15. Dezember 2016 – 13:17
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Im Billigflug-Sektor steht offenbar ein Deal bevor, der die Spielregeln in diesem Segment neu definiert. Ryanair und Norwegian schicken sich an, gemeinsame Sache zu machen. Wie der "Sunday Telegraph" berichtet, steht die irische Billig-Airline kurz vor dem Abschluss von Verhandlungen mit Norwegian Air Shuttle. Dabei soll Ryanair als Passagierlieferant für die Langstreckenverbindungen der EU-Tochter der Skandinavier fungieren. Die Vorteile, die das beiden Partnern bringt, liegen auf der Hand. Ryanair kann die Auslastung auf Verbindungen zu den Langstrecken-Abflughäfen von Norwegian verbessern und, eine starke Nachfrage vorausgesetzt, die Preise anheben. Und Norwegian erhält dringend benötigte Passagiere für die Flüge über den Atlantik zu US-Zielen wie Las Vegas, Fort Lauderdale, Oakland, Los Angeles oder New York-Newark. Das ist umso wichtiger, als Norwegian nicht nur von Metropolen-Airports wie London-Gatwick, Paris-Orly und im nächsten Jahr auch Barcelona und Amsterdam startet, sondern auch von kleineren Flughäfen wie Cork, Dublin, Oslo oder Stockholm. Deren Einzugsgebiet würde alleine nicht ausreichen, um die Langstreckenmaschinen zu füllen.

Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit für beide Partner zum Balanceakt. Schließlich ist Ryanair gezwungen, die bislang auf reine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eingestellte Logistik zu verändern. So muss sich das Unternehmen darauf einstellen, Koffer umzuladen und auf verspätete Flüge des Partners zu warten. Außerdem sollten Faktoren wie die Gepäckbestimmungen beider Partner aneinander angepasst sein. Darüber hinaus sollten sie ihre Preise sorgfältig kalkulieren. Denn um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss eine Umsteigeverbindung, an der beide verdienen wollen, deutlich günstiger sein als entsprechende Direktverbindungen der Netzcarrier.

14. Dezember 2016 – 17:14
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Der auf Wellness-, Spa-, Beauty- und Kurreisen spezialisierte Veranstalter mit Sitz im westfälischen Hamm will enger mit Reisebüros zusammenarbeiten. Das Unternehmen, das bislang hauptsächlich Reisen nach Polen vertreibt, plant zudem, seine Zielgebietspalette auf Tschechien, Ungarn und die Baltischen Staaten auszuweiten. Reisebüros können die Touren von Koziol Reisen nach einer Registrierung unter http://www.koziol-reisen.de/agenturanmeldung/ verkaufen. Der Veranstalter zahlt von der ersten Buchung an zehn Prozent Provision, umsatzbezogen kann sich die Vergütung auf bis zu 15 Prozent erhöhen.

14. Dezember 2016 – 14:39
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Der starke Dollar und Donald Trump könnten das Geschäft mit USA-Reisen aus Deutschland im nächsten Jahr schwächen, fürchtet die Vermarktungsorganisation Brand USA. 1,07 US-Dollar erhalten Reisende in den Vereinigten Staaten derzeit für ihren Euro. Das sind 32 US-Cent weniger als im Frühling 2014; dementsprechend beträgt der währungsbedingte Preisanstieg für USA-Urlauber in den vergangenen zweieinhalb Jahren rund 30 Prozent. Dass diese Entwicklung die Reiseströme aus Deutschland im nächsten Jahr beeinträchtigt, glaubt auch die Touristik-Marketing-Organisation der Vereinigten Staaten, Brand USA. "Wir werden 2017 kräftigen Gegenwind erhalten, und der wichtigste Faktor dabei ist die Währung", zitiert das US-Fachmagazin „Skift“ die Chef-Marktforscherin von Brand USA, Carroll Rheem. Aber auch einen Trump-Effekt sehen die US-Werber; allerdings ohne ihn explizit zu benennen. Zusammen mit Mexiko habe Deutschland auch am negativsten auf die „politischen Nachrichten aus den USA reagiert“, sagt Rheem, und meint damit wohl die Wahl des umstrittenen Milliardärs zum künftigen US-Präsidenten. Asiaten und Europäer insgesamt hätten im Hinblick auf ihre Reiseabsichten dagegen kaum darauf reagiert. In Deutschland sei es die negative Berichterstattung in den Medien, die das USA-Bild der Reisenden beeinflusst habe.

Ihre Marketing-Strategie will die Organisation ungeachtet des politischen Störfeuers fortsetzen. Allerdings werde man darauf achten, dass größere Aktionen zeitlich nicht mit Ereignissen wie der Amtseinführung des Präsidenten im Januar zusammenfallen, heißt es.

13. Dezember 2016 – 17:30
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Über diese Personalie war in der Branche schon länger spekuliert worden, nun ist es offiziell: Oliver Dörschuck, Touristikchef bei Tui Deutschland, verlässt das Unternehmen zum Jahreswechsel. Die Trennung zwischen dem 43-Jährigen Manager, der seit 14 Jahren bei Tui arbeitete und dort als Reiseleiter und Trainee begann, erfolge "im allerbesten gegenseitigen Einvernehmen", erklärt der Konzern. Dörschucks neues Ziel ist noch nicht bekannt, sein Nachfolger bei Tui steht allerdings schon fest: Marek Andryszak, erst im Juni als neuer Chef bei der Last-Minute-Beteiligung L’Tur angetreten, übernimmt den Posten. Tui-Deutschland-Chef Sebastian Ebel lobt Andryszak, der vor seinem L’Tur-Engagement Tui-Geschäftsführer in Polen war, über den grünen Klee. Der 43-Jährige sei "nicht nur ein touristischer Vollprofi", er habe auch "in Polen seine kommerziellen und strategischen Qualitäten bewiesen" und bei L‘Tur "in kürzester Zeit die erforderliche Neuausrichtung erfolgreich eingeleitet". Andryszak stehe für Kontinuität, werde aber auch "neue Akzente setzen", kündigt Ebel an. Den Chefposten bei L'Tur behält er weiterhin.

13. Dezember 2016 – 16:51

Während der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros noch versucht, für seine Bundestagspetition zum Stopp des aktuellen Regierungsentwurfs zur Pauschalreise-Richtlinie die notwendige Zahl von 50.000 Unterschriften einzusammeln, hat der DRV bereits ein Branchenprojekt aufgesetzt, um die Umsetzung der Richtlinie zwischen stationären Reisebüros, Onlineanbietern, Reiseveranstaltern, Leistungsträgern und IT-Dienstleistern abzustimmen.

Ziel der Initiative sei es, dafür zu sorgen, dass alle notwendigen Prozesse, die sich aus der Richtlinie ergeben, "weitgehend automatisiert im System abgebildet werden", so der Verband. Dafür werden zunächst alle Prozesse bei Buchungen von Pauschalreisen und den sogenannten verbundenen Reiseleistungen analysiert und mit den Gesetzesvorgaben abgeglichen. Daraus sollen Empfehlungen abgeleitet werden, was in den Reservierungssystemen, Mid- und Backofficesysteme im Reisebüro sowie in den Vertriebssystemen verändert werden muss. In die Betrachtung werden auch steuerliche Aspekte einfließen, die sich ergeben, wenn Reisebüros in die Veranstalterrolle gehen.

13. Dezember 2016 – 12:00
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Der bisherige Amadeus-Geschäftsführer Bernd Schulz wechselt nach fünfjähriger Tätigkeit für das GDS zu dem Geschäftsreise-Tochterunternehmen Ifao in Frankfurt, an dessen Akquisition er zuvor beteiligt war. Wiederhold, derzeit noch bei Lufthansa für Produktmanagement & Innovation zuständig, tritt ihren neuen Job Anfang April an. Bereits zum 1. Januar wird Uta Martens, Head of Sales Amadeus Germany, in die Geschäftsführung berufen. Wiederhold und Martens sind auch für Österreich und die Schweiz verantwortlich. Die Geschäftsführungen von Amadeus Austria und Schweiz bleiben bestehen.

13. Dezember 2016 – 11:34
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Die bisherige Leiterin für Sales & Marketing verabschiedet sich zum Jahresende, über ihre Pläne ist noch nichts bekannt. Der Berliner Veranstalter organisiert die Bereiche Vertrieb und Marketing dann neu. Die Leitung des stationären Vertriebs für Deutschland und Österreich übernimmt Achim Tölke, derzeit Regionalverkaufsleiter Ost. Tölke ist seit 2011 im Vertrieb von JT Touristik aktiv. Zu seinem neuen Bereich gehören der stationäre Reisebürovertrieb und das Außendienst-Team. Helen Bardtenschlager, seit 2014 in diesem Bereich Teamleiterin, verantwortet künftig sämtliche Marketingaktivitäten.

12. Dezember 2016 – 13:16
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Der Münchner Reiseshoppingsender intensiviert den Kundenfang. Bei Neukunden akzeptiert das Unternehmen in der Hauptbuchungszeit von Anfang Januar bis Ende Februar sämtliche touristischen Rabattgutscheine bis zu einem Wert von 100 Euro. Ausdrücklich eingeschlossen sind dabei auch Coupons anderer Anbieter sowie solche, die im vergangenen Jahr bereits abgelaufen sind. Es gelten die Bedingungen des Veranstalters, der den Coupon erstellt hat. Sonnenklar-Chef Andreas Lambeck sagt, die "große Nachfrage unserer Kunden nach Ermäßigungen" habe ihn bewogen, diese Aktion zu starten. Schade nur, dass sie für diejenigen, die bereits bei Sonnenklar gebucht haben, gar nicht gilt. Dafür werden sich sicher einige frühere Unister-Kunden einfinden, sofern sie ihre seit der Insolvenz ungültigen Rabattcopupons noch nicht weggeworfen haben.

12. Dezember 2016 – 12:24
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Insgesamt 420 Millionen Euro sollen bis 2018 in Hotelrenovierungen und Neubauten fließen. Laut Tourismusminister Alberto Bernabé sollen 44 Hotels auf der Insel mit einer Kapazität von 21.000 Betten für insgesamt 280 Millionen Euro aufgepeppt werden. Zudem ist der Bau von acht neuen Hotels mit 3.121 Betten geplant. Sämtliche Neubauten konzentrieren sich auf das Fünf-Sterne-Segment.

Der überwiegende Teil der Investitionen fließt in den Süden der Insel. Dort werden 26 Hotels renoviert und sechs der acht Neubauten sind entlang des südlichen Küstenstreifens geplant. Auf die Region Puerto de la Cruz im Norden entfallen 18 Renovierungen und zwei Neueröffnungen. Die Maßnahmen sollen das Niveau der Hotellerie deutlich anheben, sagt Bernabé. Der Anteil der Fünf-Sterne-Hotellerie am Gesamtangebot werde dadurch von derzeit zwölf auf 21 Prozent steigen. Der Chef des Hotelverbandes, Jorge Marichal, glaubt, die Kanareninsel könne auf diese Weise neue, zahlungskräftige Zielgruppen anziehen. Dabei hat er unter anderem das solvente, hippe junge Publikum im Auge, das seine Sommerferien derzeit bevorzugt auf der schicken Partyinsel Ibiza verbringt.

Außerdem werde die Anhebung der Hotelqualität neue Arbeitsplätze auf der Insel schaffen, kündigt Tourismusminister Bernabé an. Weil eine Fünf-Sterne-Anlage pro Gast doppelt so viele Stellen schaffe wie ein Vier-Sterne-Hotel, würden mit Hilfe der Investitionen 1.900 zusätzliche Arbeitsplätze generiert.

09. Dezember 2016 – 14:09
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Das Flugangebot in Europa wächst schneller als die Nachfrage. Eine Prognose des Airline-Verbandes Iata geht für das nächste Jahr von einem Kapazitätswachstum von 4,3 Prozent aus, während die Nachfrage nur um vier Prozent zulegen werde. In Erwartung höherer Kerosinkosten sagt der Verband außerdem voraus, dass die Gewinne der europäischen Carrier von sieben Milliarden Euro in diesem Jahr auf 5,2 Milliarden schrumpfen. Pro Passagier entspricht das einem Gewinn in Höhe von 5,20 Euro. Zum Vergleich: Nordamerikas Fluggesellschaften verdienen an jedem Fluggast mehr als 18 Euro. Im weltweiten Vergleich stehen Europas Airlines mit ihrer Marge allerdings gar nicht so schlecht da. Bei den Asiaten sind es etwas mehr als vier Euro pro Passagier, bei den Golfstaaten-Gesellschaften weniger als 1,50 Euro. Und in Lateinamerika fallen im Schnitt nur 70 Cent ab.

Einen weltweiten Höhenflug erleben unterdessen die staatlichen Einnahmen aus dem Luftverkehr. Die Iata schätzt ihre Höhe auf 215 Milliarden Euro allein für Ticketsteuern, während sich die übrigen Steuereinnahmen aus dem Airline-Geschäft auf 115 Milliarden Euro summieren.