22. August 2016 – 15:47
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Beim Last-Minute-Marktführer L'tur kündigt sich das Ende einer Ära an. "Ich bin Aufsichtsratsvorsitzender und ich überlege mir, ob ich das noch weitermache", sagt Gründer Karlheinz Kögel im Exklusiv-Interview mit dem "Reise vor9 Magazin", das in der September-Ausgabe erschienen ist. Den Gedanken ans Aufhören habe er schon länger. Kögel wird im Dezember 70. Aber: "Es geht auch darum, wie sehr man sich da noch einbringen kann. Es ist viel fremdbestimmt."

Kögel hatte L'tur 1987 gegründet und damit eine neue Urlaubsform erfunden. 1997 stieg die TUI zunächst mit 25 Prozent ein, mittlerweile hält sie 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent gehören noch Kögel. Doch auch hier denkt er an den Ausstieg: "Wie ich schon sagte, man überlegt sich im Alter, ob man das weitermacht."

Sie kennen das "Reise vor9 Magazin" noch nicht? Hier gibt's Ihr persönliches Exemplar: www.reisevor9magazin.de

22. August 2016 – 14:53
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Ursprünglich hatte Norwegian Cruise Line im nächsten Jahr 19 Abfahrten mit der "Jade" von der Hansestadt vorgesehen. Jetzt sind nur noch sechs Kreuzfahrten ab Hamburg geplant. Grund für das Umrouten ist offenbar, dass die Hamburg-Törns bei Amerikanern nicht so gut ankommen, die immerhin die Hälfte der Kreuzfahrer stellen.

Man habe die Routen der Nachfrage angepasst und konzentriere sich nun auf jeweils nur einen Zustiegshafen. Ursprünglich waren Hamburg und Southampton geplant. Jetzt heißt es entweder oder. So lichtet die Norwegian Jade nun im nächsten Sommer öfter in Southampton die Anker. Acht Törns werden auf der britischen Insel Richtung Norden starten.

21. August 2016 – 11:48
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Der insolvente Portalbetreiber Unister wird wohl zerschlagen und in Einzelteilen verkauft. Zurzeit kristallisiere sich "ein so genannter Asset-Deal über das Kerngeschäft mit seinen bekanntesten Marken und Plattformen als wahrscheinlichste Lösung heraus", sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Bei einem Asset-Deal erwerben die Investoren die werthaltigen Assets frei von Altlasten.

"Das ist für die Erwerber attraktiv und ein entscheidender Unterschied zu den vorangegangenen Investorenprozessen bei Unister", sagt Flöther. Unister habe sich in der Vergangenheit selbst um Investoren bemüht, allerdings im Rahmen eines "Share-Deals", also einer Übernahme von Anteilen einschließlich Altlasten. "Dementsprechend waren die potenziellen Investoren sehr zurückhaltend", so Flöther.

"Das Interesse von Seiten der Investoren ist nach wie vor sehr hoch", betont Flöther in einer Pressemitteilung. Aktuell gebe es rund 20 Interessenten, die einen Kauf ernsthaft prüfen und Gespräche führen wollten. Einige dieser sogenannten "Management-Meetings" haben bereits stattgefunden. Im Anschluss an diese Gespräche sind die Investoren aufgefordert, verbindliche Angebote abzugeben.

 "Auffällig ist, dass viele Interessenten gut informiert sind und sehr zielgerichtet vorgehen", sagt Flöther. Bei den Interessenten handele es sich überwiegend um strategische Investoren aber auch um einige wenige Finanzinvestoren. Namen nannte er nicht. Bekannt ist aber, dass unter anderem Holidaycheck und ProSiebenSat1 Interesse haben.

21. August 2016 – 11:03
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Das für ungeborene Kinder gefährliche Zika-Virus macht sich in immer mehr Touristenzielen breit. Nachdem sich mindestens fünf Menschen am beliebten Touristenstrand South Beach in Miami infiziert hatten, gab die US-Gesundheitsbehörde CDC eine offizielle Warnung heraus. Schwangere sollten den Strand nicht besuchen und auch nicht das Künstlerviertel Wynwood. Drei der fünf Zika-Ekrankten sind Urlauber.

Auch das Auswärtige Amt empfiehlt Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, "von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist". Die Behörde berichtet von rund 30 Zika-Fällen in Miami und Miami Beach.

Florida ist bislang der einzige US-Bundesstaat mit lokalen Infektionen. Stark betroffen ist die Karibik. Für Puerto Rico, das US-Territorium ist, meldet die CDC fast 8.000 Zika-Fälle. Das Virus hat sich über nahezu alle Länder in der Karibik und Lateinamerika ausgebreitet. Auch auf den Kapverden und in der Südsee werden Zika-Fälle gemeldet.

Das Zika-Virus kann zu Fehlbildungen bei ungeborenen Kindern führen. Mittlerweile ist auch nachgewiesen, dass sich Frauen beim Geschlechtsverkehr von infizierten Männern anstecken können. Die sollten deshalb nach Rückkehr aus einem betroffenen Gebiet mehrere Wochen Kondome benutzen, bis sicher ist, dass sie sich nicht infiziert haben.

18. August 2016 – 15:53
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Die Experten aus dem DER-Eigenvertrieb sollen passend zu ihren Zielgebietskenntnissen schon auf der Seite von DER.com mit der Hotelauswahl erscheinen. Das System zeigt jeweils drei Berater mit ihren Kontakt an, die sich in der Destination gut auskennen.

Allerdings werden nur ein Foto, E-Mail und Telefon als Kontakt angegeben. Reiseinteressenten müssen zum Hörer oder in die Tasten greifen. Ein Livechat ist nicht möglich. Die potenziellen Kunden wissen auch nicht, ob der Expedient zu diesem Zeitpunkt auch tatsächlich verfügbar ist.

DER Touristik will die sogenannte Expertenleiste jetzt drei Monate testen. Dafür wurden aus den 2.000 Reisebüromitarbeitern der Filialen jeweils drei für Mallorca, Teneriffa und Gran Canaria ausgeguckt und auf den Internet-Seiten platziert.

Die Expertenleiste hat Traveltainment für DER Touristik entwickelt. Nach dem Test soll die Booking Engine aus der Datenbank auch DER-Experten für andere Zielgebiete und Reisearten herausfiltern.

18. August 2016 – 13:58

Lucas Flöther, Insolvenzverwalter des Portalbetreibers, weist die Behauptungen der "Zeit" zurück, Unister stehe unter Einfluss rechtsextremer Kreise. Das Blatt hatte aus der Verbindung des Ex-Managers und Gesellschafters Daniel Kirchhof zu Rechtsextremisten gefolgert, Unister sei von Rechten unterwandert. "Meine Nachforschungen zu dieser Frage haben ergeben, dass nach vorliegenden Informationen bei Unister keine vorbestraften Menschen mit rechtsextremer Biografie als Berater und Teilhaber aktiv sind. Keiner der Gesellschafter von Unister war oder ist nach verbindlicher Auskunft des Unternehmens bisher vorbestraft oder durch rechtsextremes Gedankengut auffällig geworden", so Flöther in einem Statement.

Unister hat sich schon früh von rechtsradikalem Gedankengut distanziert. Das Unternehmen hatte im Frühjahr mit der bewusst im lokalen Umfeld von „Legida“ gestarteten Marketingaktion „Travel statt Trouble“ ein Zeichen für Toleranz und Völkerverständigung gesetzt. Unister beschäftigt Mitarbeiter aus mehr als 30 Nationen.

17. August 2016 – 14:20
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In Kalifornien breiten sich gewaltige Waldbrände zunehmend auf beliebten Touristenrouten aus. Zwischen Los Angeles und San Francisco sowie in Richtung Las Vegas gibt es derzeit gleich mehrere riesige Brandherde.

Nördlich von San Bernadino brennen 70 Quadratkilometer. Mehr als 80.000 Menschen werden evakuiert. Viele Straßen sind gesperrt, darunter sogar streckenweise der Interstate 15. Das ist die Hauptverbindung zwischen Los Angeles und Las Vegas. Dieses sogenannte "Bluecut Fire" breitet sich durch heftige Winde schnell weiter aus.

Im Monterey County nördlich der Hightway-1-Attraktion Big Sur sind fast 300 Quadratkilometer von Waldbränden betroffen. Über eine Evakuierung wird aktuell noch beraten. Die Flammen haben bereits 70 Häuser vernichtet, ein Mensch kam ums Leben. Ursache war laut Feuerwehr ein unerlaubtes Lagerfeuer. Weiter südlich lodern die Flammen im San Luis Obispo County. Dort brennen rund 25 Quadratkilometer Busch und Wald.

Die Brände bei Fresno dagegen sind weitgehend gelöscht oder unter Kontrolle. Dort brannten 25 Quadratkilometer nieder.

Über die aktuelle Lage der Waldbrände in Kalifornien informiert die Seite Cal Fire.

16. August 2016 – 13:43
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Die Verbraucherzentrale Sachsen macht derzeit mit dem Unister-Fall einer Urlauberin Schlagzeilen, die für drei Personen bei Urlaubstours zwei Wochen Kreta gebucht hatte und nach ihrer Ankunft im Hotel noch einmal 2.900 Euro zahlen sollte. Das tat sie nicht, sondern machte kehrt und flog zurück. Nun fordert sie 4.700 Euro von der Versicherung des insolventen Veranstalters.

Der Sprecher des vorläufigen Unister-Insolvenzverwalters hält das für einen Einzelfall, der nun geprüft werde. Dies sei bisher nicht möglich gewesen, weil die Buchungsnummer gefehlt habe. Grundsätzlich würden alle Reisen durchgeführt, die vor der Insolvenz gebucht waren. Dies sei mit der Insolvenzversicherung, in diesem Fall der Generali, so vereinbart.

Wenn Kunden von sich aus stornieren, riskieren sie den Verlust ihrer Anzahlung oder sogar des gesamten Reisepreises. Denn dann entsteht ein sogenannter Erstattungsanspruch, allerdings nicht gegen die Generali, sondern gegen die insolvente Urlaubstours. Kunden werden dann zu normalen Gläubigern und müssen wie alle anderen ihre Forderungen bei der Eröffnung einer Insolvenz anmelden.

Indes treibt der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther den Verkauf des Portalbetreibers als Ganzes oder in Einzelteilen voran. Seit Montag können sich Interessenten in einem virtuellen Datenraum über Zahlen und Assets der Unternehmen informieren, um dann ein Angebot abzugeben. Das Interesse ist angeblich groß.

16. August 2016 – 11:55

Der Fachverlag T&M Media, der neben dem touristischen Fachblatt "Travel One" auch das Mice-Magazin "CIM" herausgibt, baut seine Führung um. Tobias Farnung, Chefredakteur von Travel One, ist nun auch für die wirtschaftliche Entwicklung des Blatts verantwortlich. Bei der CIM hat seit Juni Andreas Huber das Sagen, der neu an Bord ist. Farnung und Huber lösen Christopher Zippert als Verlagsleiter ab, der den Job erst im vergangenen Jahr übernommen hatte.

 

15. August 2016 – 17:46
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Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Pokémon-Hype Verletzte oder Tote fordert. In Osnabrück lief heute Morgen ein 22-Jähriger auf den Bahngleisen entlang, um ein spezielles Pokémon-Monster zu fangen. Der Streckenabschnitt wurde für den Zugverkehr komplett gesperrt und die Bundespolizei holte den Mann von den Gleisen. Fünf Züge mussten warten, bis die Gleise wieder frei waren.

Auch die deutschen Flughäfen sorgen sich um leichtsinnige Pokémon-Spieler. Sie könnten in Versuchung geraten, ohne Berechtigung oder Ticket in die Sicherheitsbereiche zu dringen. Flughafenverband ADV und Bundespolizei fürchten offenbar  auch, dass Passagiere und Pokémon-Süchtige auf dem Vorfeld nicht direkt ins Flugzeug steigen, sondern Monstern hinterherjagen. Das könne empfindliche Strafen zur Folge haben.

Bisher sind auf deutschen Airports aber noch keine konkreten Fälle bekannt geworden. Der Hinweis auf die Gefahren und empfindliche Strafen sei rein präventiv. Pokémon-Stopps hinter den Sicherheitskontrollen sollten durch den Betreiber gelöscht werden, fordern Bundespolizei und ADV. Doch beide geben zu, dass sie gar nicht wissen, ob und wo Monster auf Flughäfen versteckt sind.