31. August 2017 – 13:01
lafferenzkatja

Der Hannoveraner Veranstalter für Amerika- und Kanada-Reisen hat den ebenfalls dort ansässigen Luxusveranstalter Pangea Travel & Tourism GmbH gekauft. Mit der Akquise wolle er den Ausbau der eigenen Luxusmarke Feinreisen vorantreiben, sagt Geschäftsführer Timo Kohlenberg. Die bisherige Geschäftsführerin von Pangea, Katja Lafferenz, sowie zwei weitere Mitarbeiter ziehen in das Team von America Unlimited ein. Lafferenz übernimmt die Leitung für das Produkt und die strategische Weiterentwicklung der Marke Feinreisen. Sie bringt durch ihren Veranstalter Expertise zu Reisen im hochpreisigen Segment nach Afrika, Australien, Neuseeland und in den Oman mit.

 

31. August 2017 – 12:32
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Mark Okerstrom, bisher Finanzchef des Unternehmens, übernimmt die Nachfolge von Dara Khosrowshahi, der neuer CEO des Fahrdienstanbieters Uber wird. Für eine Revolution bei Expedia wird der neue Mann an der Spitze wohl nicht sorgen. Schließlich war er in seiner bisherigen Rolle als CFO ohnehin eng in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden. Gegenüber amerikanischen Journalisten kündigte er an, dass er an Khosrowshahis Strategie einer Expansion durch Zukäufe festhalten wolle. Dies liege „in der DNA“ von Expedia. Zugleich solle das organische Wachst und die Expansion in aufstrebenden großen Märkten wie Indien vorangetrieben werden, so Okerstrom.

Mit dem Wechsel seines bisherigen Chefs zu Uber könnte auch eine engere Verbindung zwischen beiden Unternehmen entstehen, deutete Okerstrom an. Schließlich seien die Services des Fahrdienstportals „ergänzende Angebote zum bestehenden Expedia-Portfolio“. Khosrowshahi wird  Expedia ohnehin verbunden bleiben. Er erhält einen Sitz im Board des OTA-Riesen; seine Rolle dürfte dann mit der eines Aufsichtsrats vergleichbar sein.

Christian Schmicke

 

30. August 2017 – 20:34
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von Christian Schmicke

Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Mann beruft eigens in Berlin eine Pressekonferenz ein, um anzukündigen, dass er etwas nicht tun wird. Ryanair wird nicht für Airberlin bieten. Das ist alles. Dafür hätte es eine kurze Pressemitteilung auch getan, oder ein kurzes Statement auf Nachfrage. Wenn überhaupt. Eigentlich, denn das machen viele andere so, aber nicht er. Denn Ryanair-Chef Michael O’Leary verfolgt mit seiner Nicht-Ankündigung ein einziges klares Ziel. Und das heißt: Maximale Aufmerksamkeit.

Und so holte er am Mittwochnachmittag in Berlin zum großen Rundumschlag aus. Das Verfahren um die Übernahme der insolventen Airberlin sei ein "abgekartetes Spiel", wiederholte er zum xten Male. Ebenso wie seine Vorwürfe, dass die Lufthansa bevorzugt werde und dass durch ein "offensichtliches Komplott" von Regierung, Lufthansa und Airberlin gegen die Wettbewerbsregeln in Deutschland und der EU verstoßen werde. Deshalb habe Ryanair am Mittwoch das Bundeskartellamt und die EU-Wettbewerbsbehörde aufgefordert, diese "künstlich erzeugte Insolvenz" zu untersuchen. Denn auch der Zeitpunkt der Insolvenz sei für ihn fragwürdig, erklärte der Ryanair-Chef: Im August habe jede Fluggesellschaft ausreichend Geld – deshalb gehe er davon aus, dass vor der Bundestagswahl im September "maximaler Druck" auf die Politik ausgeübt werden sollte, um Bilder von gestrandeten Urlaubern zu vermeiden.

Er selbst habe weder Kontakt zu Airberlin noch zu deren Sachwalter Lucas Flöther gehabt. Er sei auch nicht um ein Angebot gebeten worden. Gäbe es ein transparentes Verfahren, hätte Ryanair auch mitgeboten, sagt er. Und last but ot least: Bei Ryanair wäre die Situation der Beschäftigten besser als bei Lufthansa.

An vielen von O’Learys Vorwürfen könnte durchaus ein Körnchen Wahrheit sein. Aber das spielt keine große Rolle. Mit seinem Auftritt in Berlin verfolgte er genau jene Strategie, mit der er Ryanair groß machte und dabei riesige Summen an Werbegeldern einsparte – und dies zu einem nicht geringen Anteil übrigens bei genau den Verlagen, die ständig über seine Eskapaden berichten. Wahlweise mit Provokation, Sticheleien, Konkurrenten-Bashing oder spinnerten Ideen verschaffte sich der irische Bauernsohn mediale Aufmerksamkeit. Jedes Interview, jede Mitteilung, jeder Affront  macht seit Jahren sofort die Runde, weil Journalisten etwas zu schrieben brauchen und weil sie sich bei Michael O’Leary darauf verlassen können, dass er einen markigen Spruch loslässt. Auch wenn ihn, frei nach Konrad Adenauer, sein dummes Geschwätz von gestern ein paar Tage später oft nicht mehr interessiert.

Was lernen wir daraus? Erstens, dass ein Image nicht unbedingt gut sein muss, um zu funktionieren. Hauptsache, man hat eins. Es genügt, wenn in jedem Zeitungsartikel das Thema "billige“ oder gar "kostenlose“ Flugtickets ausreichend oft vorkommt. Ob man O’Leary sympathisch oder den Umgang seiner Airline mit ihren Mitarbeitern in Ordnung findet, ist dann ziemlich wurscht. Das zeigen Ryanairs Passagier- und Wachstumszahlen.

Und zweitens, dass es fast unmöglich ist, dem Marketingmonster O’Leary zu entkommen. Das zeigt, ironischerweise und zum Leidwesen des Verfassers, nicht zuletzt dieser Artikel.

 

30. August 2017 – 17:37

Bislang hatte es nur geheißen, die Thomas-Cook-Airline sei an mindestens zehn Maschinen und Strecken der insolventen Fluggesellschaft interessiert. Nun bringt das Berliner Boulevardblatt "BZ“ eine Komplettübernahme ins Spiel. Nach "BZ“-Recherchen habe es in der vergangenen Woche erste Gespräche zwischen Airberlin-Managern, dem Insolvenzverwalter und Vertretern von Thomas Cook, darunter Condor-Chef Ralf Teckentrup und der Airline-Chef der Thomas Cook Group, Christoph Debus gegeben. Es werde geprüft, ob Thomas Cook Airberlin als Ganzes übernehmen könne, heißt es unter Berufung auf "mehrere an den Kaufverhandlungen beteiligten Personen". Das Interesse von Thomas Cook werde bei Airberlin sehr ernst genommen, zitiert das Blatt einen "Insider“.

Für einen solchen Deal könnte sprechen, dass Condor deutlich weniger mit starken Einwänden von Kartell- und Wettbewerbsbehörden rechnen müsste als etwa Lufthansa. Zudem sucht die Fluggesellschaft schon länger nach einem Partner, um im Wettbewerb mit den Low-Cost-Carriern schlagkräftiger zu werden. Allerdings ist Thomas Cook verschuldet. Die Bilanz für das vergangene Jahr weist einen Schuldenstand von umgerechnet 1,9 Milliarden Euro aus.

Thomas Cook und Condor haben bislang lediglich bestätigt, dass sie "bereit" seien, "eine aktive Rolle bei möglichen Auffanglösungen zu spielen". Zu Details hat sich das Unternehmen nicht geäußert.

 

30. August 2017 – 15:38
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Der Flughafen Pittsburgh International führt Anfang September eine Neuheit ein, die angesichts der alles dominierenden Debatten um das Thema Sicherheit zunächst verwunderlich erscheint. Besucher ohne Flugticket können dann zwischen neun Uhr morgens und fünf Uhr nachmittags in der Sicherheitszone, also hinter Check-in und Sicherheitskontrolle die Shops und Gastronomie des Flughafens nutzen. Das gemeinsam mit der Transportation Security Administration (TSA) ausgearbeitete Konzept sieht vor, dass die Gäste an einem eigens dafür eingerichteten Schalter einchecken und dieselben Sicherheitskontrollen passieren wie Flugpassagiere.

Seitens des Flughafens heißt es, die Initiative sei unter anderem gestartet worden, um Besuchern die Möglichkeit zu bieten, Familienangehörige oder Freunde bis ans Gate zu begleiten. Der wichtigere Grund dürfte allerdings darin liegen, dass die Shops, Bars und Restaurants auf mehr Kunden hoffen dürfen. Wie der Airport versichert, sollen durch die zusätzlichen Gäste keinerlei Verzögerungen für Passagiere mit Ticket entstehen, weil die Kunden ohne Ticket an einem separaten Check-in-Schalter eingelassen würden und Fluggäste bei den Sicherheitskontrollen immer Vorrang hätten. Man darf gespannt sein, ob das Beispiel Schule macht.

Christian Schmicke

 

29. August 2017 – 15:25
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Zusätzliche Sicherheitschecks an europäischen Flughäfen haben nach Informationen des Airline-Verbandes Iata dazu geführt, dass sich die Zahl verspäteter Flüge in der Zeit von April bis Juni nahezu verdoppelt hat. In einem gemeinsamen offenen Brief an die Justiz- und Innenminister der EU-Staaten appellieren Iata, der Verbund Airlines for Europe (A4E), das Airlines Council International Europe, die European Regional Airlines Association und die Airlines International Representation in Europe an die Minister, dringend Maßnahmen zur Beschleunigung der Sicherheitschecks zu ergreifen, um die Zahl der Verspätungen zu reduzieren.

Die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen an europäischen Flughäfen kosteten pro Passagier rund 20 Sekunden, rechnen sie vor. Das könne sich für einen Passagier schnell zu einer zusätzlichen Stunde Wartezeit bei der Abfertigung summieren. Von den daraus resultierenden Verspätungen seien rund 319 Millionen Passagiere pro Jahr betroffen. Und etwa fünf Prozent verpassten durch die verzögerte Abfertigung ihren Flieger.

"Wir unterstützen zusätzliche Grenzkontrollen, wenn die Regierungen glauben, dass dies die Sicherheit der Bürger erhöht", sagt der Iata-Repräsentant für Europa, Rafael Schvartzman. "Aber dazu bedarf es zusätzlicher Ressourcen, für die die Behörden bislang nicht gesorgt haben. Ein Anstieg der Zahl verspäteter Flüge um 97 Prozent aufgrund verzögerter Bodenkontrollen ist völlig inakzeptabel",  so der Iata-Vertreter. Es müssten zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und weitere automatische Abfertigungsstellen in Betrieb genommen werden.

Christian Schmicke

 

29. August 2017 – 14:41
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Am Dienstag war Niki Lauda in der deutschen Hauptstadt zu Besuch und führte dort nach eigener Aussage gegenüber dem Boulevard-Blatt "Österreich" ein "sehr gutes, konstruktives Gespräch". Wie berichtet will der Ex-Rennfahrer, passionierte Pilot und Airliner „seine“ Niki, die er gründete und an Airberlin verkaufte, zurück erwerben und wieder in Eigenregie betreiben. Das wird nicht ganz einfach, denn auch Lufthansa ist an Niki interessiert, um sie in die Low-Cost-Tochter Eurowings zu integrieren. Zudem will Lufthansa nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" für Eurowings etwa ein Dutzend der 17 Langstreckenmaschinen von Airberlin übernehmen. Die Planungen sähen vor, zwei der Flugzeuge in Berlin und bis zu zehn in Düsseldorf zu stationieren, berichtet das Blatt unter Berufung auf Insider. Von der Hauptstadt solle eine Verbindung zur US-Ostküste angeboten werden. Insgesamt bietet Lufthansa demnach für bis zu 90 der rund 140 Maschinen, inklusive Niki, und würde bis zu 3.000 der insgesamt 8.600 Beschäftigten übernehmen – und zwar ausschließlich fliegendes Personal.

Zwei Offerten für Komplettübernahmen. Dagegen hat nicht nur Lauda etwas, sondern auch Hans Rudolf Wöhrl, der am Mittwoch in Berlin vorstellig wird und Airberlin komplett übernehmen und weiter betreiben will. Ebenfalls für Mittwoch hat Ryanair-Chef Michael O’Leary eine Pressekonferenz in der Bundeshauptstadt angekündigt. Ob mit ihm ebenfalls konkrete Gespräche geführt werden oder ob er lediglich die Rolle des Provokateurs von der Außenlinie einnimmt, ist nicht bekannt. Allerdings hat sich Berlins Regierender Bürgermeister  schon einmal prophylaktisch vehement gegen einen möglichen Einstieg der Iren, die Airberlin laut O'Leary ebenfalls gerne komplett übernehmen würden, ausgesprochen. "Käme Ryanair zum Zuge, habe ich große Befürchtungen“, erzählte er dem Berliner "Tagesspiegel“. "Dann müssten die Mitarbeiter von Airberlin, die nicht gekündigt würden, wahrscheinlich zu irischen Arbeitsverträgen als selbstständige Subunternehmer arbeiten. Ryanair ist ein arbeitnehmerfeindliches Unternehmen. Das Geschäftsmodell ist frühkapitalistisch." Mittlerweile soll Ryanair das Interesse an der Übernahme der kompletten Fluggesellschaft allerdings ohnehin relativiert haben. So zitiert die "Zeit" Marketingchef Kenny Jacobs mit der Bemerkung, seine Airline interessierte sich lediglich "für einige Vermögenswerte von Airberlin, hauptsächlich die Routen".

Nach aktuellem Stand können Interessenten noch bis zum 15. September Gebote für die insolvente Airberlin und ihre nicht in die Insolvenz einbezogene Tochtergesellschaft Niki abgeben. Dabei stehen die Beteiligten unter großem Zeitdruck, weil Airberlin täglich drei bis vier Millionen Euro verbrennt, so die Einschätzung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Allerdings macht die immer länger werdende Liste der Interessenten die Verhandlungen komplexer. Wann es zu einer abschließenden Lösung kommt, ist daher unklar.

Germania klagt gegen Bürgschaft. Auch auf Nebenkriegsschauplätzen herrscht einige Bewegung. So hat die Fluggesellschaft Germania beim Landgericht Berlin ein Eilverfahren eingeleitet, durch das es dem Bund untersagt werden soll, Airberlin den zugesagten Überbrückungskredit in Höhe von 150 Millionen Euro zu gewähren, bevor die EU-Kommission die Beihilfe genehmigt hat. Der Antrag richtet sich gegen das Verkehrsministerium, das Wirtschaftsministerium und das Finanzministerium. Die mündliche Verhandlung über den Antrag ist für den 15. September geplant.

Christian Schmicke

 

29. August 2017 – 13:49
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Allerdings fehlt der australischen Airline bislang noch das passende Fluggerät dazu. Deshalb rief Qantas-CEO Alan Joyce nun die Flugzeughersteller Boeing und Airbus auf, Maschinen mit einer entsprechenden Reichweite zu entwickeln. Vom Jahr 2022 an, so Joyce, wolle seine Airline in der Lage sein, voll besetzte Flüge ohne Zwischenstopp etwa von Sydney nach London, von Brisbane nach Paris und von Melbourne nach New York anzubieten. Das sei die "letzte Grenze", die es in der Passagierluftfahrt noch zu überwinden gelte, sagt der Qantas-Chef. Bereits jetzt seien beide Hersteller mit der Entwicklung der Boeing 777X und dem Airbus A350ULR nah daran, dieses Ziel zu erreichen.

Im März nächsten Jahres startet Qantas tägliche Flüge mit einer Boeing 787 vom westaustralischen Perth nach London. Dieser Strategiewechsel könnte langfristig die Position der großen Hubs in den Golfstaaten bedrohen, die bislang davon profitierten, dass die Strecke zwischen Australien und Europa zu lang ist, um sie ohne Zwischenlandung zurückzulegen. Seit 2013 bedient Qantas etwa die Strecke nach Frankfurt nicht mehr selbst, sondern bietet sie ausschließlich im Codeshare mit Emirates an. Letztere ist dabei für die Verbindung ab Dubai zuständig. Die neue Route ab Perth markiert einen ersten Schritt auf dem Weg, sich von den Hubs in den Emiraten und Südostasien unabhängig zu machen. Würde die Reichweite der Flugzeuge ausreichen, um auch von den Städten im Osten Australiens nach Europa zu fliegen, dann dürfte dies den Hub-Strategien, die den Airline-Wettbewerb der vergangenen Jahre prägten, einen herben Dämpfer versetzen.

Christian Schmicke

 

28. August 2017 – 16:48
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Bereits 2012 schickte der Axel-Springer-Verlag seinen langjährigen "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann für ein Jahr ins Silicon Valley. Dort ließ er sich einen langen Bart wachsen, hörte auf, sich die Haare zu gelen und tauchte als eine Art Praktikant in die digitale Welt ein. Hierzulande gibt er seither den Internet-Welterklärer. Das soll er am 8. Dezember auch vor Touristikern tun. Bei der DRV-Jahrestagung in Ras Al Khaimah spricht Diekmann zum Thema: "Wie ein Megatrend die Welt verändert und wie man diesen mitgestalten kann."

Daneben soll das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle spielen. Gerhard Schindler, früherer Präsident des Bundesnachrichtendienstes, erläutert die Auslandsaktivitäten der Geheimdienstler und soll den Teilnehmern vermitteln, was sie für die Sicherheit deutscher Urlauber tun.

Für den lebenspraktischen Teil des Kongresses soll der Abenteurer und Polarforscher Arved Fuchs sorgen. Der Mann, der im selben Jahr zu Fuß den Nord- und den Süpol erreichte und seit Jahren den fortschreitenden Klimawandel dokumentiert, wolle der Branche zeigen, wie "verantwortlicher und nachhaltiger Tourismus in Zukunft gelingen kann", kündigt der DRV an.

Für die Tagung können sich Interessierte noch bis zum 20. Oktober anmelden. Die Pakete mit Flug, Übernachtung, Verpflegung und Transfers kosten für Verbandsmitglieder ab 749 Euro und für Nichtmitglieder ab 998 Euro. Anmeldungen unter drv-jahrestagung.de

 

28. August 2017 – 13:12
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Der Tourismus auf den Kanarischen Inseln boomt weiter. Allerdings kommt das Wachstum zumindest auf den „großen“ Inseln Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura nicht mehr aus dem deutschen Quellmarkt. So meldet die offizielle Statistik des Flughafenbetreibers Aena für die ersten sieben Monate ein Gästeplus von gerade mal 1,8 Prozent aus Deutschland, während der Zuwachs bei den Ankünften insgesamt bei acht Prozent liegt. Wachstumsstärkste Quellmärkte sind Portugal mit einem Viertel mehr Besuchern als im Vorjahr sowie Österreich und Polen mit jeweils 15 Prozent mehr Ankünften. Dass auch große Quellmärkte noch deutliches Wachstum generieren können, zeigen die Briten. Sie stellen mit 14 Prozent Zuwachs und 3,2 Millionen Einreisen die mit Abstand größte Besuchergruppe vor den Deutschen mit 1,8 Millionen. Auf Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura stagnieren die Touristen zahlen aus Deutschland fast vollständig. La Palma legt hingegen um knapp sieben und Lanzarote um elf Prozent zu.

Christian Schmicke