27. Oktober 2016 – 15:44

Die deutschen Reiseveranstalter und Reisebüros haben in diesem Jahr erstmals seit langem Geschäft eingebüßt. Nach einer Hochrechnung des Deutschen Reiseverbandes (DRV) ging der Umsatz der Veranstalter um drei bis vier Prozent auf 26,3 Milliarden Euro zurück. Das bedeutet Einbußen von rund einer Milliarde Euro. Auch in den Reisebüros seien die Umsätze rückläufig. Hier spricht der DRV von einem Minus zwischen zwei und drei Prozent auf 22,9 Milliarden Euro.

Schuld an dem Minus ist laut DRV-Präsident Norbert Fiebig in erster Linie der Absturz wichtiger Ziele wie der Türkei, Ägypten und Tunesien um 40 bis 60 Prozent. Der habe eine Urlauberwanderung Richtung Westen ausgelöst, doch die anderen Destinationen hätten den Rückgang nicht kompensieren können. Deutlich im Plus lagen Spanien, Portugal, Griechenland und Bulgarien sowie Fernreisen.

Fiebig sagt allerdings auch, dass der gesamte Reisemarkt weiter gewachsen ist. Das bedeutet, von der Branche organisierte Reisen haben Marktanteile verloren. Den wichtigsten Grund hierfür sieht der DRV-Präsident in der starken Zunahme erdgebundener Reisen. Die würden aber häufig ohne Veranstalter und Reisebüros gebucht. Zunehmende Direktbuchungen auf Hotel- und Flugportalen spielten aber auch eine Rolle, räumt Fiebig ein.

Für den kommenden Winter sind die Vorzeichen nicht besser. Die Buchungen liegen bislang unter dem Vorjahresniveau.

27. Oktober 2016 – 08:00
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Eine ganze Reihe wichtiger Reiseziele wurde in den vergangenen Monaten durch terroristische Anschläge und andere Gewaltakte erschüttert. Wie wirkt sich diese Entwicklung auf den Arbeitsalltag im Reisebüro aus? Brauchen die Kunden nun eine eigene Beratung in Sachen Sicherheit? Bieten Sie Ihren Kunden Reisen in Länder mit schwierigen Rahmenbedingungen derzeit aktiv an? Zu diesen Themen startet das Reise vor9 Magazin heute eine große Umfrage unter Vertriebsprofis. Die Teilnahme dauert nur wenige Minuten. Machen Sie mit! Hier geht's zur Umfrage

26. Oktober 2016 – 17:46
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Bei Eurowings und Germanwings hat um Mitternacht ein ganztägiger Streik der Flugbegleiter begonnen. 380 der rund 500 planmäßigen Flüge fallen dadurch am Donnerstag aus. Etwa 50.000 Passagiere sind betroffen. Darüber hinaus ruft die Gewerkschaft ihre Mitglieder am Donnerstag zu einer Kundgebung vor der Hauptverwaltung der Eurowings Aviation in Köln auf. Die Versammlung solle von 11 bis 15 Uhr dauern und "ein deutliches Signal unseres Selbstbewusstseins an die Arbeitgeber übermitteln", teilen die Arbeitnehmervertreter auf ihrer Website mit.

Unterdessen sucht die Führung der Airline nun den Weg zu einer Einigung über die Öffentlichkeit. Per Pressemitteilung erklärt Personalchef Joerg Beißel, man biete dem Kabinenpersonal eine Tariferhöhung von durchschnittlich sieben Prozent über die Laufzeit von drei Jahren und drei Monaten – zuzüglich einer variablen Vergütung. Außerdem sehe das Angebot die Einführung einer neuen Purser-Struktur in der Kabine der Eurowings Deutschland, wie sie von der Mitarbeitergruppe gefordert worden sei, erklärt Beißel. Über die nächsten drei Jahre sollen die "Chefs de Cabine" nach und nach eine Angleichung der Vergütung an die der Purser bei der Schwester Germanwings erhalten. Auch die Flugbegleiter erhielten "substanzielle Vergütungserhöhungen", verspricht Beißel. Zusätzlich bietet Eurowings dem Personal eine variable Vergütung an, die an den wirtschaftlichen Erfolg der Airline geknüpft ist. Darüber hinaus will sich der Arbeitgeber am Aufbau einer Unterstützungskasse beteiligen, die gemeinsam durch den Arbeitgeber und den Mitarbeiter finanziert wird und für die Alterssicherung der Angestellten sorgen soll.

Darüber, ob einzelne Flüge wie geplant stattfinden, können sich Kunden und Reisebüros auf der Eurowings-Website informieren.

26. Oktober 2016 – 12:38
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Albrecht habe den Aufsichtsrat der Airline gebeten, seinen Vertrag vorzeitig zu beenden, "um eine Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung ab Januar 2017 nutzen zu können", heißt es in einer Mitteilung. Wer seine Nachfolge bei der gemeinsamen Tochter von Lufthansa und Turkish Airlines übernimmt, steht noch nicht fest. Auch über Albrechts künftigen Arbeitgeber ist noch nichts bekannt.

Der 61-Jährige ist seit 2015 Managing Director von Sun Express und dem deutschen Ableger der Gesellschaft. Zuvor war er vier Jahre Vorstandsvorsitzender von Austrian Airlines und davor zehn Jahre CEO der Star Alliance.

26. Oktober 2016 – 10:31
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Nun also doch. Nachdem die Tarifverhandlungen zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und Eurowings erneut gescheitert sind, wollen die Flugbegleiter ab Donnerstag streiken. Details dazu will die Gewerkschaft Ufo am heutigen Mittwoch bis 18 Uhr mitteilen. Ufo hatte ursprünglich mit Streiks ab Montag dieser Woche gedroht. Am Wochenende hatten sich die Arbeitnehmervertreter nach einem neuen Tarifangebot von Eurowings aber weiteren Verhandlungen zugestimmt. Die Geschäftsführung behauptet, das Angebot habe der Gewerkschaft bereits seit mehreren Wochen vorgelegen. Es beinhaltet neben der Einrichtung einer Pensionskasse eine Lohnerhöhung um sieben Prozent innerhalb eines Zeitraums von 39 Monaten. Doch schon länger geht es in den Verhandlungen nicht nur um Lohnerhöhungen. Das Misstrauen zwischen der Gewerkschaft und der Eurowings-Führung sitzt tief. Ufo wirft dem Management der Fluggesellschaft vor, es habe sich nicht an zuvor gegebene Zusagen aus der Schlichtung bei der Muttergesellschaft Lufthansa gehalten. Darüber hinaus ist es den Mitarbeitern ein Dorn im Auge, dass die geplante Expansion von Eurowings ausschließlich außerhalb Deutschland stattfinden soll.

25. Oktober 2016 – 14:07
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60 Millionen Euro Schaden sind spanischen Hotels nach einer Schätzung durch die Aktivitäten betrügerischer britischer Juristen entstanden. Sie animieren Urlauber in den Ferienorten dazu, bei ihrem Hotel Schadenersatz wegen einer Krankheit infolge vermeintlich verdorbenen Essens zu fordern. Nach Aussage von Nuria Montes, Generalseretärin des Hotelverbands Hosbec, der die Branche in Benidorm und an der Costa Blanca vertritt, ist das Geschäft für die betrügerischen Advokaten äußerst einträglich. Sie erhalten demnach 90 Prozent der Summe, die von den Hoteliers mit der Drohung erpresst werde, ansonsten gegen sie zu klagen. Für die Urlauber, die bei der Geschichte als vermeintliche Opfer auftreten, bleiben also lediglich zehn Prozent ihrer Forderung übrig.

Die Hotellerie will nun den Druck auf britische Veranstalter, den Reiseverband Abta und die britische Regierung verstärken, dem Treiben ein Ende zu bereiten. Aber auch die Hotellerie selbst soll aktiv werden. Einige Hotels sind nach Berichten spanischer Medien bereits dazu übergegangen, sorgfältig zu dokumentieren, was die Gäste in ihrem Haus konsumieren, um gegen mögliche Attacken gewappnet zu sein. Bei Beschwerden wollen sie dann zurückverfolgen, ob ein Zusammenhang zwischen dem angegebenen Grund – meist Magen-Darm-Beschwerden – und dem Speisen-  und Getränkekonsum der Gäste im Haus plausibel ist. Außerdem sollen die Gäste intensiver darüber informiert werden, dass betrügerische Beschwerden mit Gefängnisstrafen zwischen drei Monaten und sechs Jahren geahndet werden können, wenn die Summe, um die es sich dreht, 400 Euro übersteigt.

25. Oktober 2016 – 12:39
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Gebeco integriert die Studienreisen unter der Marke Dr. Tigges in die Kataloge der Hauptmarke. Separate Broschüren produziert der Kieler Veranstalter für seine Studienreisen dann nicht mehr. Geschäftsführer Ury Steinweg begründet den Wegfall eigener Tigges-Kataloge so: "Der Übergang zwischen einer Erlebnis- und Studienreise ist fließend, viele sehen sogar keinen Unterschied – da macht es Sinn, die gesamte Bandbreite an Gruppenreisen in einem Katalog zu präsentieren“, sagt er. Am Stil der Reisen werde sich aber nichts ändern – sie werden auch künftig von "echten" Studienreiseleitern begleitet und "von denselben Experten ausgearbeitet", versichert Steinweg.

Für das nächste Jahr bietet Gebeco 86 neue Erlebnisreisen und 32 neue Studienreisen an. Die Ukraine, Tschechien, die Slowakei, Andorra und das Königreich Tonga im Südpazifik kehren als Reiseziele in die Kataloge zurück. Ungarn und die Slowakei tauchen als neue Studienreiseziele auf. Der Titel des Themenjahres, dem sich Gebeco seit einigen Jahren widmet, lautet "Legendäre Handelswege". Reisen unter diesem Label führen unter anderem über die chinesische Seidenstraße, die Via Appia in Italien oder die Passagen der Hanse im Ostseeraum. Bei Fahrradreisen arbeitet Gebeco mit dem Spezialisten Terranova zusammen. Neue Touren führen unter anderem nach Litauen, Sizilien und Südengland.

Bei einigen Reisezielen müssen sich Kunden im nächsten Jahr auf deutlich veränderte Preise einstellen. Sie steigen etwa für Kuba um 20 Prozent, Island wird um 15 Prozent teurer und Japan ebenfalls. Deutlich günstiger werden Reisen nach Brasilien (-9%) und in die Türkei (-10%).

 

25. Oktober 2016 – 11:45

Bei der Explosion eines Sprengsatzes ist nach Berichten indischer Medien am Dienstagmorgen auf dem Naya Bazar in Delhi ein Mensch ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verletzt. Der Naya Bazar liegt am Rande des zentralen Altstadtviertels Chandni Chowk. Informationen über die Hintergründe der Explosion liegen derzeit nicht vor. Ein Video von der Detonation kursiert derzeit auf Twitter. Die Behörden vermuten, dass es sich um einen Feuerwerkskörper handelte. Ein terroristischer Hintergrund sei nicht auszuschließen, heißt es.

25. Oktober 2016 – 10:00
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21 Prozent der Reisebüros, die Mitglied einer Kette oder Kooperation sind, fühlen sich in ihrem Verbund nicht gut aufgehhoben. Das ergab eine Exklusivumfrage des "Reise vor9 Magazins" unter 330 Vertriebsprofis. Demnach ist rund ein Drittel der Büros mit den Leistungen seiner Organisation "sehr zufrieden", weitere 46 Prozent sind "eher zufrieden". Für die größte Stärke ihrer Kette oder Kooperation halten 32 Prozent deren Engagement für gute Vergütung. Ein weiteres Drittel sieht seinen Verbund in Sachen Technik ganz vorn. Allerdings geben Provisionen und Technik auch am häufigsten Anlass zur Kritik. So bezeichnen 17 Prozent der Büros  die Technik als größten Schwachpunkt und 15 Prozent sind mit den Provisionen, die ihre Organisation für sie ausgehandelt hat, unzufrieden.

Weitere Ergebnisse der Exklusivumfrage lesen Sie im aktuellen Reise vor9 Magazin. Sie kennen das "Reise vor9 Magazin" noch nicht? Hier gibt's Ihr persönliches Exemplar: www.reisevor9magazin.de

25. Oktober 2016 – 09:55

Die Detonation ereignete sich auf dem Parkplatz der örtlichen Handelskammer. Dabei seien zehn bis zwölf Menschen leicht verletzt worden, sagte Antalyas Bürgermeister, Menderes Türel, dem Fernsehsender NTV. Sie seien durch Glassplitter verletzt worden. Die Ursache der Explosion ist noch unklar. Es sei noch zu früh, von einem Terroranschlag zu sprechen, erklärte der Bürgermeister. Das Auswärtige Amt integrierte das Ereignis in seine Reisehinweise, ohne seine Einschätzung der Lage insgesamt zu verändern. Wörtlich heißt es: "Am 25. Oktober 2016 kam es in Antalya zu einem möglichen Anschlag (Explosion) mit mehreren verletzten Personen. Nähere Hintergründe sind noch nicht bekannt, es gibt jedoch keine Hinweise auf eine Angriffsabsicht auf ausländische oder touristische Ziele."