07. April 2017 – 17:02

Die Europäische Kommission und die Verbraucherschutzbehörden haben 352 Preisvergleichs- und Reisebuchungsportale untersucht und festgestellt, dass auf 235 von ihnen die Preisangaben nicht zuverlässig waren. Das sind immerhin zwei Drittel der überprüften Portale. Beispielsweise seien in einer fortgeschrittenen Phase des Buchungsvorgangs ohne klare Hinweise für den Verbraucher zusätzliche Preiselemente hinzugefügt worden oder Sonderangebote seien gar nicht erhältlich, klagen die EU-Kommissare.

Unter anderem kritisiert die Kommission, dass in einem Drittel der Fälle der Preis, der zuerst angezeigt wird, nicht dem Endpreis entsprochen habe. In einem Fünftel der Fälle seien Sonderangebote nicht wirklich verfügbar gewesen. Bei fast einem Drittel sei der Gesamtpreis oder die Art und Weise seiner Berechnung nicht klar gewesen. Und in jedem vierten Fall sei nicht darauf hingewiesen worden, dass Aussagen über knappe Verfügbarkeit, zum Beispiel "nur noch 2 verfügbar", "nur heute verfügbar" sich strikt auf die eigene Website bezogen. Das „Netz für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz“ (CPC) will die Betreiber der 235 Websites, bei denen Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden, nun kontaktieren und sie zur Behebung der Unregelmäßigkeiten auffordern. Falls der Aufforderung nicht nachgekommen wird, können die nationalen Behörden je nach geltendem nationalem Recht direkt oder durch Einschaltung nationaler Gerichte Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren einleiten.

07. April 2017 – 16:27
mallorcapalma

Als "unsinnig" bezeichnet der mallorquinische Hotelverband "Fehm" die Diskussion um ein Moratorium für den Bau weiterer Stadthotels in der Hauptstadt Palma. Zum Beleg präsentiert der Verband eine Umfrage, bei der Einzelhändler in Palma und Bewohner der Insel nach ihrer Einschätzung gefragt wurden. Auf die Frage, ob die in den vergangenen Jahren eröffneten Boutique Hotels in Palmas Altstadt der Wirtschaft und der wirtschaftlichen Situation der Bürger positive Impulse gegeben hätten, antworteten laut Fehm von 141 befragten Einzelhändlern 88,9 Prozent mit ja. Und von 779 Altstadtbewohnern stimmten dem 83,7 Prozent zu. Die Frage, ob sich dank der Boutique-Hotels die Qualität des Tourismus in der Stadt verbessert habe, beantworteten jeweils 92 Prozent der Einzelhändler und der Bewohner mit ja.

Verbandspräsidentin Immacula Benito unterstreicht zudem, dass die derzeit bestehenden 36 Boutique Hotels mit ihren 800 Betten nicht für die Wohnungsnot und steigende Mietpreise in Palma verantwortlich seien. "Bevor die ersten Unternehmer von 2007 an in Hotels in der Innenstadt investierten, war Palmas Zentrum eine Schlafstadt auf dem Weg des Verfalls. Die meisten Boutique-Hotels entstanden in Altstadtpalästen, die lange Zeit leer gestanden hatten", erklärt sie. Vielmehr seien die Zustände auf dem Wohnungsmarkt das Ergebnis der illegalen Ferienvermietung in Privatwohnungen, gegen die die Behörden zu lange nichts unternommen hätten. Falls alle bestehenden Pläne für neue Hotelprojekte in der Hauptstadt umgesetzt werden, verdoppelt sich deren Zahl auf etwa 70.

07. April 2017 – 15:00
flaggenstrandflickr

Zwei Drittel der rund 300 Touristiker, die an der Gloobi-Umfrage zum Gästemix in der Ferienhotellerie teilnahmen, halten das Zusammentreffen von deutschen und russischen Urlaubern im selben Hotel für problematisch. Nur etwas mehr als ein Prozent der Reiseprofis ist davon überzeugt, dass die deutsch-russische Freundschaft am Urlaubsort gut funktioniert. Der Begegnung zwischen deutschen Urlaubern und Vertretern anderer Nationen trauen die Umfrageteilnehmer deutlich mehr Potenzial für ein nettes Miteinander zu. Am beliebtesten sind dabei offenbar Feriengäste aus den nordischen Ländern, denen 78 Prozent attestieren, sie harmonierten mit Reisenden aus Deutschland. Positiv ist die Einschätzung auch zu den Spaniern, denen immerhin 64 Prozent bescheinigen, dass sie gut zu deutschen Gästen passen. Insgesamt ist die überwiegende Mehrheit der Touristiker bei Angehörigen aller Nationalitäten mit Ausnahme Russlands davon überzeugt, dass sie gut oder wenigstens mittelprächtig mit deutschen Urlaubern harmonieren.

Dass die jüngste Ankündigung von Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser, den deutsch-britischen "Handtuchkrieg" ad acta zu legen und das Gros der Hotels in den wichtigsten Ferienzielen künftig parallel in Deutschland und Großbritannien zu vermarkten, eine gute Idee ist, glauben rund 37 Prozent der Befragten. 17 Prozent schränken ein, der teutonisch-angelsächsische Gästemix funktioniere nur, so lange keine der beiden Gruppen zu dominant im Hotel vertreten sei. 27 Prozent der Touristiker meinen hingegen, die Urlaubsgewohnheiten beider Nationen harmonierten überhaupt nicht gut miteinander. Sie befürchten, dass Spannungen und Reklamationen künftig zunehmen könnten. 24 Prozent vertreten die Auffassung, deutsche und britische Gäste zusammenzubringen, sei nur in der gehobenen Hotellerie unproblematisch.

Aus vielen Kommentaren der Teilnehmer geht hervor, dass sie weniger die Nationalität der Gäste für entscheidend halten, als die Frage, um welchen Urlaubertypus es sich handelt. Eine wirklich internationale Belegung der Hotelbetten mit Angehörigen mehrerer Nationalitäten halten die Touristiker ohnehin für unproblematisch. Zahlreiche Reiseprofis argumentieren zudem, in einer globalisierten Welt sollte die Frage kein Thema mehr sein. Manch einer zeigt sich überrascht, dass große Veranstalter bei der Vermarktung überhaupt zwischen ihren Quellmärkten differenzieren. Und einige Zeitgenossen meinen gar, allein die Frage nach dem Nationalitätenmix in der Ferienhotellerie verstoße gegen die Antirassismusrichtlinie der EU.

Christian Schmicke

07. April 2017 – 13:49
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In wenigen Wochen sollen Reisebüros und Urlauber über eine kostenlose App auf einige Features des globalen Krisen-Informationssystem "Global Monitoring" von A3M zugreifen können. Das Unternehmen betreibt ein weltweites Frühwarn-, Informations- und Kommunikationssystem für das Krisenmanagement. Zu den Nutzern des webbasierten Global-Monitoring-Tools zählen Reiseveranstalter wie Tui, DER Touristik und Thomas Cook sowie viele andere Unternehmen. Der DRV ernannte A3M Global Monitoring zum Branchenstandard.

Zur Informationsbeschaffung beobachten die Krisenexperten laufend die weltweite Nachrichtenlage und bereiten sie auf Wunsch individuell für die Nutzer auf. Die Mitarbeiter arbeiten wie eine Redaktion und beziehen die Neuigkeiten aus mehr als 200 internationalen Quellen, wie etwa den Newstickern der Nachrichtenagenturen, vom Auswärtigen Amt oder den Behörden anderer Länder. Dabei sondieren sie den Nachrichtenwert und bereiten den Inhalt als kurze Zusammenfassung auf. Zu den weltweiten Krisenszenarien, die A3M beobachtet, zählen etwa Naturkatastrophen sowie akute politische Unruhen.

In der kostenlosen Basisversion liefert die Startseite von Global Monitoring einen Überblick über aktuelle Ereignisse, die Risiken für Urlaubs- oder Geschäftsreisende bergen können. Zahlende Kunden von A3M Global Monitoring haben Zugriff auf einen Login-Bereich mit detailliertem Kartenmaterial und einer Übersicht aller erfassten Krisenereignisse. So erhalten sie je nach Auftrag Informationen, die für ihre Mitarbeiter auf Reisen relevant sind. Diese werden etwa über Travel Alerts, Travel Tracking sowie ein automatisches Warnsystem via SMS und E-Mail kommuniziert. Diese Services sind zusätzlich kostenpflichtig. (sf)

06. April 2017 – 16:13

Am Donnerstag kam es in Chicago, Atlanta, Detroit, Charlotte und Cincinnatti zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen. Auch für Freitag wird mit Behinderungen gerechnet. Detaillierte Infos finden Sie hier.

06. April 2017 – 15:54
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Damit verabschiedet sich der irische Billigflieger von einem grundlegenden Element seiner Low-Cost-Strategie. Denn bislang war die Nutzung von Ryanair-Verbindungen, die das Umsteigen an einem Airport erforderten, ein aufwändiges Vabanquespiel. Kunden konnten zwar die Flüge buchen, aber mit der komplexen Logistik, die echte Anschlussverbindungen mit sich bringen, wollte Ryanair nichts zu tun haben. Ob der gewünschte Anschluss klappt und wie das Gepäck vom einen Flieger in den anderen gelangt, ist bis heute allein Sache des Kunden. Das soll sich demnächst ändern. Noch im April will der Carrier die ersten Umsteigeverbindungen buchbar machen. Starten soll das Projekt am Flughafen Rom-Fiumincino, den Ryanair aus Deutschland derzeit nicht anfliegt. Im Laufe des Jahres, so der Plan, wird es auf andere Airports und zudem auf Anschlüsse mit anderen Fluggesellschaften ausgeweitet.

Überraschend kommt dieser Schritt nicht. Denn zuvor hatte die Fluggesellschaft bereits verkündet, dass sie mit Norwegian über Zubringerflüge für deren Langstrecken verhandele. Auch mit Aer Lingus und weiteren potenziellen Partnern seien solche Vereinbarungen denkbar.

Christian Schmicke

05. April 2017 – 15:36

Wenn es tatsächlich so ist, dass jeder Trend aus den USA früher oder später über den großen Teich zu uns schwappt, steht Reisebüros ein umfassender Wandel bevor. Laut einer Studie der American Society of Travel Agents (ASTA) arbeiten in den Vereinigten Staaten mittlerweile 40 Prozent aller Reisebüros von zu Hause aus. Etwa die Hälfte der heimarbeitenden Reiseverkäufer beschäftigt Angestellte. Der Anteil der Büros, die an einem Standort abseits der eigenen vier Wände vertreten sind, liegt bei 46 Prozent. An mehreren Standorten zeigen zwölf Prozent Flagge.

Nicht unmittelbar auf Europa übertragbar dürften unterdessen die Modelle sein, nach denen die Angestellten US-amerikanischer Reisebüros bezahlt werden. 63 Prozent werden über Stundenlöhnen vergütet, monatliche Gehälter erhalten 37 Prozent. 17 Prozent der Stundenlöhner und 14 Prozent der Gehaltsempfänger erhalten neben einer festen Vergütung auch eine variable Komponente in Form einer Provision.

Christian Schmicke

05. April 2017 – 15:11

Die neue Zahlungsmethode können Reisebüros für ihre Kunden nutzen, wenn sie für Direktinkasso bei Sunny Cars freigeschaltet sind. In diesem Fall können ihre Kunden den Rechnungsbetrag per Banküberweisung begleichen. Die Mindestvorlaufzeit für eine Buchung mit der neuen Zahlungsart beträgt sieben Tage. Neben dem Kauf auf Rechnung bleiben die bereits vorhandenen Bezahlmöglichkeiten von Sunny Cars über Paypal, Paydirekt, Bankeinzug oder Kreditkarte bestehen. Bei allen Zahlungsarten erfolge die Belastung 14 Tage vor Anmietung des Fahrzeugs. Zusätzliche Gebühren fallen laut Sunny Cars bei keiner der genannten Zahlungsweisen an.

05. April 2017 – 14:28
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Das stellt der „Branchenreport Hotelmarkt Deutschland“ des Hotelverbands Deutschland (IHA) fest. Im vergangenen Jahr gingen insgesamt 66 Millionen Übernachtungen auf das Konto ausländischer Gäste, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 2015 war das Wachstum mit fast sechs Prozent mehr Übernachtungen noch deutlich höher ausgefallen. Die Zahl der Übernachtungen inländischer Gäste in Hotels, Hotels garnis, Gasthöfen und Pensionen stieg 2016 um gut drei Prozent auf 214 Millionen. Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von 280 Millionen Übernachtungen und ein Plus von 2,8 Prozent. Die Umsätze der Hotellerie legten um vier Prozent auf 26 Milliarden Euro zu. Die durchschnittliche Auslastung verbesserte sich leicht auf nun 71 Prozent, der durchschnittliche Netto-Zimmerpreis ohne Frühstück und Mehrwertsteuer kletterte um 3,5 Prozent auf 93 Euro.

Obwohl die Branche immer wieder über Überkapazitäten in manchen Regionen klagt, wird weiterhin kräftig in neue Hotels investiert. Laut IHA sind für die nächsten drei Jahre bundesweit 571 Neu-, Um- und Ausbauten geplant. Im Vorjahr lag die Zahl bei 517. Werden alle angekündigten Hotelbauprojekte auch realisiert so der Verband, drängen damit 85.115 zusätzliche Zimmer auf den deutschen Hotelmarkt.

05. April 2017 – 12:52
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Die rund 8.000 Reisebüros des Kooperationsverbundes QTA können nun, wie von QTA-Chef Thomas Bösl im Dezember angekündigt, Reiseunterlagen in Booklet-Form für ihre Kunden anfordern. Die Bestellung erfolgt  über die Website des Dienstleisters Infox, die ersten 10.000 Unterlagensätze erhalten die Büros kostenlos. Dabei gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Anschließend ist der Service in drei Preis- und Qualitätsstufen unterteilt. Jede teilnehmende Agentur bezahlt eine monatliche Pauschale von fünf Euro zuzüglich 1,49 bis 2,49 Euro für acht bis 20 Blätter in der Basisvariante. Diese umfasst ein Deckblatt sowie ein Anschreiben und Kofferanhänger aus reißfestem Papier mit Logo und Kontaktdaten des Reisebüros. Bei der gehobenen Variante für 3,95 Euro werden die Unterlagen in einer schwarzen Tickettasche aus Stoff angeliefert. Bei der Luxusversion für 6,95 Euro liegen die Unterlagen in einer silberfarbenen "Premiumbox" mit einem Aufkleber, auf dem Logo und Adresse des Reisebüros platziert sind.

Um teilzunehmen, müssen sich die Agenturen einmalig auf www.infox.de anmelden. Dann können sie in der Rubrik "Reiseunterlagen“ ihr Reisebüro hochladen und ihre Daten sowie eingestellte Unterlagen per Druckvorschau anschauen. Einzelne Bestellungen werden jeweils per E-Mail an Infox geschickt. Die Zahl der Anmeldungen für die Teilnahme an dem Service-Projekt ist auf 500 pro Woche limitiert. (SF)