18. April 2017 – 13:18
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Der Marktführer für Studienreisen beruft Philip Edel zum Chief Financial Officer. Er wird künftig den kaufmännischen Bereich von Studiosus verantworten und damit Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch entlasten. Der gebürtige Schwabe arbeitet seit 1999 für Studiosus und leitet seit 2011 die Abteilungen Finanzen & Controlling sowie die Rechnungsprüfung. Neben Kubsch und Edel gehören Guido Wiegand (Marketing) sowie Peter Strub und Dieter Lohneis (beide Operations) zur Unternehmensleitung von Studiosus.

17. April 2017 – 16:37

Der türkische Präsident hat sein Verfassungsreferendum durchgesetzt und die Volksabstimmung gewonnen. Doch das Land ist gespalten, denn das Votum fiel mit 51,4 Prozent Ja-Stimmen denkbar knapp aus. Dabei zeigte sich, dass die touristischen Regionen klar gegen den Machtzuwachs für Erdogan sind. Vielleicht, weil sie unter den Provokationen Erdogans und den Spannungen mit Europa wirtschaftlich am meisten leiden.

Die touristische Hochburg Antalya und die Nachbarorte wie Kemer oder Alanya an der türkischen Riviera etwa lehnten das neue Präsidialsystem zu 59 Prozent ab. In der Provinz Mugla mit Bodrum und Marmaris sagten sogar 69 Prozent Nein beim Referendum. So zieht sich das an der Küste entlang bis nach Istanbul, wo 51 Prozent die neue Verfassung ablehnten. Die Abstimmungsergebnisse nach Regionen hat CNN Turk veröffentlicht.

Welche Folgen der Ausgang des Referendums auf den Tourismus hat, ist nicht absehbar. Möglicherweise hält sich Erdogan nach gewonnener Abstimmung nun mit Beschimpfungen und Aktionen gegen Deutsche zurück. Dann könnte das von den Veranstaltern ersehnte Last-Minute-Geschäft doch noch wahr werden.

Thomas Hartung

13. April 2017 – 13:48
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Lediglich vier Prozent der Hotelübernachtungen in Deutschland werden über Veranstalter oder Reisebüros vertrieben. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Hotelverband Deutschland (IHA) in Auftrag gegebene Studie des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis, an der sich über 1.400 Hotels in Deutschland beteiligt haben. Demnach ist der Anteil der klassischen Touristik am Hotelvertrieb nicht nur schwach, sondern mittelfristig auch rückläufig. 2013 wurden noch 5,5 Prozent der Übernachtungen über Veranstalter und Reisebüros gebucht. Immerhin: Gegenüber 2015 legte der Vertriebsanteil um 0,2 Prozent zu.

Insgesamt dominiert in der deutschen Hotellerie nach wie vor der Direktvertrieb. Buchungen über Telefon, Fax, E-Mail oder die hoteleigene Website machen zusammen 53 Prozent aus. Allerdings ist auch ihr Marktanteil insgesamt rückläufig. Profiteure dieser Entwicklung sind die großen OTAs, die ihren Anteil von 21 Prozent im Jahr 2013 auf 25 Prozent im vergangenen Jahr verbessern konnten. In der Individualhotellerie ist er mit 27 Prozent höher als in der Kettenhotellerie mit 23 Prozent. 95 Prozent des Marktes teilen dabei die drei Großen, Booking, Expedia und HRS, unter sich auf. Während Booking innerhalb von drei Jahren von 42 auf 54 Prozent zulegte, büßten die HRS-Portale mit nur noch 30 Prozent elf Prozentpunkte ein. 

Christian Schmicke

13. April 2017 – 11:27

Nach ihrem jüngsten Update enthält die Tui-Software Iris plus eine Anbindung an die Beratungssoftware Paxlounge der Firma Paxconnect. Die Schnittstelle, die nach Angaben des Veranstalters bis Anfang Mai freigeschaltet werden soll, bietet Expedienten die Möglichkeit, Angebote aus dem Urlaubsmatcher in die Paxlounge zu übertragen. Dort können sie diese bearbeiten und sie dem Kunden beispielsweise über eine persönliche Website zur Verfügung stellen. Will der Kunde eines der Angebote buchen, füllt er ein Online-Formular aus und das Reisebüro erhält eine Mail. Der Buchungsauftrag läuft zunächst in der Paxlounge auf und wird von dort in Iris plus übertragen, um die Buchung abzuschließen. Mit der Anbindung an die Paxlounge erfülle man einen „Wunsch aus dem Vertrieb“, erklärt Tui.

Neben der neuen Schnittstelle und einer neuen, farblich reduzierten Optik will die Version 12.0 mit dem Paketreisen-Urlaubsmatcher punkten, der eine direkte Abfrage der Hotel- und Flugvakanz ermöglicht Zudem seien in den Angebotslisten zusätzliche Informationen zu den Tui-Hotelmarken und -konzepten hinterlegt, die beim Verweilen mit der Maus auf dem jeweiligen Logo der Marke automatisch erscheinen, kündigt der Marktführer an.

13. April 2017 – 08:00
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Das Umweltministerium der Dominikanischen Republik erhöht die Preise für den Besuch der Nationalparks und Naturschutzgebiete des Landes. Künftig sind pro Besucher umgerechnet zwei bis zehn Euro fällig. Nach Angaben des Ministeriums sollen die höheren Eintrittspreise in die Erhaltung der ökologisch sensiblen Zonen fließen. Bei einigen Attraktionen, wie etwa der Isla Saona an der Südostspitze der Dominikanischen Republik, sei auch die Begrenzung der Besucherzahl eine Zielsetzung der höheren Preise, heißt es. Die vom Ferienort Bayahibe in nur 15 Minuten erreichbare Insel mit 300 Einwohnern wird jährlich von rund 600.000 Touristen heimgesucht. Auch in der Region um den höchsten Berg des Landes, den 3.100 Meter hohen Pico Duarte, und am populären Wasserfall Salto de Limón auf der Halbinsel Samaná soll die Preisanhebung einen weiteren Anstieg der Besucherzahl verhindern.

Widerstand gegen die Tariferhöhungen, über deren genauen Einführungstermin das Ministerium keine Angaben macht, regt sich nicht ganz unerwartet seitens der Anbieter von Exkursionen und Ausflügen. Deren Verbände Opetur und Asoture protestieren gegen die Maßnahme, die zu einem deutlichen Preisanstieg für ihre Leistungen führe. Am Dienstag demonstrierten lokale Guides im Ferienort Bayahibe gegen die "drastische Erhöhung der Eintrittspreise". Interessanterweise wendet sich auch der Verband der touristischen Presse des Landes, Adompretur, gegen die Regierungspläne. Die Lähmung der Nachfrage durch Preiserhöhungen konterkariere das Ziel, den Tourismus durch naturnahe Aktivprogramme zu diversifizieren, argumentiert er.

Christian Schmicke

13. April 2017 – 08:00

Der Fauxpas unterlief dem Marktführer diese Woche bei einer Gutschein-Aktion. Eigentlich sollten nach Angaben des Veranstalters nur 400 Online-Kunden im Großraum Hannover, die in den letzten eineinhalb Jahren eine Reise in einen Magic Life Club gebucht hatten, auf ihre nächste Tui-Reise gelockt werden. Doch für das Mailing "100 Euro Reisegutschein als Dankeschön!" wurde wohl versehentlich der gesamte Tui-Deutschland-Verteiler ausgewählt. Der Versand sei sofort nach Bemerken des Fehlers gestoppt worden, erklärt Tui nun in einem Entschuldigungsschreiben an die Agenturen. Doch da sei die Mail an die Hälfte des Verteilers schon verschickt gewesen.

"In der Ansprache waren dadurch auch Reisebürokunden, die dieses Mailing nicht erhalten sollten", räumt der Veranstalter ein. Immerhin zeigt sich der Marktführer um Wiedergutmachung bemüht. Die Aktion sei gestoppt worden und auch eine darin enthaltene Befragung, für die Telefon und E-Mail eines Tui-Mitarbeiters als Kontaktadresse angegeben waren, werde nicht durchgeführt. "Kunden, die sich bereits zu dem Austausch angemeldet haben, erhalten eine Absage sowie einen Tui-Gutschein über 100 Euro, den sie als Reisebürokunde, ausschließlich in dem Reisebüro einlösen können, in dem die letzte Buchung getätigt wurde", teilt das Unternehmen den Reisebüros mit. "Wir hoffen mit dieser Vorgehensweise den unnötigen Fehler im Sinne unserer partnerschaftlichen Zusammenarbeit ausgeräumt zu haben und bedanken uns für Ihr Verständnis."

Christian Schmicke

12. April 2017 – 12:02
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Die Airline beginnt mit den angekündigten neuen Langstreckenverbindungen von Berlin-Tegel nach San Francisco und Los Angeles später als bisher geplant. Als Grund dafür nennt CEO Thomas Winkelmann die andauernden Abfertigungsprobleme an dem Berliner Airport. Der Starttermin für die San-Francisco-Flüge wird vom 1. auf den 29. Mai verschoben. Die neue Nonstop-Strecke nach Los Angeles wird statt am 2. Mai erst am 16. Mai aufgenommen.

Winkelmann erklärt, er habe sich dazu entschieden, damit der neue Bodenverkehrsdienstleister Aeroground, den die Fluggesellschaft seit Beginn des Sommerflugplans unter Vertrag hat, die "gewonnene Zeit nutzen" könne, um seine Performance so zu verbessern, dass man "den Passagieren, insbesondere den Umsteigern, ein gutes und stabiles Produkt anbieten" könne.

Betroffene Kunden sollen "zeitnah" kontaktiert und auf Langstreckenflüge via Düsseldorf umgebucht werden. Gäste, deren Flüge Teil einer Pauschalreise sind, sollen sich an ihren Reiseveranstalter oder ihr Reisebüro wenden.

12. April 2017 – 08:08
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Nach Protesten und unzähligen empörten Kommentaren hat sich der Oscar Munoz erneut zu Wort gemeldet und die volle Verantwortung für den gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers am Sonntag auf dem Flughafen von Chicago übernommen. In einer online verbreiteten Mitteilung schreibt der United-Chef: "Das wahrhaft schreckliche Ereignis auf diesem Flug hat viele Reaktionen hervorgerufen: Zorn, Wut und Empörung. Ich teile alle diese Gefühle und vor allem: Mein tiefstes Bedauern für das, was vorgefallen ist." Außerdem entschuldigt er sich in dem Schreiben direkt bei dem Passagier. "Niemand sollte je auf diese Weise misshandelt werden", so Munoz. Und: "Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir die volle Verantwortung übernehmen und daran arbeiten, die Dinge in Ordnung zu bringen. … Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun. … Das wird nie wieder vorkommen."

Munoz kündigt in dem Schreiben an, dass auch die Praxis des Umgangs mit Überbuchungen und der Incentivierung eines freiwilligen Verzichts auf den gebuchten Flug überprüft werden solle. Das Ergebnis werde United am 30. April vorlegen.

Christian Schmicke

11. April 2017 – 18:00

Nach übereinstimmenden Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg und der russischen Nachrichtenagentur Tass erhielten russische Fluggesellschaften eine entsprechende Warnung von der nationalen Luftfahrtaufsichtsbehörde Rosaviatsia. Demnach könnte die Regierung ein erneutes Verbot von Charterflügen aussprechen. Die Fluggesellschaften sollten die erforderlichen Vorkehrungen dafür treffen, heißt es in dem von der russischen Nachrichtenagentur zitierten Schreiben. Als Grund für die mögliche Suspendierung nennt sie die "herausfordernde politische Situation in der Türkei“. Dabei dürften vor allem die unterschiedlichen Positionen im Syrien-Konflikt eine wichtige Rolle spielen.

Dem politischen Säbelrasseln könnten durchaus Taten folgen. Bereits Ende 2015 hatte Russland Charterflüge in die Türkei gestoppt, nachdem ein russischer Kampfjet von der türkischen Armee in der Nähe der syrischen Grenze abgeschossen worden war. Anschließend sank die Zahl russischer Touristen am Bosporus von 3,6 Millionen auf 870.000 im Jahr 2016. Nach einer Entschuldigung des türkischen Präsidenten Recep Tayip Erdogan hoben die Russen das Verbot von Charterflügen Ende August 2016 wieder auf.

In diesem Jahr könnte ein Charterflugverbot aus Russland die Türkei noch härter treffen als zuvor. Denn angesichts weiterhin schwacher Nachfrage aus anderen wichtigen Märkten wie Deutschland zählt Russland zu den Hoffnungsträgern für die leidgeplagte türkische Tourismusindustrie.

Christian Schmicke

11. April 2017 – 15:16
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Das attestiert der Iberischen Halbinsel und ihren Inseln jedenfalls der "Wettbewerbs-Report 2017" des Weltwirtschaftsforums. Der Index zur Wettbewerbsfähigkeit touristischer Ziele basiert auf 90 Faktoren, von der Sicherheit über die touristische und öffentliche Infrastruktur bis hin zu natürlichen und kulturellen Ressourcen. Spanien liegt in der elfjährigen Historie des Index zum zweiten Mal in Folge an der Spitze. Dahinter folgt - angesichts der Ereignisse des vergangenen Jahres etwas überraschend – Frankreich, Deutschland rangiert wie im Vorjahr auf Platz drei. Um fünf Plätze verbessert zeigt sich Japan auf Rang vier, während die USA an sechster Stelle um zwei Plätze zurückgefallen sind. Großbritannien rangiert weiterhin auf dem fünften Platz, handelt sich aber wegen des bevorstehenden Brexits eine skeptische Prognose ein. Um vier Plätze zurückgefallen ist die Schweiz, die hinter Australien, Italien und Kanada am Schluss der Top Ten landet.

Den kompletten "Travel & Tourism Competitiveness Report 2017" können Reiseprofis hier herunterladen.