02. Juni 2017 – 10:32
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"Beim Durcharbeiten sinken erwiesenermaßen sowohl Leistung als auch Konzentration", sagt Reisebüro-Trainerin Margit Heuser. Deshalb rät sie, am Counter "guten Gewissens Pausen zu machen". Nach 90 Minuten Arbeit seien zehn Minuten Pause fällig – am besten mit Bewegung und frischer Luft. Und in Stressphasen sollten es nicht weniger, sondern ruhig auch ein paar Minuten mehr sein. Richtige Pausen machten produktiver, förderten die Konzentration und minimierten Fehler am Arbeitsplatz, weiß Heuser. Auch die Denkleistung erhöhe sich durch Erholungsphasen – das hätten Forscher der University of Edinburgh herausgefunden: "Wer regelmäßig die Füße hochlegt, kann sich Dinge besser merken. Die Minipausen haben außerdem nachweislich einen motivierenden Effekt."

Sie selbst habe sich daher "fest vorgenommen, mehr und aktiviere Pausen während meiner anstrengenden Arbeitstage einzurichten". Sie stelle sich jetzt sogar den Wecker im Smartphone, der sie an die nächste Pause erinnere. "Es wirkt – ich bin abends nicht mehr so erledigt und kann auch noch etwas unternehmen", resümiert sie.

Natürlich sei es eine Herausforderung, dass Kunden im Büro seien und man nicht einfach wegspringen könne. Aber ein Beratungsgespräch solle ja möglichst nicht länger als 45 Minuten dauern, sonst werde es selbst dem Kunden zu lang beim Stillsitzen. Daher empfiehlt sie: "Führen Sie Termine mit den Kunden ein und Sie können den Stress mit den ständigen Laufkunden entzerren und immer wieder eine kleine Pause einlegen."

Für die Umsetzung der guten Vorsätze hält die Beraterin sieben Tipps parat:

– Mini-Entspannungsmomente schaffen: "Dreimal tief durchatmen geht bestimmt immer. Eine Atemübung hilft noch mehr. Ein großer Schluck Wasser auch. Dabei mal die Beine strecken und den Kopf in beide Richtungen sanft drehen. Das nennt man Stuhlgymnastik. Wenn kein Kunde in der Nähe ist können Sie auch mal die Arme strecken und die Hände ausschütteln.

– Unterbrechung: "Eine Tasse Kaffee – Tee darf es auch sein – oder noch besser Wasser trinken. Ein kleines Schwätzchen mit der Kollegin halten und dabei die Beine und Arme kräftig bewegen."

– Regelmäßige Überprüfung: "Wie lange sitzt Du schon in derselben unbequemen Haltung? Wie fühlt sich Dein Körper an? Wie geht es Deinem Nacken, dem Rücken, Deinem Kopf? Und wie fließt Deine Atmung?"

– Bewegung: "Schaffen Sie sich grundsätzlich einen Kontrast zu Ihrer normalen Sitzhaltung. Es gibt im Internet eine Menge Übungen, die für Entspannung am Arbeitsplatz sorgen."

– Einfach mal was anderes tun: "Wenn Sie eine anstrengende Beratung hatten oder ein aufwändiges Angebot geschrieben haben, gibt es manchmal fast so was wie eine Sehnsucht nach einer einfachen manuellen Tätigkeit. Da könnten Sie doch zwischendurch Getränke oder Kataloge auffüllen oder einfach nur Ihren Schreibtisch wieder in Ordnung bringen. Dabei möglichst im Stehen arbeiten."

– Frische Luft schnappen: "Es geht auch im Hinterhof, sofern es da frische Luft gibt. Atmen Sie kräftig durch und strecken Sie Ihre angespannten Glieder. Lassen Sie die Augen ohne bestimmte Ziele in die Ferne schweifen – das entspannt besonders dann, wenn Sie viel am PC arbeiten."

– Raus aus dem Haus: "Ein paar Minuten die Straße entlangschlendern, in andere Schaufenster schauen, die Leute beobachten oder (wenn es das gibt) auf einer Grünfläche spazieren gehen. Dabei kommen Sie schnell auf andere – oft sehr nützliche – Gedanken."

– Alle zusammen pausieren:  "Wenn ich als Counter-Trainerin unterwegs bin, besuche ich immer wieder Reisebüro-Teams, die zusammen Pause machen. Zum Beispiel bei einer täglichen gemeinsamen Imbiss. Hier wird Pause auch mit einem kleinen Gespräch verbunden."

01. Juni 2017 – 16:22
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Während British Airways und Iberia gerade die Einführung einer GDS-Gebühr angekündigt haben, treibt Lufthansa die Preisdifferenzierung zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen weiter voran. Zukünftig wolle man "vermehrt Angebote lancieren, die ausschließlich, zeitlich begrenzt oder preislich günstiger über Direct Connect, austrian.com, brusselsairlines.com, lh.com, swiss.com und lhgroup-agent.com buchbar sind", erklärt die Airline. Dies könne zu "unterschiedlichen Verfügbarkeiten und zu unterschiedlichen Preisen in den verschiedenen Distributionskanälen führen". Reisebüros, die Direct Connect, lhgroup-agent.com, die Farelogix-eigenen Oberfläche SPRK oder andere direkte Kanäle nutzen, könnten "von dieser Angebotsdifferenzierung profitieren", wirbt Lufthansa.

Hinzu kommt eine Erhöhung der Kosten für die Buchung von Zusatzleistungen in den GDS. Vom 13. Juni an sind diese beim Light-Tarif auf Europa-Flügen fünf Euro teurer, wenn sie im GDS gebucht werden. Außerdem kostet das Hinzubuchen von Gepäck für internationale Flüge via GDS zehn Euro mehr. Auf innerdeutschen Flügen werden pro Koffer 20 Euro berechnet, im grenzüberschreitenden Verkehr sind 30 Euro fällig. Der Aufpreis für Sitzplatzreservierungen erhöht sich auf 15 Euro, Plätze mit mehr Beinfreiheit kosten via GDS 30 Euro Aufpreis.

Christian Schmicke

01. Juni 2017 – 15:48
amadeuszentrale

Der Europäische Verband der IT-Dienstleister und OTAs, ETTSA, fordert die EU auf, mit juristischen Mitteln gegen die GDS-Gebühr für Flugbuchungen bei British Airways und Iberia vorzugehen. In einem Beitrag für das britische Fachblatt Travel Weekly erklärt ETTSA-Generalsekretär Christoph Klenner: “Der Mechanismus einer Gebühr widerspricht den Prinzipien von Transparenz und Neutralität im Airline-Vertrieb, denen sich die EU verschrieben hat." Mit der Gebühr wollten die Airlines "Verbraucher von den Kanälen wegziehen, die sie in die Lage versetzen, Reiseangebote neutral zu vergleichen, und sie auf ihre eigenen Plattformen locken". Dagegen müsse die EU vorgehen, bevor es zu spät sei. Bei dieser Gelegenheit fordert Klenner auch gleich eine weitere Untersuchung ein, die klären soll, ob die Merger und Übernahmen im europäischen Airline-Geschäft "tatsächlich die versprochenen Verbesserungen für die Verbraucher bewirkt" hätten.

"Nicht im Interesse der Kunden." Auch der IT-Riese Amadeus, der zu den Mitgliedern des ETTSA zählt, macht keinen Hehl daraus, dass ihm die GDS-Charge nicht schmeckt. Diese sei "nicht im Interesse der Reisenden" insitiert das Unternehmen, und: "Amadeus ist der festen Überzeugung, dass weltweit gesehen der indirekte Vertrieb für alle Beteiligten die günstigste Lösung darstellt." Die Reisenden wollten "Konsistenz, Transparenz und Auswahl, und wir stellen das als Branche am besten zur Verfügung, indem wir alle Beteiligten mit allen Angeboten aus allen Kanälen verbinden und integrieren".

NDC-Lösung wird entwickelt. Gleichwohl bastelt Amadeus bereits an einer Lösung, um künftig NDC-basierte Angebote  über Schnittstellen in die Systeme zu integrieren und die Gebühr damit zu umgehen. Diese Möglichkeit hatten British Airways und Iberia explizit eingeräumt. "Wir sind zuversichtlich, eine Einigung zu erreichen, was die Integration NDC-basierter Angebote über die API angeht", heißt es aus der Amadeus-Zentrale in Madrid auf Nachfrage. Im Rahmen der New Distribution Capability wolle Amadeus "eine integrierte Lösung entwickeln, die auf breiter Front sowohl von Reisebüros als auch von Fluggesellschaften genutzt werden kann, um substanzielle und nachhaltige Ergebnisse zu generieren", erklärt der GDS-Betreiber weiter.

Zum Hintergrund: Der Flugdatenstandard NDC wurde vom Airline-Verband Iata und seinen Mitgliedern entwickelt. Er soll die eine verbesserte Darstellung und einfachere Buchung von Zusatzangeboten, wie beispielsweise Lounge-Zugang, In-flight-Entertainment, speziellen Menüs oder verschiedenen Gepäckarten ermöglichen. Außerdem wollen die Airlines Kunden damit individualisierte Angebote unterbreiten. Zudem gibt ihnen NDC die Möglichkeit, Angebote in den verschiedenen Vertriebskanälen unterschiedlich auszusteuern.

Christian Schmicke

01. Juni 2017 – 14:00
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Die Hotelkette kauft das Edificio España an der Plaza España der spanischen Hauptstadt. Ursprünglich wollte Riu im Rahmen eines Joint Ventures mit der Grupo Baraka, die das Gebäude von dem chinesischen Konzern Wanda erwarb, nur 25 Prozent der Anteile übernehmen, nun geht es komplett an die Mallorquiner. 24 der insgesamt 27 Stockwerke des Gebäudes sollen zu einem Vier-Sterne-Hotel der Linie Riu Plaza mit 650 Zimmern umfunktioniert werden. Geplant sind zudem zwei Restaurants, ein Pool auf der Dachterrasse sowie 1.800 Meter Eventflächen. Um die Nutzung des übrigen Gebäudes mit 15.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für Läden und Geschäfte will sich die spanische Grupo Baraka, kümmern.

Das Edificio España wurde von 1948 bis 1953 im Stil des Neobarocks gebaut und gehört zu den architektonischen Wahrzeichen Madrids. Mit einer Höhe von 117 Metern war es nach seiner Erbauung das höchste Gebäude Spanien. Der damals herrschende Diktator Francisco Franco wollte durch den imposanten Bau die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit seines Landes dokumentieren. Das Gebäude und speziell seine Fassade stehen unter Denkmalschutz.

Riu betreibt bislang sechs Stadthotels unter der Marke Riu Plaza. Das Haus in Madrid wird das erste Cityhotel der Kette in Spanien und das dritte in Europa, wo Riu bereits in Berlin und Dublin, vertreten ist.

01. Juni 2017 – 12:16
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Die Europäische Kommission hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" eine europaweit einheitliche Maut für Autofahrer ins Gespräch gebracht. Demnach sollen diese nur für Strecken bezahlen, die sie auch tatsächlich fahren. Dieser Ansatz richtet sich auch gegen die geplante Pkw-Maut in Deutschland. Verkehrsminister Alexander Dobrindts Abgabe, die ab 2019 eingeführt werden soll, basiert auf Zeittarifen.

Die Kommission begründet ihre Überlegungen damit, dass die streckenbezogene Maut effizienter und fairer sei. Außerdem sollen emissionsfreie Autos 75 Prozent weniger bezahlen als die anderen. Die Einnahmen aus der Maut sollen in die Sanierung von Brücken und Straßen fließen. Die Kommission will zunächst bis 2023 eine streckenbasierte Maut für Lkw einführen. Bis 2027 soll dann eine für Pkw folgen. Ein Mautzwang in den einzelnen Ländern ist nicht vorgesehen.

In 24 Mitgliedsstaaten der EU ist das Fahren derzeit kostenpflichtig. Während Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Kroatien pro Strecke abrechnen, gilt in Österreich, Bulgarien, Lettland, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn eine Vignetten-Pflicht. Andere Länder verlangen örtliche Gebühren.

31. Mai 2017 – 16:36
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British Airways und Iberia wollen Reisebüros, die den Aufschlag für GDS-Buchungen in Höhe von umgerechnet neun Euro pro Flugsegment künftig vermeiden wollen, mehrere Buchungsalternativen zur Verfügung stellen. Dazu zählen nach Auskunft von British Airways neben Direktanbindungen auf Basis des Datenaustauschformats NDC auch NDC-basierte Buchungen über IT-Dienstleister und Ticketgroßhändler. Außerdem will die Holding IAG, zu der neben British Airways und Iberia auch Aer Lingus, der Low-Cost-Carrier Vueling sowie künftig der Langstrecken-Billigflieger Level gehören, ein übergreifendes Buchungsportal für alle Airlines der Gruppe anbieten.

Ausdrücklich weist die Gruppe darauf hin, dass auch die GDS-Betreiber den Aufschlag vermeiden könnten, wenn sie mit NDC arbeiten. Erste IT-Anbieter haben den NDC-Content von BA und Iberia bereits in ihre Buchungstools  integriert. So teilte Geschäftsreisedienstleister Concur am Dienstag mit, die entsprechenden Inhalte seien im System Concur Travel verfügbar.

Der NDC-Standard wurde vom Luftfahrtverband Iata und seinen Mitgliedern entwickelt, um die Vermarktungsmöglichkeiten der Airlines für kostenpflichtige Zusatzleistungen bei Buchungen über Drittanbieter auszuweiten. Außerdem ermöglicht NDC anstelle standardisierter Ticketpreise personalisierte Offerten für die Kunden. Kritiker bemängeln, dass NDC zu intransparenten Preisen, mangelnder Vergleichbarkeit und Problemen mit dem Datenschutz führe.  

Nach den Netzwerk-Airlines der Lufthansa Group sind die IAG-Gesellschaften der zweite große europäische Player, der die GDS-Gebühr durchsetzt. Bei Lufthansa hatten nach anfänglichen heftigen Protesten zuletzt immer mehr Großkunden eine Direktanbindung an deren Systeme hergestellt.

Christian Schmicke

31. Mai 2017 – 15:13
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In Indien ermitteln die Behörden wegen Korruptionsverdachts gegen Bedienstete der staatlichen Airline Air India und des Luftfahrtministeriums. Unter anderem geht es um Unregelmäßigkeiten beim Kauf von 111 Flugzeugen für umgerechnet rund zehn Milliarden Euro, für die zu hohe Preise bezahlt worden sein sollen. In einem weiteren Fall wird wegen des Leasings einer großen Zahl von Flugzeugen ohne sorgfältige vorherige Strecken- und Preiskalkulation ermittelt. In einem dritten Fall werfen die Ermittler Air India vor, profitable Strecken an private Konkurrenten abgegeben und dem Unternehmen sowie dem Fiskus damit schweren wirtschaftlichen Schaden zugefügt zu haben. Und last but not least steht auch der Merger mit Indian Air vor zehn Jahren im Visier der Ermittler.

Air India ist mit rund 6,5 Milliarden Euro verschuldet. Rund ein Drittel der Außenstände steht in direktem Zusammenhang mit dem Kauf von Flugzeugen.

31. Mai 2017 – 14:21
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Im Rennen um das sauberste Kreuzfahrtschiff der Welt wagt die japanische Kreuzfahrtreederei Peace Boat einen spektakulären Neubau. Die finnischen Werft Arctech Helsinki will im Auftrag des Kreuzfahrtanbieters das  „Ecoship“ bauen, das von 2020 an mit 750 Kabinen für 2.000 Passagiere in See stechen soll. Ein entsprechender Vorvertrag wurde in den vergangenen Tagen unterzeichnet.

Der Hauptantrieb der Neuentwicklung besteht aus vier großen Dieselmotoren. Sie werden aber nur dort mit Diesel betrieben, wo es keine umweltverträglicheren Treibstoffe gibt. In den anderen Regionen soll die „Ecoship“ mit verflüssigtem Erdgas, Bio-Gas oder synthetischen Kraftstoffen fahren. Sie erhält außerdem zehn schwenk- und klappbare Segel. Die maximale Leistung der Segel beträgt nach Auskunft der Schiffsbauer unter optimalen Windbedingungen zehn Prozent des Gesamtantriebs. Darüber hinaus ist das Schiff mit zehn einziehbaren Windenergieanlagen ausgestattet, die es auf rund rund 300 Kilowatt, etwa 400 PS, Leistung bringen sollen. Die Windenergie wird verwendet, wenn das Schiff im Hafen liegt oder unter optimalen Bedingungen segeln kann. Mit der Windkraft können nach Angaben der Werft bis zu 30 Prozent der Energie erzeugt werden, die das Schiff im Hafen braucht.

Zusätzlich kommt eine Photovoltaik-Anlage mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern zum Einsatz. Dafür werden freie Oberflächen und Glasfassaden genutzt. Ziel ist es, auf diese Weise die gesamte Beleuchtung in den Kabinen und den öffentlichen Räumen zu versorgen. Weitere Einsparungen beim Energieverbrauch sollen durch die Nutzung der Abwärme der Motoren ermöglicht werden. Insgesamt werde das ungewöhnlich gestaltete Schiff mit seinem aerodynamisch gebogenen Bug rund 40 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen als derzeit im Einsatz befindliche Modelle, heißt es. Der Verbrauch der Antriebsenergie soll um 20  Prozent und der Bedarf an zusätzlicher Energie zur Stromerzeugung um 50 Prozent geringer sein.

30. Mai 2017 – 21:36
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Der Dortmunder Spezialist für Erlebnisreisen in Kleingruppen, der bis zum vergangenen Jahr noch unter One World - Reisen mit Sinnen firmierte, will den Anteil des stationären Vertriebs an seinen Umsätzen mittelfristig auf 30 Prozent steigern, sagt Geschäftsführer Kai Pardon. Aktuell liege das Volumen, das der Veranstalter über klassische Reisebüros generiere, lediglich bei rund fünf Prozent des Gesamtumsatzes. Um bei den Reisebüros besser Fuß zu fassen, hat Pardon sein Unternehmen auch intern umstrukturiert und die Aufgaben der mittlerweile 25 Mitarbeiter in Produkt- und Vertriebsmanagement unterteilt. Die bis dato nicht getroffene Unterscheidung sei wichtig gewesen, um Abläufe effizienter zu gestalten und die Mitarbeiter konsequenter nach ihren Stärken einzusetzen, erklärt er. "Wir haben Verkaufsasse, die ihre Beraterfähigkeiten im direkten Kundenkontakt am besten ausleben können. Andere nutzen ihre detaillierten Kenntnisse und Kontakte in unseren Zielregionen für die Produktentwicklung optimal“.

Zu den Neuheiten des 294 Seiten starken Katalogs für das laufende Jahr zählen etwa Touren durch Suriname, vegetarische Reisen, eine Radreise auf den Kapverden, neue Programme für die Azoren und neue Weinreisen, unter anderem in Südafrika, Chile, Frankreich oder Deutschland. Reisebüros zahlt der Veranstalter von der ersten Buchung an zehn Prozent Provision, die Staffeln reichen je nach Umsatz bis 13 Prozent. Für die ersten drei Buchungen von Gruppenreisen bis zum 31. Oktober gibt es als Willkommensbonus fünf Prozent zusätzlich.

30. Mai 2017 – 15:14
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188 Tote sind bislang offiziell registriert, mehr als 100 Menschen werden vermisst und über eine halbe Million Einwohner sind unmittelbar betroffen: Heftiger Regen hatte im Westen und Süden Sri Lankas mit den Provinzen Colombo, Kalutara, Galle, Matara, Rathnapura Flüsse über die Ufer treten lassen und das Erdreich aufgeweicht. Das führte zu zahlreichen Erdrutschen und den schwersten Überschwemmungen seit 14 Jahren. Doch obwohl die Lage vieler Bewohner der Insel katastrophal ist und sich beliebte Urlaubsorte wie Bentota, Kalutara, Beruwela, Waikkal, Negombo, Hikkaduwa oder Koggala in der betroffenen Region befinden, scheinen Urlauber ebenso wie die touristische Infrastruktur mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Jedenfalls berichten Tui, Thomas Cook, DER Touristik und FTI übereinstimmend, dass in den Hotels, die sie unter Vertrag haben, Normalbetrieb herrsche. Hotels sowie die klassischen Zielorte an den Stränden des Landes seien nicht betroffen, teilt FTI mit. Zudem seien alle Hauptstraßen zu den Hotels an den Küsten passierbar. Insgesamt haben die Veranstalter derzeit relativ wenige Gäste in dieser Region Sri Lankas, da der Südwest-Monsun um diese Jahreszeit alljährlich für starke Niederschläge sorgt und die Hauptreisezeit daher in unseren Wintermonaten liegt.

Auch geplante Rundreisen könnten voraussichtlich durchgeführt werden. Lediglich zwei Selbstfahrertouren seien umgeroutet und die Transferzeiten den widrigen Umständen angepasst worden, heißt es von DER Touristik. Bei Thomas Cook sind der Witterung einige Auflugsprogramme zum Opfer gefallen, FTI bietet das Ausflugsprogramm mit Ausnahme des Udawalawe Nationalparks weiter an und meidet dabei die Überschwemmungsgebiete. Der Flugverkehr auf dem Bandaranaike International Airport der Hauptstadt Colombo läuft weitgehend planmäßig. Für die nächsten Tage wird nach Angaben lokaler Medien mit nachlassenden Niederschlägen gerechnet.

Einen Eindruck von der aktuellen Situation können sich Interessierte auf der Website des Katastrophenschutzministeriums des Landes verschaffen.

Christian Schmicke