12. Juni 2017 – 14:21
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Das stellt das Auswärtige Amt unter Berufung auf die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate fest. Am 5. Juni hatten die Emirate die diplomatischen Beziehungen zu Katar mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Seit dem 6. Juni sind bis auf weiteres alle Flüge zwischen den Emiraten und Katar ausgesetzt, auf dem Luftweg gelangen Reisende damit nicht mehr via Doha in die VAE.

Grundsätzlich gelten allerdings für die Einreise deutscher Staatsangehöriger weiterhin ungeachtet eines möglichen katarischen Aufenthaltstitels die üblichen Einreisebestimmungen, so das Auswärtige Amt. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Mitarbeiter von Fluggesellschaften beim Check-in oder Grenzbeamte hierüber nicht im Detail informiert seien, teilt die Behörde mit.

Sympathie für Katar  steht unter Strafe. Wer nach Dubai, Abu Dhabi oder in die anderen Emirate einreist, sollte übrigens auf "öffentliche Sympathiebekundungen für Katar", zum Beispiel in sozialen Medien oder auf mündlicher Ebene, unbedingt verzichten. Nach Information der regionalen Nachrichtenseite "Gulf News", die sich auf den Generalstaatsanwalt der Emirate beruft, werden diese nun mit bis zu 15 Jahren Gefängnis oder Geldstrafen von bis zu 120.000 Euro geahndet.

12. Juni 2017 – 13:58
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Vom 1. Juli an kassiert Malaysia von Touristen und Geschäftsreisenden eine Steuer, deren Höhe von der  Kategorie der gebuchten Unterkunft abhängt. Sie beginnt bei umgerechnet 52 Cent pro Zimmer und Nacht für einfache Unterkünfte und reicht bis zu 4,20 Euro für die Luxushotellerie. Die Summe soll bei der Abreise von den Hotels eingenommen und an die Behörden abgeführt werden. Ausgenommen davon sind die so genannten Homestays, bei denen Gäste in Familien übernachten, sowie nicht-kommerzielle religiöse Unterkünfte und Etablissements mit weniger als zehn Zimmern.

Mit den Einnahmen aus der Steuer, die die Regierung auf rund 150 Millionen Euro schätzt, sollen das Tourismusmarketing  des Landes sowie die Erhaltung touristischer Attraktionen finanziert werden. Der malaysische Staat hatte seine Zuwendungen dafür reduziert, nachdem sich seine Einnahmen angesichts gesunkener Ölpreise ebenfalls verringert hatten. Die Reduzierung seines Budgets bedeute nicht, dass dem Tourismus keine große Bedeutung beigemessen werde, wird Tourismusminister Mohammed Nazri Abdul Aziz am Sonntag zitiert. Doch es gebe eben noch wichtigere Prioritäten, wie zum Beispiel die Entwicklung des ländlichen Raumes, Gesundheit, Bildung oder Verteidigung. Deshalb müsse der Tourismus selbst nun mehr zur Finanzierung von Marketing und Infrastruktur beitragen.

Dass die neue Steuer unter Kunden und touristischen Unternehmen aus den Quellmärkten nicht viele Anhänger findet, liegt auf der Hand. Doch auch in Malaysia selbst ist die Maßnahme umstritten. So hatten sich etwa die Tourismusorganisationen von Langkawi und Sarawak entschieden gegen die Steuer ausgesprochen, weil sie dadurch Wettbewerbsnachteile gegenüber Nachbarländern wie Thailand und Nachfrageeinbußen befürchten. Die Regierung des Bundesstaates Sarawak im Nordwesten der Insel Borneo hat nach einem Streit zwischen Malaysias Tourismusminister Mohammed Nazri Abdul Aziz und seinem Counterpart auf der Ebene des Bundesstaates sogar den Abzug ihres Vertreters aus der nationalen Tourismusmarketing-Behörde Tourism Malaysia verkündet. Begründung: Der Bundesstaat besitze mit dem Sarawak Tourism Promotion Board eine eigenen touristische Vertretung und müsse daher in der nationalen Organisation nicht vertreten sein. Eine Doppelung dieser Funktionen sei überflüssig.

Christian Schmicke

11. Juni 2017 – 19:19
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Rund um die krisengeplagte Airberlin spitzt sich die Situation immer weiter zu. Neben ihren Finanzen hat die Airline auch den operativen Betrieb weiterhin nicht im Griff. Die "Welt" berichtet unter Berufung auf Daten des Fluggastportals EU Claim, die Zahl ausgefallener und verspäteter Flüge sei im Juni noch größer als im Mai. So habe es im Juni bisher im Schnitt jeden Tag 24 sogenannte Problemflüge gegeben. In den ersten fünf Monaten des Jahres seien es 18 pro Tag gewesen. Als Problemflüge wurden Annullierungen und Verspätungen von mehr als drei Stunden gewertet. Den Negativrekord in diesem Monat hält demnach der 1. Juni, an dem es zu 47 Problemflügen, darunter 44 Streichungen und 3 Verspätungen, gekommen sei. Seit der Einführung des Sommerflugplans am 26. März seien 1.541 Flüge von Airberlin von und nach Deutschland ausgefallen.

Unterdessen versucht der Airberlin-Vertrieb die Gemüter zu beruhigen – vor allem im Hinblick auf Befürchtungen, die Airline könnte den Flugbetrieb einstellen. "Die Tickets sind sicher. Die Kunden können beruhigt bei uns buchen", erklärte Vertriebsvorstand Götz Ahmelmann gegenüber der "Rheinischen Post". "Die Buchungszahlen sind stabil. Die Flugzeuge sind gut gefüllt. Es hat sich für uns operativ und finanziell nichts geändert." Ungeachtet der Tatsache, dass sich Airberlin um staatliche Bürgschaften bemüht, müssten Passagiere nach Auskunft der Fluggesellschaft nicht um die Gültigkeit ihrer gekauften Tickets bangen.

Bürgschaftsantrag bleibt ein Thema. Gleichwohl bleibt auch die Anfrage auf Prüfung eines Bürgschaftsantrags bei den Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen, die am vergangenen Donnerstag erfolgt war, in den Schlagzeilen. Ein solcher Schritt ist der übliche Weg für den Fall, dass Unternehmen in einem zweiten Schritt dann tatsächlich einen Bürgschaftsantrag stellen. In welcher Höhe sich die mögliche Bürgschaft gegebenenfalls bewegen würde, ist nicht bekannt.

Das Land Berlin werde die Bürgschaftsanfrage gemeinsam mit dem Bund prüfen, teilte die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop der Nachrichtenagentur "DPA" mit. Airberlin selbst müsse "jedoch Hausaufgaben machen und den Flugbetrieb wieder stabilisieren, um verloren gegangenes Vertrauen der Kunden wieder zurückzugewinnen“. Auch Vertreter anderer Parteien äußerten sich eher skeptisch zur Frage staatlicher Unterstützung. Am Fretag schaltete sich der Bund in die Sache ein. Das Bundeswirtschaftsministerium habe entschieden, die Anfrage des Unternehmens gemeinsam mit den Ländern Berlin und Nordrhein-Westfalen zu prüfen, sagte eine Sprecherin. Mit einer Entscheidung in dieser Frage sei aber keine Entscheidung darüber verbunden, ob tatsächlich Geld zur Stützung der Fluggesellschaft ausgezahlt werde.

Belohung für schlechtes Management? Auch bei Experten außerhalb der Politik ist das Anliegen umstritten. Der Wettbewerbsexperte und Universitäts-Professor Justus Haucap erklärte gegenüber der "Rheinischen Post":  "Das würde nur eine falsche Geschäftspolitik und schlechtes Management belohnen." Der Wettbewerb im Luftverkehr funktioniere, meint Haucap. Dazu gehöre auch, "dass schlecht gemanagte Unternehmen aus dem Markt ausscheiden, so bitter das für die Angestellten auch sein mag." Bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von "Spiegel Online" sprachen sich fast 70 Prozent der Teilnehmer ebenfalls gegen Staatshilfen für Airberlin aus.

Rückendeckung erhält die notleidende Fluggesellschaft unterdessen vom Flughafenverband ADV. "Ich kann nur hoffen, dass dem gestellten Bürgschaftsantrag entsprochen wird", zitiert die "Rheinische Post" ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.Und: "Eine zweite große deutsche Airline im Markt wäre wünschenswert - gerade aus Sicht der Reisenden."

Gewerkschaftsvertreter forderten das Management der Airline indes auf, den Mitarbeitern umgehend und ehrlich die Lage zu beschreiben. "Sie müssen die Beschäftigten informieren, was Fakt ist“, sagte die zuständige Verdi-Sekretärin Anja Schlosser der Nachrichtenagentur "DPA". Im Moment wisse niemand, wohin die Reise gehen soll.

Und die Zeitung "Die Welt" spielt seit Freitag den Kundenanwalt. Sie startete eine "große Leseraktion" und forderte diese auf, über ihre Erlebnisse zu berichten. O-Ton: "Was wir jetzt brauchen, ist eine große Community, in der Betroffene ihre Erfahrungen teilen, die schlechten, aber natürlich auch die guten."

08. Juni 2017 – 15:54
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Der Gruppenreisespezialist mit Sitz in Bad Vilbel will seine Vertriebsbasis erweitern und arbeitet dafür mit der Mediplus-Vertriebstochter Fit & Vital Reisen zusammen. Durch die Kooperation werde Bavaria Fernreisen die Präsenz im stationären Vertrieb von bisher rund 1.000 auf 4.800 Reisebüros ausbauen, sagt Geschäftsführerin und Firmengründerin Kerstin Huber. Bislang war das Unternehmen ausschließlich über Traffics buchbar. Jetzt kommen auch Start, Toma und Bistro hinzu. Das Veranstalterkürzel heißt BAV. Neben der Öffnung der neuen Vertriebskanäle übernimmt Tour & Vital Reisen auch die Abwicklung der Provisionszahlung.

Huber ist optimistisch, dass sie den Umsatz über Reisebüros auf diese Weise verdoppeln kann. Nicht in den gängigen CRS-Systemen buchbar zu sein, sei für viele mögliche Vertriebspartner ein Hinderungsgrund gewesen, mit ihrem Unternehmen zusammenzuarbeiten, weiß sie. Bislang kam rund ein Fünftel der 7,4 Millionen Euro, die der Anbieter 2016 umsetzte, über den stationären Vertrieb. Der Gruppenreiseveranstalter, der sich in Deutschland als Marktführer bei China-Reisen sieht, will neben der Vertriebsoffensive auch seine Produktpalette erweitern – vor allem den Bereich der Fern- und Europareisen, wie Huber erläutert.

Für Dieter Werner, Geschäftsführer von Tour & Vital Reisen, ist die Zusammenarbeit mit Bavaria Fernreisen der erste Schritt auf dem Weg, weitere Partner für seine Vertriebsplattform zu gewinnen. "Seit unserer Gründung im Jahr 2015 war es erklärtes Ziel, weitere Veranstalter mit aufzunehmen", sagt er, und: "Wir werden mit großer Sicherheit neben Mediplus Reisen und Bavaria Fernreisen noch in diesem Jahr einen weiteren Partner mit unserem Vertriebs-Know How unterstützen." Da die Bereiche Gruppenreisen und Gesundheitsurlaub nun abgedeckt sind, wäre ein Kreuzfahrtanbieter sicher ein passender Kandidat.

Christian Schmicke

08. Juni 2017 – 14:53
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Aus dem ursprünglich vereinbarten gemeinsamen Ferienflieger von Tui und Etihad Airways wird nichts. Etihad wolle die österreichische Fluggesellschaft Niki nicht mehr wie vereinbart von Airberlin loslösen und mit der TUI-Tochter Tuifly verschmelzen, heißt es aus der Tui-Zentrale in Hannover. Der Airberlin-Gesellschafter strebt offenbar eine Gesamtlösung für Airberlin und deren Tochter Niki an, die das Ferienfluggeschäft der hoch verschuldeten Beteiligung übernommen hat.

Wie diese Lösung aussehen soll, dazu hüllen sich die Beteiligten in Schweigen. Airberlin-Chef Thomas Winkelmann hatte in den vergangenen Tagen erklärt, dass seine Airline weiterhin dringend einen Partner sucht und dabei erneut seinen früheren Arbeitgeber Lufthansa ins Spiel gebracht. Deren Chef Carsten Spohr wiederum hatte sich in den vergangenen Wochen wiederholt an Airberlin interessiert gezeigt - allerdings nur, wenn Etihad zunächst die Schulden von Airberlin begleiche und wenn die diesbezüglichen kartellrechtlichen Fragen geklärt seien.

Auch was die jüngste Wende im Partnerschaftsgeschacher für Tuifly bedeutet, ist noch nicht klar. Sebastian Ebel, Mitglied des Tui-Vorstandes für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Polen, erklärt dazu: "Strategisch macht eine starke europäische Touristik-Airline weiter sehr viel Sinn. Denn der Luftverkehr in Deutschland ist durch Überkapazitäten geprägt. Niki steht aber nicht mehr für ein Joint Venture zur Verfügung. Wir werden die Neupositionierung der deutschen TUI fly weiter vorantreiben, um für die Airline und ihre Mitarbeiter eine langfristige Perspektive zu entwickeln." Offenbar traf der Schritt von Etihad Tui nicht völlig unvorbereitet. Konzernchef Friedrich Joussen hatte gegenüber den Medien in letzter Zeit wiederholt offen gelassen, ob und wann unter den Vertrag tatsächlich die Unterschriften gesetzt werden könnten.

TUI sei "weiterhin bereit, zur Stabilisierung des deutschen Luftverkehrsmarktes beizutragen" und bleibe "offen für eine Partnerschaft oder die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen, wenn dies dem strategischen Ziel diene, diesen Markt neu zu gestalten", erklärt Ebel nun. Für die Flügpläne der beteiligten Airlines habe der geplatzte Deal keine unmittelbaren Konsequenzen, betonen sowohl Airberlin als auch Tui.

Christian Schmicke

07. Juni 2017 – 13:45
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Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Kernaussage jeder Katalogvorstellung der großen Reiseverantalter "Billiger als im Vorjahr" hieß. Floskeln wie "preisaggressiv" oder "Preisführerschaft" erfreuten sich inflationärer Beliebtheit. Zu denjenigen, die in dieser Hinsicht besonders zuverlässig waren, zählte Alltours-Chef Willi Verhuven. Sein Unternehmen wurde damit sozusagen groß. In den vergangenen Jahren setzte im Hinblick auf die Preisbotschaften allerdings eine Trendwende ein. In einer Art stiller Übereinkunft bemühten sich die Veranstalter, das Preisthema in den Hintergrund und die qualitativen Vorzüge des eigenen Portfolios in den Vordergrund zu rücken. Der Slogan "Billiger als im Vorjahr" hatte ausgedient. Er war zum Synonym für ruinöse Preiskämpfe geworden, mit denen sich die Branche sehenden Auges der eigenen Marge beraubte. Die Preiskämpfe gingen indes munter, durch neue technologische Möglichkeiten eher noch verstärkt, weiter, spielten aber  in der Außendarstellung der Veranstalter keine große Rolle mehr.

Nun feiert das Preis-Mantra seine Rückkehr. "Preisaggressiv wie selten zuvor" will Markus Daldrup, Verhuvens Nachfolger im Alltours-Veranstaltergeschäft, in die nächste Wintersaison gehen, um so einen Umsatz- und Gästezuwachs von fünf Prozent zu erreichen. Ein Drittel der Reisen sei im Winter 2017/18 um rund drei Prozent günstiger als im Vorjahr, so Daldrup, und: "Nahezu alle weiteren Angebote bleiben preisstabil".

Dass dabei Ägypten eine zentrale Rolle spielt, verwundert nicht. Nach übereinstimmenden Aussagen aus Veranstalterkreisen hat sich die Nachfrage für Urlaub am Roten Meer aktuell erholt. Und so will Daldrup mit 94  Hotels im Katalog 30 bis 50 Prozent mehr Ägypten-Gäste generieren als im Vorwinter, in dem die Nachfrage freilich extrem schwach war. Die Preise seien unterdessen niedrig geblieben und sogar noch leicht gesunken, versichert der Alltours-Chef.

Doch auch in den spanischen Zielgebieten, die im Zuge der Schwäche der Türkei, Ägyptens und Tunesiens einen bis dahin ungekannten Zulauf verzeichneten, werde man die Preise nicht über das Niveau des Vorwinters steigen lassen, beteuert Daldrup. In den Alltours-eigenen Allsun-Anlagen auf Mallorca, von denen im Winter immerhin 15 geöffnet bleiben, sollen sie sogar leicht darunter bleiben. Auf der Baleareninsel plant das Unternehmen selbstbewusst ein Wachstum von zehn Prozent ein. Auch im volumenstärksten Winterziel, auf den Kanaren, sollen die Preise stabil bleiben oder leicht sinken. Dort will der Veranstalter nach rund 200.000 Gästen im Vorjahr drei Prozent Wachstum erreichen.

Neben "Preisaggressivität" und dem "bislang umfassendsten Programm" überhaupt sollen auch einige neue Ziele für mehr Gäste und Umsatz sorgen. Neu dabei sind im Winter Malta, die Azoren, Bahrain, Myanmar, Singapur und Vietnam. "Damit unterstreichen wir unsere Entwicklung zu Vollsortimenter", sagt der Alltours-Chef.

Christian Schmicke

06. Juni 2017 – 14:42
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Nachdem Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten ihre diplomatischen Beziehungen mit dem Emirat Katar abgebrochen und ihre Grenzen für Reisende aus dem Land geschlossen haben, ruht der Flugbetrieb zwischen den betroffenen Staaten. Die Fluggesellschaften dieser Länder, wie Emirates, Etihad, Egypt Air, Saudi Arabian Airlines, Gulf Air, Air Arabia, Saudia und Fly Dubai, stellten ihre Verbindungen zum Flughafen Doha ein. Am härtesten trifft der Konflikt freilich Qatar Airways. Der National Carrier des Emirats darf die Flughäfen der Nachbarstaaten ebenfalls nicht mehr anfliegen.

Alle Grenzen sind dicht. Damit muss Qatar Airways nun 52 tägliche Flüge in die Nachbarländer am Boden lassen. Allein in das nahe gelegene Emirat Dubai flog die Airline zuletzt 14 Mal am Tag, die überwiegende Mehrheit der Passagiere stieg in Dubai auf einen Anschlussflug um. Saudi-Arabien hat der Fluglinie die Lizenz entzogen und angekündigt, die Büros der Fluggesellschaft im Land innerhalb von 48 Stunden zu schließen. Um Kunden aus Saudi-Arabien zurück nach Katar zu bringen, charterte Qatar Airways am Dienstag drei Maschinen der omanischen Staatslinie Oman Air. Sie brachten Fluggäste von Dschidda in Omans Hauptstadt Muscat. Von dort aus konnten sie mit Achlussflügen von Qatar Airways nach Doha weiterfliegen. Zwar hat Saudi-Arabien, wie auch die übrigen beteiligten Länder, Katars Bürger aufgefordert, innerhalb von 14 Tagen das Land zu verlassen. Doch sind sämtliche unmittelbaren Grenzen zwischen den Nachbarländern und Katar seit gestern geschlossen. Wer von einem der Länder, die die Sanktionen verhängt haben, nach Katar oder in umgekehrter Richtung reisen will, muss dies derzeit über ein Drittland tun. In Frage kommen dafür etwa Oman oder Iran.

Asien- und Australien-Verbindungen bleiben intakt. Nicht unmittelbar betroffen sind Reisen, die von deutschen Flughäfen über Doha zum Beispiel nach Australien, Asien oder Afrika führen. Aktuell bedient Qatar Airways fliegt derzeit Doha-Verbindungen ohne Zwischenstopp von Frankfurt, München und Berlin-Tegel. Kunden, die Qatar-Airway-Flüge gebiucht haben, um in die arabischen Nachbarländer zu gelangen, müssen dagegen nun auf andere Linien ausweichen. Sie können ihre gebuchten Flüge laut der Website der Airline kostenlos stornieren oder auf andere Flugziele umbuchen.

Offen ist noch, inwieweit Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten die Drohung umsetzen, ihren Luftraum für Qatar-Airways-Maschinen zu sperren. Dies würde auf vielen Strecken, insbesondere zu Zielen in Afrika und dem Indischen Ozean, deutlich längere Flugzeiten und höhere Kerosinkosten mit sich bringen. Allerdings halten es Experten für fraglich, ob die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, die das ICAO International Air Services Transit Agreement unterzeichnet haben, der Fluggesellschaft überhaupt Einflüge in ihre Lufträume verwehren dürfen.

Christian Schmicke

06. Juni 2017 – 13:30
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Nur jedes vierte Reisebüro arbeitet mit eigenen Beiträgen auf den Online-Plattformen von Veranstaltern und Reisebüroorganisationen mit, alle anderen lassen lieber die Finger davon. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Online-Umfrage für das Reise vor9 Magazin, an der rund 200 Vertriebsprofis teilnahmen. Von denjenigen, die ihr Wissen online zur Verfügung stellen, tun dies gut zwei Drittel auf der Website ihrer Reisebürokooperation oder -kette, 43 Prozent stellen auf der eigenen Website Tipps oder Reiseberichte ein. Dies auf einer Veranstalter-Website zu tun, ist besonders unbeliebt. Nur 18 Prozent derer, die in Expertenforen aktiv sind, stellen ihr Know-how auf der Website ihres Leitveranstalters zur Verfügung - also nicht einmal fünf Prozent aller befragten Büros. Gut ein Drittel der Foren-Mitarbeiter gibt regelmäßig Beiträge ein, die Mehrheit, 57 Prozent, dagegen nur gelegentlich.

"Nicht ohne Gegenleistung". Unter denjenigen, die sich dieser Form der Wissensweitergabe verweigern, tun dies 68 Prozent, weil sie ihr Wissen erklärtermaßen nicht ohne Gegenleistung einem Veranstalter zur Verfügung stellen wollen. 44 Prozent geben Zeitmangel als Grund an. 39 Prozent erklären, Aufwand und Ertrag stünden in keinem angemessenen Verhältnis. Stellvertretend für viele Kommentare steht dieser: „Warum soll ich mein langjähriges Wissen anonym online teilen?“, fragt ein Teilnehmer. „Dann lieber in einer persönlichen Beratung mit dem Kunden.“

Wenn, dann auf der Reisebüro-Website. Insgesamt werden die Möglichkeiten, sich an Online-Aktivitäten ihrer Reisebüroorganisationen zu beteiligen, von den Expedienten deutlich besser beurteilt als die entsprechenden Angebote der Veranstalter. Während nur 19 Prozent die Veranstalter-Offerten an den Vertrieb als gut oder sehr gut bewerten, ist dies bei Ketten oder Kooperationen immerhin ein Drittel. 46 Prozent halten die Veranstalteraktivitäten in dieser Hinsicht für schlecht oder sehr schlecht, nur ein knappes Viertel lässt dagegen an seiner Kette oder Kooperation kein gutes Haar.

Keine guten Noten für Veranstalter-Aktivitäten. Eine einzelne Veranstaltermarke, die die Vertriebspartner in diesem Punkt überzeugt, ist nicht zu erkennen. Zwar liegt Tui unter den abgefragten Marken vorn, besonders überzeugend ist ein Wert von acht Prozent der Umfrageteilnehmer, die den Marktführer dafür loben, aber nicht. Konkurrent Thomas Cook kommt auf sieben, DER Touristik und FTI auf fünf Prozent. 56 Prozent erklären, keines der Mitmach-Angebote der Veranstalter sei gut.

Christian Schmicke

Den vollständigen Artikel und mehr zum Thema Multichannel-Marketing lesen Sie in der neuen Ausgabe von "Reise vor9 Magazin"

02. Juni 2017 – 14:32
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Der Social-Media-Experte und Reisebüroinhaber Michael Faber im Reise vor9 Magazin über die Nutzungsmöglichkeiten von Online- und Social-Media-Marketing im Reisebüro:

Welche Social-Media-Plattformen setzen Sie in Ihrem Reisebüro ein?

Faber: Am wichtigsten ist für uns Facebook. Dort haben wir eine Firmen-Website, aber noch wichtiger sind die persönlichen Profile, über die wir netzwerken und in denen wir auch Beiträge von der Firmenseite aufgreifen.

Und was treiben Sie dort?

Ein Schwerpunkt sind Berichte über persönliche Erlebnisse und Eindrücke, die wir bei unseren Reisen gewinnen und über Texte, Fotos und kurze Filme wiedergeben. Am besten funktionieren Multi-Foto-Posts, die werden sehr gerne geklickt. Außerdem platzieren wir auf Facebook auch Angebote; zum Beispiel zu Reisen die wir selbst auflegen und persönlich begleiten. Gewinnspiele sind ebenfalls ein gutes Mittel, um die Interaktion mit den Kunden zu steigern. Die Palette der Möglichkeiten ist groß, auch, weil sich Facebook selbst immer stärker für professionelle Nutzer öffnet.

Geben Sie Geld für Werbung auf Facebook aus?

Ja, klar. Dadurch lässt sich mit überschaubarem finanziellen Aufwand die Reichweite vervielfachen. Wenn man es mit dem Facebook-Marketing ernst meint, sollte man schon ein bisschen investieren.

Generieren Sie über Facebook-Marketing zusätzliche Buchungen?

Ja, da bin ich sicher. Allerdings lässt sich nicht zuverlässig messen, ob ein Kunde nun zu uns kommt, weil er einen Post von uns gelesen hat und dadurch an uns erinnert wurde, oder ob er das ohnehin vorhatte. Was wir aber sagen können, ist, dass wir auf diesem Wege viele Leute erreichen und auf uns aufmerksam machen, die wir sonst nicht erreichen würden. Und bei bestehenden Kunden gibt uns Facebook die Möglichkeit, viel häufiger mit ihnen in Kontakt zu treten als die zweieinhalb mal im Jahr, die ein Kunde üblicherweise ein Reisebüro besucht.

Konzentrieren Sie Ihre Facebook-Aktivitäten auf Ihr regionales Umfeld oder wollen Sie Ihr Einzugsgebiet damit auf das ganze Land ausweiten?
Wir konzentrieren uns in der Regel auf einen Radius von 30, maximal 40 Kilometern. Schließlich wollen wir erreichen, dass die Leute zu uns ins Reisebüro kommen.

Wie viel Zeit verbringen Sie mit Facebook-Aktivitäten?

Rund zweieinhalb Stunden in der Woche.

Das Gespräch führte Christian Schmicke

Das vollständige Interview und mehr zum Thema Multichannel-Marketing lesen Sie in der neuen Ausgabe von Reise vor9 Magazin

02. Juni 2017 – 14:03
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Die mutmaßlichen Betrugsfälle, in denen britische Touristen Hoteliers wegen angeblicher Lebensmittelvergiftungen aufgrund verdorbenen Essens Schadenersatz abknöpfen wollen, sind in Spanien und Großbritannien seit Monaten ein Thema. Mittlerweile zieht die Betrugsmasche, an der britische Anwaltskanzleien kräftig mitverdienen, auch in anderen Ländern rund um das Mittelmeer ihre Kreise.

Doch nun reichte es offenbar einem Hotelier und er schlug zurück. Das Atlantica Sensatori Resort auf Kreta reagierte nach einem Bericht des Boulevard-Blattes "Daily Mail" mit einer Gegenklage auf ein britisches Ehepaar, das von dem Fünf-Stern-Haus 12.000 Euro Entschädigung haben wollte. Es fordert nun 210.000 Euro von den Klägern – wegen übler Nachrede. Auf der Basis mehrerer Facebook-Posts könne man nachweisen, dass die Eheleute ihren einwöchigen Aufenthalt, der im Oktober 2013 stattfand, in vollen Zügen genossen hätten. Zudem seien während des Urlaubs keinerlei Beschwerden des Paares eingegangen. Dieses hat mittlerweile einen Rückzieher gemacht und behauptet nun, einer betrügerischen Anwaltsfirma auf den Leim gegangen zu sein. Sie sei selbst schockiert, als sie die Gerichtsakte gesehen habe, wird die Ehefrau zitiert. Diese Beschuldigen habe sie nie vorgebracht. Das Paar habe Angst, sein Haus zu verlieren, schreibt die Zeitung. Es wolle seine Klage zurückziehen und hoffe, dass das Hotel dasselbe tue.

Christian Schmicke