13. September 2017 – 14:11
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Ryanair kündigt es großspurig an, Easyjet macht es einfach. Am Mittwoch hat die Fluggesellschaft die neue Buchungsseite "Worldwide by Easyjet“ freigeschaltet, über die sie eigene Zubringerflüge nach London-Gatwick zusammen mit Tickets für das Langstreckennetz der neuen Partner Norwegian und West Jet anbietet. Dabei handelt es sich laut Easyjet nicht um ein traditionelles Interlining- oder Codeshare-Abkommen, sondern um "Vertriebspartnerschaften" und einen "digitalen, virtuellen Hub", der mit ähnlichen Leistungen aufwarte, aber unkomplizierter und effizienter sei.

Anschlussgarantie und Gepäckservice. Für Passagiere, die über Gatwick nach Asien oder Nordamerika fliegen wollen, liegt der Hauptunterschied zu Umsteigeverbindungen mit traditionellen Linienfluggesellschaften darin, dass sie ihr Gepäck nach der Landung erst einmal vom Band holen müssen. Anschließend gehen sie zum Schalter des Dienstleisters "Gatwick Connect“, der ihnen das Gepäck wieder abnimmt und dafür sorgt, dass es zu ihrem Anschlussflieger gelangt. Auch wenn sich der Zubringer verspätet und der Anschlussflug schon weg ist, tritt "Gatwick Connect“ in Aktion und sorgt dafür, dass die Passagiere die nächste verfügbare Maschine nehmen können. Kommt es dabei zu einer langen Verzögerung, dann verspricht das Unternehmen auch, für ein Hotelzimmer und Verpflegung zu sorgen. Der Service kostet pro Person 22,78 Euro.

Weitere Airlines und Flughäfen sollen ins Boot. Easyjet hat bereits angekündigt, die Buchungsplattform für Zubringer-Langstreckenkombinationen auf weitere Airports und zusätzliche Partner-Airlines auszuweiten. Unter anderem stehen Mailand-Malpensa, Genf, Amsterdam, Paris-Charles-de-Gaulle und Barcelona auf der Agenda der scheidenden Easyjet-Chefin Carolyn McCall. Zudem sei man im Gespräch mit Fluggesellschaften aus der Golfregion und Asien. Über Gatwick will Easyjet zudem Umsteigeverbindungen innerhalb des eigenen Streckennetzes anbieten. Und auch Einzeltickets neuer Partner-Airlines, die das eigene Streckennetz ergänzen, sollen über die Website vertrieben werden. Erstes Beispiel dafür ist die schottische Fluggesellschaft Loganair.

Nach Einschätzung von McCall nutzen heute schon rund 70 Millionen Passagiere pro Jahr das Easyjet-Streckennetz für Umsteigeverbindungen. Diese Zahl soll mit Hilfe der neuen Plattform deutlich steigen.

Christian Schmicke

 

13. September 2017 – 12:48
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Eine alte Touristikregel bewahrheitet sich auch in diesem Jahr mal wieder: Wenn die Buchungen in der Frühbucherphase besonders gut laufen, relativiert sich der vermeintliche Zuwachs im Laufe des übrigen Geschäftsjahres. So ist es offenbar auch in diesem Jahr. Jedenfalls weist das Tourismus-Vertriebspanel der GfK für den Buchungsmonat August, wie schon im Vormonat Juli, ein Umsatzminus gegenüber dem Vorjahr aus. Die Umsätze liegen um drei Prozent darunter. Die Rückgänge betreffen die noch laufende Sommersaison 2017 (-8%) ebenso wie die anstehende Wintersaison 2017/18 (-4%). Damit steht die aktuelle Sommersaison Ende August kumuliert noch bei einem dünnen Umsatzplus von einem Prozent. Im Vergleich zum Vormonat hat sie damit erneut einen Prozentpunkt eingebüßt. Die Sommersaison 2017 wie auch das Touristikjahr insgesamt steuern auf ein Endergebnis in etwa auf dem Vorjahresniveau zu.

Rund 45 Prozent des Monatsumsatzes entfielen im August noch auf Urlaubsreisen in den Sommer- und Herbstmonaten bis Oktober. Knapp 42 Prozent des Buchungsvolumens betreffen Reisen in der Wintersaison. Die frühen Buchungsumsätze mit Reisen im Sommer 2018 machten damit gut 13 Prozent des Monatsumsatzes aus. Trotz des Umsatzrückgangs im August steht die Wintersaison kumuliert derzeit noch bei einem Plus in Höhe von vier Prozent. Vor genau einem Jahr wies die letztjährige Wintersaison zu diesem Zeitpunkt ein Minus von acht Prozent auf. Das Volumen des Winters 2015/16 ist also noch nicht wieder erreicht. Als besonders wachstumsstark (+10,5%) erweisen sich derzeit Urlaubsreisen über die Feiertage im Dezember. Der Reisemonat Januar liegt dagegen noch unter Vorjahr (-2,4%), der Februar wiederum darüber (+6,1%). Da die Osterferien im kommenden Jahr bereits im März liegen, kommt es wieder zu der typischen Umsatzverschiebung zwischen den Reisemonaten März und April. Allerdings fällt das März-Wachstum mit 18,8 Prozent deutlich schwächer aus als die Verluste im April, die 27,5 Prozent betragen. Osterurlaub ist demnach aktuell deutlich schwächer gebucht als im Vorjahr.

 

13. September 2017 – 07:42
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Wegen zahlreicher Krankmeldungen fallen auch am Mittwoch bei Airberlin zahlreiche Flüge aus. Es lägen 149 Krankmeldungen von Piloten vor, hieß es unter Berufung auf einen internen Brief der Vorstands an die Piloten. Am Morgen fielen bereits zahlreiche Flüge aus, im Tagesverlauf könnten weitere hinzukommen. Nach Angaben des Flughafens Düsseldorf, strich Airberlin dort für Mittwoch 30 von 182 Starts und Landungen. In Hamburg fallen 14 Flüge aus. Auch die Lufthansa-Tochter Eurowings, die 33 Flugzeuge samt Crews bei Airberlin angemietet hat, ist von der vermeintlichen Krankheitswelle bei den Piloten betroffen. Sie musste für heute bislang 35 Starts streichen..

12. September 2017 – 17:28

Nach erneuter Bestandsaufnahme der Schäden, die durch den Hurrikan "Irma“ entstanden sind, haben DER Touristik und Thomas Cook ihre Storno- und Umbuchungsbedingungen in einigen Details modifiziert. DER Touristik wird bis zum 18. September keine neuen Gäste nach Florida befördern. Die entsprechenden Reiseverträge seien gekündigt worden, teilt der Konzern mit. Reisen auf die Florida Keys, auf denen erhebliche Schäden eintraten, werden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen bei Anreise bis zum 25. September gewährt. Für Kuba gilt nach wie vor, dass bis zum 18. September keine Reisen stattfinden und die Reiseverträge gekündigt wurden. Thomas Cook sagt ebenfalls alle Reisen nach Havanna oder Varadero bis einschließlich 18. September ab, bei Holguin gilt die Regelung angesichts geringerer Schäden weiterhin nur bis zum 15. September. Außerdem können Kunden nun bei geplanter Anreise nach Havanna und Varadero vom 19. bis einschließlich 25. September kostenfrei umbuchen und stornieren. Alle gebuchten Kuba-Rundreisen mit Anreisedatum bis einschließlich 30. Oktober werden ebenfalls abgesagt. Reisen auf die Florida Keys sagt der Konzern bei Anreise bis zum 30. September und in andere Regionen Floridas bis einschließlich 18. September ab.

 

12. September 2017 – 16:01
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Die Fluggesellschaft stationiert im nächsten Sommer drei weitere Flugzeuge am Flughafen Frankfurt und startet dann mit zehn Maschinen vom größten deutschen Airport aus. Der Sommerflugplan enthält 34 neue Strecken mit einem auffälligen Fokus auf gefragte touristische Ziele. Neu sind im nächsten Jahr Verbindungen nach Girona nahe der spanischen Costa Brava, ins südspanische Murcia, auf die griechischen Inseln Korfu, Chania, Kefalonia, Mykonos und Santorini, in die französischen Städte Marseille und Perpignan, nach Pula, Rijeka und Zadar in Kroatien sowie ins italienische Perugia. Die Verbindung nach Mallorca wird auf elf Flüge pro Woche ausgebaut. Insgesamt will Ryanair damit in Frankfurt auf 2,6 Millionen Passagiere kommen – rund 1,2 Millionen mehr als in diesem Jahr.

Auch von Karlsruhe/Baden-Baden plant der Billigcarrier im nächsten Sommer neue Strecken. Sie führen nach Edinburgh, Lissabon, Sevilla, Tel Aviv und Modlin, rund 40 Kilometer von Warschau entfernt.

 

12. September 2017 – 14:33
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Airberlin hat am Dienstag mehr als 100 von 750 geplanten Flügen gestrichen. Hintergrund der Flugausfälle sind plötzliche Krankmeldungen von rund 200 der insgesamt 1.500 Piloten. Die Krankmeldungen seien extrem kurzfristig erfolgt, meldet die Fluggesellschaft. Zum Teil hätten die Piloten während des Crewbriefings unmittelbar vor dem Flug oder auf dem Weg zum Flugzeug den Dienst quittiert.

"Sanierungsbemühungen gefährdet." Airberlin-Chef Thomas Winkelmann bezeichnete die Aktion, die stark an eine riesige Krankmeldungswelle bei der Fluggesellschaft Tuifly vor einigen Monaten erinnert, als "Spiel mit dem Feuer“. Die Flugausfälle kosteten die Airline mehrere Millionen Euro. Angesichts der Verhandlungen mit möglichen Investoren sei ein stabiler Flugbetrieb aber "die zwingende Voraussetzung für ein Gelingen dieser Verhandlungen“. Nur so könnten möglichst viele Arbeitsplätze gesichert werden. Auch Frank Kebekus, seit der Insolvenz Generalbevollmächtigter des Unternehmens, schlägt Alarm: Die Ereignisse gefährdeten das gesamte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung massiv, sagt er. Wenn sich die Situation nicht kurzfristig ändere, werde Airberlin "den Betrieb und damit jegliche Sanierungsbemühungen einstellen müssen".

Will Airberlin die Langstreckenpiloten loswerden? Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sollen Sondierungen zu den Übergangsbedingungen für 1.200 Airberlin-Piloten auf einen Käufer am Montag geplatzt sein. Dies sei der Grund für das plötzliche Hochschnellen des Krankenstandes, berichten Insider. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zeigte sich indes über die Ereignisse, "überrascht“ und betonte, sie habe "zu keinem Zeitpunkt dazu aufgerufen, sich krank zu melden“. VC befürchtet unterdessen, dass Airberlin den Langstreckenbetrieb, der in den vergangenen Tagen bereits drastisch gekürzt wurde, ganz einstellen könnte. VC-Präsident Ilja Schulz wird von der "Rheinischen Post" mit der Bemerkung zitiert, es bestehe die Sorge, dass mit einer "enormen Preiserhöhung die Langstrecke so unattraktiv gemacht werden soll, dass sie noch vor der Übernahme eingestampft werden kann". Der Grund dafür könnte laut Schulz darin liegen, dass man insbesondere die gut bezahlten Langstreckenpiloten loswerden wolle, bevor es zu einer Übergabe von Betriebsteilen komme. "Die könnte der Insolvenzverwalter bei einer Einstellung der Langstrecke sofort entlassen wollen", sagte Schulz der Zeitung. "Die Braut wird quasi für die Hochzeit hübsch gemacht. Das ist ein Skandal, den wir uns so nicht bieten lassen", warnt er.

Absurde Preissprünge. Ganz aus der Luft gegriffen ist diese Vermutung nicht. Denn für Flüge ab dem 25. September innerhalb des verbliebenen Langstreckennetzes verlangt Airberlin tatsächlich Mondpreise. So kosten Hin- und Rückflug zwischen Düsseldorf und San Francisco ab diesem Termin satte 2.692,46 Euro. Wer in den nächsten Tagen fliegen wollte, käme mit gut 900 Euro davon – vorausgesetzt, sein Flieger hebt tatsächlich ab.

Christian Schmicke

 

12. September 2017 – 08:00
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Die Formulierung suggeriert Normalität: "Airberlin beendet zum 25. September ihr Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf“ teilt die Airline mit. Damit entfallen ab diesem Datum die Flüge nach Curaçao, Cancun in Mexiko, Havanna und Varadero auf Kuba sowie Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Die vor einigen Tagen angekündigten Streichungen von Langstreckenflügen werden ebenfalls auf den 25. September vorgezogen. Dies betrifft Verbindungen zwischen Berlin und Abu Dhabi, Chicago, Los Angeles und San Francisco sowie von Düsseldorf nach Boston.

Der Schritt kommt nicht völlig unerwartet, gleichwohl dürfte er unter Kunden und Veranstaltern für Aufregung sorgen. Denn sämtliche Kunden, die vor der offiziellen Pleite der Fluggesellschaft ein Ticket für die betroffenen Strecken für die Zeit nach dem 25. September gebucht haben, werden ihr gezahltes Geld vermutlich nie wiedersehen. Lediglich für Buchungen nach dem Insolvenzantrag am 15. August will Airberlin den Ticketpreis erstatten. Veranstalterkunden, die eine Pauschalreise gebucht haben, geht es in dieser Hinsicht besser. Bei ihnen muss sich der Veranstalter um eine Beförderungsalternative kümmern. Das bereitet den Unternehmen eine Menge Arbeit und könnte darüber hinaus für zusätzliche Kosten sorgen, wenn die Airlines angesichts des unverhofften Nachfrageschubs an der Preisschraube drehen. Condor und Eurowings dürften sich hingegen die Hände reiben.

Hintergrund für die überstürzte Streckeneinstellung ist nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", dass die Leasingfirma Aercap, von der Airberlin die Langstreckenmaschinen gemietet hat, zehn Airbus A330 von möglichst schnell zurück haben will. Offenbar hat sie Sorgen, dass sie für die gemieteten Flugzeuge kein Geld mehr sieht.

Das Flugchaos bei der insolventen Fluggesellschaft geht unterdessen auch am Dienstag munter weiter. Auf der Website teilt sie mit: "Aus operativen Gründen muss Airberlin heute Flüge streichen. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste. Passagieren, die von einer Flugstreichung betroffen sind, wird von Airberlin die bestmögliche Reisealternative angeboten. Sie werden gebeten nicht an den Airport zu kommen und die airberlin Service-Hotline zu nutzen."

 

11. September 2017 – 16:17
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Am Montag wurde Hurrikan "Irma“ zum tropischen Sturm herabgestuft. Das US-Hurrikan-Zentrum erklärte, "Irma“ werde vom nördlichen Florida mit 30 Kilometern pro Stunde Richtung Georgia ziehen und am Dienstag Alabama erreichen. Dort werde sich der Sturm weiter abschwächen. Für die Ostküste Floridas und die nördlich davon gelegenen Küstenstreifen der US-Bundesstaaten Georgia und South Carolina bedeutet dies allerdings keineswegs Entwarnung. Denn nach wie vor bedrohen vor allem die Wassermassen, die der Tropensturm ins Land drückt, Natur, Menschen und Infrastruktur. So stehen in Miami die Altstadt und das Bankenviertel unter Wasser. Auch die Freizeitparkmetropole Orlando ist betroffen, die touristischen Attraktionen sind geschlossen. Bedroht sind auch Küstenstädte wie Jacksonville Savannah und Charleston.

Das gesamte Ausmaß der Zerstörung bleibt unterdessen unklar. Rund 5,7 Millionen Haushalte in Florida und Georgia waren am Montag noch ohne Strom. Mehr als 12.000 Flüge wurden gecancelt. In einigen Städten an der Ostküste Floridas soll es zu Überfällen und Plünderungen gekommen sein.

Die Veranstalter reagieren auf die undurchsichtige Lage, indem sie sozusagen „auf Sicht fahren“. Tui berichtet, man habe Gäste aus dem Küstenbereich von Miami und Teilen der Golfküste in sichere Hotels in Orlando und Charlotte untergebracht und sie verpflegt. Der Konzern bietet kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen vorerst für alle Anreisen bis 14. September an. Thomas Cook hat Reisen in den US-Bundesstaat bis einschließlich 18. September abgesagt. DER Touristik will zunächst bis zum 18. September keine Gäste nach Florida bringen. und die Lage am Mittwoch neu bewerten. FTI gewährt kostenlose Umbuchungen und Stornierungen vorerst ebenfalls bei Anreisen bis zum 15. September.

 

11. September 2017 – 15:05
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Nachdem zunächst Unklarheit über die Schäden herrschte, die der Hurrikan „Irma“ auf Kuba angerichtet hat, zeichnen sich die unmittelbaren Folgen für die touristischen Gebiete nun klarer ab. Auf den der Nordküste Kubas vorgelagerten Inseln Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria seien die Hotelanlagen „nachhaltig beschädigt“ worden, teilt Thomas Cook mit. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurde laut Tui auch die touristische Infrastruktur in Varadero. Durch die Schäden an Hotels und Infrastruktur könnten die gebuchten Leistungen dort „derzeit nicht erbracht werden“. Die Region um Holguin an der Ostküste Kubas verzeichne dagegen nur geringe Sturmschäden. Unübersichtlich sei nach wie vor die Situation in Havanna, heißt es von Tui. Hier lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche Schäden vor. Nach jetzigem Kenntnisstand solle der Flughafen im Laufe des Montags wieder geöffnet werden. Unabhängig davon berichten beide Konzerne, dass ihre Gäste in den betroffenen Regionen rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden und wohlauf seien.

Tui und Thomas Cook kündigen an, dass sie sämtliche Gäste aus den betroffenen Zielen so schnell wie möglich nach Hause transportieren wollten. DER Touristik erklärt, Pauschalreisegästen, die bereits auf Kuba seien, und die umbuchen oder nach Hause fliegen wollten, helfe man, je nach Wunsch, bei der Suche nach Urlaubsalternativen oder kümmere sich um die schnellstmögliche Heimreise.

Dementsprechend sagen TUI, DER Touristik und Thomas Cook Reisen nach Varadero bis zum 18. September ab. Bei Thomas Cook gilt diese Regelung auch für Havanna, bei DER Touristik für ganz Kuba. Reisen auf die Inseln Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria werden bis zum 31. Oktober abgesagt. Für die Region Holguin ermöglicht Thomas Cook kostenlose Stornos und Umbuchungen nur bei Anreise bis zum 15. September, da der "reguläre Hotelbetrieb in nahezu allen Anlagen gewährleistet“ sei. Bei FTI können Kunden Reisen nach Varadero und Havanna ebenfalls vorerst bei Anreise bis einschließlich 18. September kostenlos umbuchen oder stornieren. Von Alltours heißt es, man werde "für jeden Gast, der sich an uns wendet, eine individuelle Lösung finden". Schauinsland hat Kuba-Reisen bis zum 15. September aktiv abgesagt. Darüber hinaus seien kostenfreie Stornos und Umbuchungen für Anreisen bis zum 18. September möglich.

 

 

10. September 2017 – 21:29

Deutlich heftiger als ursprünglich prognostiziert hat der Wirbelsturm "Irma“ Kuba heimgesucht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern zog der Sturm am Samstag über die Insel hinweg. Bis zu sechs Meter hohe Flutwellen verursachten in zahlreichen Küstenregionen großflächige Überschwemmungen. Auch am Sonntag waren nach Berichten kubanischer Medien noch viele Provinzen ohne Strom- und Wasserversorgung, darunter auch die Hauptstadt Havanna, die von weitflächigen Überschwemmungen heimgesucht wird. Über Verletzte oder Todesopfer liegen bislang keine Meldungen vor. Im Vorfeld des Sturmes waren insgesamt rund zwei Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden, darunter auch rund 36.000 Touristen.

Über das Ausmaß der Zerstörung der touristischen Infrastruktur liegen bislang keine eindeutigen Informationen vor. Die Nachrichtenagentur "Reuters“ berichtet unter Berufung auf lokale Behörden, die 16 Hotelanlagen auf den vorgelagerten Inselchen Cayo Coco und Cayo Guillermo seien ernsthaft beschädigt worden. Auch die BBC berichtet von zahlreichen Schäden an Hotelanlagen, ohne die Angaben zu konkretisieren. Angesichts großflächiger Verwüstungen in kubanischen Küstenstädten, über die berichtet wird, ist allerdings davon auszugehen, dass auch die Hotellerie in starkem Ausmaß in Mitleidenschaft gezogen wurde. Condor und Eurowings haben sämtliche für das Wochenende geplanten Flüge nach Havanna und Varadero auf Montag verschoben. Bereits am Freitag hatte Tui die Frist für gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen für Kuba für alle Anreisen bis einschließlich 14. September verlängert, bei Thomas Cook gilt dieselbe Regelung.