03. August 2017 – 14:14
reichethomasrreisebuerohamburg

Wenn der äußere Eindruck nicht täuscht, ist Thomas Reiche gut im Geschäft. Zusammen mit seiner Frau Bettina betreibt er ein Reisebüro in Plön und ein weiteres in Hamburg gegenüber den Landungsbrücken: Die Cruise Lounge. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Reisebüro, Cafe, Bar und Event-Location. Hier werden nicht nur Reisen gebucht, sondern auch Kaffee, Wein oder Cocktails genossen, Info-Abende durchgeführt und After-Work-Parties gefeiert.

Dass Reiche Kreuzfahrtspezialist ist, liegt angesichts seiner Cruise Lounge nahe. Aber er hat noch eine weitere Passion, die mit dem Verkauf von Reisen gut harmoniert: Golf. Auch damit kennt er sich aus – weiß, wo die besten Plätze der Welt zu finden sind, kennt die passenden Unterkünfte, die beste Reisezeit und ist auf dem Laufenden darüber, mit welchem Handicap Golfurlauber auf welchen Plätzen überhaupt antreten dürfen. In der norddeutschen Golfszene ist er bestens vernetzt, was für den Verkauf der Reisen auch nicht unerheblich ist. Und er hat in seinen Reisebüros ein Team, das ebenfalls in der Welt des Golfsports zu Hause ist.

Beratungscenter für andere Reisebüros. Künftig will Reiche sein Golf-Know-how nicht nur für den Verkauf in den eigenen beiden Reisebüros nutzen, sondern auch anderen Reiseprofis mit weniger ausgeprägten Golfkenntnissen dabei auf die Sprünge helfen. Am Standort seines zweiten Büros in Plön, einer Holidayland-Agentur, richtet er ein Servicecenter ein. Das wird mit vier Golf-erfahrenen Ansprechpartnern besetzt und berät Reisebüros, die aus den Katalogen seines neu gewonnenen Partners FTI Golfreisen buchen wollen. Der Münchener Veranstalter hat das Golfangebot in seinen Länderkatalogen, wie bereits berichtet, zur Wintersaison kräftig erweitert. Reiche beriet ihn dabei.

Win-win-Situation. Wenn alles gut läuft, profitieren alle Seiten davon. FTI, weil nun auch unbedarftere Vertriebspartner mit vertretbarem Aufwand und ohne Risiko Reisen aus dem Angebot an Golfpaketen buchen können. Die Reisebüros aus demselben Grund, und weil sie sich gegenüber der anspruchsvollen Golfer-Klientel auch ohne profunde Kenntnisse der Materie nicht mehr blamieren. Und Reiche und seine Mitarbeiter ohnehin, weil sie für ihren Service bezahlt werden.

Komplexe Sache. Beim Verkauf von Golfreisen kommt niemand ohne eine gute Portion Spezialistenwissen aus. Denn sie sind bisweilen eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Das beginnt schon bei den Preisen. Während normale Urlaubsreisen etwa in die Vereinigten Arabischen Emirate ziemlich erschwinglich sind, zeichnen sich die Greenfees vor Ort durch exorbitant hohe Preise aus. Das sollten Reisebüros wissen, bevor sie Kunden einen Golftrip in die Golfstaaten vorschlagen. Allerdings seien auch die Qualität der aufwändig zu bewässernden und zu pflegenden Plätze sowie der Service vor Ort Spitzenklasse, versichert der Reisebüroinhaber. Es gebe Kunden, für die dies genau das Richtige sei; man müsse sie nur darauf vorbereiten. Auf der anderen Seite könnten Golfurlauber etwa in Marokko oder auf Zypern, aber auch in Andalusien deutlich günstiger abschlagen.

Tippgeber und Kontrollinstanz. Airline-Konditionen beim Transport von Golfgepäck, die passende Unterkunft in der Nähe des Plätzes, Greenfees und Abschlagzeiten, Transfers, Verleih von Golfmaterial: Die Liste der Themen und der möglichen Fallstricke ist lang. Reiche will den FTI-Vertriebspartnern dabei nicht nur Hürden bei der Buchung ebnen, sondern er versteht sich auch als Tippgeber. Und am Ende, so versichert er, werde jede Buchung noch einmal überprüft. "Dass jemand in ein Hotel in Hurghada eingebucht wird und dazu ein Golfpaket in Sharm el-Sheikh erhält, passiert bei uns jedenfalls nicht“, sagt er lachend.

Christian Schmicke

02. August 2017 – 20:14
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Wen oder was wollen Nutzer sehen, wenn sie eine Reisebüro-Website aufrufen? Schöne Bilder von Urlaubsregionen, besondere Angebote, Preisknüller, eine Such- und Buchungsmaske oder das Reisebüroteam inklusive Hinweisen auf seine Spezialgebiete und Reisetipps? Diese Frage treibt Reiseüroorganisationen seit langem um.

Die DER-Touristik-Franchisekette Derpart hat ihrer Website nun eine Auffrischung verpasst, die laut Geschäftsführer Aquilin Schömig dafür sorgen soll, dass sie "Neu- und Bestandskunden noch persönlicher beraten" können. Die Startseiten seien "Online-Schaufenster der Büros, denn die meisten User steigen direkt über die Startseiten in die Website ein“, weiß Schömig. Mit Hilfe von Usability-Studien und Auswertungen des User-Klick-Verhaltens sowie der Conversion Rates habe man die Startseite in drei Aspekten verbessert. So sollen zum einen Neukunden, die meist über Suchmaschinen zu Derpart gelangten, schneller einen Überblick über die Möglichkeiten der Reisebüro-Website erhalten. Zum anderen solle der Nutzer mittels einer neuen "Bühnenfläche" mit Reise-Experten-Empfehlungen inklusive Mitarbeiter-Bild und einem prominent platzierten Angebotsmodul zum Verweilen angeregt und letztendlich zum Buchen animiert werden. Und darüber hinaus solle die Bindung der Bestandskunden nicht zu kurz kommen – weswegen das plakative Mitarbeiter-Modul die persönliche Betreuung durch die Reise-Experten noch deutlicher herausstelle.

Außerdem hat die Organisation die Bürokontaktdaten so verändert, dass sie – ähnlich der Live-Infos auf Google Maps – erkennbar machen, ob das Büro gerade geöffnet ist. Im nächsten Schritt solle die Überarbeitung der Reise-Experten-Profile auf dem Programm und auch die individuelle Reise-Anfrage soll weiter verbessert werden, kündigt der Derpart-Chef an.

02. August 2017 – 17:34
saudi-arabien

Wenn von Tourismus in Saudi-Arabien die Rede ist, geht es fast ausschließlich um Pilgerreisen frommer Muslime nach Mekka. Doch das soll sich schon in wenigen Jahren ändern. Die Regierung des Landes will an einem rund 200 Kilometer  langen Küstenabschnitt des Roten Meeres zwischen den Städten Umluj und Al Wajh ein riesiges Tourismusprojekt starten, das nach ihren Vorstellungen "Luxusurlauber aus aller Welt"  anziehen soll. Dafür ist unter anderem die touristische Erschließung von 50 Inseln vorgesehen. Insgesamt soll sich die neue Urlaubsregion über 34.000 Quadratkilometer erstrecken – das ist mehr als die Fläche Belgiens. 2019 soll es losgehen, ab 2022 ist geplant, dass Luxusresorts, Wohnanlagen und die gesamte Infrastruktur inklusive Straßen und Flughafen stehen.

Weg vom Erdöl. Das Tourismusprojekt soll dem arabischen Land helfen, von der einseitigen Abhängigkeit vom Öl loszukommen. Aber ist internationaler Tourismus in einem absolutistisch regierten Staat, in dem eine mittelalterliche Auslegung islamischen Rechts herrscht, Alkohol  streng verboten ist, Frauen in der Öffentlichkeit verhüllt sein müssen, nicht Auto fahren dürfen und  der Vormundschaft ihrer Männer ausgesetzt sind, in dem Amputation, Steinigung, Auspeitschung und Hinrichtungen üblich sind, überhaupt denkbar?

"Semi-autonomer Status. "Wenn sich das Land in Sachen Alkohol und Bekleidungsregeln nicht ändert, lautet die Antwort nein", sagt Crispin Hawes, der bei dem Londoner Politikberatungsinstitut Teneo für den arabischen Raum zuständig ist, der Nachrichtenagentur "Bloomberg". Eine Diktatur ist zwar per se für den Tourismus nicht hinderlich – das lehrt die Erfahrung. Allerdings wollen Urlauber Repression und Einschränkungen nicht am eigenen Leib spüren. Deshalb signalisiert ein Dokument, mit dem die saudische Regierung das Projekt ankündigt, die bisher weitgehend unbewohnte Region solle einen "halbautonomen" Status erhalten und auf der Basis "unabhängiger Gesetze und eines rechtlichen Rahmens"  geführt werden, der durch ein "vertrauliches Komitee" erarbeitet  werde. Zudem sollen Reisende zu der Region visafrei oder auf der Basis von Visa, die sie online ohne große Komplikationen anfordern können, Zugang erhalten.

"Freiere" Zonen. Orte, an denen andere Regeln gelten als  im übrigen Land, sind in Saudi-Arabien nicht völlig unbekannt. So sieht etwa der staatliche Ölförderungs- und Weiterverarbeitungskomplex Saudi Aramco aus wie eine amerikanische Vorstadt. Hier mischen sich die Geschlechter, Frauen dürfen Auto fahren und sich in der Öffentlichkeit kleiden, wie sie wollen. Viele hochqualifizierte Expats aus Europa oder Amerika leben in abgeschotteten, eigenen Welten weitgehend außerhalb des Scharia-Diktats.

"Testphase"  vor dem Baustart. Gegenüber "Bloomberg" äußert ein politischer Kommentator die Einschätzung, die Regierung wolle die Vorbereitungszeit bis 2019 nutzen, um die Reaktion der Bevölkerung auf die Pläne zu testen. Als Argumentationshilfe könnte ihr dabei die Tatsache helfen, dass die geplante touristische Zone, ähnlich wie in Ägypten, weit entfernt ist von den Städten, in denen sich das traditionelle Leben Leben des Landes  abspielt. Zudem rechnet der staatliche Investitionsfond, dem Kronprinz Mohammed bin Salman vorsteht und der das Projekt anschieben soll, mit 35.000 Jobs, die durch den Tourismus zusätzlich entstehen. Ob das genügt, um die religiösen Hardliner im Land zu beruhigen, und ob sich in Saudi-Arabien tatsächlich ein touristisches Konzept umsetzen lässt, das auch für Besucher aus der westlichen Welt oder aus Asien attraktiv ist, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Christian Schmicke

02. August 2017 – 14:15
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Der Anbieter von Flusskreuzfahrten hat seine Absicht zur künftigen Vermarktung von Hochsee-Expeditionen, über die Gloobi.de berichtete, bekräftigt. Nicko-Cruises-Geschäftsführer Guido Laukamp erklärt dazu, sein Team arbeite derzeit zusammen mit der Schwestergesellschaft Mystic Cruises an einer Strategie zur Vermarktung der "World Explorer". Ab 2019 soll das Schiff in der Sommersaison Kreuzfahrten für den deutschen und europäischen Quellmarkt unternehmen. Mögliche Fahrtgebiete seien die nordischen Länder, die Arktis, die Ostsee, Westeuropa und das Mittelmeer, kündigt Laukamp an.

Mit nur 200 Betten könne man Gästen an Bord "einen exklusiven Komfort in familiärer Atmosphäre bieten, wie er sonst nur von Luxusanbietern bekannt ist“, wirbt Laukamp für das neue Produkt und verspricht zugleich ein "gewohnt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis". Die Besonderheit der "World Explorer" sei ihre geringe Größe; das Schiff könne in Häfen anlegen und Orte anfahren, die größeren Schiffen schon heute unzugänglich sind oder es durch zunehmende Restriktionen künftig werden. 

Christian Schmicke

02. August 2017 – 13:50
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Elf neue Kreuzfahrtschiffe gehen im nächsten Jahr an den Start. Die Mehrheit von ihnen wird für US-Reedereien unterwegs sein. Auch ein Segelschiff ist unter den Neuzugängen.

"Carnival Horizon" (Jungfernfahrt voraussichtlich am 2. April 2018)
Der  US-amerikanische  Marktführer  bestellt seine  Schiffe  in  der  Regel  bei  der italienischen  Fincantieri-Werft  und  lässt  sie  zuerst im  Mittelmeer  einfahren.  Erst dann geht es in heimische Gefilde, im Mai zunächst  nach New York und dann weiter nach  Miami. Die "Horizon" wird ein echtes "Fun Ship" für 4.000 Passagiere und bietet viel Platz für Sport, Spiel und Unterhaltung.

"Symphony of the Seas" (21. April 2018)
Die "Symphony of the Seas" von Royal Caribbean ist  362 Meter lang, verfügt über 18 Decks und fasst 5.400 Kreuzfahrer. Nach der Fertigstellung bleibt sie zunächst die gesamte Sommersaison über in Europa und unternimmt einwöchige  Kreuzfahrten  ab/bis  Barcelona. Ende Oktober folgt die Atlantik-Überquerung nach Miami. Von dort aus geht es im  wöchentlichen Wechsel entweder in die östliche oder westliche Karibik.

"Norwegian Bliss" (21. April 2018)
Mit Platz für etwa 4.200 Gäste gehört auch die "Bliss" zu den größten Kreuzfahrtschiffen der Weltmeere. Rund 20 Restaurants und ebenso viele  Bars und Lounges sind an Bord vorgesehen. Ein mehrstöckiger Sportkomplex mit Wasserrutschen, ein Hochseilgarten und eine Planke, die etwa drei Meter über das Schiff hinausragt, sollen für   Unterhaltung sorgen. Nach  der Transatlantikkreuzfahrt mit Ziel New York reist die "Bliss"über Miami und Los Angeles nach  Seattle weiter. Von Juni  bis September wird sie in  Alaska  eingesetzt, im Oktober an der kalifornischen Küste und von Mitte November an starten die Routen ab Miami.

"Seabourn Ovation" (16. Mai 2017)
Klein und wendig, will die "Ovation" mit gutem Service, Essen und Trinken vom Feinsten punkten. 302 Suiten bieten Platz für 604 Gäste. Die Yacht ist vornehmlich zu kleineren  europäischen Häfen und Inseln unterwegs. Ihre Jungfernfahrt führt von Barcelona nach Lissabon. Danach geht es  weiter nach Nordeuropa, wo die "Ovation" ab Kopenhagen und Stockholm Fahrten in die Nordsee und Ostsee unternimmt. Im Oktober kehrt sie zurück ins Mittelmeer.

"Flying Clipper" (voraussichtlich Mai 2018)
Der größte Rahsegler der Welt wird 162 Meter lang und 18,50 Meter breit. Zudem besitzt er fünf Masten mit 35 Segeln und einer Segelfläche  von  rund  6.350  Quadratmetern.  Wohin  die "Flying Clipper"  ihre  rund  300 Passagiere mitnimmt, steht noch nicht fest.

Neue "Mein Schiff 1" (19. Mai 2018)
Am 19. Mai startet der Neubau mit 2.900 Gästen und dem bei Tui Cruises üblichen All-inclusive-Konzept zu seiner Jungfernfahrt in die Ostsee. Nach einem Sommer in Nordeuropa geht es Ende August zum Überwintern auf die Kanaren.

"MSC Seaview" (10. Juni 2018)
Die  Seaview mit Platz für 4.100 Passagiere ist zunächst im Mittelmeer unterwegs und wird im November 2018 nach Südamerika überführt.

"Roald Amundsen" (22. Oktober 2018)
Das  neue  Expeditionsschiff der norwegischen Reederei  Hurtigruten ist mit einer neuen, umweltschonenden Hybridtechnologie ausgestattet, die den Kraftstoffverbrauch deutlich reduziert. Mit rund 530 Gästen ist das neue Flaggschiff der Reederei ab Oktober 2018 vor allem in polaren Gewässern unterwegs.

"Nieuw Statendam" (5. Dezember 2018)
Das Schwesterschiff der "Koningsdam" wird direkt nach seiner Fertigstellung in der Fincantieri-Werft  von Italien nach Florida überführt, um anschließend den Winter in der Karibik zu verbringen. Das Schiff für rund 2.660 Passagiere folgt der Tradition  der  großen  Luxusliner - gediegene Eleganz statt Partyatmosphäre.

"Aida Nova" (12. Dezember 2018)
Die  "Nova" ist in der Meyer-Werft im Bau und wird als erstes Schiff einer neuen Generation mit einem Flüssiggasantrieb ausgestattet. Das Konzept bleibt gleich: locker-lässige Atmosphäre, umfangreiches Sport- und Unterhaltungsangebot, kreative Speisenauswahl und ein umfangreiches Wellness-Programm. Ab Ende 2018 gehen etwa 5.000 Kreuzfahrer mit der "Nova" auf einwöchige Kreuzfahrten rund um die Kanaren.

"Celebrity Edge" (16. Dezember 2018).
Die  amerikanische Reederei Celebrity Cruises will mit der "Edge"  neue  Maßstäbe setzen. Zu den spektakulärsten bisher bekannten Neuerungen gehört der "Magic Carpet": Die mobile Plattform, die an der Seite des Schiffs befestigt ist, soll tagsüber das Tendern erleichtern. Zudem kann sie bei Bedarf als Erweiterung des Poolbereichs und der Restaurants genutzt werden. Die Edge mit 918 Kabinen fährt von Fort Lauderdale aus im wöchentlichen Wechsel in die östliche und westliche Karibik.

Die Informationen, die diesem Artikel zu Grunde liegen, wurden vom Kreuzfahrtportal "Kreuzfahrten.de" zur Verfügung gestellt.

01. August 2017 – 17:05
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Das Markenzeichen des Flaggschiffs des Golfstaatencarriers erhält einen neuen Look. Das Design der Lounge gruppiert sich weiterhin um eine hufeisenförmige Bar, ist aber nun laut Emirates Luxusyachtkabinen nachempfunden und bietet mit seiner neuen Anordnung zusätzliche Sitzmöglichkeiten auf beiden Seiten der Bar. In der Bord-Lounge, die den Passagieren aus der First und Business Class vorbehalten ist, finden bis zu 26 Passagiere Platz und es gibt acht Sitzplätze. An der Bar wird eine Auswahl von sechs  je nach Destination wechselnden Weinen ausgeschenkt, denen die Fluggesellschaft Weltklasse zuschreibt. Außerdem fließen Champagner, hochwertiger Cognac und Whisky sowie Cocktails. Für deren Zubereitung hat Emirates nach eigenem Bekunden mehr als 6.000 Flugbegleiter als Barkeeper ausgebildet, die den Passagieren auf Wunsch 14 verschiedene Variationen mixen können.

01. August 2017 – 15:35
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Wenn sich in Reiseplänen Änderungen ergeben, müssen außer dem Flugticket selbst auch diese Leistungen angepasst werden. Dafür lanciert der IT-Dienstleister nun nach fast dreijähriger Pilotierungsphase den "Service Changer". Er arbeitet parallel zum bestehenden "Ticket Changer" und automatisiert die Umschreibung von Electronic Miscellaneous Documents (EMDs) für Zusatzleistungen wie Gepäck, Sitzplatzreservierungen oder Bordmahlzeiten.

Die Lösung für die Änderung kostenpflichtiger Services reduziere die Komplexität bei der Umschreibung von Zusatzleistungen und unterstütze Reisebüromitarbeiter dabei, die Ausstellung der neuen EMDs vorzubereiten, wirbt Uta Martens, Geschäftsführerin von Amadeus Germany, für das neue Tool. Mit einfachen Eingabeformaten und ohne großen Schulungsaufwand sollen sich die geänderten Services und die dadurch entstehende Preisdifferenz unter Berücksichtigung der Airline-Vorgaben vollautomatisch und schnell berechnen lassen.

01. August 2017 – 14:43
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Das Mutterunternehmen Mystic Invest, zu dem Nicko Cruises seit der Insolvenz im Jahr 2015 gehört, will das neue Expeditions-Kreuzfahrtschiff "World Explorer" über seine deutsche Tochter weltweit vermarkten. Das sagte CEO Mário Ferreira dem Fachmagazin "Cruise Industry News".

Die 126 Meter lange "World Explorer" soll Platz für 200 Passagiere und 111 Crewmitglieder bieten. Sie wird derzeit in der portugiesischen Werft West Sea Viana Shipyard in Viana do Castelo gebaut und soll von November 2018 an in See stechen. Die Premierenreise führt von Lissabon nach Rio de Janeiro. Insgesamt will der Investor bis zu zehn Schiffe dieses Typs bauen.

Für zehn Antarktis-Reisen des Neubaus in den Jahren 2018 und 2019 hat sich die Reederei Quark Expeditions das Schiff im Vollcharter gemietet. Für sämtliche Reisen, bei denen das Schiff und die nachfolgenden Neubauten nicht verchartert sind, soll Nicko Cruises die weltweite Vermarktung übernehmen. Im Mittelpunkt steht dabei der deutsche Kreuzfahrtmarkt. Unter anderem sind Reisen ab Hamburg und Kiel geplant. Fahrtgebiete sind laut "Cruise Industry News" unter anderem die Arktis, die norwegischen Fjorde und das Mittelmeer. Als voraussichtlichen Tagessatz pro Kabine nennt Ferreira 450 bis 500 Euro.

Nicko Cruises vertreibt bislang ausschließlich Flusskreuzfahrten. Im nächsten Jahr gehen 25 Schiffe für das Unternehmen an den Start. Im Juli 2018 kommt die "Nicko Vision" hinzu. Sie ist 135 Meter lang und bietet 220 Passagieren Platz. Das Schiff, das von der Reederei Scylla gebaut wird, kommt auf der Donau zum Einsatz.

Nicko Cruises selbst will sich am Donnerstag zu den Plänen äußern.

Christian Schmicke

01. August 2017 – 13:20
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Die Rewe Group hat die im März angekündigte gesellschaftsrechtliche Neuorganisation ihrer Touristiksparte abgeschlossen. Ab sofort werden alle touristischen Aktivitäten in der DER Touristik Group GmbH als Holding gebündelt. Zudem fasst der Konzern zusammengehörige Aufgaben und Themenfelder in den einzelnen Gesellschaften zusammen.

Unter dem Dach der Holding sind nun vier Einheiten aufgehängt: "Central Europe" mit den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz, Nord- und Osteuropa sowie Zielgebietsagenturen und Hotels. Unterhalb dieser Ebene bündelt die DER Touristik Deutschland GmbH die Aktivitäten der Kölner und Frankfurter Veranstalter- und Vertriebsmarken. Das Geschäft in der Schweiz, das DER Touristik von Kuoni erworben hat, firmiert unter DER Touristik Suisse. Durch die Neuordnung der derzeit 131 Unternehmen in 14 Ländern in einer eigenen Teilkonzernstruktur solle die "Schnelligkeit und Transparenz" der Gruppe verbessert werden, sagt René Herzog, CEO von DER Touristik Central Europe.

Neuzugang von Lufthansa. Außerdem bekommt die Touristiksparte eine gemeinsame Personalchefin. Zum 1. April übernimmt Stephanie Wulf diesen Job und leitet die gruppenübergreifenden Personalthemen. Außerdem wird sie Mitglied des Boards der DER Touristik Group und zieht in die Geschäftsführung von DER Touristik Deutschland ein. Sie übernimmt damit auch die Verantwortung für sämtliche Personalthemen der deutschen DER-Touristik-Gesellschaften inklusive der Vertriebstöchter. In dieser Funktion folgt sie auf Manuela Dittmann, die in die Passivphase der Altersteilzeit geht. Unternehmensspezifische Personalthemen sollen auch künftig in der Verantwortung der bestehenden Personalabteilungen in den 14 Ländern bleiben, teilt der Konzern mit.
 
Wulf ist Juristin und seit 1999 im Lufthansa-Konzern tätig, wo sie unter anderem bei der Deutschen Lufthansa AG, bei Lufthansa Service Gesellschaft und der Lufthansa Technik AG Führungspositionen im Personalbereich inne hatte. Seit September 2014 trägt sie die Personalverantwortung bei Lufthansa Cargo.

31. Juli 2017 – 17:37
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Bei Kurz- und Mittelstreckenflügen müssen von Airberlin Reisende künftig früher am Schalter sein. Von Dienstag, dem 1. August an, also ab sofort, sind die Counter nur noch bis 45 Minuten vor dem geplanten Start geöffnet. Bislang waren nach Aussage  der Airline 30 Minuten. Mehr Zeit haben dagegen Fernreisende: Die Schalter für Langstreckenflüge sowie Verbindungen nach Nordafrika und Tel Aviv schließen jetzt spätestens 60 Minuten vor dem Start, statt wie bisher 90 Minuten vor dem planmäßigen Abflug. Die Check-in-Zeiten gelten auch für Fluggäste, die schon online eingecheckt haben, aber noch Gepäck aufgeben wollen.

Zum Vergleich: Lufthansa passt die Check-in-Zeiten an den jeweiligen Abflughafen an. So schließt der Check-in für Kurz- und Mittelstrecken etwa in Düsseldorf und Köln/Bonn 30 Minuten vor dem Abflug, in Frankfurt sind es 40 Minuten.