08. September 2017 – 14:34

Der Hurrikan habe die Dominikanische Republik passiert, ohne nach aktuellem Kenntnisstand nennenswerte Schäden zu hinterlassen, berichtet Tui. Die Flughäfen sollten heute im Laufe des Tages wieder geöffnet werden. Nach Angaben des "Domrep-Magazins" wurden 7.500 Urlauber aus Hotelanlagen auf der Halbinsel Samaná sowie in Puerto Plata und Punta Cana in sicherer gelegene Anlagen gebracht. Insgesamt mussten rund 11.000 Menschen ihre Häuser verlassen, heißt es unter Berufung auf das Notfallzentrum COE. 17 Gemeinden waren demnach am Freitag noch von der Außenwelt abgeschnitten.

"Irma" zieht weiter zur Nordküste Kubas, den Bahamas und Richtung Florida. Tui hat die Frist für gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen für Kuba, die Bahamas und Florida für Anreisen bis einschließlich 14. September verlängert.

 

08. September 2017 – 13:34

Als viele Menschen den Aufforderungen der Behörden nachkommen wollten, Florida vor dem Eintreffen des Super-Hurrikans zu verlassen, seien die Ticketpreise der Fluggesellschaften plötzlich in die Höhe geschossen, berichtet das Fachportal "Aerotelegraph“. Kunden von amerikanischen Fluggesellschaften posteten bei Twitter immer wieder Screenshots, auf denen zu sehen war, wie stark sich die Preise für Inlandsflüge ab Miami in kürzester Zeit verändert hatten. So stieg der Tarif für ein Ticket von Miami nach Phoenix von 547 auf satte 3.259 Dollar. Vermutlich haben die Mitarbeiter der Fluggesellschaften die Preisexplosion überhaupt nicht aktiv gesteuert. Weil plötzlich massenweise Menschen Florida verlassen wollten, reagierten die Algorithmen der Buchungssysteme so, wie sie nun einmal programmiert sind. Immerhin hätten die Fluggesellschaften nun gehandelt, berichtet „Aerotelegraph“. Viele von ihnen hätten zusätzliche Flüge ins Angebot aufgenommen, was die Preise wieder sinken ließ. Zudem hätten beispielsweise American Airlines und Jetblue eine Obergrenze für Oneway-Flüge ab Florida festgelegt. Passagiere, die bis Sonntag buchten, sollten nicht mehr als 99 Dollar bezahlen. Delta soll eine Obergrenze von 399 Dollar festgelegt haben.

 

08. September 2017 – 13:01
knappmichaeltui

Zum Jahresende werde der Standort dicht gemacht, weil zu diesem Zeitpunkt der Mietvertrag auslaufe, kündigt der Konzern an. Bereits im März hatte Vertriebschef Michael Knapp mitgeteilt, dass die Zahl der Verkaufsleitungen binnen fünf Jahren von fünf auf zwei reduziert werde. Übrig bleiben die Niederlassungen in Wuppertal für den Norden des Landes sowie in München zur Betreuung der Agenturen im Süden. Das soll nun zum 1. Oktober umgesetzt werden. Leiter des Münchener Standorts bleibt Michael Münßinger, in dessen Verantwortungsbereich die bisherigen Regionen Süd und Stuttgart fallen. Die Leitung der Wuppertaler Niederlassung liegt in den Händen von Klaus Wilmsmeier, der zusätzlich zur Region West auch die Verantwortung für Hamburg erhält. Die Bezirke der vormaligen Verkaufsniederlassung Ost werden auf die beiden Standorte aufgeteilt. Die Innendienst-Mitarbeiter in Berlin, Hamburg und Stuttgart sind zunächst weiterhin an ihren bisherigen Standorten tätig. Sie gehören aber disziplinarisch bereits ihrer neuen Verkaufsleitung an. Die langjährigen Leiter sollen "im Vertriebsteam der Tui Deutschland verbleiben“ und dort neue Aufgaben übernehmen, heißt es. An der Zahl der Bezirksleiter in den Regionen, die die persönliche Betreuung der Reisebüros leisten, ändere sich nichts.

 

07. September 2017 – 16:23
nhc

Auf der Karibikinsel sind die Vorbereitungen zum Schutz vor Hurrikan "Irma" angelaufen. Betroffen sind laut jüngsten Prognosen des kubanischen meteorologischen Instituts alle Provinzen östlich von Matanzas. Besonders schwer dürften die Orte an der Nordküste sowie die zentralkubanischen Provinzen mit dem Wirbelsturm zu kämpfen haben, während der Westen des Landes verschont bleiben könnte. Derzeit werden die kleinen Inseln (Cayos) entlang der Nordküste evakuiert. Rund 36.000 der laut kubanischer Regierung insgesamt 51.000 Touristen auf der Insel sind davon betroffen. Der Zugverkehr auf der gesamten West-Ost-Achse des Landes ist seit Donnerstag bis auf weiteres eingestellt. Nach den aktuellen Vorhersagen könnte "Irma“ am Freitag den Osten der Insel heimsuchen und sich am Samstag den Provinzen Villa Clara, Ciego de Ávila und Camagüey nähern, bevor der Sturm über Matanzas Richtung Florida weiterziehen soll.

 

07. September 2017 – 12:24
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Passagiere, die Flüge mit einer Zwischenlandung absolvieren, haben nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Donnerstag keinen Anspruch auf eine höhere Verspätungsentschädigung als bei Direktflügen. Umsteige- und Direktverbindungen seien gleich zu behandeln, so die Entscheidung des Gerichts. Maßgeblich für die Höhe der Entschädigung sei die Luftlinienentfernung zwischen Start- und Zielort. Der EuGH wies damit die Klagen von drei Passagieren ab, die eine höhere Entschädigung von der Fluggesellschaft gefordert hatten. Sie argumentierten, dass die tatsächlich geflogene Strecke von Rom über Brüssel nach Hamburg mehr als 1.500 Kilometern betragen habe. Ab dieser Distanz wird eine höhere Entschädigungszahlung fällig. Die Luftlinie zwischen Rom und Hamburg liegt mit 1.173 Kilometern deutlich unterhalb dieser Marke. Die EU-Verordnung für Fluggastrechte sieht bei Verspätungen ab drei Stunden bei einer Distanz unter 1.500 Kilometern 250 Euro Entschädigung vor, ab 1.500 Kilometern sind es 400 Euro.

 

06. September 2017 – 18:23
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Der Wirbelsturm, der die gefährlichste Kategorie 5 erreicht hat, bewegt sich langsam in Richtung Kuba und Dominikanische Republik. Am Freitag oder Samstag wird damit gerechnet, dass er in Florida auf Land trifft.

Auf den Antilleninseln Barbuda, Saint-Martin und Saint-Barthélemy richtete "Irma" nach Angaben der Behörden bereits schwerste Verwüstungen an. Ein großer Teil der Häuser sei zerstört oder beschädigt, heißt es. Auch Menschen sollen ums Leben gekommen sein. An Puerto Rico zog der Sturm in der vergangenen Nacht nördlich vorbei. Dort suchten zahlreiche Menschen Schutz in Notunterkünften. Es fiel starker Regen, Bäume knickten um, hunderttausende Menschen waren ohne Strom und 30.000 ohne Wasser. In Florida ordneten die Behörden für Teile der Stadt Miami eine Zwangsevakuierung an. Sie gilt für Zonen, die besonders von Überschwemmungen gefährdet sind. Auch Miami Beach ist davon betroffen.

Nach Angaben des DRV befinden sich derzeit allein in der Dominikanischen Republik derzeit rund 5.500 Veranstaltergäste aus Deutschland. Die Fluggesellschaft Condor teilt mit, dass sie am Mittwoch alle geplanten Flüge planmäßig abwickeln konnte. In den nächsten Tagen dürfte es allerdings zu Flugausfällen kommen. Thomas Cook bietet Kunden, die eine Reise in die Dominikanische Republik und nach Kuba mit Anreisedatum zwischen dem 7. bis einschließlich 12. September, oder zwischen dem 7. bis einschließlich 15. September nach Miami sowie in südlich davon gelegene Regionen in Florida gebucht haben, kostenlose Stornos und Umbuchungen an. Reisen nach Punta Cana und Puerto Plata mit Abreise am 7. und 8. September werden aufgrund des Hurrikans storniert, da nicht sichergestellt werden könne, dass den Gästen die gebuchte Hotelleistung zur Verfügung gestellt werden kann, heißt es. Bei Tui können Kunden gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen für die Dominikanische Republik, Kuba und die Bahamas für alle Anreisen bis einschließlich 10. September vornehmen. Von Florida-Reisen können Urlauber mit Anreisetermin bis einschließlich 12. September kostenlos zurücktreten. Die für Donnerstag geplanten Abflüge in die Dominikanische Republik werden um 24 Stunden verzögert, die Flüge nach Kuba um 48 Stunden. Die Veranstalter der DER Touristik offerieren Kunden für die Dominikanische Republik, Kuba, die Bahamas und Florida bei Abflug bis einschließlich 10. September kostenlose Umbuchungen und Stornierungen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings kündigte ebenfalls massive Störungen im Flugverkehr an. Passagiere, die im Zeitraum vom 6. bis 11. September nach Havanna und Varadero auf Kuba, Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik sowie in die US-Städte Miami oder Orlando fliegen wollten, könnten kostenlos umbuchen, und zwar in den Zeitraum zwischen dem 12. September und dem 12. Oktober. Streckenänderungen oder eine Erstattung des Flugpreises seien dagegen nicht möglich, schreibt die Airline auf ihrer Website. Airberlin erklärt, Karibik-Flüge könnten auf Termine bis einschließlich 30. September umgebucht werden. Von Azur Air heißt es, der für den 8. September geplante Flug von Düsseldorf nach Punta Cana finde nach aktuellem Stand planmäßig statt.

Zu größeren Fahrplanänderungen zwingt "Irma“ auch die Kreuzfahrtgesellschaften. So wird die MSC "Divina“ Miami schon am Donnerstag statt, wie geplant am Samstag anlaufen. Gäste können dann wählen, ob sie an Bord bleiben oder nach Hause reisen wollen. Noch am selben Tag läuft die "Divina“ dann Richtung Cozumel, Mexiko, aus, das außerhalb der erwarteten Hurrikanzone liegt.

Carnival hat das am 7. September vorgesehene Auslaufen der "Liberty" von Port Canaveral  zu den Bahamas ebenso abgesagt wie eine geplante Reise der "Victory" am 8. September von Miami zu der Inselgruppe. Royal Caribbean streicht die Fahrten der "Enchantment of the Seas“  und der "Majesty of the Seas“ am 8. September zu den Bahamas ebenso wie eine geplante Tour der "Empress oft he Seas“ am 9. September nach Kuba. Die drei 5.400-Passagiere-Schiffe "Oasis“, "Allure“ und "Harmony of the Seas“ sollen auf hoher  See in sicheren Gewässern bleiben, bis sich die Lage beruhigt hat. Die "Enchantment“ und die "Majesty“ sollen am 13. September wieder Richtung Nassau auslaufen, die "Oasis“ am 12. nach Mexiko und die "Harmony“ am 13. ebenfalls nach Mexiko.

Disney Cruise Line hat die Reisen der "Fantasy“ am 9. und der "Dream“ am 8. und 11. gestrichen. Die "Fantasy“ kehrt am Donnerstag nach Port Canaveral zurück, zwei Tage früher als geplant. Norwegian Cruise Line cancelt die Abfahrten "Sky“ am 8. und der "Escape“ am 9. September.

06. September 2017 – 12:50

Der fakturierte Gesamtumsatz der im "Tats Reisebürospiegel“ erfassten Reisebüros lag im August um 5,8  Prozent über dem des Vorjahresmonats.  Dabei weist der abgerechnete touristische Umsatz ein Plus von 3,9 Prozent auf. Der Umsatz im Flugverkehr stieg um 10,7 Prozent. Die sonstigen Umsätze liegen bei minus 3,3 Prozent und die Anzahl der Flugtickets stieg um 5,7 Prozent. Wie üblich performten Kreuzfahrten deutlich besser als der touristische Gesamtmarkt. Sie legten im August um 11,2 Prozent zu.

Kumuliert betrachtet liegt der fakturierte Reisebüroumsatz in den Monaten von Januar bis August um 6,5 Prozent über 2016. Die Touristik verzeichnet ein Plus von 7,4 Prozent, der Flugverkehr gewann 6,1 Prozent hinzu. Die sonstigen Umsätze weisen ein Plus von 3,9 Prozent und die Zahl der Tickets einen Anstieg um 2,9 Prozent auf. Kreuzfahrten erfuhren einen Anstieg um 14,6 Prozent.

Der Auftragseingang in der Touristik liegt im Monatsvergleich um 6,4 Prozent vorn. Der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum bis Oktober 2017 konnte 8,9 Prozent hinzugewinnen.  In der Teil-Sparte Kreuzfahrten beträgt der Auftragseingang im Monatsvergleich plus 8,4 Prozent, der Auftragsbestand nach Reisedatum bis Oktober 2017 liegt um 15 Prozent über dem Vorjahr.  Die Vorausbuchungen für das neue Geschäftsjahr weisen ein Plus von 14,1 Prozent auf.

 

05. September 2017 – 17:13
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Der Wirbelsturm, der sich von Osten auf die Karibik zu bewegt, wurde vom nationalen Hurrikanzentrum der Vereinigten Staaten in die höchste und gefährlichste Kategorie 5 hochgestuft. "Irma“ könnte mit Windgeschwindigkeiten von über 250 Stundenkilometern und enormen Regenfällen über die Region peitschen, fürchten Meteorologen. Am heutigen Mittwoch erreicht der Sturm die Kleinen Antillen, anschließend die Virgin Islands und Puerto Rico. Danach dürften die Dominikanische Republik und Haiti, Kuba und die Bahamas betroffen sein. Zum Wochenende wird erwartet, dass der Sturm in Florida auf Land trifft. Allerdings macht das Hurrikanzentrum darauf aufmerksam, dass es zu früh sei, um einen genauen Zeitpunkt des Eintreffens des Sturmes und seine Stärke vorherzusagen.

Puerto Rico und Florida haben bereits den Ausnahmezustand erklärt. Auch die Behörden der Dominikanischen Republik forderten die Menschen auf, sich mit Trinkwasser und Lebensmitteln einzudecken, Taschenlampen und batteriebetriebene Radios bereitzulegen und sich über die Lage der Notunterkünfte zu informieren. In den USA wurden Touristen bereits aufgefordert, die Südwestspitze Floridas einschließlich der Inselkette Florida Keys zu verlassen. Nach Angaben der Behörden sollte die Abreise für Besucher von Mittwochmorgen an verpflichtend werden. Später sollen auch die Einwohner zum Verlassen des Gebietes aufgefordert werden.

Auch zahlreiche Flugverbidnungen in die Karibik sowie zwischen den Inseln werden von dem Wirbelsturm betroffen sein. Da "Irma" nach den aktuellen Vorhersagen über die gängigen Kreuzfahrt-Routen von Florida in die Karibik zieht, werden zudem Kreuzfahrtschiffe Routenänderungen vornehmen müssen. Bislang warten die meisten Reedereien die Entwicklung noch ab, um genauere Prognosen zu erhalten. Touristiker, deren Kunden in den nächsten Tagen eine Kreuzfahrt in der Region antreten wollen, sollten sich bei den Reedereien auf dem Laufenden halten.

 Aktuelle Informationen des US-Hurrikanzentrums zu "Irma" finden Sie hier.

05. September 2017 – 14:47
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Zum siebten Mal hat der Naturschutzbund Nabu sein „Kreuzfahrt-Ranking“ zur Umweltbilanz von Kreuzfahrtschiffen veröffentlicht. Wie in jedem Jahr kritisiert die Organisation die Kreuzfahrtreedereien auch diesmal scharf. Kein einziges Kreuzfahrtschiff in Europa sei aus Umweltsicht uneingeschränkt empfehlenswert, urteilt die Organisation. Am besten schnitten noch Tui und Hapag-Lloyd Cruises ab, weil sie immerhin Stickoxidkatalysatoren verwendeten. Große Reedereien wie Costa, MSC  und Royal Caribbean ließen dagegen "keinerlei relevante Aktivitäten zum Schutz von Umwelt und Gesundheit“ erkennen.

Besonders hart geht der Nabu mit Aida Cruises ins Gericht. Ebenso wie das Schwesterunternehmen Costa habe die Reederei "medienwirksam Investitionen in Abgassysteme angekündigt, ohne diese dann umzusetzen“. Auch über ein Jahr nach der Indienststellung sei bei der "Aida prima" kein Abgasfilter im Einsatz. Die Reederei geht auf Anfrage von Gloobi.de nicht auf den Vorwurf ein. Sie verweist lediglich darauf, dass vom nächsten Jahr an mit der "Aida nova"das weltweit erste Schiff zum Einsatz komme, das mit dem Flüssiggas LNG betrieben wird. Dadurch würden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden fast vollständig vermieden und die Emission von Stickoxiden um bis zu 80 Prozent gesenkt.

Verschleierungstaktik? Kein gutes Haar lässt der Nabu auch an der Informationspolitik der Kreuzfahrtindustrie. So habe "keine einzige Kreuzfahrtreederei auf die schriftlichen Fragebögen" des Verbandes geantwortet. Stattdessen habe der Branchenverband Clia "unaufgefordert ein allgemein gehaltenes Schreiben“ geschickt, das "keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Schiffe der Mitgliedsunternehmen“ erlaube. Das sei "eine bewusste Verschleierungstaktik, mit dem Ziel, sich durch Intransparenz und Dialogverweigerung aus der Verantwortung zu ziehen“, sagt Dietmar Oeliger Leiter Verkehrspolitik beim Nabu. Der Kreuzfahrtverband erklärt dagegen, er habe "alle relevanten Daten zu den eingesetzten Umwelttechnologien und Maßnahmen der Clia-Mitgliedsreedereien in einer Tabelle aufgeführt und veröffentlicht". So schaffe die Kreuzfahrtbranche "größtmögliche Transparenz“, heißt es. Die Übersicht sei "für jedermann im Internet einsehbar und wird regelmäßig aktualisiert“. Das ist durchaus richtig. Allerdings trifft auch der Vorwurf des Nabu zu, dass die Tabelle keine Rückschlüsse auf einzelne Schiffe zulässt, sondern lediglich eine Gesamtbilanz erstellt.

Verband verweist auf Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. In anderen Punkten widersprechen die Darstellungen des Nabu und des Kreuzfahrtverbandes einander ebenfalls. So betont die Clia, jedes der im Ranking aufgeführten Schiffe erfülle die gesetzlichen Vorgaben und ergreife zusätzlich diverse Maßnahmen, um den Treibstoffverbrauch weiter zu reduzieren. Dazu zählten etwa reibungsärmere Rumpfbeschichtungen, Luftblasenteppiche unter dem Rumpf und optimierte Rumpfformen sowie optimierte Fahrpläne und Fahrgeschwindigkeiten, um Treibstoff einzusparen. Den Fokus allein auf den verwendeten Brennstoff oder die Filtertechnologien zu legen, greife bei der Bewertung eines Kreuzfahrtschiffs in puncto Umweltschutz zu kurz, heißt es. Zudem seien die vom Nabu geforderten Filter für große Schiffsmotoren, die Ultrafeinstaub aus Abgasen herausfiltern könnten, derzeit noch nicht einsatzreif.

Landstrom gewinnt langsam an Bedeutung. Auch in puncto Umweltbelastung für die angelaufenen Städte fährt der Nabu schweres Geschütz auf. So habe man etwa in Hamburg „Feinstaubwerte gemessen, die 20mal höher lagen als am Stuttgarter Neckartor während des Feinstaubalarms“. Dies gehe zu einem großen Teil auf das Konto der Schiffsschlote. „Weil die Reeder die Investition in Abgastechnik scheuen, filtern nun die Lungen der Anwohner die Abgase und zahlen das mit ihrer Gesundheit“, klagt Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim Nabu Hamburg. Die Clia verweist darauf, dass es "das erklärte Ziel der Kreuzfahrtindustrie“ sei, "ihren Teil zu einer besseren Luftqualität in den Hafenstädten beizutragen“. Allerdings könne nicht von einer "massiven Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe" gesprochen werden, da diese mit rund drei Prozent nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Hafenemissionen zum Beispiel in der deutschen Kreuzfahrtmetropole Hamburg ausmachten. Zudem werde mittlerweile bei fast 30 Prozent der Schiffsanläufe von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen während der Liegezeit Landstrom aus dem öffentlichen Netz genutzt, erklärt Clisa-Deutschland-Chef Helge Grammerstorf.

Christian Schmicke

 

04. September 2017 – 15:32
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Braun leitete bereits in den vergangenen Monaten zusammen mit Windrose-Chefin Ute Dallmeier den Übergang des Luxusreiseveranstalters zur FTI Group. Als zweiter Geschäftsführer solle er seinen Fokus zukünftig verstärkt auf die Bereiche IT und Prozesse sowie die Neuausrichtung von Management-Strukturen ausrichten, kündigt FTI-Chef Dietmar Gunz an. Seinen Job in der FTI-Führungsetage behält er.

Ob Braun später die alleinige Geschäftsführung bei Windrose übernimmt, ist unklar. Nach offiziell bislang noch unbestätigten Informationen von Gloobi.de verlässt Dallmeier das Unternehmen, um zu einer Reisebüroorganisation zu wechseln. Auch Produktchef Dirk Gowin ist demnach bei der High-End-Marke auf dem Absprung.

Braun ist seit 2016 bei der FTI Group. Zuvor war er zehn Jahre für Thomas Cook tätig. Zuletzt leitete er als Group Director Hotel Contracting & Destination Management den globalen Einkauf des Veranstalters.