02. Februar 2017 – 10:54

Wie jetzt bekannt wurde, hat der kanadische Erlebnisreisespezialist zwar die Markenrechte am insolventen britischen Kreuzfahrtveranstalter Swan Hellenic erworben, nicht aber das einzige Schiff, das das Unternehmen betrieb. Britische Medien berichten, die "Minerva" sei an den Eigentümer zurückgegeben worden. Mit welchen Schiffen G Adventures nun die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs im nächsten Jahr plant, ist noch nicht bekannt. Auch über mögliche Routen hüllt sich der Anbieter noch in Schweigen. Zudem ist unklar, ob die britische Traditionsmarke künftig auch außerhalb des Königreichs vermarktet wird. Als wahrscheinlich gilt, dass Großbritannien weiterhin den größten Anteil der Kundschaft stellen soll. Dem Muster der Gruppenreisen von G Adventures entsprechend dürften sich die Kreuzfahrten aber insgesamt an ein internationales Publikum richten.

Im Vertrieb in Deutschland verzeichnet G Adventures übrigens einen Abgang. Frank Schläfer, erst seit Oktober als Vertriebschef für die deutschsprachigen Märkte in Diensten der Kanadier, hat das Unternehmen zum Jahresende wieder verlassen. Seine Nachfolge ist noch nicht geregelt.

01. Februar 2017 – 20:59
minervai

Der kanadische Reiseveranstalter G Adventures hat die britische Kreuzfahrtmarke Swan Hellenic gekauft. Das Unternehmen betrieb das Kreuzfahrtschiff "Minerva", bis es im Zuge der Pleite der Muttergesellschaft All Leisure Group zum Jahresbeginn den Geschäftsbetrieb einstellte. Das Kreuzfahrtschiff, das bis zu 352 Passagieren Platz bietet, soll von 2018 an wieder in See stechen. Die Routen, auf denen es unterwegs sein wird, will G Adventures im Sommer bekannt geben.

Durch den Kauf von Swan Hellenic werde G Adventures das Angebot, das sich derzeit auf Erlebnisreisen in internationalen Gruppen konzentriert, um Kreuzfahrten auf kleinen Boutique-Schiffen erweitern, kündigt John Warner an, der für die internationalen Vertriebsaktivitäten des Veranstalters zuständig ist.

Der Kauf von Swan Hellenic ist nicht die erste Akquise von G Adventures aus dem Portfolio der All Leisure Group. Kürzlich hatten die Kanadier die britischen Gruppenreise-Veranstaltermarken Travelsphere und Just You übernommen.

Die "Minerva" hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1989 ursprünglich als sowjetisches Forschungsschiff gebaut, fuhr sie bereits von 1996 bis 2003 für die damalige P&O-Tochter Swan Hellenic. Anschließend war das Schiff unter anderem für Saga Cruises und Abercombie & Kent unterwegs. In Deutschland wurde die "Minerva" bis 2007 in den Sommermonaten von Phoenix Reisen als "Alexander von Humboldt" auf Tour geschickt. (CS)

01. Februar 2017 – 11:46
etihadlhgroupkooperation

Die beiden Airlines weiten ihre Kooperation, die mit einem Codeshare-Abkommen für die Strecken Frankfurt – Rio de Janeiro und Abu Dhabi – Frankfurt sowie der Miete von 38 Maschinen der Etihad-Beteiligung Airberlin begann, auf die Bereiche Catering und Service aus. Die Lufthansa-Töchter LSG Sky Chefs und Lufthansa Technik sollen künftig für den Golfstaaten-Carrier aktiv werden. Das Catering-Unternehmen LSG soll die Belieferung von Etihad-Flugzeugen an 16 Standorten außerhalb Abu Dhabis übernehmen. Außerdem kündigten die Airlines an, dass Etihad an den Drehkreuzen Frankfurt und München an die Terminals von Lufthansa umzieht. Insgesamt wird das finanzielle Volumen der Zusammenarbeit im Bereich Catering während der zunächst vierjährigen Vertragslaufzeit auf 90 Millionen Euro beziffert. Für die Wartung, Reparatur und Generalüberholung von Flugzeugen wurde zunächst eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Um dies zu verbreiten, hatten beide Airlines eigens eine gemeinsame Pressekonferenz mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr und dem scheidenden Etihad-CEO James Hogan in Abu Dhabi anberaumt. Spohr bezeichnete die Kooperation im Servicebereich als Startpunkt, dem weitere Schritte folgen könnten. Hogan, der dem Vernehmen nach wegen der anhaltend hohen Verluste der von ihm eingefädelten Beteiligungen an Airberlin und Alitalia seinen Hut nehmen muss, kündigte an, man werde weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen Etihad und ihren Beteiligungen auf der einen, sowie Lufthansa auf der anderen Seite prüfen.

Für beide Fluggesellschaften markiert die nunmehr vertiefte Zusammenarbeit eine Abkehr von früheren Strategien. Etihad hatte bisher, von einige Ausnahmen wie Kooperationen mit Air France-KLM und Aer Lingus abgesehen, die Sicherung von Einfluss durch Beteiligungen anderen Partnerschaften vorgezogen. Und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zählte, ebenso wie seine Vorgänger, zu den schärfsten Kritikern der rasch expandierenden Fluggesellschaften aus der Golfregion. Er warf ihnen vor, mit Hilfe staatlicher Subventionen das Geschäft anderer Airlines, die aus eigener Kraft existieren müssten, zu ruinieren. Zu diesem Thema sagte Spohr nun, die Kritik an der massiven Unterstützung von Gesellschaften durch ihre Staaten erhalte er weiter aufrecht. Doch auch, wenn man in manchen Punkten unterschiedlicher Meinung sei, zahle sich eine Kooperation zum beiderseitigen Nutzen aus.–

01. Februar 2017 – 10:41
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Die griechische Fluggesellschaft, die zur Gruppe des Veranstalters Mouzenidis gehört, nimmt ihre Flüge von München, Stuttgart und Köln nach Thessaloniki bereits zum Start der Osterferien auf, und damit drei Wochen früher als ursprünglich geplant. Von Frankfurt aus fliegt die Airline vom 10. Juni an nach Thessaloniki. Flüge nach Kreta-Heraklion stehen von München ab dem 3. Mai und von Berlin-Tegel ab 28. Mai 2017 auf dem Plan. Als Grund für den früheren Beginn der Verbindungen von München, Stuttgart und Köln nennt Maria Sideroglou, Verkaufsleiterin bei Mouzenidis Travel, eine starke Nachfrage für Griechenland-Reisen. Dieser Trend wird auch von anderen Veranstaltern bestätigt.

Neben Pauschalreisen, für die Reisebüros eine Provision von elf Prozent erhalten, vergütet Mouzenidis Travel nun auch den reinen Flugverkauf. Dafür zahlt das Unternehmen drei Prozent Provision.

31. Januar 2017 – 16:08
spanienriojalariojaturismo

Dank eines starken Monats Dezember fällt das Besucherplus für Spanien im Jahr 2016 noch üppiger aus als bisher. Die Zahl internationaler Ankünfte legte im letzten Monat des Jahres um stolze 13 Prozent auf vier Millionen zu und katapultierte den Zuwachs auch für das Gesamtjahr in den zweistelligen Bereich. Mit 75,6 Millionen ausländischen Gästen, zehn Prozent mehr als 2015, zeigen sich die spanischen Destinationen stark wie nie. Aus Deutschland kamen elf Millionen Touristen, das entspricht einer Steigerung um gut sechs  Prozent. Allerdings präsentierte sich der deutsche Quellmarkt im Dezember deutlich stärker als davor. Die Zahl der Ankünfte stieg, ebenso wie die des Gesamtmarkts, um 13 Prozent.

Das stärkste Wachstum unter den Quellmärkten verzeichnete 2016 Irland mit 23 Prozent mehr Reisenden. Die Spitzenposition behauptete Großbritannien mit 16 Prozent mehr Reisenden und knapp 18 Millionen Touristen. Unter den Regionen verzeichneten touristisch vergleichsweise kleine Gebiete wie die Weinregion Rioja (+86%), Àragon (+56%), die Extremadura (+32%) und Murcia (+25%) die größten Zuwächse. Für die Massenziele wie die Balearen ging es um zwölf Prozent bergauf, die Kanaren erreichten ein Wachstum von 13 Prozent mit dem Dezember als Spitzenmonat und fast 19 Prozent Gästeplus.

Dass die Veranstalter aller Quellmärkte ihre Bemühungen um die spanische Hotellerie angesichts der Türkei-Flaute  intensivierten, wird aus einer anderen Zahl deutlich. Zwar sind fast 70 Prozent aller Spanien-Reisen nicht als Veranstalterreisen organisiert, aber die Zahl  der Pauschaltrips stieg mit einem Zuwachs um 15 Prozent fast doppelt so stark wie die individuell organisierter Touren, die um acht Prozent zulegten.

30. Januar 2017 – 13:44
grueberuediger

Wie das Unternehmen bestätigt, hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn einstimmig der „Bitte“ von Rüdiger Grube entsprochen, mit sofortiger Wirkung abzutreten und seinen laufenden Vertrag, der eigentlich heute verlängert werden sollte, durch eine Auflösungsvereinbarung zu beenden. Hintergrund des überraschenden Rücktritts ist laut „Spiegel“, dass Grube dem Kontrollgremium vorwirft, sich nicht an Absprachen gehalten zu haben. Ihm sei zuvor eine Vertragsverlängerung um drei Jahre bis Ende 2020 zugesichert worden, im Gegenzug habe er auf eine Gehaltserhöhung und auf eine Abfindung im Falle eines vorzeitigen Abgangs verzichtet. In der Aufsichtsratssitzung des Staatskonzerns am Montag habe man ihm dann aber doch nur zwei weitere Jahre als Vorstandschef geben wollen, hieß es unter Berufung auf Aufsichtsratskreise.

Die Bahn hält sich zu den Hintergründen bedeckt. In einer Erklärung teilt sie lediglich mit, dass „zeitnah“ über eine Nachfolge entscheiden werden soll. Bis dahin werde Finanzvorstand Richard Lutz kommissarisch den Vorstandsvorsitz übernehmen. Als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge Grubes wird seit einiger Zeit der frühere CDU-Politiker und jetzige Infrastruktur-Vorstand der Bahn, Ronald Pofalla, gehandelt.

30. Januar 2017 – 12:54

Das Bundeskartellamt den vorsorglich angemeldeten Wetlease-Vertrag zwischen den beiden Airlines abgenickt. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, begründet die Freigabe damit, dass Lufthansa mit den neuen Flugzeugen zwar die Möglichkeit habe, zu expandieren. Dieser Zuwachs sei jedoch "nicht ausreichend, um eine Untersagung des Vorhabens zu tragen", sagt er. Zudem habe die Übernahme der Flugzeuge keinen Einfluss auf die Neuvergabe der Slots, die bislang von Airberlin genutzt wurden.

Der Vertrag sieht die Überlassung von 38 Airberlin-Flugzeugen des Typs Airbus A319 und A320 mitsamt Cockpit-Crew und Kabinenpersonal an Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften Eurowings und Austrian Airlines vor. Wie beim Wetlease üblich, bleibt die operative Verantwortung für Flugbetrieb, Crewplanung und Wartung bei Airberlin.

Mehrere Wettbewerber der Lufthansa hatten sich mit Stellungnahmen gegen das Vorhaben gewandt. Kunden und Reisevermittler hätten dagegen mehrheitlich keine schweren wettbewerblichen Bedenken geltend gemacht, heißt es in einer Mitteilung des Kartellamts.
Andere Teile der laufenden Restrukturierung von Airberlin – etwa das geplante Joint Venture zwischen Tui, Etihad und Niki – seien nicht Gegenstand des beim Bundeskartellamt angemeldeten Vorhabens und der fusionskontrollrechtlichen Prüfung gewesen.

22. Januar 2017 – 19:38

Der Spezialist für Kleingruppen erleichtert Buchungen von Reisebüros. Die weltweiten Reisen können ab sofort über das Reservierungssystem Toma von Amadeus gebucht. Die 2.000 Agenturen sind laut SKR maßgeblich für das Wachstum des Veranstalters verantwortlich. Aktuell liege der Umsatz über Reisebüros 60 Prozent über Vorjahr. Über einen Web-Link haben Reisebüros außerdem Zugriff auf rund 20.000 Bewertungen von SKR-Gästen, die Expedienten bei der Kundenberatung helfen sollen.

19. Januar 2017 – 14:14
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Hätten Sie ihn erkannt? Das oben ist Ralph Schiller, in der Branche allseits bekannter FTI-Geschäftsführer. In dieser Aufmachung wären sicher viele auf einer DRV-Tagung an ihm vorbeigelaufen. Die Verkleidung war allerdings auch nicht für einen Branchenkongress gedacht, sondern für die RTL-Doku-Soap "Undercover Boss".

Verkleidet als arbeitssuchender Ex-Gastronom Alexander Späth verdingte sich Schiller eine Woche lang als Praktikant im Ferienresort El Gouna am Roten Meer. Statt Sonnenbaden, Kitesurfen oder Reiten stand für den FTI-Boss harte Arbeit auf dem Programm. Er versuchte sich als Animateur, Gästebetreuer, Qualitätsmanager und als Helfer in der Tauchstation. Die Touristenstadt El Gouna gehört dem Ägypter Samih Sawiris, der auch an FTI beteiligt ist.

Über seine Erfahrungen verrät Schiller noch nicht viel. "Die Teilnahme bei Undercover Boss war in vielerlei Hinsicht sehr bereichernd", hält er sich bedeckt. Wohl auch, um Neugier auf die Sendung zu wecken. Dafür ist aber noch Geduld erforderlich, denn die Folge strahlt RTL erst am 13. Februar um 21:15 Uhr aus.

Schiller ist nicht der erste Touristiker, der undercover im eigenen Unternehmen anheuert. Zuletzt erlebte Nicko-Chef Guido Laukamp wie es ist, als Matrose auf einem Flussschiff zu arbeiten. Flixbus-Gründer André Schwämmlein schleppte Koffer und Domero-Managerin Manuela Halm putzte Zimmer in ihren Hotels.

18. Januar 2017 – 16:06
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Andrea Fröbel leitet künftig die Geschäftsstelle des Travel Industry Clubs in Frankfurt. Die 35-Jährige kommt von der DRV Service GmbH, wo sie sich noch bis Ende März um die Organisation von Tagungen und Seminaren kümmert. Ihren neuen Job als TIC-Geschäftsführerin tritt sich am 1. April an. Fröbel hat nach einer Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau bei TUI Event-Management studiert. Sie ersetzt Tom Fecke, der zum Kreuzfahrtverband CLIA nach Brüssel wechselte.

Der Travel Industry Club wurde vor zwölf Jahren gegründet und setzte vor allem durch seine Branchen-Events neue Maßstäbe in der Reiseindustrie. Der unabhängige Wirtschaftsclub hat rund 800 persönliche Mitglieder.