28. April 2017 – 13:30
aer-kooperation-ag-vorstand-pedro-turbany

Die Kooperationen AER und TSS lösen zum Ende des Geschäftsjahres ihren Zusammenschluss in der Kooperations-Allianz TMCV auf. Anlass der Trennung ist, dass sich die AER-Kooperation dem DER-Touristik-Verbund DTPS anschließt, zu dem Organisationen wie Pro Tours, RCE, der Deutsche Reisering oder die Kooperation Tourcontact gehören. Der neue Verbund biete dem AER "zahlreiche Mehrwerte", sagt Vorstand Pedro Turbany, der den touristischen Bereich der Kooperation verantwortet. Zugleich wolle er auch in der neuen Konstellation "die bereits bestehenden engen und erfolgreichen Beziehungen zu allen in unserem Touristikportfolio gelisteten Partnern weiter festigen und ausbauen". Die Trennung von der TSS erfolge "freundschaftlich", so der AER-Chef. Um die eigenen Stärken jeweils besser ausbauen zu können, ohne dabei Rücksicht aufeinander nehmen zu müssen, sei eine Trennung "der nächstliegende Schritt".

Der Zusammenschluss von AER und TSS innerhalb der TMCV war 2002 erfolgt, um gemeinsam eine stärkere Positionen in den Provisionsverhandlungen mit den Veranstaltern zu erreichen. Anfangs gehörte außerdem die FTI-Vertriebsorganisation TVG dazu, die sich aber bereits 2003 von der TMCV trennte. Der TSS-Kooperation sind derzeit rund 3.350, dem AER etwa 1.000 Büros angeschlossen.

TSS-Chef Manuel Molina erklärt, für die TSS-Mitglieder werde sich nichts ändern. Seine Organisation werde unabhängig bleiben und sei auch ohne Partner stark genug aufgestellt.

Christian Schmicke

28. April 2017 – 12:38
playadepalma

Die mallorquinische Gemeinde will das touristische Treiben mit neuen Regeln und Strafen bändigen. Damit folgt sie der Nachbargemeinde Palma, die bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen hat. Ziel der Regeln sei es, "Lärm und Belästigungen durch Menschenansammlungen“ zu unterbinden, heißt es. Der östliche Bereich der als Playa de Palma bekannten Partymeile gehört zur Gemeinde Llucmajor, während der westliche Teil zur Gemeinde Palma zählt.

Je nach Schwere sollen Vergehen künftig in drei Gruppen unterteilt und mit entsprechenden Bußgeldern belegt werden. „Geringe Verstöße“ wie laute Musik und Geschrei kosten dann 50 bis 750 Euro, „schwere Verstöße“ wie Sachbeschädigung oder die Belästigung anderer Menschen im öffentlichen Raum werden mit 750 bis 1.500 Euro bestraft. Für „sehr schwere Verstöße“, zu denen beispielsweise öffentlicher Sex, Exhibitionismus oder Straßenprostitution gezählt werden, rufen die Ordnungshüter 1.500 bis 3.000 Euro auf.

Zwischen Mitternacht und acht Uhr morgens soll zudem der Verkauf von Alkohol verboten sein. Davon ausgenommen sind Restaurants und Hotels, die für den Konsum innerhalb der eigenen Räume ausschenken.

28. April 2017 – 11:35
bayern

Trotz starker Nachfrage – richtig glücklich ist die Liaison zwischen der deutschen Hotellerie und dem stationären Vertrieb nicht. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Gloobi.de-Umfrage unter rund 200 Reisebüros. Für zwei Drittel der Befragten spielt der Deutschland-Tourismus nur eine geringe oder gar keine Rolle. Und zwar keinesfalls wegen mangelnden Interesses der Kundschaft, schreiben viele Vertriebsprofis in ihren Kommentaren. Als Hauptschuldigen haben sie die Hoteliers ausgemacht. 68 Prozent der Teilnehmer an der Online-Umfrage erklären, die deutsche Hotellerie ziehe das Direktgeschäft der Zusammenarbeit mit ihnen vor. 64 Prozent sagen, die Hoteliers interessierten sich nicht für den Reisebürovertrieb. Nur elf Prozent bezeichnen die Zusammenarbeit als gut.

Fokus auf Direktvertrieb. Dabei spielt es offenbar eine entscheidende Rolle, dass viele Hotels Kunden, die den Aufenthalt in ihrem Haus über Veranstalter und Reisebüros gebucht haben, nach wie vor intensiv dazu locken, beim nächsten Mal direkt zu buchen. Dafür offerierten sie häufig Rabatte oder kostenlose Zusatzleistungen, berichten die Vertriebsexperten.

Schwache Veranstalterprogramme. Ein weiteres Manko sehen die Reiseprofis im Angebot der Veranstalter. Nur 30 Prozent bezeichnen deren Programme als umfangreich, hochwertig finden sie nur 23 Prozent. Viele der großen Veranstalter hätten auf den Deutschland-Trend erst reagiert, als sich in den Sonnenzielen ernsthafte Krisenerscheinungen bemerkbar machten, lautet ein häufig geäußerter Vorwurf.

Last but not least spielt auch eine wichtige Rolle, dass die Stornobedingungen bei Direktbuchungen oder Buchungen über Hotelportale meist kulanter sind als bei Veranstalterbuchungen. Das bewege so manchen Kunden dazu, die Dienste der Reisebüros für den Urlaub im eigenen Land nicht in Anspruch zu nehmen, sagen viele Verkäufer.

Fast die Hälfte bleibt optimistisch. Dennoch ist für den Deutschland-Tourismus am Counter offenbar noch nicht Hopfen und Malz verloren. Immerhin glauben 48 Prozent mittelfristig an Wachstum. Zudem stehen die Voraussetzungen für eine bessere Zusammenarbeit aus der Sicht der Reiseprofis gut. 72 Prozent von ihnen bezeichnen die eigenen Kenntnisse in Sachen Deutschland-Tourismus als gut oder sehr gut.

Christian Schmicke

27. April 2017 – 18:00
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Jeder Kunde von DER-Reisebüros bucht im Durchschnitt 1,3 Reisen pro Jahr. "Da ist es eine große Herausforderung langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen", resümiert Geschäftsführer Andreas Heimann. Doch wie bekommt man die Kunden öfter ins Reisebüro? Eine Frage, die Heimann mit Regiondo beantwortet. Das Freizeit- und Ausflugsportal mit 11.000 Aktivitäten gehört seit einigen Monaten zum Sortiment der DER-Reisebürokette. Heimanns Ziel: "Wir wollen uns strategisch als Freizeitplaner positionieren und damit viel häufiger mit unseren Kunden in Kontakt kommen als heute."

Vom Grill-Event bis zum Gruselwochenende

"Das Thema ist allerdings kein Selbstläufer und man braucht einen langen Atem", hat Heimann schon nach einer Testphase mit fünf Büros festgestellt. "Die Kunden müssen erst lernen, dass sie im Reisebüro auch Aktivitäten fürs Wochenende bekommen." Mit Mailings und Schaufenster-TV werden sie auf das erweiterte Angebot fürs Wochenende aufmerksam gemacht. Dabei geht es keineswegs nur um Grill-Events oder Ballonfahrten. Gut laufen etwa die Autostadt Wolfsburg, Pakete für die deutschen Freizeitparks oder Gruselwochenende, erzählt Heimann.

Es locken mehr Umsatz und neue Kunden

Das Geschäft sei für seine Reisebüros in zweierlei Hinsicht attraktiv. "Für so ein Weekend kommen bei mehreren Personen pro Buchung schon mal 1.500 Euro und damit eine interessante Provision zusammen. Wichtig ist aber auch: Wir erschließen für unsere Reisebüros damit eine ganz neue Kundschaft." Auch wer jetzt nur einen Ausflug kaufe, fliege vielleicht irgendwann auch in die Ferne. Doch das haben viele Reisebüromitarbeiter noch nicht auf dem Schirm. Sie waren anfangs zurückhaltend, gesteht Heimann, und es brauchte ein Anschubser. Dabei ist der Verkauf einfach. "Die Buchungsplattform von Regiondo ist in die Vertriebsplattform der DER-Reisebüros integriert, damit Buchungen komfortabel, prozessoptimiert und ohne weitere Anmeldungen erfolgen können."

Thomas Hartung

27. April 2017 – 16:39
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Mit einer ziemlich verrückten "Virtual-Reality"-Version ihrer Buchungsmaschine will die Amadeus-Tochter Navitaire Flugbuchungen offenbar zum Unterhaltungsprogramm machen. Um das Tool anzuwenden, benötigen Nutzer ein 3-D-Headset. Bei der Anwendung stehen sie dann auf einer Plattform und blicken auf einen dreidimensionalen Globus. Der Globus lässt sich drehen, um das Reiseziel auszuwählen, und versetzt die Anwender dann an Ort und Stelle – zum Beispiel nach London mit Blick auf das Riesenrad London Eye. Auch der Buchungsprozess samt Bezahlung spielt sich in dieser virtuellen Realität ab. Während der Flugauswahl können User den Sitzplatz über eine dreidimensionale Darstellung der Flugzeugkabine auswählen, für die Wahl des passenden Mietwagens werden verschiedene Fahrzeugmodelle präsentiert. Künftig könnte die Virtual-Reality-Software auch Hotelbuchungen bieten, oder Social-Media-Funktionen, über die Nutzer sehen können, wo auf dem Globus ihre Facebook-Freunde schon waren, glauben die Macher.

Entwickelt wurde die Anwendung von Justin Wilde, der auf Nutzeroberflächen spezialisiert ist. Wilde glaubt, dass Internetnutzer künftig auch Reisen "in 3 D buchen", sobald die entsprechenden Headsets erst einmal ausreichende Verbreitung gefunden haben. "Ich denke, dass Technologie und das Design von Nutzerprozessen das stärker berücksichtigen sollten", sagt er.

Navitaire arbeitet als Technologiedienstleister für Airlines und Veranstalter und gehört seit Januar 2016 zu Amadeus. Einen Eindruck von dem neuen Tool können Interessierte hier gewinnen.

Christian Schmicke

27. April 2017 – 15:49
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Willy Gräske, innerhalb des Vertriebsteams von LMX bislang für Marketing und Kommunikation zuständig, verlässt den Leipziger Reiseveranstalter nach drei Jahren, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Er wechselt zu Schörnig Reisen einem Busreiseveranstalter im Familienbesitz aus Hannover. Dort verantwortet er das Vertriebsmarketing und die Prozessoptimierung im Produktmanagement.

Gräske, der seine Ausbildung bei Eberhardt Travel in Kesseldorf nahe Dresden absolvierte, arbeitete vor seinem Engagement bei LMX Touristik im Vertriebsmanagement der Autostadt in Wolfsburg.

27. April 2017 – 13:59
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Nach der jüngsten Pannenserie hat das Management von United Airlines den Ernst der Lage offenbar erkannt und will mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel einem befürchteten Passagierschwund begegnen. Unter anderem soll die maximale Entschädigung für Passagiere, die im Falle einer Überbuchung freiwillig auf den Mitflug verzichten, von derzeit 1.350 auf 10.000 Dollar angehoben werden. Außerdem sollen nur noch Sicherheitskräfte eingesetzt werden, um einen Passagier aus einem Flugzeug zu entfernen, wenn von diesem ein unmittelbares Sicherheitsrisiko ausgeht. Damit sollen Situationen wie die bei der gewaltsamen Entfernung eines Fluggastes aus einem überbuchten Flieger am 9. April vermieden werden.

Außerdem will die Fluggesellschaft ein Kundendienst-Team bilden, das für Fälle von Überbuchungen "kreative Lösungen" entwickelt und Fluggästen etwa die Nutzung eines anderen nahe gelegenen Flughafens oder einer anderen Airline ermöglicht. Zudem sollen die Crews zusätzliche Trainings zur Lösung problematischer Situationen erhalten. Und last, but not least verspricht United, das Ausmaß der Überbuchungen vor allem bei den letzten Flugverbindungen am Tag deutlich zu reduzieren.

Airline-Chef Oscar Munoz bezeichnet das Maßnahmenbündel als "Wendepunkt", der bei United einen "Kulturwandel hin zu einer besseren und kundenorientierteren Airline" einleite. Die Veränderungen seien nur der Anfang auf dem Weg, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

Christian Schmicke

27. April 2017 – 13:50

91 Prozent nutzen laut einer Studie der Feedback-Plattform Trust you die Algorithmen der Searcher wobei allein Google einen Marktanteil von 81 Prozent auf sich vereint. Bei der Suche geben 77 Prozent einen Begriff mit dem Wort Hotel ein, 49 Prozent suchen einen Standort und 31 Prozent kombinieren beides.

Wenig verwunderlich ist die Aussage, dass Hotelbewertungen bei der Suche eine große Rolle spielen. Demnach sortieren 88 Prozent der Reisenden Hotels mit einem „Trust Score“ unter drei von fünf erreichbaren Sternen aus, 32 Prozent gehen rigoroser vor und meiden Häuser mit weniger als vier Bewertungs-Sternen. Daher empfiehlt das Portal Hoteliers, in die Verbesserung ihrer Online-Reputation zu investieren. Dies könne etwa durch persönliche Antworten des Managements auf das Kundenfeedback oder durch den Versand von Fragebögen an die Gäste nach ihrer Abreise geschehen.

27. April 2017 – 13:04
turkishflag

Nach Angaben des Hotelverbandes Türob ging der durchschnittliche Zimmerpreis im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp ein Viertel auf 57 Euro zurück. Der sogenannte RevPar, der die Einnahmen pro verfügbarem Zimmer spiegelt, verschlechterte sich in etwas geringerem Ausmaß auf 29 Euro. Den stärksten Preisrückgang verzeichnet erneut die Metropole Istanbul, während Antalya laut Türob einen Anstieg des RevPar erlebte. Ein kleiner Lichtblick mag es für die türkische Hotellerie zudem sein, dass die Auslastung insgesamt um fünf Prozentpunkte auf 56 Prozent stieg. Verantwortlich dafür sei neben einer größeren Zahl von Geschäftsreisenden ein starker Anstieg der Zahl der Besucher aus dem Iran, erklärt der Hotelverband.

27. April 2017 – 11:18

Auf der Service-Seite des Veranstalters können FTI-Agenturen ab sofort ihren Umsatzreport bis zum Vortag einsehen. Voraussetzung ist die Registrierung im Orange Experts Club. Unter dem Menüpunkt "Admin" werden alle im Büro angemeldeten Mitarbeiter aufgeführt, die freigeschaltet werden können. 
So können Inhaber, Geschäftsführer und Büroleiter direkt anhand der Zahlen ihre Provision einsehen. Wer keinen persönlichen Umsatzreport über die Service-Seite erhalten möchte, schickt eine E-Mail mit dem Betreff "Umsatzreport sperren" und der Agenturnummer an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Nach wie vor können die Agenturen ihre Umsatzzahlen auch im Reservierungssystem mit "Aktion AI“ und Veranstalter "FTI“ einsehen.