14. Februar 2017 – 10:01
transavia

Mit ambitionierten Plänen und vier stationierten Boeing 737 startete die Air-France-KLM-Tochter als erste Low-Cost-Airtline im November 2015 Flüge von München zu Zielen in Europa, Nordafrika und Israel. 120 zusätzliche Arbeitsplätze sollten auf diese Weise geschaffen werden, kündigte die Airline damals an, und: "Bayern bekommt eine neue Fluggesellschaft." Damit ist im Herbst nach nur zwei Jahren Schluss. Zum Winterflugplan schließt Transavia die Basis im Erdinger Moos und fliegt ab München nur noch nach Amsterdam und Eindhoven.

"Wir haben entschieden, unsere Strategie zu ändern und uns auf Wachstum innerhalb unseres Heimatmarktes zu konzentrieren", begründet Transavia-Chef Mattijs ten Brink das Aus für die Basis. "Deshalb und aufgrund der sorgfältig ausgewerteten Profitabilitätsaussichten ist eine Basis in München nicht länger Teil dieser Strategie.“

Dass der Rückzug wenige Wochen nach der Ankündigung von Eurowings erfolgt, zum Sommer ab München mit vier Flugzeugen zu 32 Zielen zu starten, dürfte kein Zufall sein. Offenbar sieht sich die Air-France/KLM-Billiglinie einem Preiskampf mit dem Low-Cost-Ableger des Platzhirsches Lufthansa nicht gewachsen.

Der Transavia-Rückzug aus München ist nicht die erste Fluchtbewegung einer Billiglinie von einem der großen deutschen Drehkreuze. Kürzlich hatte die IAG-Tochter Vueling die Aufgabe der Verbindung Frankfurt – Barcelona angekündigt.

13. Februar 2017 – 18:46
thailandhivesters-takhetour

Obwohl die seit Jahren andauernden innenpolitischen Auseinandersetzungen im Land keineswegs gelöst sind, sondern durch die aktuell regierende Militärregierung lediglich unter dem Deckel gehalten werden, boomt der Tourismus in Thailand. Die offizielle Statistik weist für 2016 32,6 Millionen ausländische Besucher aus, das sind knapp neun Prozent mehr als im Vorjahr. Den größten Anteil machen mit mehr als einem Viertel der Touristen die Chinesen aus, aber auch die Zahl der Besucher aus Deutschland wächst beständig und stieg im vergangenen Jahr auf über 800.000.

Schattenseiten des Erfolges. Freilich hatte der starke Zuwachs im Incoming-Geschäft für Thailand nicht nur positive Aspekte, sondern auch seine Schattenseiten. So basierte der Anstieg der Zahl chinesischer Gäste nicht zuletzt auf billigen Lockangeboten, den so genannten "Zero-Dollar-Tours“. Ähnlich, wie es deutsche Urlauber vor Jahren in den Wintermonaten  in der Türkei erlebten, wurden die Touristen dabei mit extrem niedrigen Preisen geködert, um anschließend von einer Verkaufsveranstaltung zur nächsten gekarrt zu werden. Nachdem die Behörden beider Länder erkannt haben, das dies weder für die chinesischen Urlauber gut ist noch für das Image Thailands als Reiseziel, versucht man, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Offenbar mit Erfolg: So stellte Thailands Vizepremier Thanasak Patimaprakorn kürzlich bei einem Branchenevent fest, der Anteil der "Qualitätsurlauber“ sei 2016 deutlich angestiegen. "Wir müssen weiter daran arbeiten, die Besucherströme durch neue Attraktionen von den Massenzielen in andere Regionen unseres Landes zu lenken", sagte er.

Ziele abseits ausgetretener Pfade. Auch die Thailand-Werber im deutschen Markt wollen sich nicht auf dem Anstieg der Besucherzahlen ausruhen, sondern die Gunst der Stunde nutzen, um auch weniger bekannten Teilen des Landes zu mehr Besuchern zu verhelfen. Ein Projekt, das dazu beitragen soll, seien die "Hidden Gems“, die "verborgenen Perlen“ des Landes, erläutert Denduen Luengcheng, Direktorin des thailändischen Fremdenverkehrsamts in Frankfurt. Das Projekt stellt zwölf wenig bekannte Provinzen in den Mittelpunkt, die es an Kultur und Naturschönheit "durchaus mit den populären Urlaubsdestinationen aufnehmen können“, wie Luengcheng versichert. Dazu gehört etwa die Provinz Nakhon Si Thammarat, rund 780 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok gelegen. Die gleichnamige Provinzhauptstadt, deren historische Stadtmauer bereits in einer Chronik von 1278 erwähnt wird, gehört zu den ältesten Städten des Landes und gilt als wichtigstes Zentrum des Buddhismus. Nakhon Si Thammarat sei vor allem für seine pittoresken Landschaften, schöne Strände, Tempel und die Kunst des Schattenspiels bekannt, berichtet die Verkehrsamtschefin. Zwei Nationalparks bieten Naturfreunden Einblicke in die heimische Flora und Fauna.

Lebhafte Startup-Szene. Daneben seien in Thailand auch viele neue Unternehmen entstanden, die sich ökologischen Tourismusprojekten und der Nutzung und Förderung lokaler Ressourcen verschrieben habe, erzählt Luengcheng. Als Beispiel führt sie die Schwestern Achi und Mint an. Die Gründerinnen von "Hivesters“, zwei junge Frauen, die aus einer Hoteliersfamilie in Bangkok stammen, bieten unter dem Slogan "Erlebe Thailand wie die Einheimischen“ Tagestouren an. Sie drehen sich um Alltagskultur, Traditionen und Kulinarik und beinhalten oft Besuche bei Familien, die den Gästen einen Einblick in ihr Leben gewähren. Mittlerweile ist die Angebotspalette des jungen Unternehmens beachtlich. Sie erstreckt sich von Citytouren in Bangkok über Kochkurse bis hin zu Trainings in Thai-Boxen und Urlaub auf einer Bio-Reisfarm bei Chiang Mai.

Natürlich weiß die Verkehrsamtschefin, dass die wachsende Zahl grüner Angebote abseits der ausgetretenen Pfade den klassischen Badeurlaub nicht ersetzen kann. "Ein Anteil nachhaltiger Angebote von zehn Prozent wäre schon ein Erfolg“, sagt sie. Dabei setzt sie hierzulande vor allem auf die Zusammenarbeit mit kleineren und mittelgroßen Veranstaltern von Studien- und Erlebnisreisen.

13. Februar 2017 – 14:15

Reisebüros sind dazu verpflichtet, ihre Kunden auf die Möglichkeit des Abschlusses einer Reiserücktrittskosten- und einer Rücktransportkostenversicherung hinzuweisen. Nebenbei lässt sich damit eine ansehnliche Provision verdienen. Doch wie sieht es mit dem Versicherungsverkauf im Reisebüroalltag aus? Ist er für Sie Lust oder Last, Chance oder Pflichtübung mit unangenehmem Beigeschmack? Machen Sie mit bei unserer Blitzumfrage! Die Teilnahme dauert nicht länger als eine Minute. Counter vor9 Umfrage

13. Februar 2017 – 13:52

Lufthansa rüstet ihre Programmierschnittstelle Open API mit einer Buchungsfunktion aus. Das neue Angebot für die Schnittstelle, über die bisher vorwiegend Flugdaten abgefragt werden, richte sich zum Beispiel an Eventplattformen, die ihren Kunden dann etwa neben Konzertkarten auch Flüge mit den Airlines der Lufthansa Group anbieten und sie über die eigene Website buchbar machen könnten. Um potenziellen Partnern das Angebot schmackhaft zu machen, sollen diese "für die prominente Darstellung von Lufthansa-Produkten auf ihren Online-Plattformen eine Vergütung erhalten, wenn durch die API-Einbindung Buchungen auf lufthansa.com generiert werden", kündigt Vertriebschefin Heike Birlenbach an. Mit der Einrichtung der Buchungsfunktion trage man "der wachsenden Bedeutung digitaler Vertriebsplattformen Rechnung".

Die Airline stellt sich vor, dass die Entwickler von Ticket-Plattformen deren Eventkalender mit Buchungsdaten der Lufthansa-Airlines verknüpfen und ihren ein Paket aus Veranstaltungsticket und Flügen bieten. Denkbar seien auch Buchungsplattformen, die Wetterdaten mit Flugdaten abgleichen und für Kurztrips ausschließlich solche Destinationen anzeigten, für die schönes Wetter vorhergesagt werde. Damit könnten Flugangebote "kontext- und bedürfnisrelevant in Drittkanäle integriert werden".

Laut Lufthansa greifen derzeit etwa externe Dienste wie „Flightstats“ und „Flight Aware“ auf Daten der API zu, um Reisenden in Echtzeit Auskünfte zum Status von Lufthansa-Flügen zu geben. Außerdem bedient sich der kürzlich gestartete Chat-Bot "Mildred" der Fluginformationen, die er über die API bezieht. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Plattform nach Lufthansa-Angaben rund 118 Millionen Zugriffe.

12. Februar 2017 – 13:05
norwegianstar

Das Kreuzfahrtschiff wurde am Freitag rund 30 Kilometer von der australischen Küste entfernt manövrierunfähig und musste in den Hafen der Stadt Melbourne geschleppt werden, wo es am Samstag eintraf. Die "Norwegian Star" befand sich auf dem Weg von Sydney nach Neuseeland, als der Schaden auftrat. Nach Angaben der Reederei funktionierten die Versorgung der Gäste an Bord und die Energiezufuhr jederzeit einwandfrei.

Norwegian Cruise Line entschuldigte sich für den Vorfall  und stellte es den Gästen frei, nach der Ankunft des Schiffes in Melbourne an Bord zu bleiben, bis der Schaden behoben ist, oder mit dem Flugzeug nach Auckland in Neuseeland zu reisen. Sie sollen in Höhe des vollen Reisepreises entschädigt werden und auf ihre nächste Reise 50 Prozent Rabatt erhalten. Zudem werden von NCL für Flugbuchungen und Umbuchungen von Flügen jeweils 300 bis 350 Dollar zur Verfügung gestellt. Die kommende Kreuzfahrt mit der "Norwegian Star", die am 18. Februar in Auckland beginnen soll, werde voraussichtlich wie geplant starten, erklärte die Reederei. Die Reparaturarbeiten begannen am Sonntagmorgen, und bis Dienstag soll das Schiff repariert sein und die Reise nach Auckland antreten, um dort am nächsten Samstag einzutreffen.

Das 2001 gebaute Kreuzfahrtschiff bietet Platz für 2.348 Passagiere. Die nächste Reise soll  von Auckland nach Singapur führen, am 9. März ist die Weiterreise von Singapur in die Vereinigten Arabischen Emirate geplant. Seit Dezember waren bei dem Schiff wiederholt Antriebsprobleme aufgetreten.

10. Februar 2017 – 07:35

Nach zuvor frühlingshaften Temperaturen sorgte der massive Wintereinbruch für Chaos. Rund 3.200  Flüge wurden gestrichen, mehr als die Hälfte davon an den Airports in New York und Boston. Dort fielen etwa zwei Drittel aller geplanten Flüge aus. Landesweit kam es zu rund 4.000 Flugstreichungen und 5.700 Verspätungen. Auch im übrigen Verkehr brachte der Schneesturm massive Behinderungen mit sich. Im Laufe des Tages türmte sich der Schnee auf eine Höhe von rund 30 Zentimetern. Viele öffentliche Einrichtungen und Schulen blieben in New York City, Boston und Philadelphia geschlossen. Der Bürgermeister von New York forderte die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. Für die nächsten Tage wird mit weiteren, allerdings weniger heftigen Schneefällen gerechnet.

09. Februar 2017 – 17:17

Der Verband will seine Ausschussarbeit effizienter gestalten und strukturiert die Gremien dafür neu. Insgesamt reduziert sich die Zahl der Ausschüsse deutlich. Der Ausschuss Betriebswirtschaft wird als Arbeitsgemeinschaft Reisebüro-Barometer beim Ausschuss Statistik und Marktwirtschaft angegliedert. Der Ausschuss Gruppen- und Incoming-Tourismus wird in zwei Teile aufgeteilt, von denen der für Gruppenreisen im Ausschuss Auslandstourismus angesiedelt und der andere in den DRV-Ausschuss Deutschland-Tourismus und deutschsprachige Länder integriert wird. Der Ausschuss Bahn wird in den DB-Agenturbeitrat überführt und als Arbeitsgemeinschaft Bahn an den vorhandenen DRV-Expertenkreis Reisevertrieb angebunden. Verbandsvorstand Joachim Horn soll die Bahnthemen in den Expertenkreis tragen. Um bei Flugthemen Synergien zu schaffen, geht der Ausschuss Touristischer Flugverkehr im DRV-Ausschuss Flug auf.

08. Februar 2017 – 16:35
manhattanfotonyccompany

Der Chef der Marketingorganisation NYC & Company Today, Fred Dixon, ist besorgt, dass Donald Trumps restriktive Einreisepolitik das Image der US-Metropole als weltoffene, tolerante Stadt zerstören könnte. Auf Facebook postete die Organisation Ende vergangener Woche. "Wir wollen zwei großartige Eigenschaften New Yorks hervorheben: Toleranz und Vielfalt. Diese Qualitäten sind Teil unseres Einwanderer-Vermächtnisses. Sie spiegeln sich in unseren Straßen, den verschiedenen ethnischen Gemeinschaften in den Vierteln unserer Stadt und in den historischen Hallen auf Ellis Island. Wir werden immer Menschen verschiedenster Herkunft herzlich umarmen, um die Überzeugung, auf der New York gegründet ist, zu verdeutlichen: Alle sind willkommen."

"Wir haben über viele Jahre so hart daran gearbeitet, zu zeigen, dass die Vereinigten Staaten ein gastfreundliches Land sind", wird Dixon im Fachmagazin "Travel Weekly" zitiert. "Wir haben dabei große Fortschritte erzielt und sind nun sehr besorgt, dass alle Mühe vergeblich gewesen sein könnte."  Zwar existierten noch keine Zahlen zu einem Nachfrageschwund  aufgrund der von Trump verhängten Einreiseverbote, doch es gebe erste Indikatoren. So habe New York bei der Bewerbung zur Austragung einer Tagung des Weltverbandes der Reiseleiterorganisationen im Jahr 2019 wegen der Einreisepolitik  nicht den Zuschlag erhalten. Zudem habe ein deutsches Lifestyle-Magazin aus demselben Grund entschieden, in diesem Jahr keine USA-Features zu bringen, so Dixon. Und im kanadischen "Toronto Star" sei die Aufforderung zu lesen gewesen, USA-Reisen zu boykottieren.

Die New-York-Werber haben nun ihre Marketing-Kampagne abgeändert und wollen sie auf die Botschaft "Alle sind willkommen" konzentrieren. Das sei keineswegs so geplant gewesen, sagt Dixon, "aber uns bleibt keine andere Wahl". Alle Ressourcen müssten nun darauf ausgerichtet werden, den Folgen der Abschottungspolitik entgegenzusteuern.

08. Februar 2017 – 14:59
bayern

Das zeigen auch die Zahlen der "Deutschen Tourismusanalyse", die die "BAT-Stiftung für Zukunftsfragen" am Mittwoch vorstellte. Demnach hat der Anteil der Reisenden, die ihren Urlaub in Deutschland verbrachten, um zwei Prozentpunkte auf 34 Prozent zugelegt. Besonders stark profitierten davon Bayern mit einem Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Schleswig-Holstein mit 20 Prozent mehr Reisenden und Baden-Württemberg mit einem Wachstum von 15 Prozent. Negativ entwickelte sich die Nachfrage für Mecklenburg-Vorpommern. Zwar liegt das Bundesland mit einem Anteil von sieben Prozent der Inlandsurlauber gemeinsam mit Bayern bundesweit an der Spitze, doch gegenüber dem Vorjahr ging die Touristenzahl laut Tourismusanalyse um 13 Prozent zurück.

Bei den Auslandszielen liegt Spanien mit deutlichem Abstand vor Italien, Österreich und der Türkei, die bekanntermaßen erhebliche Einbußen hinnehmen musste.

07. Februar 2017 – 21:39
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Das britische Justizministerium prüft die Geschäftspraktiken von Anwaltskanzleien, die britische Urlauber in Spanien dazu ermutigt haben sollen, bei Hotels und Veranstaltern Schadenersatzansprüche für vermeintliche Magen-Darm-Erkrankungen einzufordern. Derartige Fälle waren im vergangenen Jahr gehäuft in spanischen Urlaubsregionen aufgetreten (Gloobi.de berichtete). Nach Darstellung örtlicher Hotelverbände sollen Mitarbeiter der Kanzleien Urlauber in den Destinationen angesprochen und aufgefordert haben, im Hotel zu erklären, sie seien nach einer dort eingenommenen Mahlzeit erkrankt und forderten nun eine Kompensation des erlittenen Schadens. Den Großteil der Summe sollen im Erfolgsfall die Schadenersatzeintreiber kassiert haben.

Die spanischen Hoteliers verwiesen in diesem Zusammenhang darauf, dass sich entsprechende Klagen britischer Urlauber vervielfacht hätten, während sich die deutschen und französischen Gäste in ihren Häusern offenbar bester Gesundheit erfreuten. Nach Informationen des britischen Fachblatts "Travel Weekly" zeigte sich der britische Branchenverband Abta erfreut, dass nun eine formelle Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet wurde. Dies sei sowohl im Interesse der Industrie als auch der Kunden, die wirkliche Ansprüche anzumelden hätten, dringend geboten, sagte der Justitiar des Verbandes, Simon Bunce, dem Blatt. Die Zeitung "Mail on Sunday" zitiert einen Sprecher des Justizministeriums mit der Bemerkung, die Aufklärung von Betrugsfällen in diesem Sektor habe für seine Behörde "höchste Priorität".

In Großbritannien wird vermutet, dass die massive Zunahme der Urlauberbeschwerden auf einem Strategieschwenk im Geschäftsmodell der Schadenersatzeintreiber basiert. Viele von ihnen hatten zuvor ihr Geld mit der Einforderung von Schadenersatz für angebliche Schleudertraumata nach Verkehrsunfällen verdient. Dieser Praxis hatten die Justizbehörden jüngst einen Riegel vorgeschoben.