent schon in Frankreich, Deutschland hat nur jeder fünfte bereits besucht. Und unter den jungen Briten sind mit 37 Prozent ebenso viele in den USA gewesen wie in Deutschland.

Im europäischen Ausland zu leben, kann sich jeder vierte junge Deutsche und Brite nicht vorstellen. In Spanien und Italien vertreten diese Einstellung nur jeweils 15 Prozent. Wenn sie sich für einen längeren Auslandsaufenthalt entscheiden würden, zöge es die meisten jungen Europäer am ehesten in den angelsächsischen Kulturraum. Deutschland erscheint vor allem jungen Spaniern und Polen attraktiv.

Übrigens verbinden die meisten der befragten jungen Menschen Europa mit Werten wie Frieden, Menschenrechten, Solidarität, Demokratie und Völkerverständigung. Allerdings sehen drei Viertel von ihnen den Staatenverbund in der Praxis in erster Linie als wirtschaftliches Bündnis. Eine gemeinsame kulturelle Basis erkennen nur 30 Prozent.

Die komplette Studie der Tui-Stiftung finden Interessierte hier.

Christian Schmicke

04. Mai 2017 – 14:06
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Die kostspielige Posse um mutmaßlich falsche Schadenersatzforderungen britischer Urlauber gegen spanische Hotels wegen angeblicher Magen-Darmerkrankungen durch schlechte Lebensmittel findet eine würdige Fortsetzung. Der britische Reiseveranstalter Jet2holidays hat angekündigt, in die wichtigsten Hotels, die er unter Vertrag hat, Privatdetektive zu schicken. Sie sollen nach Vertretern von Firmen Ausschau halten, die Urlauber dazu animieren, entsprechende Schadenersatzansprüche geltend zu machen, um dafür abzukassieren.

Wie bereits berichtet, hatten Hoteliers auf Mallorca in den Verhandlungen für die Sommersaison 2018 britischen Veranstaltern damit gedroht, sie wegen des massiven Anstiegs solcher Fälle künftig außen vor zu lassen. Zugleich forderten sie sie auf, aktiv zu werden, um den betrügerischen Entschädigungseintreibern, die allein bei mallorquinischen Hotels im vergangenen Jahr einen Schaden von 50 Millionen Euro angerichtet haben sollen, das Handwerk zu legen. Das will der Anbieter nun mit Hilfe der Detektive erreichen. Sie werden in den Ferienanlagen untergebracht, um Betrugsfällen vor Ort vorzubeugen.

03. Mai 2017 – 18:46
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Die Reederei zentralisiert ihre Europa-Aktivitäten in Barcelona und schließt die Büros in Frankfurt, Genua und Paris. Der Geschäftsführer für den deutschsprachigen Raum, Dr. Jörg Rudolph, verlässt das Unternehmen. Deutschland wird künftig vom "Eurozone"-Büro in Barcelona betreut, die Leitung übernimmt die bisherige Spanien-Geschäftsführerin Belén Wangüemert. Die Europa-Zentrale in Spanien solle im Sommer "voll einsatzfähig“ sein, teilt die Reederei in einem Schreiben an Geschäftspartner mit. Bis zur endgültigen Schließung der Frankfurter Niederlassung werde Jacob Kock Plinius als "Interim Commercial Director“ Ansprechpartner für die Branche sein. Insgesamt solle das Sales-Team für Europa vergrößert werden, heißt es: "Wir investieren länderübergreifend in ein größeres, selbstständigeres und hoch qualifiziertes Verkaufsteam in Deutschland, Österreich und der Schweiz."