07. September 2017 – 16:23
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Auf der Karibikinsel sind die Vorbereitungen zum Schutz vor Hurrikan "Irma" angelaufen. Betroffen sind laut jüngsten Prognosen des kubanischen meteorologischen Instituts alle Provinzen östlich von Matanzas. Besonders schwer dürften die Orte an der Nordküste sowie die zentralkubanischen Provinzen mit dem Wirbelsturm zu kämpfen haben, während der Westen des Landes verschont bleiben könnte. Derzeit werden die kleinen Inseln (Cayos) entlang der Nordküste evakuiert. Rund 36.000 der laut kubanischer Regierung insgesamt 51.000 Touristen auf der Insel sind davon betroffen. Der Zugverkehr auf der gesamten West-Ost-Achse des Landes ist seit Donnerstag bis auf weiteres eingestellt. Nach den aktuellen Vorhersagen könnte "Irma“ am Freitag den Osten der Insel heimsuchen und sich am Samstag den Provinzen Villa Clara, Ciego de Ávila und Camagüey nähern, bevor der Sturm über Matanzas Richtung Florida weiterziehen soll.

 

07. September 2017 – 12:24
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Passagiere, die Flüge mit einer Zwischenlandung absolvieren, haben nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Donnerstag keinen Anspruch auf eine höhere Verspätungsentschädigung als bei Direktflügen. Umsteige- und Direktverbindungen seien gleich zu behandeln, so die Entscheidung des Gerichts. Maßgeblich für die Höhe der Entschädigung sei die Luftlinienentfernung zwischen Start- und Zielort. Der EuGH wies damit die Klagen von drei Passagieren ab, die eine höhere Entschädigung von der Fluggesellschaft gefordert hatten. Sie argumentierten, dass die tatsächlich geflogene Strecke von Rom über Brüssel nach Hamburg mehr als 1.500 Kilometern betragen habe. Ab dieser Distanz wird eine höhere Entschädigungszahlung fällig. Die Luftlinie zwischen Rom und Hamburg liegt mit 1.173 Kilometern deutlich unterhalb dieser Marke. Die EU-Verordnung für Fluggastrechte sieht bei Verspätungen ab drei Stunden bei einer Distanz unter 1.500 Kilometern 250 Euro Entschädigung vor, ab 1.500 Kilometern sind es 400 Euro.

 

06. September 2017 – 18:23
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Der Wirbelsturm, der die gefährlichste Kategorie 5 erreicht hat, bewegt sich langsam in Richtung Kuba und Dominikanische Republik. Am Freitag oder Samstag wird damit gerechnet, dass er in Florida auf Land trifft.

Auf den Antilleninseln Barbuda, Saint-Martin und Saint-Barthélemy richtete "Irma" nach Angaben der Behörden bereits schwerste Verwüstungen an. Ein großer Teil der Häuser sei zerstört oder beschädigt, heißt es. Auch Menschen sollen ums Leben gekommen sein. An Puerto Rico zog der Sturm in der vergangenen Nacht nördlich vorbei. Dort suchten zahlreiche Menschen Schutz in Notunterkünften. Es fiel starker Regen, Bäume knickten um, hunderttausende Menschen waren ohne Strom und 30.000 ohne Wasser. In Florida ordneten die Behörden für Teile der Stadt Miami eine Zwangsevakuierung an. Sie gilt für Zonen, die besonders von Überschwemmungen gefährdet sind. Auch Miami Beach ist davon betroffen.

Nach Angaben des DRV befinden sich derzeit allein in der Dominikanischen Republik derzeit rund 5.500 Veranstaltergäste aus Deutschland. Die Fluggesellschaft Condor teilt mit, dass sie am Mittwoch alle geplanten Flüge planmäßig abwickeln konnte. In den nächsten Tagen dürfte es allerdings zu Flugausfällen kommen. Thomas Cook bietet Kunden, die eine Reise in die Dominikanische Republik und nach Kuba mit Anreisedatum zwischen dem 7. bis einschließlich 12. September, oder zwischen dem 7. bis einschließlich 15. September nach Miami sowie in südlich davon gelegene Regionen in Florida gebucht haben, kostenlose Stornos und Umbuchungen an. Reisen nach Punta Cana und Puerto Plata mit Abreise am 7. und 8. September werden aufgrund des Hurrikans storniert, da nicht sichergestellt werden könne, dass den Gästen die gebuchte Hotelleistung zur Verfügung gestellt werden kann, heißt es. Bei Tui können Kunden gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen für die Dominikanische Republik, Kuba und die Bahamas für alle Anreisen bis einschließlich 10. September vornehmen. Von Florida-Reisen können Urlauber mit Anreisetermin bis einschließlich 12. September kostenlos zurücktreten. Die für Donnerstag geplanten Abflüge in die Dominikanische Republik werden um 24 Stunden verzögert, die Flüge nach Kuba um 48 Stunden. Die Veranstalter der DER Touristik offerieren Kunden für die Dominikanische Republik, Kuba, die Bahamas und Florida bei Abflug bis einschließlich 10. September kostenlose Umbuchungen und Stornierungen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings kündigte ebenfalls massive Störungen im Flugverkehr an. Passagiere, die im Zeitraum vom 6. bis 11. September nach Havanna und Varadero auf Kuba, Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik sowie in die US-Städte Miami oder Orlando fliegen wollten, könnten kostenlos umbuchen, und zwar in den Zeitraum zwischen dem 12. September und dem 12. Oktober. Streckenänderungen oder eine Erstattung des Flugpreises seien dagegen nicht möglich, schreibt die Airline auf ihrer Website. Airberlin erklärt, Karibik-Flüge könnten auf Termine bis einschließlich 30. September umgebucht werden. Von Azur Air heißt es, der für den 8. September geplante Flug von Düsseldorf nach Punta Cana finde nach aktuellem Stand planmäßig statt.

Zu größeren Fahrplanänderungen zwingt "Irma“ auch die Kreuzfahrtgesellschaften. So wird die MSC "Divina“ Miami schon am Donnerstag statt, wie geplant am Samstag anlaufen. Gäste können dann wählen, ob sie an Bord bleiben oder nach Hause reisen wollen. Noch am selben Tag läuft die "Divina“ dann Richtung Cozumel, Mexiko, aus, das außerhalb der erwarteten Hurrikanzone liegt.

Carnival hat das am 7. September vorgesehene Auslaufen der "Liberty" von Port Canaveral  zu den Bahamas ebenso abgesagt wie eine geplante Reise der "Victory" am 8. September von Miami zu der Inselgruppe. Royal Caribbean streicht die Fahrten der "Enchantment of the Seas“  und der "Majesty of the Seas“ am 8. September zu den Bahamas ebenso wie eine geplante Tour der "Empress oft he Seas“ am 9. September nach Kuba. Die drei 5.400-Passagiere-Schiffe "Oasis“, "Allure“ und "Harmony of the Seas“ sollen auf hoher  See in sicheren Gewässern bleiben, bis sich die Lage beruhigt hat. Die "Enchantment“ und die "Majesty“ sollen am 13. September wieder Richtung Nassau auslaufen, die "Oasis“ am 12. nach Mexiko und die "Harmony“ am 13. ebenfalls nach Mexiko.

Disney Cruise Line hat die Reisen der "Fantasy“ am 9. und der "Dream“ am 8. und 11. gestrichen. Die "Fantasy“ kehrt am Donnerstag nach Port Canaveral zurück, zwei Tage früher als geplant. Norwegian Cruise Line cancelt die Abfahrten "Sky“ am 8. und der "Escape“ am 9. September.

06. September 2017 – 12:50

Der fakturierte Gesamtumsatz der im "Tats Reisebürospiegel“ erfassten Reisebüros lag im August um 5,8  Prozent über dem des Vorjahresmonats.  Dabei weist der abgerechnete touristische Umsatz ein Plus von 3,9 Prozent auf. Der Umsatz im Flugverkehr stieg um 10,7 Prozent. Die sonstigen Umsätze liegen bei minus 3,3 Prozent und die Anzahl der Flugtickets stieg um 5,7 Prozent. Wie üblich performten Kreuzfahrten deutlich besser als der touristische Gesamtmarkt. Sie legten im August um 11,2 Prozent zu.

Kumuliert betrachtet liegt der fakturierte Reisebüroumsatz in den Monaten von Januar bis August um 6,5 Prozent über 2016. Die Touristik verzeichnet ein Plus von 7,4 Prozent, der Flugverkehr gewann 6,1 Prozent hinzu. Die sonstigen Umsätze weisen ein Plus von 3,9 Prozent und die Zahl der Tickets einen Anstieg um 2,9 Prozent auf. Kreuzfahrten erfuhren einen Anstieg um 14,6 Prozent.

Der Auftragseingang in der Touristik liegt im Monatsvergleich um 6,4 Prozent vorn. Der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum bis Oktober 2017 konnte 8,9 Prozent hinzugewinnen.  In der Teil-Sparte Kreuzfahrten beträgt der Auftragseingang im Monatsvergleich plus 8,4 Prozent, der Auftragsbestand nach Reisedatum bis Oktober 2017 liegt um 15 Prozent über dem Vorjahr.  Die Vorausbuchungen für das neue Geschäftsjahr weisen ein Plus von 14,1 Prozent auf.

 

05. September 2017 – 17:13
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Der Wirbelsturm, der sich von Osten auf die Karibik zu bewegt, wurde vom nationalen Hurrikanzentrum der Vereinigten Staaten in die höchste und gefährlichste Kategorie 5 hochgestuft. "Irma“ könnte mit Windgeschwindigkeiten von über 250 Stundenkilometern und enormen Regenfällen über die Region peitschen, fürchten Meteorologen. Am heutigen Mittwoch erreicht der Sturm die Kleinen Antillen, anschließend die Virgin Islands und Puerto Rico. Danach dürften die Dominikanische Republik und Haiti, Kuba und die Bahamas betroffen sein. Zum Wochenende wird erwartet, dass der Sturm in Florida auf Land trifft. Allerdings macht das Hurrikanzentrum darauf aufmerksam, dass es zu früh sei, um einen genauen Zeitpunkt des Eintreffens des Sturmes und seine Stärke vorherzusagen.

Puerto Rico und Florida haben bereits den Ausnahmezustand erklärt. Auch die Behörden der Dominikanischen Republik forderten die Menschen auf, sich mit Trinkwasser und Lebensmitteln einzudecken, Taschenlampen und batteriebetriebene Radios bereitzulegen und sich über die Lage der Notunterkünfte zu informieren. In den USA wurden Touristen bereits aufgefordert, die Südwestspitze Floridas einschließlich der Inselkette Florida Keys zu verlassen. Nach Angaben der Behörden sollte die Abreise für Besucher von Mittwochmorgen an verpflichtend werden. Später sollen auch die Einwohner zum Verlassen des Gebietes aufgefordert werden.

Auch zahlreiche Flugverbidnungen in die Karibik sowie zwischen den Inseln werden von dem Wirbelsturm betroffen sein. Da "Irma" nach den aktuellen Vorhersagen über die gängigen Kreuzfahrt-Routen von Florida in die Karibik zieht, werden zudem Kreuzfahrtschiffe Routenänderungen vornehmen müssen. Bislang warten die meisten Reedereien die Entwicklung noch ab, um genauere Prognosen zu erhalten. Touristiker, deren Kunden in den nächsten Tagen eine Kreuzfahrt in der Region antreten wollen, sollten sich bei den Reedereien auf dem Laufenden halten.

 Aktuelle Informationen des US-Hurrikanzentrums zu "Irma" finden Sie hier.

05. September 2017 – 14:47
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Zum siebten Mal hat der Naturschutzbund Nabu sein „Kreuzfahrt-Ranking“ zur Umweltbilanz von Kreuzfahrtschiffen veröffentlicht. Wie in jedem Jahr kritisiert die Organisation die Kreuzfahrtreedereien auch diesmal scharf. Kein einziges Kreuzfahrtschiff in Europa sei aus Umweltsicht uneingeschränkt empfehlenswert, urteilt die Organisation. Am besten schnitten noch Tui und Hapag-Lloyd Cruises ab, weil sie immerhin Stickoxidkatalysatoren verwendeten. Große Reedereien wie Costa, MSC  und Royal Caribbean ließen dagegen "keinerlei relevante Aktivitäten zum Schutz von Umwelt und Gesundheit“ erkennen.

Besonders hart geht der Nabu mit Aida Cruises ins Gericht. Ebenso wie das Schwesterunternehmen Costa habe die Reederei "medienwirksam Investitionen in Abgassysteme angekündigt, ohne diese dann umzusetzen“. Auch über ein Jahr nach der Indienststellung sei bei der "Aida prima" kein Abgasfilter im Einsatz. Die Reederei geht auf Anfrage von Gloobi.de nicht auf den Vorwurf ein. Sie verweist lediglich darauf, dass vom nächsten Jahr an mit der "Aida nova"das weltweit erste Schiff zum Einsatz komme, das mit dem Flüssiggas LNG betrieben wird. Dadurch würden die Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden fast vollständig vermieden und die Emission von Stickoxiden um bis zu 80 Prozent gesenkt.

Verschleierungstaktik? Kein gutes Haar lässt der Nabu auch an der Informationspolitik der Kreuzfahrtindustrie. So habe "keine einzige Kreuzfahrtreederei auf die schriftlichen Fragebögen" des Verbandes geantwortet. Stattdessen habe der Branchenverband Clia "unaufgefordert ein allgemein gehaltenes Schreiben“ geschickt, das "keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Schiffe der Mitgliedsunternehmen“ erlaube. Das sei "eine bewusste Verschleierungstaktik, mit dem Ziel, sich durch Intransparenz und Dialogverweigerung aus der Verantwortung zu ziehen“, sagt Dietmar Oeliger Leiter Verkehrspolitik beim Nabu. Der Kreuzfahrtverband erklärt dagegen, er habe "alle relevanten Daten zu den eingesetzten Umwelttechnologien und Maßnahmen der Clia-Mitgliedsreedereien in einer Tabelle aufgeführt und veröffentlicht". So schaffe die Kreuzfahrtbranche "größtmögliche Transparenz“, heißt es. Die Übersicht sei "für jedermann im Internet einsehbar und wird regelmäßig aktualisiert“. Das ist durchaus richtig. Allerdings trifft auch der Vorwurf des Nabu zu, dass die Tabelle keine Rückschlüsse auf einzelne Schiffe zulässt, sondern lediglich eine Gesamtbilanz erstellt.

Verband verweist auf Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. In anderen Punkten widersprechen die Darstellungen des Nabu und des Kreuzfahrtverbandes einander ebenfalls. So betont die Clia, jedes der im Ranking aufgeführten Schiffe erfülle die gesetzlichen Vorgaben und ergreife zusätzlich diverse Maßnahmen, um den Treibstoffverbrauch weiter zu reduzieren. Dazu zählten etwa reibungsärmere Rumpfbeschichtungen, Luftblasenteppiche unter dem Rumpf und optimierte Rumpfformen sowie optimierte Fahrpläne und Fahrgeschwindigkeiten, um Treibstoff einzusparen. Den Fokus allein auf den verwendeten Brennstoff oder die Filtertechnologien zu legen, greife bei der Bewertung eines Kreuzfahrtschiffs in puncto Umweltschutz zu kurz, heißt es. Zudem seien die vom Nabu geforderten Filter für große Schiffsmotoren, die Ultrafeinstaub aus Abgasen herausfiltern könnten, derzeit noch nicht einsatzreif.

Landstrom gewinnt langsam an Bedeutung. Auch in puncto Umweltbelastung für die angelaufenen Städte fährt der Nabu schweres Geschütz auf. So habe man etwa in Hamburg „Feinstaubwerte gemessen, die 20mal höher lagen als am Stuttgarter Neckartor während des Feinstaubalarms“. Dies gehe zu einem großen Teil auf das Konto der Schiffsschlote. „Weil die Reeder die Investition in Abgastechnik scheuen, filtern nun die Lungen der Anwohner die Abgase und zahlen das mit ihrer Gesundheit“, klagt Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim Nabu Hamburg. Die Clia verweist darauf, dass es "das erklärte Ziel der Kreuzfahrtindustrie“ sei, "ihren Teil zu einer besseren Luftqualität in den Hafenstädten beizutragen“. Allerdings könne nicht von einer "massiven Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe" gesprochen werden, da diese mit rund drei Prozent nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Hafenemissionen zum Beispiel in der deutschen Kreuzfahrtmetropole Hamburg ausmachten. Zudem werde mittlerweile bei fast 30 Prozent der Schiffsanläufe von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen während der Liegezeit Landstrom aus dem öffentlichen Netz genutzt, erklärt Clisa-Deutschland-Chef Helge Grammerstorf.

Christian Schmicke

 

04. September 2017 – 15:32
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Braun leitete bereits in den vergangenen Monaten zusammen mit Windrose-Chefin Ute Dallmeier den Übergang des Luxusreiseveranstalters zur FTI Group. Als zweiter Geschäftsführer solle er seinen Fokus zukünftig verstärkt auf die Bereiche IT und Prozesse sowie die Neuausrichtung von Management-Strukturen ausrichten, kündigt FTI-Chef Dietmar Gunz an. Seinen Job in der FTI-Führungsetage behält er.

Ob Braun später die alleinige Geschäftsführung bei Windrose übernimmt, ist unklar. Nach offiziell bislang noch unbestätigten Informationen von Gloobi.de verlässt Dallmeier das Unternehmen, um zu einer Reisebüroorganisation zu wechseln. Auch Produktchef Dirk Gowin ist demnach bei der High-End-Marke auf dem Absprung.

Braun ist seit 2016 bei der FTI Group. Zuvor war er zehn Jahre für Thomas Cook tätig. Zuletzt leitete er als Group Director Hotel Contracting & Destination Management den globalen Einkauf des Veranstalters.

 

04. September 2017 – 14:57
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In einer Umfrage des Geschäftsreisedienstleisters American Express Global Business Travel (GBT) lassen die Geschäftsreisenden kaum ein gutes Haar an den großen deutschen Hauptbahnhöfen. Mangelnde Sauberkeit und unangenehme Gerüche (95%), zu wenige Sitzgelegenheiten (90%), hohe Parkgebühren (72%), das Fehlen von kostenlosem W-Lan (68%) sowie überhöhte Preise für Lebensmittel und Getränke (84%) sind die Hauptärgernisse, die sie bemängeln.

Bei der Ankunft am Bahnhof ärgern sich überdurchschnittlich viele Geschäftsreisende über nicht ausreichende Parkmöglichkeiten direkt am Bahnhof (60%). Auch lange Wege zu den Gleisen werden kritisiert (58%). Im Bahnhof bekommen die sanitären Anlagen sehr schlechte Noten: 92 Prozent der Befragten ärgern sich über die Zustände auch auf Bahnhöfen mit Bezahl-WCs. Für 78 Prozent der Befragten ist zudem die Größe der Toiletten ein Problem, da sie zu klein für Mensch und Gepäck seien.

Mehr als 90 Prozent der Befragten halten Ticketschalter für überflüssig und kommen mit den Automaten gut zurecht. 59 Prozent fehlt es an Geldautomaten. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit der Informationspraxis der Bahnhöfe bei Verspätungen, Gleisänderungen und Änderungen der Wagenreihung unzufrieden. Fast 90 Prozent geben an, sich schlecht oder nicht frühzeitig genug informiert zu fühlen.

Im bundesdeutschen Vergleich schneidet der Berliner Hauptbahnhof in der Befragung noch am besten ab, gefolgt von Hamburg und Hannover. Sehr in der Kritik stehen dagegen die Hauptbahnhöfe von Frankfurt am Main und Stuttgart.

 

01. September 2017 – 17:38

Sieben von zehn Hotels auf Mallorca waren im August überbelegt. Das ergab eine Stichprobe der mallorquinischen Behörden, bei der 40 Hotelbetriebe überprüft wurden. Demnach hatten die meisten Hoteliers zwischen einem und zehn Prozent mehr Gäste untergebracht, als sie offiziell gedurft hätten. In einigen Fällen habe die Überbelegung aber auch zwischen 50 und 64 Prozent gelegen. Die spanische Tageszeitung "Diario de Mallorca“ zitiert die balearische Generaldirektorin für Tourismus, Pilar Carbonell, mit den Worten, die Ergebnisse seien besorgniserregend. Denn die Überbelegung bedeute eine übermäßige Belastung für das Personal, dessen Planung sich ja an der zugelassenen Gästezahl orientiere. Zudem gefährde eine Belegung der Unterkünfte über das zulässige Maß hinaus die Sicherheit der Betriebe. Laut der spanischen Zeitung können Verstöße dieser Art mit Strafen von bis zu 40.000 Euro belegt werden.

 

01. September 2017 – 16:42
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Nach dem Ausstieg von Ryanair und Hans Rudolf Wöhrl aus dem Bieterwettbewerb um die insolvente Fluggesellschaft bringt sich offenbar ein neuer Interessent in Stellung. Nach Informationen des „Spiegel“ ist der Investor und Unternehmer Utz Claasen „womöglich“ an einer Komplettübernahme interessiert. Claasen habe in einem Schreiben an Airberlin-Sachwalter Lucas Flöther versichert, er wolle "einen möglichst großen Anteil der Arbeitsplätze...gewährleisten". Dazu habe er "hochpotente und hochseriöse internationale Investoren" kontaktiert, mit denen er "freundschaftlich verbunden" sei. Um ein konkretes Angebot vorzulegen, hat Claasen noch bis zum 15 Dezember Zeit. Am 21. September will der Gläubigerausschuss von Airberlin über die Vergabe von Anteilen entscheiden.

Der frühere Chef des baden-württembergischen Energieversorgers EnBW machte in den vergangenen Jahren eher durch Rechtsstreitigkeiten auf sich aufmerksam, etwa als er EnBW wegen Übergangs- und Antrittsgeldern verklagte oder im Zuge eines ähnlichen Streits mit dem Technologieunternehmen Solar Millennium. Außerdem stritt er sich mit dem früheren Chef des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, um Investitionen in eine kleine Medizintechnik-Firma.

Effizienzproblem und falsche Leasing-Verträge. Im Mai hatte sich Claasen in einem Beitrag für das "Manager Magazin“ zu den Gründen geäußert, die seiner Menung nach für die Dauermisere der Fluggesellschaft verantwortlich waren. Das Problem liege vor allem "im Bereich der Effektivität und im Bereich der geleasten Flugzeuge, die laut diversen Branchenexperten – aus welchen Gründen auch immer – langfristig zu Konditionen angemietet wurden, die eine angemessene Ertragskraft allem Anschein nach nicht zu erlauben scheinen“, schrieb er. Die Lösung dafür sei eine "Reduktion des ertragsstrukturellen Gewichtes solcher Leasing-Verträge: durch Expansion, Flottenwachstum zu wettbewerbsfähigen Konditionen und margenträchtige Effizienzsteigerungen“. Man darf gespannt sein, wie er diese Erkenntnisse nun umsetzen will.

Knapp zehn Prozent Zins für Überbrückungskredit. Unterdessen sollen die Konditionen für den Airberlin-Überbrückungskredit, für den die Bundesregierung bürgt, feststehen. Demnach soll die KfW-Bank dafür einen Zinssatz von knapp zehn Prozent erhalten. Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, stellte im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" allerdings die Notwendigkeit des Kredits in Frage. "Es gibt jährlich rund 21.000 Insolvenzen, da werden keine Kredite vom Staat vergeben“ sagte er. Insolvenzen seien "bitter für das Unternehmen und seine Mitarbeiter, aber sie sind wichtig in unserer Wirtschaftsordnung“.

Weitere Flugausfälle. Das Flugchaos, das die vergangenen Monate prägte, ist bei Airberlin offenbar nach wie vor nicht ausgestanden. "Aus operativen Gründen“ habe man Flüge streichen müssen, teilte die Airline am Sonntag mit. "Wir bedauern die für unsere Fluggäste entstandenen Unannehmlichkeiten sehr.“ Passagiere, die von einer Flugstreichung betroffen seien, werde "die bestmögliche Reisealternative angeboten". Am Flughafen Berlin-Tegel fielen laut den online genannten Abflügen vereinzelt Verbindungen aus, etwa nach Köln/Bonn oder Stuttgart, aber nach San Francisco. Für Entschädigungsansprüche verweist das Unternehmen auf seine Website.

 

Christian Schmicke