08. November 2017 – 14:51
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Bei dem angekündigten Generalstreik in Katalonien haben Demonstranten am Mittwoch mehrere Straßensperren errichtet und auch eine Eisenbahnlinie zeitweilig lahmgelegt. Dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung seien am Mittwoch seien zunächst aber nur wenige Katalanen gefolgt, berichten spanische Medien wie die Zeitung "El País". In Barcelona wurde der Verkehr unter anderem auf der Avinguda Diagonal, einer der wichtigsten Straßen der katalanischen Hauptstadt, behindert. Zudem blockierten die Demonstranten die Fahrbahnen an etwa 70 Stellen, vor allem auf denjenigen Straßen, die ins Zentrum von Barcelona führen. Andere Streikende haben sich nach Informationen der ARD-"Tagesschau" an Eisenbahnstrecken postiert – die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Barcelona in Richtung Frankreich sei unterbrochen, hieß es. Im Berufsverkehr sorgten die Straßenblockaden für kilometerlange Staus. Busse und Bahnen boten teilweise nur einen Notdienst an. Der Betrieb in Geschäften und Unternehmen lief dagegen offenbar weitgehend normal.

Zu dem Streik hatten zunächst mehrere Regionalgewerkschaften aufgerufen, um gegen Arbeitsmarktreformen zu protestieren. Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter hatten sich dem Aufruf später angeschlossen, um die Freilassung der inhaftierten Politiker der von Madrid abgesetzten separatistischen Regionalregierung zu fordern. Anträge von Arbeitgeberverbänden, den Streik für illegal zu erklären, da es sich um einen politischen Ausstand handele , waren von Gerichten abgewiesen worden.

 

08. November 2017 – 14:05

Der Portalbetreiber hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres zwar den Umsatz um zehn Prozent von 84,6 Millionen Euro auf 93,2 Millionen Euro gesteigert, zugleich vergrößerte das Unternehmen aber  im dritten Quartal den Verlust. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen war allein im dritten Quartal mit drei Millionen Euro negativ, für die ersten neun Monate summiert sich der Verlust auf 4,5 Millionen Euro. Im Vorjahr stand im dritten Quartal noch ein Vorsteuergewinn von einer Million Euro in den Büchern.

Steigende Kosten. Den Verlustanstieg führt Holidaycheck auf gestiegene Kosten für Marketing und Personal zurück. Dabei handele es sich um „gezielte Investitionen zum nachhaltigen Ausbau des Produkt- und Beratungsangebots für Urlauber“. Die Aktie des Unternehmens sackte nach der Bekanntgabe der Zahlen um 3,8 Prozent ab, bevor sie sich im Tagesverlauf wieder leicht erholte.

Auch Priceline und Tripadvisor mit Problemen. Die schwierige  Situation von Holidaycheck ist kein Einzelfall. Am Dienstag verlor die Aktie von Tripadvisor nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen satte 23 Prozent, der Kurs der Booking-Mutter Priceline sackte um 13,5 Prozent ab. Die Aktie von Expedia gab am selben Tag um 2,8 Prozent nach und hat seit dem 26. Oktober 19 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Priceline-Chef Glenn Fogel hatte gegenüber Analysten vor einer erwarteten Verlangsamung des Wachstums gewarnt; zugleich hatte er erklärt, dass das Werbebudget seines Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent angestiegen sei. Tripadvisor-Finanzchef Ernst J. Teunissen räumte ein, dass der Umsatz pro Kunde im Jahresvergleich um elf Prozent zurückgegangen sei.

In der Klemme. Beobachter sehen die Buchungsportale in einer Zwickmühle. Zum einen intensivieren die großen Hotelketten ihre Anstrengungen, den Direktvertrieb anzukurbeln und locken Kunden mit groß  angelegten Kundenbindungsprogrammen auf ihre Websites. Zum anderen wandert ein Teil der Kundschaft zu Ferienvermietungsanbietern wie Homeaway oder gleich in die Sharing Economy zu Airbnb ab. Parallel dazu wächst das Engagement und die Bedeutung von Google bei der Suche nach Flügen, Hotels oder kompletten Reisepaketen. Dies führt dazu, dass die klassischen Online-Buchungsportale einen immer größeren Aufwand im Marketing und bei der Marketing- und Suchmaschinenoptimierung betreiben müssen, um genügend Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Christian Schmicke

 

08. November 2017 – 10:43
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Jahrelang wurde heftig dagegen protestiert und darüber gestritten. Nun folgt der erbitterten Debatte um Kreuzfahrtschiffe in der Altstadt von Venedig endlich eine Entscheidung. Künftig sollen große Schiffe mit mehr als 55.000 Tonnen nicht mehr durch das historische Zentrum der Lagunenstadt fahren. Das teilte das italienische Verkehrsministerium in Rom nach einem Treffen mit den regionalen und lokalen Vertretern Venedigs und des Veneto mit. Stattdessen sollen die Ozeanriesen eine andere Route befahren und in Marghera am Festland anlegen. Allerdings dürften noch drei bis vier Jahre ins Land ziehen, bis das dafür notwendige neue Kreuzfahrtterminal gebaut ist. Zudem sieht der Plan nach Informationen italienischer Medien vor, dass Schiffe mit über 96.000 Tonnen, anders als heute, in die Lagune einfahren dürfen, wenn auch nicht in die Innenstadt. Das empört die Gegner der Riesenkähne.

In Venedig kommen auf etwa 55.000 Einwohner rund 17 Millionen Besucher pro Jahr. Dort tobt seit langem eine intensive Auseinandersetzung zwischen Umwelt- und Kulturschützern auf der einen sowie Touristikern und Geschäftsleuten auf der anderen Seite über zu viele Touristen im Allgemeinen und die Rolle des Kreuzfahrtourismus im Besonderen. Wiederholt kam es zu größeren Protestaktionen gegen die Megaliner, die direkt durch die Altstadt fahren. Die Unesco hat bereits damit gedroht, die Lagunenstadt von der Liste der Welterbe zu streichen.

 

07. November 2017 – 17:49
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Der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Thiemann erklärt nach Berichten von Kunden, die eine für das nächste Jahr gebuchte JT-Reise kostenlos stornieren konnten, es gebe noch keine generelle Entscheidung über ein Stornorecht. Aus insolvenzrechtlichen Gründen werde man jeden Einzelfall für Reisen nach dem 1. Januar 2018 betrachten. Dabei werde das Unternehmen "im Sinne der Kunden pragmatisch vorgehen“.

Pech haben Kunden, die bereits Anzahlungen für Reisen ohne gültigen Sicherungsschein im nächsten Jahr geleistet haben. Denn "aufgrund klarer Regelungen des Insolvenzrechts“ könnten diese nicht erstattet werden, so Thiemann, sondern sie müssten zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Dass die Kunden von diesen Beträgen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens größere Summen wiedersehen, ist eher unwahrscheinlich. Für Reisen bis zum Jahresende mit Ausnahme derjenigen mit Airberlin-Flügen hatte der Insolvenzverwalter zuletzt eine Absicherung ihrer Durchführung erreicht.

Aktuell führe er "Gespräche mit potenziellen Kaufinteressenten, um eine Lösung für das Unternehmen zu erreichen“, sagt Thiemann. Nähere Angaben will er unter Verweis auf die Vertraulichkeit der Gespräche nicht dazu machen.

Christian Schmicke

 

07. November 2017 – 15:42
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Rund 2.000 Flüge fielen im September und Oktober aus und im laufenden Winter ist Ryanair mit 25 Maschinen weniger unterwegs als bisher, was zu 18.000 weiteren Flugausfällen führt. Doch von Chaos will Kenny Jacobs, der Marketingchef der Airline, in diesem Zusammenhang nichts wissen. 98 Prozent der rund 315.000 betroffenen Fluggäste seien auf andere Flüge umgebucht oder binnen zwei Wochen entschädigt worden, erklärte Jacobs beim "Web-Gipfel" in Lissabon. Und überhaupt seien nur 0,5  Prozent der Passagiere von den Unregelmäßigkeiten betroffen. Das Ganze sei "sicher nicht ideal“ gelaufen, aber die Medien hätten es bei der Darstellung von Missständen übertrieben. Etwa mit der Aussage, dass Ryanair die Piloten weglaufen würden. „Wir haben 4.200 Piloten und 1.000 weitere werden hinzukommen“, so der Ryanair-Manager, der die häufig geäußerte Kritik an den Arbeitsbedingungen des Flugpersonals nicht gelten lässt. "Unser Ziel ist es, der begehrteste Arbeitgeber für die Piloten zu werden und wir sind auf dem Weg, dies zu erreichen“, zitiert ihn das Online-Magazin "Marketing Week". Ohnehin könne die mediale Schelte seiner Marke nicht viel anhaben:  "Am Ende des Tages sind die Kunden unser Publikum und nicht die Medien." Eine interessante Aussage angesichts der Tatsache, dass sein Chef Michael O'Leary bisweilen eigens Pressekonferenzen anberaumt, um über die Konkurrenz herzuziehen.

Während Jacobs die Kritik an der Unternehmensführung von Ryanair als reines Medienphänomen abkanzelte, schrieben knapp 60 Arbeitnehmervertreter der Piloten von sämtlichen europäischen Basen der Airline einen Brief an CEO O'Leary, wie die irische Online-Zeitung "The Journal" berichtet. Darin appellieren sie an ihren Arbeitgeber, endlich in Verhandlungen über standortübergreifende Tarifabschlüsse zu treten. Dies lehnte die Airline-Führung bisher stets ab.

Christian Schmicke

07. November 2017 – 13:53
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In Katalonien hat die nach eigenen Angaben fünftgrößte Gewerkschaft, die separatistische Intersindical-CSC, für Mittwoch zum Generalstreik aufgerufen. Damit soll gegen die Inhaftierung von Mitgliedern der abgesetzten katalanischen Regionalregierung und gegen die Anwendung des Artikels 155 der spanischen Verfassung, die zur Absetzung der regionalen Regierung führte, protestiert werden. Ob und in welchem Ausmaß dadurch Reiseaktivitäten beeinträchtigt werden, ist unklar. Denn die großen Gewerkschaften CCOO und UGT schlossen sich dem Streikaufruf nicht an. Sie argumentierten damit, dass es sich um einen politisch motivierten Aufruf handele und nicht auf einen Arbeitskampf. Da auch sie gegen die Inhaftierung der ehemaligen Regierungsmitglieder sind, schlagen sie als Alternative vor, in allen katalonischen Städten und Gemeinden um zwölf und um 18 Uhr Protestversammlungen abzuhalten. Weitere Protestkundgebungen sollen am 15., 22. und 29. November jeweils mittags um zwölf stattfinden. Der katalanische Arbeitgeberverband Fomento del Trabajo hat am Montag beim Obersten Gerichtshof von Katalonien (TSJC) eine Verwaltungsbeschwerde eingereicht, um den Generalstreik für illegal erklären zu lassen.

 

06. November 2017 – 17:37
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Auf der Jahrestagung der Lufthansa City Center im slowenischen Portoroz lüftete die Zentrale ein bisschen den Vorhang für die neue hauseigene Content-Software: Bridge-IT nimmt Gestalt an. Erste Schnittstellen sind gebaut und LCC präsentierte Screenshots vom künftigen Frontend der LCC-Büros. Die Optik ist an die gelernte Amadeus-Maske angelehnt, doch im Hintergrund liefert Bridge-IT Daten aus den unterschiedlichsten Quellen.

Ziel ist es, den zersplitterten Content wieder zusammenzuführen. Das heißt zum Beispiel, Lufthansa über Direct-Connect anzubinden und so den Kunden die GDS-Gebühr zu sparen. Oder alle Eurowings-Tarife im System abzubilden. Beim Aufrufen von Flugverbindungen werden die Tarife aus unterschiedlichen Kanälen in einer Liste angezeigt und können direkt gebucht werden. Genauso soll es dann mit den IAG-Carriern British Airways und Iberia sowie mit Air France funktionieren.

Die erste Version von Bridge-IT soll im Frühjahr in die Lufthansa City Center kommen. Damit werden neben Flügen auch Hotels und Mietwagen buchbar sein. Bei den Hotels wird Bridge-IT zu einer Art Metasearcher, zeigt zum gewünschten Hotel Preise und Provision aus den unterschiedlichsten Quellen an, ebenso eventuell verhandelte Nettoraten.

Weitere Partner sollen nach und nach in Bridge-IT integriert werden, zum Beispiel Flixbus oder Get Your Guide. Die Einbindung neuer Leistungsträger kostet Zeit. Denn es geht nicht alleine um das Frontend und die Buchbarkeit. Die Daten sollen schließlich auch in die Mid- und Backoffice-Systeme fließen, und sie müssen mit den vorhandenen Kundenprofilen verknüpft werden können.

 

06. November 2017 – 14:54

Mehrere Kunden des insolventen Veranstalters berichten gegenüber Gloobi.de, dass ihnen JT Touristik auf Nachfrage für gebuchte Reisen, die nach dem 31. Dezember stattfinden sollten, kostenlose Stornierungen gewährt habe. Ob sich dies als generelle Bereitschaft des Veranstalters deuten lässt, nun alle für das nächste Jahr gebuchten Reisen kostenlos zu stornieren, war trotz Nachfrage vom Insolvenzverwalter Stephan Thiemann bislang nicht zu erfahren. Auch auf die naheliegende Anschlussfrage, ob sich aus der kostenlosen Stornomöglichkeit eine Einstellung des Geschäftsbetriebes zum Jahresende ableiten lässt, erhielt die Redaktion noch keine Antwort. Darüber, ob Thiemann, wie ursprünglich berichtet, weiterhin in Gesprächen mit potenziellen Investoren ist, liegen ebenfalls keine Informationen vor.  

 

03. November 2017 – 15:06
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Große Party, einmal im Jahr? Die Ketten- und Kooperationschefs regelmäßig vor Ort? Unterstützung bei Praxisthemen oder eher Branchenpolitik? Welche Event-Formate und Inhalte erwarten die Reisebüros von ihren Organisationen? Dieser Frage ging Gloobi.de im Rahmen einer exklusiven Online-Umfrage für das "Reise vor9 Magazin" nach. Das Ergebnis der Online-Umfrage, an der rund 250 Chefs und Mitarbeiter aus dem Vertrieb teilnahmen, zeigt: Jahrestagungen besitzen für die Mehrzahl der Ketten- und Kooperationsmitglieder einen beachtlichen Stellenwert. Aber damit alleine ist es nicht getan.

Rund zwei Drittel der Befragten finden die Vorzeige-Events wichtig oder, wie knapp 35 Prozent von ihnen, sogar sehr wichtig. Allerdings drückt sich dieser hohe Stellenwert nicht bei allen im praktischen Handeln aus. Denn nur gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer nimmt immer oder wenigstens regelmäßig daran teil. Für eine große Zahl von Reisebüros ist die Tagung hingegen kein Pflichttermin, sondern eher eine Entscheidung von Fall zu Fall. Für rund ein Viertel ist dabei ausschlaggebend, ob der Termin in ihre Pläne passt. Jeder Achte macht seine Anreise davon abhängig, ob ihn das Zielgebiet, in dem getagt wird, reizt. Und ebenso viele sind noch nie auf einer Jahrestagung ihrer Kette oder Kooperation gewesen.

Daraus wird deutlich: Ein groß inszeniertes Event im Jahr allein reicht nicht aus, um Franchisenehmer und Mitglieder zu halten – und erst recht nicht, um neue hinzu zu gewinnen. Denn das inhaltliche Spektrum, das eine solche Großveranstaltung in zwei bis drei Tagen abdecken kann, ist begrenzt. Neben Zielgebietserkundungen und abendlichen Partys bestimmten über Jahre Talkshow-artig inszenierte Diskussionsrunden zu mehr oder minder brisanten Themen, Grundsatzreden der Ketten- und Kooperationsfürsten und Workshops zu diversen Einzelthemen, bei denen auch die Sponsoren der Veranstaltungen nicht zu kurz kommen durften, das Bild. Das mag im Gesamtbild eine gelungene Veranstaltung ergeben. Der Vielfalt der Wünsche und Ansprüche der Reisebüros an ihre Organisation wird es aber nicht gerecht.

Zukunftsthemen im Fokus. Erklären lässt sich dies anhand der weiteren Umfrageergebnisse zu den Erwartungen, die Reisebüros an die Formate und Inhalte der Events haben. Denn die gewünschten Themen umfassen die gesamte Palette der Zukunftsfragen, mit denen sich die Agenturen konfrontiert sehen. Ganz weit vorne stehen mit branchenpolitischen Themen weiterhin die Klassiker der Jahrestagungen. Knapp vier von fünf Büros wollen diese auf den Veranstaltungen ihres Bündnisses diskutiert sehen. Doch gleich dahinter folgt mit dem Thema IT ein Bereich, der im Rahmen von Events mit hunderten von Teilnehmern allenfalls angerissen werden kann und anschließend der individuellen Vertiefung anhand der Ausgangslage des einzelnen Büros bedarf. Auch in betriebswirtschaftlichen Fragen erwarten die Reisebüros die Unterstützung ihrer Organisation durch entsprechende Veranstaltungen. Zudem wünscht sich eine deutliche Mehrheit von ihnen Impulse für das eigene Marketing.

Produkte und Destinationen Nebensache. Weniger gefragt sind nach dieser Erhebung die bei Ketten und Kooperationen beliebten Produktschulungen von Leistungsträgern, wie etwa Veranstaltern. Etwa die Hälfte der Umfrageteilnehmer hält sie zwar für wichtig; die andere Hälfte sieht Ketten und Kooperationen hingegen nicht in der Pflicht, für die Verbreitung der Botschaften der touristischen Partner zu sorgen. Auch die Vermittlung von Zielgebietswissen betrachtet eine Mehrheit der befragten Reiseprofis eher als Aufgabe der jeweiligen Tourismusorganisationen denn als wichtigen Bestandteil von Ketten-  und Kooperations-Events.

Persönlicher Austausch im Mittelpunkt. Neben breit gefächerten thematischen Schwerpunkten wünschen sich die Vertriebsprofis vor allem Event-Formate, bei denen sie sich mit ihren Kollegen austauschen können. Dazu bieten natürlich die großen Jahrestagungen Gelegenheit, vor allem aber Angebote, die den Austausch im kleineren Kreis ermöglichen. Die Umfrageteilnehmer haben dabei übrigens nicht nur die Reisebüroschefs im Blick. Rund die Hälfte wünscht sich ausdrücklich Event-Formate, die auch den Dialog unter Expedienten ermöglichen.

Ein weiteres Anliegen ist den Reisebüros der direkte Draht zu den Ketten- und Kooperationschefs – möglichst ohne dafür selbst jedes Mal selbst weite Wege zurücklegen zu müssen. Deshalb stehen Veranstaltungen auf lokaler und regionaler Ebene bei jedem zweiten Umfrageteilnehmer hoch im Kurs. Sie stellen die Zentralen der Verbünde zwar vor logistische und zeitliche Herausforderungen, werden aber von den Mitgliedern, die so ihrerseits ohne großen zeitlichen Aufwand zum Ausdruck bringen können, wo sie der Schuh drückt, sehr geschätzt.

Christian Schmicke

Weitere Infos zu Events der Reisebüroketten und -kooperationen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Reise vor9 Magazins

 

03. November 2017 – 08:27

Air France und KLM führen am 1. April eine so genannte "Distribution Surcharge“ in Höhe von elf Euro pro Strecke für Verkäufe über GDS ein. Die Gebühr fällt an, sobald Air France, KLM oder Hop als Carrier in der Buchung enthalten sind. Wie zuvor bereits Lufthansa und die IAG-Gesellschaften British Airways und Iberia begründen auch Air France und KLM die Gebühr mit den höheren Kosten, die ihnen für Buchungen via GDS entstehen. Der Aufschlag falle nicht an, falls die betreffenden Flüge über eine NDC-API-Schnittstelle, das Air France- und KLM-Buchungstool für Expedienten oder über direkte Vertriebskanäle von Air France und KLM gebucht würden, heißt es in einem Schreiben an den Vertrieb. Die Schnittstelle zum Vertriebsstandard NDC (New Distribution Capability) solle ab Januar verfügbar sein, kündigen die Fluggesellschaften an. Das Air-France- und KLM-Buchungstool für Expedienten soll zur Einführung der GDS-Gebühr im April einsatzbereit sein.